Ein paar feministische Memes der No-Hate-Speech-Sexisten

Auf einer schönen Seite wird gegen „Sexismus“ vorgegangen. Was ist Sexismus? Ist es Sexismus, wenn faschistoide Vernichtungsphantasien gegen Menschen einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit mit Steuermitteln verbreitet werden? Vermutlich ja. Allerdings gilt:

MEN_DONT_GET_TO_DECIDE

Das ist höchst interessant. Sexismus ist nämlich auch, wenn man Menschen aufgrund ihrer unverschuldeten Geschlechtszugehörigkeit Rederechte verweigert oder gewährt. Hier wird das Rederecht den Männern verweigert, womit meine Eingangsfrage, ob Männervernichtungsphantasien sexistisch seien, negiert ist. Denn nach dieser Definition habe ich zu schweigen und wenn ich es nicht tue, ist alles was ich sage diesen Antisexisten allein aufgrund meines Geschlechts keine Erwägung wert.

Aber gut, ich bin ja ein Mann und damit privilegiert, wobei gilt:

nohatespeech_sexismus-privileg

Ok, und welche Privilegien wären das – lassen sie sich sichtbar machen, indem man sie anspricht und erläutert? Sich im Krieg totschießen lassen, wie es Frauen von Männern einfordern? Ein Leben lang malochen – aber nicht in Amüsierberufen – und den größten Teil des erarbeiteten Geldes an Frau und Kinder abgeben?

Ja, ich bin schon uneinsichtig und das nervt ungemein:

nohatespeech_sexismus-awkward

Nun, ich war früher mal Feminist, und das hieß, dass ich mir meiner unbewusssten Privilegien tatsächlich bewusst war. Ich glaubte, weil ich ein Mann war, gehörte ich dem privilegierten, amoralischen Geschlechts an, welches das andere Geschlecht benachteiligt und misshandelt. Warum glaubte ich das? Weil mir buchstäblich jeder und alle genau dieses Märchen verkauften. Fernsehen, Radio, Schule, Uni, meine Eltern, die Zeitung: In unserer Gesellschaft ist es unmöglich aufzuwachsen, ohne diese Geschichte eingetrichtert zu bekommen.

Eine Geschichte, die sagt, dass Männer Frauen für sich arbeiten lassen, also dass das Geschlecht, welches mehr Zeit vor dem Fernseher verbringt, die ganze „unbezahlte Arbeit“ leisten würde. Aber  manche wehren sich und treten in den Frauenstreik:

wilde70er

Soll heißen, nur Frauen leisten was für Männer, während diese nix für Frauen tun, sich bedienen lassen. Nun, eine Frau kriegt das Gehalt ihres Mannes. Dieser Geldstrom – Billionen – der nach der Trennung „Unterhalt“ heißt, hat vor der Trennung günstigerweise keinen Name, womit er unsichtbar ist und damit den Akteuren in der Debatte um nicht-bewusste Privilegien auch nicht bewusst.

Ok, aber der Streik der Dame oben bedeutet, dass  man sich knallhart einschränken muss, etwa beim Medienkonsum:

frauenstreik_zeit

Das führt zur Frage, ob die Damen bei der „Zeit“, die offensichtlich nichts substantiell-notwendiges beizutragen haben, um den Betrieb am Laufen zu halten, eigentlich soviel verdienen wie die Männer, die den ganzen Laden auch mal alleine schmeißen. Wenn nicht, wäre dies zutiefst ungerecht, wie diese Spitzensportlerin weiß:

nohatespeech_sexismus-gehtklar

Ach ja, die Lohnlüge. Und das im Sport. Aber gut: Schaffen wir die Geschlechtertrennung ab, und lassen Frauen und Männer gegeneinander antreten. Meine vorsichtige Prognose ist, dass dann Frauen noch weniger verdienen, da Männer die Top-Positionen und damit die Top-Einkommen allein in Beschlag nehmen würden.

Sind Spitzensportler eigentlich „Karrieremänner“? Und warum ist dieses Wort so selten im Vergleich zu „Karrierefrau“? Weist das auf eine tiefgehende, strukturelle Benachteiligung hin, wie man von Kindesbeinen an in allen Medien und Kanälen lernt?

nohatespeech_sexismus-careerwoman

Aha. Und warum gibt es das Wort „Hausmann“ nicht, der einen Mann beschreibt, der das Gehalt seiner Frau bezieht? Vielleicht, weil keine Frau bereit ist, ihr ganzes Leben lang für ihn zu arbeiten, ihm ihr Geld zu geben, sondern dieses Geld lieber selber nimmt, weshalb sie weniger und weniger hart arbeitet und somit in Chefetagen seltener anzutreffen ist?

Und meditiert auch nur eine einzige Feministin darüber, warum es eigentlich den Begriff „Müllfrau“ nicht gibt, aber es „Müllmann“ heißt über Männer, die eine fundamental wichtige wie schwere Arbeit leisten, deren Streik anders als ein Frauenstreik tatsächlich zu Problemen führt?

Denn an Berufsbezeichnungen haben sich feministische Sprachingenieure bereits abgearbeitet: So heißt es nicht mehr „Bergmänner“ sondern „Bergleute“. Nicht mehr „Feuerwehrmänner“ sondern „Feuerwehrleute“. Denn Feuerwehrmänner genießen hohes Ansehen, und davon wollen die feministischen Neiderinnen etwas abhaben, während der Müllmann Müllmann bleiben darf, denn den Giftseeelchen gefällt es, Männer in die Nähe von Müll zu rücken.

Aber Frauen können alles, was auch Männer können (nur: wollen sie?). So können auch die feinen Damen der Elite Müllcontainer wuchten. Sie können alles, ALLES. Zum Beispiel:

nohatespeech_sexismus-inthesnow

Ok: Im Ernst? Das sitzt also irgendwo eine aus Steuern finanzierte Prinzessin auf der Erbse, die ein Problem mit solchem äh… Pippikram hat, die so unter Komplexen leidet, dass sie sich die Mühe macht, ein Meme zu erstellen, welches Jungs in der Pubertät „kontern“ soll?

Nun, was soll’s: Da damit jetzt also bewiesen ist, dass Frauen alles können, steht der Eroberung der Welt nichts mehr im Weg:

The_future_is_female

Ich gehe jede Wette ein, dass auf der Baustelle links im Bild nur Männer arbeiten. Aber gut: Das mag ja sein, dass in Zukunft die Frauen herrschen, nur was bedeutet das? Bedeutet es vielleicht das:

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Männer, die Problemlagen von Männern anführen, werden also mit Gewalt aus dem Weg geräumt. Und das ist eine ungeheuer vergnügliche Angelegenheit, die mit schallenden Lachen begleitet wird – wenn ich sowas mit Ausländern machen würde, wäre das dann eigentlich rassistisch?

Egal, zum Schluss:

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Ok: Ich weiß nicht, wie ich das kommentieren könnte. Und das ist keine Phrase, ich weiß echt nicht, was ich sagen könnte zu dieser Groteske, die für ein Weltbild steht, welches so weit weg ist von jeder Realität, die das Verhältnis der Geschlechter betrifft… mir fällt dazu nichts ein.

Ein Gedanke zu „Ein paar feministische Memes der No-Hate-Speech-Sexisten

  1. Robert W

    auf der „Schönen Seite“ unter „Was ist Hatespeech?“:
    „Hate Speech ist, wenn man Worte und Bilder als Waffe einsetzt, bewusst, gezielt und voll auf die Zwölf. Wenn Menschen abgewertet und angegriffen werden oder wenn zu Hass oder Gewalt gegen sie aufgerufen wird.“

    Also das Übliche: Hate Speech ist, was die anderen, die Bösen also, machen. …

    Antwort

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