Fallbeispiel für toxische Weiblichkeit und Häusliche Gewalt

Sandra Hermann, die sich auch für männliche Opfer häuslicher Gewalt einsetzt, berichtet in dem gänzlich empfohlenem Sammelband „Gleichberechtigung beginnt zu zweit“ von einem drastischen Fall:

So konnte zum Beispiel einer der Männer, die sich an mich wand-
ten, über mehrere Jahre lang seine Wohnung nicht mehr verlassen. Er
litt an einer degenerativen neurorogischen Erkrankung und war auf
den Rollstuhl angewiesen. Seine Frau nahm ihm den Rollstuhl weg (er
war ihr im Weg), demütigte ihren Mann fortlaufend, bezeichnete ihn
unter anderem als „unnützen Krüppel“, der ihr nur noch auf der Ta-
sche liege und ihr keinen Nutzen mehr bringe. Um sich fortzubewegen
musste er durch die Wohnung robben, zuletzt nur noch in Unterhosen,
weil sie seine Wäsche nicht mehr mit wusch, sondern entsorgte. War-
um solle sie ihn unterstützen und versorgen, er würde sich ja auch
nicht um sie kümmern, sei kein richtiger Mann, sondern ein Versager
und nur noch eine Last Er war ihr komplett ausgeliefert. Oft schlug sie
in ihrer Wut und Überforderung auf ihn ein. Als er diese jahrelange
Demütigung nicht mehr ertragen konnte und Gegenstände nach ihr
warf, um sie von sich fern zu halten, holte sie die Polizei; Sie fühle sich
von ihm bedroht, und die Kinder hätten Angst vor ihm. Sie ließ ihm
einen Platzverweis erteilen und erwirkte ein Kontaktverbot. Obwohl es
wohl das Beste war, was ihm passieren konnte, empfindet er es als
Strafe, fühlt sich schuldig, als Versager (tertiäre Viktimisierung) und
würde lieber wieder heute als morgen zurück zu seiner Frau und na-
türlich zu seinen Kindern – die sie ihm seither vorenthält.

Ich könnte noch von vielen weiteren solcher perfiden Tragödien
berichten. Das Ergebnis war und ist so gut wie immer dasselbe.

Häusliche Gewalt wird leider bisher immer noch nur einseitig be-
trachtet. Es herrscht nach wie vor die Meinung, dass die Männer im-
mer Täter und die Frauen immer Opfer sind.

Das ist in gleich mehrerer Hinsicht typisch:

1. Der Mann wird zum Täter  gemacht völlig unabhängig von der tatsächlichen Gewaltrichtung. MANNdat hat mehrere ähnliche Fälle dokumentiert, in welchen er die Polizei zu Hilfe rief, dann aber gegen ihn als vermeintlicher Gewalttäter vorgegangen wurde, ein Polizist wird mit den Worten zitiert: Natürlich nehmen wir erst mal den Mann mit“ Der Satz „Ruf doch die Polizei, die glauben dir eh nicht“ fällt oft aus weiblichen Mund.

2. Der Vorwurf der Gewalt, um über das weibliche Eigentum, die Kinder allein verfügen zu können. Kinder als Eigentum anzusehen ist typisch für toxische Weiblichkeit.

3. Auch zeigt sich hier ein weiterer, tabuisierter Aspekt toxischer Weiblichkeit, nämlich einen Mann allein anhand seines Nutzwertes zu beurteilen. Hat er keinen Nutzen für die Gesellschaft – also das kollektiv Weibliche – oder einer Partnerin, ist er einfach Abfall: #menaretrash.

4. Entgegen der alltäglichen Propaganda, ist sie es, die die Macht hat. Sie hat die Macht, den Mann aus der Familie zu entfernen und aus dem Leben seiner Kinder auszulöschen. Gerade deswegen ist Sexismus gegen Männer, z.B. dass Väter relativ unwichtig oder gar schädlich für Kinder seien oder dass immer nur er der Täter bei häuslichen Konflikten wäre, äußerst potent. Er ist mit der Macht der Frau verbunden, wonach – nicht nur hier übrigens – die Formel gilt: Sexismus = Diskriminierung plus Macht.

Übrigens arbeiten Feministen daran, den Tatbestand des „Tyrannenmordes“ einzuführen, das heißt, dasss eine Frau, die angibt, von ihrem Mann, den sie ermordet hat, unterdrückt worden zu sein, straffrei ausgeht. Wenn man sich ansieht, dass die Institutionen (siehe auch institutionelle Macht) wie die Polizei männliche Opfer wie Täter behandelt, läuft das darauf hinaus, dass Frauen ein Tötungsrecht erhalten.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Deutschland gibt 120 Millionen Euro zur Bekämpfung häuslicher Gewalt aus: Punkt 2.

Weiterlesen: Grundsätzliches zu Häusliches Gewalt.

8 Gedanken zu „Fallbeispiel für toxische Weiblichkeit und Häusliche Gewalt

  1. Matze

    Das empathische Geschlecht mal wieder. Die Kinder haben dann ja auch gesehen wie ihr Vater in Unterhose durch die Wohnung robbt. Warum trennt sie sich nicht gleich, wenn sie der Meinung ist das durch „gute und schlechte Zeiten“ bedeutet, das nur ihre schlechten Zeit durchgestanden werden müssen, er aber keine haben darf – weil Mann – und quält ihn lieber noch über Jahre?

    Antwort
  2. elmardiederichs

    Wenn ich mich recht erinnere, dann gehen die weitaus meisten Beziehungsmorde auf das Konto der Frauen, die nur zu gern lästige Partner im Schlaf töten. Ich finde nur gerade die Quelle nicht, aber ich such noch mal ….

    Antwort
    1. Matze

      Das glaube ich nicht. Geplante Morde vielleicht, aber mit Mord im Affekt, wird es mehr Mörder wie Mörderinnen geben.

      Antwort
      1. Mario

        Ein „Beziehungsmord“ muss ja nicht automatisch im Affekt passieren. Ganz im Gegenteil, Affekthandlungen sind eher ein Merkmal, das nicht für Mord spricht.
        Denn Mord setzt Vorsatz, Heimtücke und/oder Planung voraus.

        Antwort
      1. uepsilonniks Autor

        Nachtrag:

        Was ist dein Problem? Warum fühlst Du dich bemüßigt, unter einem Artikel, der schildert, wie sehr männliche Opfer häuslicher Gewalt den Frauen ausgeliefert sind, auf einen solchen geschlechterrassistischen Dreck zu verlinken, der die Story vom bösen Mann und der guten Frau perpetuiert, mit ihm als ewigen Täter und ihr als ewiges Opfer?

        Warum kennst Du nicht das geringste Mitgefühl gegenüber Kindern, Alten, Kranken, Pflegebedürftigen oder auch nur Männern, die mit Hilfe (!) der staatlichen Institutionen Frauengewalt ausgeliefert sind und verbreitest Propaganda, die diese Zustände nochmal verschlimmert?

        Was läuft schief bei dir? Ernstgemeinte Frage.

        Häusliche Gewalt

        Antwort

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