Korrupte und anständige Frauen und warum letztere verpflichtet sind

Höchsten Anstand beweist einer, der es ablehnt, das anzunehmen, was ihm ungerechtfertigterweise zukommt. Solchen Anstand beweisen nun mehrere Frauen der FDP, die nicht als Frauen sondern als Menschen wahrgenommen werden wollen und deshalb Frauenfördermaßnahmen, von denen sie profitieren könnten, ablehnen – in Zeiten, in denen integre Persönlichkeiten nur noch in Film und Fernsehen vorkommen, eine echte Ausnahme. Denn in der FDP sollen nun Frauen als Frauen bevorzugt werden, was manche dieser weiblichen Mitglieder zum Anlass nehmen, tatsächlich auszutreten, ihre politische Heimat, die nun auch korrumpiert ist, zu verlassen.

frauenanteil-partei-bundestag

Frauen sind nicht benachteiligt sondern bevorzugt.

Es gibt Quotenfrauen, die angeben, stolz darauf zu sein, dass sie eben solche sind. Genauso gut könnten sie sagen: „Ich bin stolz, bestechlich zu sein!“, denn es bedeutet nichts anderes. Es sind korrupte Frauen, die keine Werte, keinen Anstand kennen, die aufgrund eines mächtigen Privilegs etwas einstecken, das ihnen nicht zusteht, allein um ihren eigenen weiblichen Bauchnabel kreisen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausleben und damit eine narzisstische, tödliche Misandrie pflegen. Frauen, die bereits so bevorzugt sind wie nur wenige Menschen, aber nichtsdestotrotz schamlos das Opferabo pflegen.

Und jetzt die FDP-Frauen, die Sexismus und daraus resultierende Vorteile ablehnen. Beispiele dafür kenne ich nicht mal unter Männern. Zum Beispiel Natalie Sapir, die erklärt: „Werde mich weiter in der #FDP engagieren, aber nur unter der Bedingung, dass man mich nicht als Frau behandelt. Never ever kandidiere ich auf einem Frauenplatz. Ich lasse mich auch nicht als Frau zählen.“ sekundiert von Lian Hunold, welche anmerkt: Ich könnte mich selbst nicht ernst nehmen, wenn ich nur aufgrund einer #Zielvereinbarung im Amt wäre. Ich würde das Amt gar nicht erst wollen. #LeistungstattQuote (es ist nicht weniger Quote nur weil man es anders nennt).

Maike Wolf tritt aus und erklärt warum:

 

 

 

So löblich die Haltung dahinter ist, so falsch ist die Konsequenz. Denn:  In diesem Fall könnte man in Anlehnung an „Die Klügeren geben nach und die Dummen regieren die Welt“ sagen: „Die Guten gehen und die Korrupten beherrschen die Partei!“  In einer Welt, in der alles zum Teufel geht, sind solche Frauen ein Lichtblick, und eben deshalb dürfen sie nicht gehen. Frauen können schwerer ignoriert werden als Männer, die „sowieso nur ihre Privilegien schützen wollen.“ Frauen haben es leichter – siehe oben – und deshalb sind sie verpflichtet – auch aus ureigenem Interesse. Denn die Feministin an der Macht, die mit aller Gewalt die Frau aus der Familie raus und in die Maloche zwingen will, anstatt umgekehrt den Mann aus dieser zu befreien, ist keine Frauenfreundin – im Gegenteil. Wenn die guten Frauen gehen, heißt das, dass sich perfide Strategien etwa einer Antje Schrupp durchsetzen, wonach es keine Frauen- sondern Feministinnenquoten braucht.

2 Gedanken zu „Korrupte und anständige Frauen und warum letztere verpflichtet sind

  1. Mario

    Deine Lobeshymnen sind leider falsch.

    Zum Einen ist deine Annahme falsch, Quotenfrauen seien korrupt. Denn sie werden ja nicht bestochen, sie erhalten eine Leistung. Und das auch noch völlig leistungsfrei.
    Korrupt waren Harvey Weinsteins Besetzungs-Couch-Nut…, die für Filmkarrieren mit ihm in die Kiste gestiegen sind.

    Zweitens ist es zwar schön, dass diese Frauen allesamt nicht als Quotenfrau in politische Ämter wollen. Sie verweigern sich aber, weil es ihren Ansprüchen nicht gerecht wird, „nur als Frau gesehen zu werden“.
    Es geht also wieder nur um die eigenen Interessen der jeweiligen Frauen. Das ist natürlich legitim, allerdings kein Grund für Freudensprünge.
    Denn letztendlich scheint es ja auch ihnen egal zu sein, dass Quoten – seien es Männer- oder Frauenquoten – mutmaßlich verfassungswidrig sind, weil sie dem Prinzip der freien Wahl widersprechen.
    Und nicht zuletzt natürlich, weil dadurch das andere Geschlecht qua Geschlechts benachteiligt wird. Wie nahezu immer in der heutigen Zeit natürlich die Männer.

    Löblich wäre die Einstellung der Frauen also dann, wenn sie den Sexismus gegen Männer anprangern und sich ihm verweigern würden. Das tun sie aber nicht, denn es geht ausdrücklich nur um ihre Befindlichkeiten und Interessen.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s