Sexistische Algorithmen?

Ein Tweet, zu blöd, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Screenshot_2018-12-13 mensch aber männlich on Twitter

Erstmal: Es gibt kein „Patriarchat“.

Und zweitens: Algorithmen „denken“ erstmal geschlechtsneutral. Wenn irgendein Algorithmus auf die Frage nach bspw. „Führungskräften“ mehr Männer als Frauen ausspuckt, dann liegt das daran, dass Führungspositionen nur zu 30% von (Quoten-)Frauen belegt werden.

Damit ein Algorithmus auf die Fragen nach den größten Erfindern, Sportlern, Philosophen etc. mehr Frauen nennt, damit sie „sichtbar“ gemacht werden, wie es im Szenejargon heißt, müsste man ihm Sexismus erst beibringen. Das heißt, man müsste ihm erst künstlich den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein beibringen und ihn anweisen, letztere zu bevorzugen. Das ist: Sexismus, nach Szenejargon aber nur „positive Diskriminierung“ oder „positive Aktion“.

Dieses Beispiel zeigt besonders schön, wie Staatsfeminismus funktioniert: Zuerst wird ein nicht vorhandener frauenfeindlicher Sexismus behauptet, um dann männerfeindlichen Sexismus zu installieren. Erst wird behauptet, es existiere eine gläserne Decke, um dann per Frauenquote Männer zu diskriminieren. Erst wird behauptet, Männer würden Frauen sexuell belästigen, um dann männerfeindliche Frauenermächtigungsgesetze zu installieren, die Männer weiblicher Willkür ausliefern. Erst wird behauptet, es gebe eine „Rape-Culture,“ um dann Gesetze zu durchzusetzen, die jeden sexuell aktiven Mann mit einem Bein im Knast stehen lässt. Erst wird behauptet, die Sprache diskriminiere Frauen, um sie dann zu entstellen.

Alles ist Sexismus, deshalb muss man auch überall gegen Männer vorgehen, nicht nur bei Algorithmen.

7 Gedanken zu „Sexistische Algorithmen?

  1. elmardiederichs

    Wer diesen tweet geschrieben hat, beweist, daß er keine Ahnung von der Sache hat. Es ist wohl eher so, daß sich in Daten kulturelle Unterschied wiederspiegeln, die Algorithmen schlicht herausfinden. Solche Funde mögen einige Menschen, die vom Gender-Diversity-Krampf der Eliten finanziert werden, natürlich nicht und sie ziehen es vor, Algorithmen bzw. deren Programmierern, anstatt der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.

    Antwort
      1. elmardiederichs

        Nur kennt man in der Regel nicht

        1. das Geschlecht zu den erhobenen Daten.
        2. das Geschlecht dessen, der den Algorithmus benutzt.

        Sexismus oder ähnliches einzubauen, ist also keine triviale Angelegenheit – es sei denn 1. oder 2. gelten.

        Antwort
  2. Robert W.

    Dass solche Leute ein inkompetenter Haufen sind, wird auch noch deshalb klar:
    Ein Programmierer „erfindet“ einen Algorithmus im Allgemeinen nicht selbst, sondern setzt einen vorher entwickelten Algorithmus „nur“ (was übrigens sehr aufwändig sein kann) in einem bestimmten Programm / in einer bestimmten Programmiersprache um.
    Wie elmardiederichs richtig anmerkte: wenn ein bestimmter Algorithmus etwas „Sexistisches“ in einer bestimmten Datensammlung findet, ist nicht (unbedingt) der Algorithmus sexistisch, sondern die Daten weisen einen Bias auf.

    Und PS: Die Sexisten sind die, die überall verlangen, dass man das Geschlecht jeder beteiligten Person berücksichtigen muss. Und nicht die, denen das Geschlecht erst mal egal ist!

    Antwort
    1. crumar

      Robert, so funktioniert aber feministische Theorie – da Männer überwiegend in der Informatik arbeiten und gearbeitet haben, kann es unmöglich einen neutralen Algorithmus geben. Sondern dieser Algorithmus ist nur scheinbar „neutral“ (beachte die Anführungszeichen im Tweet), mindestens (dominant) männlich kontaminiert oder aber (ein weiterer) Stützpfeiler des „Patriarchats“.

      Natürlich hat sie keinerlei Ahnung, wie der/ein Algorithmus funktioniert.
      Aber wenn nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt, dann hat sie eine auf einem soliden Vorurteil basierende „Erklärung“, die bestens in den Rahmen ihrer (denkfaulen) Verschwörungstheorie passt.
      Plus eine Ausrede parat, warum sie sich nicht inhaltlich mit Algorithmen oder KI auseinandersetzen muss: Das ganze Zeug ist einfach zu männlich, weil es eben von Männern stammt, die damit bewusst Frauen ausschließen wollen.

      Damit ist nicht nur der Generalverdacht gegen Männer in der Welt, sondern Feministinnen haben der ganzen Welt, Männern und Frauen dankenswerterweise klar gemacht, dass Algorithmen und KI männlich sind /sarcasm off.
      Dass sie damit die Geschlechterstereotypen rekonstruieren, die sie vorgeblich abbauen wollen fällt ihnen leider nicht auf.
      Man kann das auf die feministische Haltung gegenüber der Aufklärung ausweiten: Vernunft und Rationalität als „männlich“ zu denunzieren hat eben erst dazu geführt, dass Vernunft und Rationalität männlich geworden sind.

      Antwort
      1. Robert W

        „Robert, so funktioniert aber feministische Theorie“
        ich weiß.
        „Vernunft und Rationalität als „männlich“ zu denunzieren hat eben erst dazu geführt, dass Vernunft und Rationalität männlich geworden sind“
        richtig, und damit ist auch gleichzeitig „hirnlose Emotionalität“ „weiblich“ geworden. Und dabei kenne ich doch kluge und vernünftige Frauen …

        Antwort
        1. crumar

          „Und dabei kenne ich doch kluge und vernünftige Frauen …“
          Ich fürchte, das sind gar keine richtigen Frauen.
          Bzw. es gibt gar keine Frauen, bzw. auf einem Spektrum aller Frauen sind das wahrscheinlich Frauen, wobei sich keinesfalls festmachen lassen lässt, was eigentlich Frauen sind oder wodurch Frauen Frauen werden, denn das wäre transphob oder sexistisch oder beides.

          Im Grund ist damit alles gesagt. :)

          Antwort

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