Archiv für den Monat November 2019

Antifeministen sind rechts…

Gewidmet der „Dame von Welt“:

Die Grünen sind eine Nazipartei. Das zu beweisen ist denkbar einfach: Nazis sind Naturschützer. Grüne sind Naturschützer. Also sind Grüne Nazis.

Wer jetzt glaubt, dass nur dumme Menschen auf diesen logischen Fehlschluss hereinfallen, den muss ich enttäuschen. Es sind „Menschen von Welt“ und Pfeifen, die sich mit Professorentiteln schmücken und exakt dieselbe Unlogik auf Rechtsradikale und Antifeministen anwenden. Nazis sind gegen Feminismus. Und da Maskulisten gegen Feminismus sind…

Breivik war ein Terrorist und zudem Antifeminist. Also sind Maskulisten auch potentielle Terroristen und Massenmörder. Ja, der Speerspitze der progressiven Elite ist das nicht zu peinlich.

Aber der Reihe nach. Warum sind Rechte gegen Feminismus? Rechte hängen einem Weltbild an, in welchem er auf dem Schlachtfeld verreckt während sie ihm dabei zujubelt und zudem die Kinder hütet. Das ist für den Rechten die natürliche Ordnung der Dinge. Wenn nun Feministen – die zwar auch dafür sind, dass er auf dem Schlachtfeld verreckt – die Frau ins Berufsleben nötigen wollen, dann kollidiert das mit dieser rechten, natürlichen Ordnung und damit sind Rechte oder gar Nazis geschworene Feinde der Feministen.

Und hier kommen die Männerrechtler ins Spiel. Die sind auch Antifeministen. Warum? Weil sich Feministen einen Dreck um das Wohlergehen der Männer kümmern, sie als Feinde wahrnehmen, die man hindern und sabotieren muss, während der Männerrechtler oder auch Maskulist umgekehrt die Interessen des männlichen Geschlechts wahren will. Damit aber kollidiert er ebenfalls mit dem traditionellen, „natürlichen“ Rollenbild. Denn der Maskulist lehnt es entschieden ab, dass der Mann im Krieg verheizt wird, ja – und hier wird er richtig gefährlich für das neoliberale wie matriarchale System – er lehnt auch die lebenslange Ausbeutung des Mannes als Arbeitsdrohne ab zugunsten der Gesellschaft, welche demnach eine der Frauen wäre. Für den Männerrechtler gehört nicht das „Kind zur Mutter“, wie es für Konservative eine unhinterfragte Selbstverständlichkeit ist, sie betonen vielmehr die Wichtigkeit des Vaters für die Kinder und pochen auf Gleichberechtigung zwischen Müttern und Vätern.

Solche Männerrechtler sind links und sie wollen etwas ganz anderes als „Rechte“ mit ihrem „Sie am Herd, er im Bergwerk“-Konzept. Rechte, die gegen Feminismus sind, sind es nicht deshalb, weil sie die Interessen des Mannes vertreten – das tun nur Männerrechtler. Beide sind gegen Feminismus, aber aus völlig unterschiedlichen Motiven heraus und auch mit vollkommen unterschiedlichen Vorstellungen, wie eine gerechte Geschlechterordnung aussehen sollte.

Bemerkenswert ist, dass die Gegner der neuen Männerbewegung sich solcher Mittel bedienen müssen. Ich sehe das als Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind, offenbar kann man außer Verleumdungen nichts gegen uns vorbringen.

Zurück zur Elite, die Breiviks Massenmord instrumentalisiert. Breivik schrieb in seinem Manifest:

„Ich fühle mich nicht wohl mit dem Konzept, Frauen zu Töten, weil sie einfach zu wertvoll sind, um sie in Gefahr zu bringen“

Für jemanden, der das Leben eines Mannes nicht geringer schätzt als das einer Frau, eine völlig inakzeptable Haltung. Sie passt viel besser zu einem Feministen, der lieber Männer als Frauen opfert. Feine Gesellschaft, in welcher sich der Feminist da befindet.

Rape-Culture

Ja, wir leben in einer Rape-Culture.

Ge.

gen.

Männer.

Vergewaltigung in der Ehe war als schwere Nötigung strafbar, was viele Lügnerinnen so interpretieren, Männer hätten ihre Frauen vergewaltigen dürfen, während es tatsächlich bis vor wenigen Jahrzehnten erlaubt war, dass Frauen Männer vergewaltigen. Es verhält sich also wieder mal genau umgekehrt, als es im Feminismus dargestellt wird.

Aber gut, hier sind nur die wertlosen Menschen betroffen. Kommen wir also zu denen, um die es sich immerzu dreht: Den Frauen. Wenn diesen ein Ungemach geschieht, gilt:

Alle hassen Vergewaltiger.

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Man muss schon schwere Wahrnehmungsstörungen haben, wenn man nicht erkennt, dass männliche Vergewaltiger geächtet sind und allen Ernstes meint, die Gesellschaft würde sexuelle Gewalt von Männern gegen Frauen tolerieren. Jeder Mörder ist sympathischer. Ein Sympathieträger im Hollywoodkino kann beliebig viele Männer töten, das tut seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Würde er aber auch nur eine Frau vergewaltigen, er wäre nicht mehr der Held des Films sondern d’Bös. Wieviele Filme mit Helden kennst Du, die Männer töten? Und wieviele Filme kennst Du, in denen der „Held“ Frauen vergewaltigt? Eben.

Alle hassen Vergewaltiger, weshalb in Kriegspropaganda dem Feind gerne unterstellt wird, er vergewaltige „unsere“ Frauen. Damit machen Feministen übrigens dasselbe wie kriegsgeile Diktatoren wie Hitler. Unter Hitler wurde die Propaganda verbreitet, der Feind vergewaltige Frauen. Unter Feminismus wird die Propaganda verbreitet, der weiße Mann vergewaltige Frauen. Es hat schon seinen Grund, warum manche von Feminazis sprechen.

Alle hassen Vergewaltiger. Besonders im Knast. Vergewaltiger stehen ganz unten in der Knasthierarchie, gerade so noch etwas über den Kinderschändern. Das wissen interessanterweise auch Feministen. So äußerte mir gegenüber eine mal ihre unverhohlene Freude, darüber, dass Vergewaltiger im Knast durch die Hölle gehen. Nun, es ist nicht anzunehmen, dass Häftlinge die moralische Speerspitze der Männerwelt stellen, weshalb die Männer draußen in der Freiheit dieselbe ablehnende Haltung gegenüber Vergewaltigern teilen dürften.

Die Propaganda besagt, der ganz normale Mann von nebenan ist ein (potentieller) Vergewaltiger. Tatsächlich aber sind Vergewaltiger nicht ganz durchschnittliche Männer sondern in der Regel zutiefst kaputt, haben oft selbst sexuelle Gewalt erlitten, nicht selten durch die Mutter oder sie kommen aus kaputten Familien mit alleinmächtigen Müttern.

Warnungen vor der Gefahr der Vergewaltigung werden von Verschwörungstheoretikern als Beleg für eine „Rape-Culture“ gewertet. Genauso, wenn man aufgefordert wird, Sicherheitsmaßnahmen gegen solche Übergriffe zu ergreifen, Motto: „Sag nicht mir, nicht vergewaltigt zu werden, sag ihnen, nicht zu vergewaltigen!“. Nun, nur weil man am Bahnhof per Durchsage dazu aufgefordert wird, sein Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen, leben wir nicht in einer „Diebstahlkultur“. Nur weil jede unserer Haustüren mit einem Sicherheitsschloss gesichert ist, leben wir nicht in einer „Einbruchskultur“, die Einbrechen toleriert. Wir bringen den Menschen bei, nicht zu stehlen, nicht zu töten, nicht einzubrechen, dennoch geschehen diese Verbrechen, genau wie Vergewaltigung, wobei letzteres eines der seltensten Verbrechen ist.

Vor all diesen Verbrechen könnte man Angst entwickeln. Als Mann bin ich gefährdeter, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Ich könnte nun eine Angststörung entwickeln und mich nicht mehr vor die Tür trauen. Ähnlich entwickeln manche Feministen wie etwa Antje Schrupp Angststörungen; traurig für sie und giftig, denn unausweichliche Angst führt zu Hass – ein zentrales Moment in der feministischen Bewegung. Eine Psychologin antwortet auf Schrupp, dass sie sich wegen des geringen Risikos keine Angststörung zulegen würde, wie sie es von vielen ihre Patienten kenne – womit die femischistische These, nur ein paar vergewaltigende Männer seien nötig um alle Frauen in Angst und Schrecken zu halten, auseinanderfällt. Frauen leiden nicht kollektiv unter dieser Angst, jedenfalls nicht mehr als unter der Angst, bei einem Verkehrsunfall zu sterben.

Ein weiterer Punkt, der dem Märchen über den brunnenvergiftenden Juden tolerierten Vergewaltigers entgegensteht, ist der, dass sexuelle Nötigung unter harten Strafen steht – man geht für Jahre in den Knast, ähnlich wie bei schwerer Körperverletzung – nicht gerade ein Strafmaß, dass man erwarten müsste, wenn ein „Patriarchat“ eine Terrorherrschaft gegen Frauen fördern würde. Apropos: Wenn ich hier die Wahl hätte, würde ich eher die Vergewaltigung nehmen, als einen körperlichen Dauerschaden zu riskieren.

Männer haben Frauen, Schwestern, Mütter, Töchter und die Vorstellung, sie könnten vergewaltigt werden, ist ein Alptraum für sie. Das ist auch der Grund, warum man kriegsmüde Männer, die das Grauen des organisierten Abschlachtens erlebt und überlebt haben, noch mal damit motivieren kann, ihnen zu erklären, was der Feind mit den Frauen in der Heimat anstellt, wenn er gewinnt (irgendeine zutiefst kranke Feministin meinte mal, die Empörung darüber käme daher, dass diese Männer sich darüber echauffieren würden, dass man „ihre“ Frauen vergewaltigen würde. Nun, dieses Übel wiegt weitaus weniger als das Grauen des Krieges). Mal davon abgesehen, dass Massenvergewaltigungen von Männern im Krieg nicht die Ausnahme sondern die Regel darstellt. Aber das interessiert ebenfalls niemanden. Es sind nur Männer und Männer sind Abfall.

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Natürlich immer nur der Mann.

Warum fixieren sich Feministen eigentlich so sehr auf Vergewaltigung? Ist es nicht schlimmer, wenn Männer Frauen ermorden, einen Feminizid anrichten? Jein. Denn auch wenn unter Ausblenden männlicher Mordopfer Feministen gerne und lustvoll und manipulativ von ermordeten Frauen schreiben, ist Vergewaltigung ihr Lieblingsverbrechen schlechthin, da es scheinbar nur von den Menschen mit Penis begangen werden kann. Sie phantasieren eine Welt zusammen, in der alle Frauen die verfolgte Unschuld sind. Mit allen Tricks rechnen sie Vergewaltigungsepidemien zusammen; erklären alles zu Vergewaltigung. Wenn es also der Arierin passt, dann ist schlechter Sex oder Sex unter Alkoholeinfluss Vergewaltigung.

Sie erklären sich selbst zu Opfern, indem sie irgendeine unangenehme Erfahrung zu sexuelle Gewalt umdeuten. Lässt sich partout nichts finden, wird eben das ganze Leben durchleuchtet bis die Leidensgenossin auch den Opferstatus einer „Überlebenden“ teilt – das findet besonders im universitären Sumpf der Geschlechterstudien und Frauengruppen statt. Es hat was von einer Sekte.

Warum gibt es eine Bewegung nur gegen Vergewaltigung, aber nicht gegen Mord? Es fehlt der Feind. Wie ein kluger Kopf mal sagte: „Eine Bewegung kann entstehen ohne einen Glauben an einen Gott, aber keine ohne einen Glauben an den Teufel“. Bei Mord fehlt der Teufel, denn jeder kann zum Mörder werden – auch Frauen. Aber Vergewaltigung? Hier ist scheinbar nur der Mann der Täter, der Teufel, also gibt es eine Hassbewegung gegen ihn.

Da also jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger ist – ist er nicht – und ein maßloser Opfersermon aufgebaut wird, befindet sich die Frau im ständigen Ausnahmezustand – die Angst vor diesen Verbrechen kommt weniger von diesen selbst als dass sie von Hysterikern induziert wird. Dann werden mit heißer Nadel Gesetze gestrickt, die sexuell aktive Männer der Willkür der Frauen ausliefern, denn auch Bagatellen werden als Vergewaltigung gewertet – nach dieser Logik ist jeder Beschuldigte dann auch tatsächlich schuldig. Anstrengungen eine Beweislastumkehr umzusetzen – der Mann muss beweisen, dass er nicht vergewaltigt hat – gibt es auch schon. Und angesichts dessen, dass Frauen Falschbeschuldigung als Volkssport betreiben und Feministen alles mögliche – schlechten Sex, Sex unter Alkoholeinfluss – als Vergewaltigung definieren, ach was: dass Frauen auch nachträglich ihre Meinung ändern dürfen, ist die Strategie, auf Abstand zu gehen, vielleicht nicht die schlechteste Verhaltensregel. Es rächt sich, Feministen nicht ernst zu nehmen. Was gestern in der EMMA stand, ist morgen Gesetz.

Feministische Logik: Viele Frauen bemerken gar nicht, dass sie vergewaltigt werden, das erfahren sie erst in der Gehirnwäsche Aufarbeitung unter feministischer Aufsicht der Frauengruppe in einem „geschützten Raum“. Feministen interpretieren jeden Freispruch eines unschuldig Beschuldigten als systemimmanentes Versagen der Justiz. Solche Falschbeschuldigungen entfalten dann auch vernichtende Wirkungen. Beschuldigungen auch ohne gerichtlichen Schuldspruch richten verheerenden Schaden an. Ein Vergewaltiger darf sich nicht mehr zum Kreis der Männer zählen, die willkommen sind. Man verliert seinen Job. Seine Freunde. Auch die Familie kann sich von einem abwenden. Im Knast wird man regelmäßig zusammengeschlagen. Horst Arnold bezahlte mit seinem Leben. Selbst an den Haaren herbeigezogene Anschuldigen entfalten katastrophale Wirkungen, siehe bspw. Punkt 10. Falschbeschuldigung ist eine vernichtende Attacke – und das ist sie, weil wir eben nicht in einer „Rape-Culture“ leben, in der Vergewaltigung als alltägliche Petitesse abgetan wird, sondern umgekehrt als eines der schlimmsten und ekelhaftesten Verbrechen überhaupt gilt – wie gesagt: selbst Mörder sind sympathischer.

All das ist natürlich irrelevant. Die Juden Männer unterhalten eine Rape-Culture gegen Frauen. Nur einige wenige Männer, die vergewaltigen, reichen, um alle Frauen in Angst und Schrecken zu halten und damit zu unterdrücken. Was dem Nazi das Weltjudentum, ist dem Feministen die Rape-Culture. Es ist eine Weltsicht, welche in sich hermetisch abgeschlossen ist, man kann nicht rein und nicht raus. Zwecklos darauf hinzuweisen, dass eine Gesellschaft ohne Verbrechen eine totalitäre wäre; allerdings sagen Feministen ja, das Private wäre Politisch, womit das Private wie in jedem totalitären System zerstört ist.

Zum Männertag ein Leckerbissen: Robert Pfaller zu „Mansplaining“

Auszug aus dem zur Gänze lesenswerten „Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“ von Robert Pfaller:

Das Sprachspiel des männlichen Erzählens und Erklärens

In ihrem Buch »Wenn Männer mir die Welt erklären« (2015, im Original: Men Explain Things to Me, London 2014) beschreibt Rebecca Solnit kritisch, wie Frauen zu Opfern männlicher Erklärungsfreude werden. Besonders bizarr ist ihr Ausgangsbeispiel, worin ein älterer Unternehmer ihr etwas über ein Buch zu erläutern beginnt, über das er einen Artikel in einer Zeitung gelesen hat – ohne freilich zu bemerken, dass seine Gesprächspartnerin selbst die Verfasserin dieses Buches ist. Solnit schreibt »…das durch und durch provokative Selbstvertrauen der vollkommen Unwissenden ist meiner Erfahrung nach geschlechtsspezifisch. Männer erklären mir die Welt, mir und anderen Frauen, ob sie nun wissen, wovon sie reden oder nicht. Manche Männer jedenfalls« Seither beklagen sich Frauen häufiger über diese »Standardsituation« heterosexuellen männlichen Verhaltens, dem aufseiten der Männer die fälschliche Annahme zugrunde zu liegen scheint, sie wüssten mehr über die Sache als die Frauen, zu denen sie sprechen. Dies wurde in der Folge mit einem Kunstwort benannt, welches das Übel durch dessen üble Benennung bannen soll »mansplaining« (männliches Erklären).

Besonders interessant erscheint bei diesem Kulturphantomen die Frage nach seiner geschichtlichen Zuordnung Warum macht sich diese Unsitte gerade jetzt störend bemerkbar? Haben Männer früherer Zeiten den Frauen etwa weniger zu erklären versucht? Oder waren Frauen damals, vielleicht aufgrund geringerer Emanzipation, noch mit schwerwiegenderen Verfehlungen beschäftigt, so dass sich erst jetzt, nachdem die allerägsten Grobheiten einigermaßen beseitigt sind, mehr Aufmerksamkeit auf dieses verstecktere Übel richten konnte? Waren Frauen früher etwa unwissender und mithin etwa froh, Dinge erklärt zu bekommen, wahrend sie jetzt, zum Beispiel aufgrund gestiegener Absolventinnenzahlen an Universitäten, ja den Männern an Wissen mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen sein mussten?

Vielleicht lohnt hier noch eine andere Vermutung. Das männliche Erklären entspringt ja nicht notwendigerweise und ausschließlich einem – sei es wirklichen auch nur fälschlich vermuteten – Wissensgefälle. Es ist vielmehr auch ein Versuch der Männer, die Frauen zu unterhalten und ihnen interessant zu erscheinen. Erklären (oder auch Erzählen) ist nicht nur etwas Erkenntnisbezogenes, »Epistemologisches«, mit Informations- und Neuigkeitswert, sondern auch etwas Höfliches oder Galantes mit dem Wert der Vermeidung von langweiligem und peinlichem Schweigen sowie der Herstellung mehr oder weniger großer geselliger Verbindlichkeit.

Da die Anbahnung eines Gesprächs und das Etablieren einer Konversation traditionell genauso die Aufgabe der Männer war wie das Anbahnen von Bekanntschaften oder erotischen Beziehungen, mussten notwendigerweise sie damit beginnen, irgendetwas zu erzählen – ob sie nun etwas wussten oder nicht. Es war in der traditionellen Geschlechterordnung ein Privileg der Frauen, den Männern diese riskante und oft peinliche Aufgabe überlassen zu dürfen. Nicht sie, sondern allein die Männer mussten sich auf dieses unübersichtliche und glatte Terrain begeben, auf dem man immer Gefahr lief, sich Gelangweiltheit oder auch eine schroffe Abfuhr einzuhandeln. Trotz aller gegenteiligen Beteuerungen scheint an diesem Privileg übrigens auch heute noch von den meisten heterosexuellen Frauen stillschweigend weiter eisern festgehalten zu werden.

Und noch ein weiterer Faktor spielt bei dieser ungleichen Verteilung der Erklärungsaufgabe in der traditionellen Geschlechter-Ordnung eine entscheidende Rolle: das Alter. Üblicherweise interessierten sich ältere Männer für jüngere Frauen. Sie ermöglichten den jungen Frauen dadurch oft Kontakte sowie Zugang zu Luxus und Wohlstand, der gleichaltrigen Männern nicht offenstand. Auch in Rebecca Solnits drastischem Ausgangsbeispiel ist es ein älterer Mann, der ihr und ihrer Freundin etwas erklären möchte. (Gleichaltrige Männer scheinen bei dieser Party gar nicht eingeladen gewesen zu sein.) Solnit aber lässt die Relevanz dieses Altersgefälles für das geschlechterspezifische »Erklärungsgefälle« unbeachtet. Auch wenn der männliche Gesprächspartner in Solnits Erlebnis vielleicht ein besonders arrogantes, herablassendes Exemplar gewesen sein mag, so folgte sein Verhalten offenbar nicht allein seinen individuellen Schwächen, sondern ebenso sehr einem kulturellen Muster, aus dem einem älteren Mann gegenüber einer jüngeren Frau eine Verpflichtung erwuchs. Männer mussten Frauen etwas erklären – entweder weil sie die Älteren waren und damit über mehr Erfahrung und ähnliche Begleiterscheinungen des Alters verfügten; oder aber um zumindest so zu tun, als ob sie die Älteren wären. Dieses strenge Prinzip galt nämlich sogar dann, wenn kein Altersunterschied bestand. Um zu den Frauen höflich zu sein, hatten die Männer sie auf jeden Fall so zu behandeln, als ob die Frauen jünger wären. Denn: »Ein Mann ist immer älter als eine Frau«, wie der Held einer fulminanten Geschichte von Jules Renard seiner (übrigens älteren) Begleiterin einmal erklärt. Im Gestus des männlichen Erklärens steckte somit immer auch der höfliche Akt, den Frauen den Platz der Jüngeren zu überlassen. Die Empörung über die männliche Unverschämtheit, den Frauen etwas erklären zu wollen, läuft darum Gefahr – nach der Logik des »Beuteverzichts« -, etwas preiszugeben, das in Wahrheit in mehrfacher Hinsicht ein Vorteil und Privileg für die Frauen war.

Asterix und toxischer Feminismus

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Oh weh… Feminismus gar?

Ich bin ja ein alter Fan der Asterixreihe, aber als ich obiges Cover sah, vermutete ich spontan Feminismus und entschied mich gegen den Kauf. Ich habe keinen Bock auf den Mythos der starken Quothilde, die den rückwärtsgewandten „alten weißen Männern“ zeigt, wo’s langgeht. Ich witterte Rache für den entschieden feminismuskritischen „Asterix und Maestria.“ Und so bin ich im Supermarkt immer an dem neuen Band vorbeigegangen, bis nur noch einer übrig war ich ich doch noch zugriff. Und was soll ich sagen: Die Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet, man kann sich ohne Bedenken ins Lesevergnügen stürzen.

Spoilerwarnung (nach dem kursiven Text weiterlesen).

Die Handlung des Bandes dreht sich um Adrenaline, die als Tochter des geschlagenen Widerstandskämpfers Vercingetorix eine VIP ist für das gallische Volk im Kampf gegen die Römer, und im uns wohlbekannten gallischen Dorf vor diesen in Sicherheit gebracht wird. Sie ist kein armes Hascherl sondern ein starkes Mädchen, das ihren eigenen Kopf hat: So warnen ihre Adoptivväter gleich zu Beginn, dass sie gerne „auschbükscht“ – was sie dann auch macht. Weiterhin weiterhin weigert sie sich, Frauenkleider zu tragen; bietet dem Käpt’n der Piraten Paroli und übernimmt dessen Mannschaft; knockt den Schurken und Verräter Miesetriks aus, und weigert sich am Ende, als Symbol für einen Krieg missbraucht zu werden, und sei es auch für eine gute Sache.

/Spoilerwarnung

Eine starke Frau also – und warum haben toxische Feministen damit ein Problem?

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Alter weißer Mann beim Lesen feministischen Bullshits (aus: „Der Papyrus des Cäsar“)

Weil sie nicht der Feind ist, der Feind der alten weißen Männer.

Da sitzt so eine blöde Kuh… äh, wertvoller Mensch im von Männern erbauten vollklimatisierten Büro in Kaffeemaschinenreichweite, hat selbst nicht das geringste Notwendige zum Laufen der Gesellschaft beizutragen und beschwert sich darüber, dass das Mädchen keine Bedrohung für Asterix und Obelix darstellt und – feministische Demütigung par excellence – von diesen auch noch gerettet werden muss.

Dem wertvollen Menschen zufolge wäre es begrüßenswert, wenn alte reife Männer Angst hätten vor kleinen Mädchen.

Ich habe Verwandte: Teenager, Kleinkinder, Säuglinge. Und mir bricht das Herz dabei, wenn ich daran denke, dass ihre Zukunft nicht allzu rosig wird, vielleicht der blanke Horror. Und jetzt also soll ich Angst haben vor einem kleinen Mädchen – konkret Greta – weil sie angeblich alte männliche Prinzipien in Frage stellt, denn wir alle wissen ja, Männer sind schuld am Klimawandel und Frauen in ihren Hausfrauenpanzern davon besonders betroffen, vor allem aber: unschuldig daran.

Ich soll also Angst haben, Angst vor starken Frauen. Eine naive Frage: Warum eigentlich? Wenn ich eine Partnerin wähle, erwarte ich von ihr, mit ihr besser durch Leben zu kommen und nicht, dass sie es mir schwerer macht, wie es verwöhnte Luxusgören allzu oft tun. Ich habe hierzu eine solche Vertreterin dieses Schlages in Erinnerung, die im Namen der Frauen erklärte, ihren Mann auf keinen Fall eine gute Ehefrau zu sein; man stelle sich vor, ein Mann würde erklären, er denke nicht im Traum daran, seiner Frau ein guter Ehemann zu sein…

Eine weitere Frage stellt sich hier: Nämlich in welchem Team der wertvolle Mensch spielt. Steht er auf Seiten der Gallier, die noch Widerstand gegen den eigentlichen Feind leisten, oder ist er diesen nur ein Messer im Rücken?

Genau deswegen ist Feminismus toxisch: Anstatt dass man ein Problem gemeinsam angehen kann, spaltet er, fällt eigentlich Verbündeten in den Rücken. Mann und Frau sind kein Team sondern Feinde. Als weiteres, tiefblicken lassendes Beispiel ließe sich eine weitere Feministin anführen, die (selbst nicht betroffen, da Angehörige der Elite) folgendes Statement in die Welt pusten muss:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.“

Die zunehmende Verelendung der Gesellschaft, der Absturz ins Prekariat betrifft also nur „Frauen und Mädchen“. Der Mann wurde aus dem Familienverband hinausgeschmissen, die Familie von heute ist nicht mehr „Vater-Mutter-Kind“ sondern nur noch „Mutter-Kind“: Alleinerziehen als Befreiung. Ein Ablenkungsmanöver, das bestens geeignet ist, vom eigentlichen Problem einer neoliberalen Politik abzulenken. Damit aber nicht genug: Es wird weiter vom verbannten Mann erwartet und eingefordert, dass er für die Familie, von der er nichts mehr hat, aus der Ferne weiter sorgt, für sie zahlt! Und wehe wenn nicht, dann erfolgt die Anklage, man sei verantwortlich für die ersaufenden „Frauen und Mädchen“. Eine Leistung einzufordern, oder genauer zu erzwingen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen, ist die Definition von Parasitentum. Feminismus. Toxisch.

Zurück zum wertvollen Menschen, der sein Gift gegen weiße Männer in die geistige Landschaft spritzen muss, weil hier in einem fiktiven Comic alte weiße Männer Frauen beschützen. Das Erbärmliche für den Giftbeutel daran: Das tun sie tatsächlich. Männer sorgen für und schützen Frauen. Nicht nur als Helden im akuten Gefahrenfall, auch im Alltäglichen: Der Weltenbauer und Sternenfahrer Mann hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Eine schwere Demütigung für die Feministin, die sich einbildet, mit ihrem Schreibtischjob nicht auf die Leistungen der Männer angewiesen zu sein, gegen die sie ätzt. Sie hat keine Ahnung davon, was alles dazu gehört, dass sie auch nur eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann, und keine Ahnung davon, aufgrund wessen Arbeit sie das kann. In der Realität unternimmt sie nichts, um die tatsächlichen Verhältnisse – er arbeitet, sie profitiert – zu ändern, stattdessen will sie den Mann in der Fiktion auslöschen, in der Literatur, in der Phantasie, hier soll die Frau über dem Mann triumphieren, soll es eine Pauerfrau den alten weißen Männern so richtig zeigen – Papier kann sich nicht wehren. Hat da einer „armselig“ gesagt?

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Feministen können nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden.

Crumar zu „Wer Frauen ausschließt ist nicht gemeinnützig“

[Kontext] Es geht um den Vorschlag, Männervereinen die Gemeinnützigkeit zu entziehen, was mit immensen steuerlichen Nachteilen verbunden ist.

Crumar:

Das Problem ist nicht die Existenz von Männervereinen, sondern die Etablierung eines Vorwurfs und einer soliden Doppelmoral.

Die dahinter stehende Ideologie ist natürlich, allen Vereinigungen von Männern einen bündischen, egoistischen Charakter und aus der Abwesenheit von Frauen eine Diskriminierung dieser zu unterstellen.

Angenommen, wir hätten eine maskulistisch orientierte Organisation, dann ließe sich dieser schnellstens die Gemeinnützigkeit entziehen.
Auch wenn wir eine reine Interessenvertretung für Männer und Jungen sein wollten, wird damit festgelegt, es läge nicht im öffentlichen Interesse, sich für Männer und Jungen zu engagieren.

Schauen wir uns doch einmal kurz die Gegenseite an (mit meiner Herv.):
„Der Deutsche Frauenrat (DF) – Lobby der Frauen in Deutschland e. V. ist ein deutscher Dachverband von Frauenorganisationen mit Sitz in Berlin. Er ist eine Vereinigung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen. Hierzu gehören konfessionelle Verbände, Berufsverbände sowie die Frauengruppen der demokratischen, politischen Parteien, der Gewerkschaften und des Deutschen Olympischen Sportbundes. Außerdem überkonfessionell und überparteilich arbeitende Organisationen mit vielfältigen sozialen und politischen Aufgaben. Der DF ist damit die größte frauenpolitische Lobby in Deutschland.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Frauenrat

Eine dezidierte LOBBY-Organisation von Frauen für Frauen zu gründen ist dagegen völlig unproblematisch.
Michael Klein weiß zu berichten: „So wird der Frauenrat allein im Jahre 2016 mit 634.000 Euro aus Steuermitteln (Anm.: allein vom BMFSFJ) unterhalten.“

Auf regionaler Ebene:
„Der Landesfrauenrat Berlin e. V. ist ein Dachverband Berliner Frauenverbände und -initiativen, der 1979 gegründet wurde, um die Interessen von damals 18 Mitgliedsverbänden zu vertreten.[1] 2019 gehörten dem Landesfrauenrat 35 Mitgliedsverbände an, darunter diverse Berufs- und Interessengruppen sowie Frauengruppen der demokratischen Parteien, der Kirchen und Gewerkschaften des Landes Berlin.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Landesfrauenrat_Berlin

Folgende völlig unproblematischen Frauenverbände sind Mitglieder:
ASF – Landesverband Berlin Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen
Berliner Frauenbund 1945 e.V.
bfn-berliner frauen netzwerk
Berliner Hebammenverband
BPW Berlin-Business and Professional Women Germany Club Berlin e.V.
B.F.B.M. Regionalgruppe Berlin Bundesverband der Frau im freien Beruf und Management e.V.
dbb Beamtenbund und Tarifunion Berlin
DAB-Deutscher Akademikerinnenbund e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
DÄB- Deutscher Ärztinnenbund e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
DBfK Nordost e.V.
Deutscher Frauenring e.V. Landesverband Berlin
Deutscher Guttempler Orden Berlin-Brandenburg, Sachgebiet Frau und Familie
DJB -Landesverband Berlin Deutscher Juristinnenbund e.V.
Landesverband Berlin des Deutschen Staatsbürgerinnen-Verbands e.V.
Feministische Partei DIE FRAUEN
EKBO Frauenarbeit der Evangelischen Kirche
Frauen Union Landesverband Berlin
FIM e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg Vereinigung für Frauen im Management e.V.
GEDOK Berlin- Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.
IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin e.V.
kfd Berlin Erzbistum Berlin- Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Erzbistum Berlin
KDFB Berlin-Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Berlin e.V.
LAG Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Berliner Bezirke
Landfrauenverband Berlin
LSB Berlin Landesausschuss Frauen und Gleichstellung im Sport
Frauengruppe des Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V.
Liberale Frauen Landesverband Berlin
POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e.V.
Soroptimist International Club Berlin-Mitte
SkF e.V. Berlin Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Berlin
SoVD Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.[9]
Türkischer Frauenverein Berlin e.V.
ver.di-Frauen im Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Zonta Club Berlin
Zonta Club Berlin-Mitte
Zonta-Club Berlin 1989 e.V.

Die Forderungen des Berliner Frauennetzwerk e.V. (es darf geraten werden, wer diesen Verein fördert) sind auch völlig öffentlich und transparent (mein Herv.):
„Die unmittelbare Tätigkeit des bfn zielt darauf, in Berlin eine Fraueninfrastruktur zu stabilisieren und weiter zu entwickeln, die Frauen konkrete Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes, emanzipiertes und gewaltfreies Leben zur Verfügung stellt.

Deshalb fordert das bfn geschlechtergerechte Ressourcenverteilung entsprechend dem Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung.“

Kurz angemerkt ist dies das Ziel des „Gender Budgeting“, welches bereits in Berlin etabliert ist und natürlich geht es dem bürgerlichen Feminismus um die Gleichstellung bezüglich der Ausgaben – nicht der Einnahmen.
Die „Fraueninfrastruktur“ ist in der Tat bereits stabil hergestellt – s.o.

Weiter mit meiner Hervorhebung:
„Die Mitarbeiterinnen der im bfn zusammengeschlossenen Projekte fordern von der Berliner Regierungskoalition:

Entgeltgerechtigkeit für Frauen in Berlin!
Mindestlöhne für Frauen!
Tarifgerechte Bezahlung von Frauen, die in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen, Weiterbildungs-, Migrantinnenprojekten und soziokulturellen Frauenprojekten arbeiten!“
https://www.berlinerfrauennetzwerk.de/ziele.html

Sie machen sich nicht einmal die Mühe zu verbergen, es geht ihnen ausschließlich um Frauen, für Frauen, von Frauen.
Dabei dient die Behauptung, es sei Gerechtigkeit herzustellen ganz simpel der Unterstellung, die Umstände seien ungerecht gegenüber Frauen.
Dass es spezielle Mindestlöhne für Frauen geben soll ist so putzig, ich erspare mir einen Kommentar.
Die „tarifgerechte Bezahlung“ bezieht sich allerdings darauf, vielfach für den Job gänzlich unqualifizierten Frauen einen Tariflohn zu bezahlen, als hätten sie eine.

Es soll der Lobbyismus für Frauen „stabilisiert“ werden, während dafür gesorgt wird, dass es keine männliche Konkurrenz geben kann, die in eine Ressourcenkonkurrenz eintreten könnte.
Das macht man mit „public shaming“, indem jede für Interessen von Männern und Jungen eintretende Organisation von vorne herein in den Ruch der Frauendiskriminierung gerät.
It´s simpel.

Androsch Kubi: ARD Hörspieltage

Androsch Kubi:

Heute früh (06.11.2019) starteten die ARD-Hörspieltage:
https://www.sr.de/sr/sr2/veranstaltungen/kulturkalender/20191106_ard_hoerspieltage_2019_100.html

Gleich hier in der Nähe in Karlsruhe am ZKM.

Eigentlich keine schlechte Sache, trotzdem hat es der SWR(?) oder war es DLF(?) heute früh geschafft, mir damit den Tag zu versauen. Der erste Hinweis war, dass mittlerweile fast die 50% der Einreichungen von Frauen kämen, na gut, warum nicht? Logisch, dass das in unseren durchfeminisierten Medien unbedingt extra erwähnt werden muss. Der zweite Hinweis war, dass man deshalb diesmal die Jury zu 100% mit Frauen besetzt hätte:
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-10/47979072-ard-hoerspieltage-jury-100-prozent-weiblich-007.htm
Das sind sie:
https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/ard-hoerspieltage/Die-Jury-des-Deutschen-Hoerspielpreises-der-ARD,jury-deutscher-hoerspielpreis-der-ard-100.html

Juhuuu! Die Gleichstellung mit mindestens 50% Frauen ist endlich gelungen!1!!

Und wer da alles drin ist!:
„Frauenpower bestimmt die diesjährige Jury des Deutschen Hörspielpreises der ARD: Neben Jenni Zylka (Vorsitz) sind dies Milena Fessmann (Musikberaterin, Moderatorin), Lamya Kaddor (Islamwissenschaftlerin, Publizistin), Jenny Schily (Schauspielerin) und Maryam Zaree (Schauspielerin, Filmemacherin, Autorin).“

Wirklich hochkarätig! Und zwei davon auch noch Mihigrus mit islamischen Hintergrund! Wenn das nicht die Quote vorbildlich erfüllt!

Und auf diesen großen Erfolg weisen sie alle Nase lang hin und versichern, dass sie an sowas wie Ausgewogenheit auch zukünftig keinesfalls denken:
„Und ich bin sicher, dass Ihnen der 100%ige Frauenanteil der diesjährigen Jury nicht weiter auf-gefallen ist. Wieso auch. Schließlich sind Sie Frauen gewöhnt. Seit 2006 – dem Jahr, in dem der Preis zum ersten Mal verliehen wurde – waren 27 von 65 Hörspielpreis-Juror*innen weiblich (ich habe nachgezählt). Das ist ein Schnitt, der fast den Frauenanteil in unserer Gesellschaft wider-spiegelt. Ungefähr die Hälfte aller Ohrenpaare, die Hörspiele genießen, ist weiblich.Es ist einerseits nichts Besonderes, wenn die Fachjury eines hochdotierten und relevanten Medi-enpreises also einmal komplett aus Frauen besteht. Andererseits doch: Es ist nämlich dringend notwendig. Und das wird noch eine Weile so bleiben. Bis die Hunderte von Jahren, in denen Jurys, Gremien, Komitees, Verwaltungs- und Aufsichtsräte, Regierungen und Akademien in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens männlich bestimmt oder komplett männlich besetzt waren, als »altertümliche Ungerechtigkeiten« gelten. Und jeder Mensch die ausgewogene Mitbestim-mung der Geschlechter (mal sehen, wie viele wir bis dahin zählen) an allen Entscheidungen für selbstverständlich hält.“
https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/ard-hoerspieltage/download-ard-hoerspieltageprogrammheft-100.pdf

Sie spucken uns ins Gesicht und fühlen sich wohl dabei!

Kommentar uepsi: Warren Farrell, der Erfinder des Maskulismus, hatte mal eine interessante Idee:

Stellen Sie sich vor: Im Autoradio läuft Musik. Die Stimme eines An-
sagers unterbricht: »Wir bringen eine Sonderbotschaft des Präsiden-
ten.« (Aus irgendeinem Grund schalten Sie nicht auf einen anderen
Sender um.) Der Präsident verkündet: »Da 1,2 Millionen Männer im
Krieg gefallen sind, werden wir, als Teil meines neuen Gleichstellungs-
programms, so lange nur noch Frauen zum Militär einberufen, bis
1,2 Millionen Frauen im Krieg gefallen sind.«

Siehe auch: Qualität im Feminat