Archiv für den Monat September 2019

Billy Coen: Gefangen in der Bubble der patriarchalen Verschwörungstheorie

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

[Kontext] Es geht um diese Grafik, die ein allumfassendes Patriarchat halluziniert.

Hähä! Ja, diese ganzen Verrenkungen sind schon amüsant, wenn auch eigentlich recht einfallslos; schließlich läuft am Ende alles doch nur auf das ominöse Patriarchat hinaus. Kein Bemühen, die eigene Sicht mal ausführlicher darzulegen, kein Bestreben zu etwas komplexeren Denkmustern. Einfach nur „das Patriarchat halt“ und Fall erledigt *zufrieden die Hände abwisch*.

So funktionieren Verschwörungstheorien halt. Sie sind vollkommen hermetisch. Steckt man inmitten dieser kognitiven Filterblase fest, bietet sie einem immer eine Möglichkeit, auf alles eine Antwort zu haben, die einen zumindest in seiner eigenen Weltsicht immer bestätigt, selbst wenn es, wie im Feminismus, am Ende immer dieselbe Antwort ist.

Lucas Schoppe (wer auch sonst) hat auf man tau (wo auch sonst) in einem älteren Beitrag mal die Parallelen zwischen Patriarchatstheorie und der nationalsozialistischen Verschwörungstheorie vom internationalen Finanzjudentum dargestellt. Und wie das mit allen Verschwörungstheorien totalitärer Ideologien ist: die Parallelen sind vielfältig.

Aussage: Eine Gruppe kontrolliert auf verborgene und sinistere Weise alles, was in der Gesellschaft / auf der ganzen Welt passiert und beeinflusst es stets zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Gruppe, die unter dieser Theorie vereint werden soll.

Notwendigkeit: Wie auch die Nazis hängen viele Feministen einem Suprematismus an. Belege dafür liefern die Literatur sowie print- und funkmediale Erzeugnisse massenhaft. Wie soll man es sich aber erklären, dass die eigene doch angeblich so überlegene Gruppe von einer doch so deutlich unterlegenen Gruppe ständig ausgestochen werden soll? Ganz klar: die spielen einfach falsch!

Verwertung: In der eigenen Gruppe werden Opfernarrative aufgebaut. Egal was einem im Leben jemals ungutes passiert ist, es steckt immer die jeweils beschworene „höhere Gewalt“ dahinter. Dies ist natürlich für etliche Menschen eine willkommene Einladung zur Beerdigung all der unangenehmen Empfindungen, die sich aus dem Verdacht einer Selbstverantwortlichkeit bilden können. Es waren halt immer die anderen. Dadurch erreicht man eine soziale Spaltung. Selbst wenn man immer wieder beschwört, doch nicht jeden einzelnen Mann / Juden zu verdammen, so erreicht man durch Dauerbeschallung über angebliche Privilegien der dämonisierten Gruppe und gleichzeitiger ständiger Aufbauschung von wahren oder behaupteten Verfehlungen einzelner Angehöriger der bösen Finanzjuden / Patriarchen, dass sich – am Ende nicht nur bei überzeugten Anhängern der eigenen Ideologie – grundlegende Vorbehalte gegen die zur Opposition aufgebauten Gruppe verfestigen. Dadurch verschafft man sich auch außerhalb der radikalen Kernzirkel Anhänger und somit soziale und politische Macht.

Ich denke man könnte das ganze noch wesentlich differenzierter ausführen, aber ich denke, die drei recht grob gefassten Bereiche zeigen recht deutlich, warum ich a) die Patriarchatstherie für eine Verschwörungstheorie halte und wie sie b) in einer Linie mit anderen Verschwörungstheorien anderer totalitärer Ideologien gesehen werden kann.

Die böse böse Norm

Lieber Leser,

…uuuuuund Stopp!

Um gleich zu dem Kern des Problems vorzudringen: Wenn ich dich als „lieber Leser“ anspreche, dann könnte das bei dir und bei mir dazu führen, dass unter „Leser“ nicht das behinderte, multisexuelle, grüne Alien mitgedacht wird, und das ist höchst beunruhigend, nein: Eine Katastrophe gar, denn hier zeigt sich das Patriarchat mit all seiner Infamie!

Denn unter „Leser“ stellt sich jeder nur die Norm vor, also den nichtbehinderten, heterosexuellen, weißen Mann, und diese Norm ist für behinderte, multisexuelle, grüne Aliens ein Problem. Die Norm nervt, also soll sie weg die Norm. Ist das Projekt „Gender“ abgeschlossen, dann sind behinderte, multisexuelle, grüne Aliens genauso normal wie ein nichtbehinderter, heterosexueller, weißer Mann.

Was ließe sich darauf entgegnen? Nun: Erstens interessiert bei der Bezeichnung „Leser“ nur ein Aspekt: Nämlich der einer Person, der einen Text liest. Die Funktion als solche steht im Vordergrund nicht Merkmale wie Geschlecht oder Hautfarbe. Ob der Leser ein nichtbehinderter, heterosexueller, weißer Mann oder ein behindertes, multisexuelles, grünes Alien ist, interessiert schlicht nicht. Die Kategorien der Hautfarbe, der sexuellen Orientierung oder whatever spielen keine Rolle, solange ich sie nicht ins Spiel bringe um etwa den Konflikt aufzuzeigen, der von der einen Gruppe mit Minderwertigkeitskomplex angeheizt wird.

Der zweite Punkt ist, dass die Annahme, ich meine den nichtbehinderten, heterosexuellen, weißen Mann, wenn ich einfach von „Leser“ rede, schlicht falsch ist. Nehmen wir an, ich will dem nichtbehinderten, heterosexuellen, weißen Mann sagen, dass er nicht auf behinderte, multisexuelle, grüne Aliens hören soll, dann muss ich den nichtbehinderten, heterosexuellen, weißen Mann auch entsprechend adressieren, weil sich sonst alles mögliche Gesocks angesprochen fühlen kann, und das obwohl ich die doch ausgrenzen will!

Ein weiterer, oft gehörter Vorwurf ist, dass behinderte, multisexuelle, grüne Aliens „marginalisiert“ werden. Denn wenn man nur von „Lesern“ spricht, werden sie unsichtbar gemacht, man „reproduziere alienphobe, heteronormative Strukturen“. Auch das ist Nonsense, man macht Minderheiten nicht aktiv unsichtbar, sie sind weniger sichtbar, weil sie seltener sind – um etwas zu erklären, was jedem außer vielleicht Gender-Studenten auch ohne Erklärung einsichtig ist.

Ausländer: Wechsle die Straßenseite, wenn Du Deutschen entgegenkommst

… denn Du bist eine Bedrohung. Viele deiner Landsmänner sind Messerstecher, die Deutsche schon mal töten. Das hat zur Folge, dass sich Deutsche durch Ausländer bedroht sehen. Genauso wie sich Feministinnen von Männer generell bedroht sehen, wie zum Beispiel diese Lady hier:

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Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass das Gefühl der Bedrohung durch Farbige auf rassistischen Vorurteilen basiert, wohingegen die sexistischen Vorurteile gegen Männer generell keinen Sexismus darstellen können, da Männer anders als Migranten an der Macht sind. Hierzu gilt aber: Das Gefühl der Bedrohung, wie es zum Beispiel die Frauen von 120dB erleben, ist real – denn kein Messerstecher lässt sich davon abhalten, zuzustechen, weil die institutionellen Machtpositionen nicht von seinesgleichen besetzt sind.

Wenn einer Feministin ein Mann entgegenkommt, dann ist ihr Bedrohungsgefühl real, weshalb der Mann entsprechend die Verantwortung zu übernehmen hat, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass er sie angreift, gegen Null geht.

Wenn einer 120dB-Frau ein Araber oder Schwarzafrikaner entgegenkommt, dann ist ihr Bedrohungsgefühl real, weshalb der Mann entsprechend die Verantwortung zu übernehmen hat, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass er sie angreift, gegen Null geht.

Das bringt mich zu einem ähnlich gelagerten Fall: Es gibt Männer, die nicht allein mit einer Frau im Fahrstuhl fahren, aus Angst, falschbezichtigt zu werden, kurz und knackig bringt es Kachelmann auf den Punkt: „Frau rein, ich raus“. Müssten jetzt nicht eigentlich die Frauen aussteigen, da von ihnen diese Bedrohung ausgeht?

Ich glaube nicht, dass mir hier ein Feminist zustimmen würde. Zurück zu den Ausländern und den zu wechselnden Straßenseiten: Wenn das eine rassistisch und unberechtigt ist, da das Gefühl der Bedrohung auf falschen Vorurteilen basiert, dann ist es genauso sexistisch und unberechtigt, Männer generell so anzugehen. Entweder man kauft beides und gar nichts.

Der Herr der Ameisen

Ich habe zwei Ameisenfarmen, und die Bewohner kennen mich als „Der Herrliche“. Die eine Farm beherbergt schwarze, die andere rote Waldameisen. Die roten Ameisen füttere ich nur gelegentlich, denn sie sind als Verbrecher geboren, die sich gegen mich versündigt haben oder werden. Die schwarzen hingegen wissen um meine Großartigkeit und so kriegen sie regelmäßig Zuckerwasser und andere Köstlichkeiten.

Ob eine Ameise lebt, stirbt oder auch nur geboren wird, hängt ganz von meinem herrlichen Willen ab. Manchmal nehme ich die Eier der Ungeborenen und esse sie, besonders die Eier der roten, damit sie ihre gerechte Strafe erhalten. Manchmal esse ich auch die Eier der schwarzen, damit sie sie ganz meine Überlegenheit und Herrlichkeit erfahren dürfen.

Manchmal trainiere ich schwarze Ameisen, Gift in die Farm der roten zu transportieren. Sie sterben dabei zwar, aber so beweisen sie sich mir und erfüllen meinen herrlichen Willen und stehen damit in meiner Gnade.

Manchmal nehme ich eine schwarze Ameise und stelle sie unter einem umgestülpten Glas in die pralle Sonne, damit sie dort verdurstet. Das ist ein sehr leidensvoller Tod, aber dadurch erfährt sie die tiefe Gnade meiner Herrlichkeit, so findet sie zu mir. Andere Ameisen hingegen wähle ich aus, damit sie ihr ganzes Leben lang auf einen Zuckerwürfel verbringen dürfen, und sie danken mir meine Vergebung. Manchmal verbrenne ich auch Ameisen mit Lupe, damit alle meine Macht und Großartigkeit erkennen. Manche Ameisen lasse ich von Geburt an hungern, andere dürfen die ganze Zeit die süßesten Geschenke entgegennehmen.

Manchmal schütte ich eine Tasse Wasser über einer Farm aus, um so meine Willen kundzutun. Es ist mir wichtig, dass sie mich fürchten. Es ist mir wichtig, dass sie alle wissen, wie mächtig und großartig und herrlich ich bin.

So ist es wahr, so ist es gerecht.

Sozialstaat?

Wenn man mal die eigentlichen Profiteure des hiesigen Systems außen vor lässt, also das obere Prozent, dann stellt sich für den Arbeiter die Frage:

Ist es gerecht, dass ich mit meiner Arbeit einen Arbeitslosen finanziere?

Im Raum steht dabei immer, dass der Arbeitslose schon könne, nur nicht wolle, da sich „Armut lohne“. Und wenn man sich ansieht, dass manch einer, der sich krummschuftet, am Ende kaum mehr hat als ein Arbeitsloser am Hartz IV-Tropf, ist es nachvollziehbar, dass Missmut aufkommt. Dieser Missmut ist von oben gewollt, denn er lenkt von den eigentlichen Herrschaftsstrukturen ab und wird gezielt angeheizt, wie z.B. von Springer, der es als Verlag wie kaum ein anderer versteht, den arbeitenden Armen gegen den arbeitslosen Armen aufzuhetzen.

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Zurück zur Frage, ob das Einzahlen in die Arbeitslosenversicherung gerecht ist. Hierzu möchte ich den Philosophen John Rawl bemühen. Rawl stellt die Frage, wie ein gültiger, gerechter Gesellschaftsvertrag aussehen würde. Also eine Abmachung, die alle rationalen Menschen freiwillig getroffen hätten. Hierzu entwirft er einen „Urzustand“. Man kann sich das wie einen Raum vorstellen, in welchen die Regeln der Gesellschaft festgelegt werden, in die man hineingeboren wird, wobei – und das ist der springende Punkt – niemand weiß, welchen gesellschaftlichen Status er innehaben wird. Keiner weiß, welcher Klasse er angehören wird, noch sonst irgendwas wie Körperkraft, Intelligenz, Gesundheit, Geschlecht, Hautfarbe etc.

Der Vertrag, den man in diesem Raum schließt, wäre gerecht.

Hierzu noch mal angemerkt, dass „Gerechtigkeit“ ein wesentliches Prinzip der Gesellschaft ist. Niemand möchte in ungerechten Verhältnissen leben, es sei denn er profitiert davon – in dem Fall aber ist man zu Unrecht privilegiert, womit man entmachtet gehört.

Zurück zur Ausgangsfrage: Da jedem das Schicksal drohen würde, arm und schwach und krank geboren zu werden, oder im Verlauf seines Leben mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in eine solche Situation zu geraten, ist anzunehmen, dass sich die Vertragspartner auf eine Gesellschaft mit sozialen Faktor, also auf einen Sozialstaat einigen würden, ja vielleicht sogar einen Staat ohne Eigentum an Produktionsmitteln.

Der eine oder andere wird das vielleicht verneinen, und eine andere Art von „gerechter“ Gesellschaft vorschlagen: Nämlich eine, in der Leistung sich lohnt. Das wäre nach der Propaganda der Elite genau die Gesellschaft, in der wir leben: Der Tüchtige ist wohlhabend und der Wohlhabende ist tüchtig. Wer arm oder gar obdachlos ist, ist demzufolge „selbst schuld“, womit wir beim neoliberalen Mantra wären: „Biste arm, selber schuld! Biste krank, Pech gehabt!“

Das ist Humbug. Die größte Mehrheit derjenigen, die heute reich sind, haben sich ihr Vermögen nicht verdient. Die reichen Familien von heute waren mehrheitlich auch die reichen Familien von vor Jahrhunderten, wie ein Reichtumsforscher mal rausfand. Ansonsten spielt auch Glück eine enorme Rolle dabei, ob man nach oben durchstartet. Wäre Bill Gates auch nur ein Jahr zu früh oder zu spät gekommen, er wäre heute nur ein weiterer namenloser, kleiner Programmierer. Und auch der neoliberale Vordenker von Hayek räumt ein:

In diesem Sinne ist Freiheit untrennbar von Entlohnungen, die oft keine Beziehung zum Verdienst haben, das sich jemand erworben hat, und deshalb oft als ungerecht empfunden werden.

Das sei halt eine notwendige Illusion also eine Lüge. Oft schuftet sich einer krumm, wird dafür aber nicht angemessen entlohnt. Ob für ihn diese Lüge „notwendig“ ist, sei dahingestellt.

Da man also im Falle des Falles einer sozialen Notlage nicht gleich existentiell vernichtet werden will, z.B. obdachlos werden, ist davon auszugehen, dass ein Sozialstaat gerecht ist. Und dann sei noch ein anderer Aspekt genannt: Aktuell wurde Finnland zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Finnland verfügt über einen starken Sozialstaat. Das spielt hinein in die Frage, ob man lieber in einer glücklichen oder unglücklichen Gesellschaft leben will.

Wie Microsoft deine Privatsphäre respektiert

Merke: Wenn dich irgendjemand dazu auffordert, seine Daten-schutz-erklärung zu Kenntnis zu nehmen, legt er ein Profil von dir an. Aktuelles Beispiel:

Dabei geht es um die Telemetriedatenerfassung unter Windows 10, die auch die Namen installierter und gestarteter Apps, besuchte Webseiten, geöffneter Dokumente und mehr nach Redmond meldet.

Kapitalismus funktioniert, der freie Markt regelt alles bestens.

Wie kann man nur sowas schreiben?

Letzte Woche veröffentlichte ein Frauenhasser einen Artikel, der mich sprachlos zurückließ. Mit seinem Hass, der totalen Kaltschnäuzigkeit, mit der er über die Opfer schwerer Vergewaltigungen hinwegtrampelte, diese sogar begrüßte – „Eine Frau kann mit einer Vergewaltigung einfach gebrochen werden? Ein großes Versprechen!“ – nahm er mir die Worte, mit denen ich sowas kommentieren könnte. Und das auf einer Plattform, die Tausende wenn nicht Millionen erreicht – jede Woche darf er dort seinen Frauenhass ausbreiten – gut bezahlt.

Dabei sind seiner Logik nach die vergewaltigen Frauen selbst schuld. Sie sind in seinen Augen Ekelpakete, die man zu Recht mit einem traumatisierenden Überfall aus dem Weg räumt. Dabei geht er davon aus, dass sich die Männer stets die richtigen vornehmen, die Tat rechtfertigt sich selbst: Vergewaltigt = schuldig = zu Recht kaputt gemacht. Dass es unschuldige Frauen treffen könnte, die sich nichts zu Schulden kommen ließen, kommt in seiner Welt nicht vor. Dieser äh… Mensch strotzt nur so vor kalter Verachtung für das weibliche Geschlecht, die die heiße Wut, den lodernden Hass schon lange hinter sich gelassen hat. Wenn Frauen leiden, ist dies für ihn ein Beitrag für eine bessere Welt.

Die Frage ist: Woher? Woher dieser Hass? Sicher, Frauen regieren und sie tun es nicht gut. So behandeln sie Kinder wie Eigentum. Eigentum, das man abtreiben, töten, misshandeln, weggeben oder dem Vater vorenthalten kann. Sie heucheln Liebe um Männer abzuzocken, die so dumm waren, mit ihr zum Standesamt zu gehen. Sie werden nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn sie Männer vergewaltigen.

Aber all das erklärt doch nicht, dass nun buchstäblich alle zum Abschuss freigegeben sind, dass egal ist, welche ich mit einer Vergewaltigung breche, weil alte, weiße Frau = Abfall, der es verdient hat. Es sind doch nicht alle so! Wenn sie sich Mühe geben, können sie Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft werden.

Wer sich den Artikel antun will, ich habe diese kranke Scheiße auf mein Blog kopiert.