Rape Culture: Jeder Mann ist ein [potentieller] Vergewaltiger

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Der Satz, wonach jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger ist, ist so wahr, wie jeder Satz wahr ist, der mit dem Wort „potentiell“ gebildet wird – zum Beispiel: Jede Frau ist eine potentielle Falschbeschuldigerin. Dass manche Wahrheiten willkommen sind, andere nicht, sieht man aber schon daran, dass erstere auf verschiedenen feministischen Plattformen verbreitet, letztere aber zensiert wird.

Wobei man das Wörtchen „potentiell“ gleich ganz streichen kann, wenn es nach Feministen wie etwa Marilyn French geht, für die jeder Mann ein Vergewaltiger ist und sonst gar nichts. Diese Betrachtung ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass zwar nicht immer aber oft der Mann die Initiative zum und beim Sex übernimmt, und Initiative ist immer mit etwas Aggression behaftet. Das ist dann wohl auch der Grund dafür, dass die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek diagnostizierte, Sex sei etwas, das Männer Frauen antun. Jelinek ist eine hoch fragile und hypersensible Prinzessin auf der Erbse, was ihr als Literatin nützt, sie dann aber auch daran hinderte, den hochdotierten Preis persönlich entgegenzunehmen – diesem Stress war sie nicht gewachsen. Die gute Frau ist so schwach, dass sie mit einem Mann, der die Initiative übernimmt, vollkommen überfordert ist. Und da sind wir beim Pudels Kern: Feministen zeichnen Frauen als so zerbrechliche Geschöpfe, dass sie nicht mal ein „Nein“ formulieren können, keine erwachsenen Persönlichkeiten also sondern Kinder und Sex mit Kindern ist Missbrauch, Gewalt, Vergewaltigung (und dies von Ideologen, die sich an anderer Stelle über „fragile Männlichkeit“ mokieren…). Das Problem ist nicht die Aggressivität der Männer sondern die Schwäche der Feministinnen. Auch für Robin Morgan ist Initiative übernehmen männlicherseits mit Vergewaltigung gleichzusetzen: »Ich bestehe darauf, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt, wenn die Initiative zum Geschlechtsverkehr nicht von der Frau ausgeht, aus echter Zuneigung und aufgrund von echtem Begehren.«

Aber kehren wir zu einer vernünftigen Betrachtung des Ver-gewalt-igers zurück, der sich sein Opfer (generisches Neutrum) nimmt und dabei auch bereit ist, Gewalt anzudrohen und anzuwenden. An dieser Stelle: Nein, nicht jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger. Ich persönlich würde bei Gewaltanwendung schlicht keine Erektion zustandekriegen. So auch ein männlicher Feminist, befragt von einer Feministin, der genau das ebenfalls zu Protokoll gibt – beim Versuch eine Frau zu vergewaltigen, würde er:

»[…] vermutlich in Tränen des Mitleids ausbrechen und zusammen mit meinem Opfer weinen, anders als der traditionelle Mann.«

Lassen wir den ersten Teil stehen, welcher bedeutet, dass wir mit mir schon zwei Männer haben, die keine potentiellen Vergewaltiger sind, und widmen uns der Aussage über den „traditionellen Mann“ – wonach eigentlich jeder Mann ein Vergewaltiger sei, das sollte man sich mal klar machen! Ich erinnere mich – es ist Unzeiten her und damals war ich noch Feminist – eine Studie einer Feministin gelesen zu haben, die zu genau diesem Ergebnis kam: der „traditionelle“, genauer: Der normale Mann ist ein Vergewaltiger. Diese Feministin gab an, dass es sehr schwierig war, für ihre *hust* Forschung die richtigen Männer zu finden – in der ganzen Bundesrepublik. Denn sie akzeptierte nur handverlesene, männliche Feministen, solche also, die sich für was besseres halten, dabei ihren Geschlechtsgenossen nur das Schlechteste unterstellten, z.B. Vergewaltiger zu sein und dafür vielleicht auf den Arm dürfen. Die Befragung jener Mösenkriecher lieferte das gewünschte Resultat der „Forschung“. Ich hätte hierzu einen Vorschlag, Erkenntnisse über den Charakter von Weibsbildern zu gewinnen: Eine großangelegte Befragung von Trennungsvätern, die mit institutioneller, weiblicher Macht ihren Kindern entfremdet wurden und werden… obwohl: Nein. Trennungsväter, denen von Frauen wirklich Grausames angetan wird, bewahren Anstand und distanzieren sich von Misogynie, weigern sich, vom Einzelnen auf das Gesamte zu schließen.

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Um zu beurteilen, inwieweit der ganz normale Mann da draußen ein Vergewaltiger ist, lohnt es sich, einen Blick auf den tatsächlichen Vergewaltiger zu richten, Hoffmann notiert:

Dass ein Vergewaltiger alles andere als der typische junge Mann von nebenan ist, wusste die psychoanalytische Forschung schon seit Jahren, bevor sie von der feministischen Propaganda überrollt wurde. All diese Gewalttäter weisen »eine emotionale und sexuelle Entwicklungsstagnation« auf, die schon in der Kindheit entstanden ist…

[…]

Männer, die sexuelle Gewalttaten begehen, stammen in aller Regel aus zerstörten Familien, weisen zahlreiche andere Symptome psychischer Instabilität auf, sind schlecht in die Gemeinschaft integriert und zeigen generell asoziale Tendenzen. Viele haben eine sehr schlechte Ausbildung, sind arbeitslos oder wechseln von Job zu Job. Sie gehören in der Regel den unteren Gesellschaftsschichten an

[…]

All diese schwerwiegenden Persönlichkeitsstörungen sind schon in der Kindheit angelegt: Teenager, die mit alleinerziehenden Müttern aufwachsen, haben ein 14-faches Risiko, sich zum Vergewaltiger zu entwickeln. Drei völlig unabhängig voneinander durchgeführte Studien über Vergewaltiger aus den Jahren 1979,1984 und 1993 weisen sämtlich auf eine alarmierend hohe Rate von vorangegangenem sexuellen Missbrauch dieser Männer durch Frauen hin: einmal zu 59 Prozent, ein anderes Mal zu 66 Prozent, die neuste Studie spricht sogar von 80 Prozent.

Dabei trifft das feministische Mantra zu, wonach es bei Vergewaltigung nicht um Sex sondern um Macht geht. Allerdings anders als es Feministen darstellen, denen zufolge Männern von klein auf beigebracht wird, Frauen seien minderwertig, weshalb man sie vergewaltigen dürfe:

Männer vergewaltigen nicht, weil sie Frauen für minderwertig halten, sondern weil sie gegen ihre eigenen Gefühle von Minderwertigkeit aufbegehren, »die Frau von ihrem Sockel holen wollen«, wie es viele von ihnen ausdrücken. Bezeichnenderweise vergewaltigen in den USA Schwarze fünfmal so häufig wie Weiße, und homosexuelle Vergewaltigungen, bei den Gefängnisinsassen verschiedener Rassen beteiligt sind, sind fast zu 100 Prozent Fälle, bei denen Schwarze Weiße angreifen. Nun haben Schwarze ganz gewiss nicht gelernt, dass Weiße minderwertig sind und deshalb missbraucht werden dürfen, ganz im Gegenteil. Vergewaltigung ist oft auch ein Akt der Rache gegen Umstände, die der Täter als »Unrecht« wahrnimmt.

Dieser Punkt ist für eine Feministin, die sich einbildet, in unserer Gesellschaft wären Männer an der Macht, vermutlich am schwersten zu verstehen. Die Realität verhält sich zur Propaganda mal wieder komplett anders.

Alles zusammengefasst lässt sich sagen, der „Vergewaltiger“ ist eben nicht der durchschnittliche Mann von nebenan sondern eine zutiefst kaputte Persönlichkeit, ein armes Schwein, das weniger Bestrafung als vielmehr Hilfe braucht. Wer allerdings darauf hinweist, ist ein Täterschützer, der zwangsläufig die aggressive Phrase herausfordert, sich weniger mit den Tätern sondern mehr mit dem Opfern zu befassen. Wenn man aber Opfern helfen und Prävention leisten will, hilft es mehr, sich mit den wirklichen Ursachen auseinanderzusetzen, als das Phantom „Patriarchat“ als eine solche auszumachen, welche Männern beibringe, zu vergewaltigen. Aber dafür müsste man natürlich heißgeliebte Feindbilder aufgeben.

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