Obdachlose und Chefs ganzheitlich betrachtet

Der Feminismus kann nur erklären, warum Männer (scheinbar) mehr verdienen und häufiger Chefs sind, aber er kann nicht erklären, warum Männer soviele Nachteile erleiden, wie etwa Suizid oder Obdachlosigkeit, was aber kaum Mitgefühl erregt.

Ein ganzheitlicher Ansatz kann das, und der lautet:

Die Menschen kümmern sich mehr um Frauen als um Männer.

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…deshalb müssen Männer anders als Frauen erfolgreich sein.

So sind Männer in der traditionellen Rollenverteilung bereit für die Frau zu sorgen. Kein junger Mann, der die Schule abgeschlossen hat und nun studieren oder sich ausbilden lassen will, denkt sich: „Und dann, wenn die Kinder kommen, bleibe ich zu Hause und lasse die Frau arbeiten“. Er tut es deswegen nicht, da er genau weiß, dass keine Frau dies mitmachen würde. Die Frauen sind mit der traditionellen Rollenverteilung – Frau am Herd, Mann im Bergwerkhöchst einverstanden, und das sind sie deswegen, weil Arbeit nur selten „Selbstverwirklichung und Karriere“ bedeutet, wovon privilegierte Frauen in Amüsierberufen ständig faseln sondern Mühsal, Entbehrung und Maloche – auch als Chefs übrigens, denn Chefsein erfordert jahrzehntelange Arbeit in Übervollzeit, ein Opfer, das Frauen weitaus seltener bereit sind zu erbringen. Feministen selbst räumen ein, dass Frauen mehr wert legen auf die „Work-Life-Balance“, also nicht soviel arbeiten wollen. Da Männer für Frauen sorgen, sind letztere weniger genötigt, sich in einer 70 bis 100-Stundenwochen zu verausgaben, um mal im Vorstand zu sitzen. Ein Privileg also sorgt für einen vermeintlichen Nachteil, eine weibliche Unterrepräsentanz in Chefpositionen, auch in der Politik, übrigens. Auch die Annahme, dass Frauen als Mütter durch Kinder „gehindert“ werden erweist sich als falsch, wie bereits Joan Bitterman als auch Birgit Kelle aufzeigten. Tatsächlich sorgen selbst beitragsfreie Kitas nicht zu mehr berufstätigen Frauen, was einfach daran liegt, dass entgegen der feministisch-neoliberalen Propaganda Arbeit kein Vergnügen ist – letztlich wollen Frauen seltener als Männer Chefs werden.

Da der Mann also nicht erwarten kann, dass ihm eine Frau das Leben unterhält, und es an ihm liegt, den Löwenanteil der Lebensgrundlage seiner Familie zu erwirtschaften, ist er einem erhöhten Druck zu arbeiten ausgesetzt. Wenn aber eine Gruppe einem erhöhten Druck ausgesetzt ist zu arbeiten, bedingt das, dass sie sich beruflich stärker engagiert und dass diese Gruppe dann eben auch mehr verdient und höher aufsteigt.

Ein weiterer Punkt ist, dass nur der erfolgreiche Mann attraktiv auf Frauen wirkt. Der Loser bekommt keine ab. Esther Vilar merkte mal an, wenn das nicht gelte, würde es auch mal vorkommen, dass eine schöne Frau auch mal einen armen Rentner heiraten würde, das aber passiert nie. Das ergibt einen weiteren Anreiz für den Mann, sich stärker zu engagieren als jede Frau und sich dem mörderischen Konkurrenzkampf mit anderen Männern auszusetzen.

Diese Bereitschaft der Männer für Frauen zu sorgen, führt dann auch dazu, dass eine Frau weniger gefährdet ist, bis ganz nach unten abzustürzen; die männliche Bereitschaft zur Sorge bildet einen weiteren Faden im sozialen Netz der Frauen, weshalb sie seltener durch die Maschen fallen, obdachlos werden oder in völlig ausweglosen Situation stranden, in welchen sie sich das Leben nehmen. Männer sind ein Segen für Frauen.

Diese Sorge trägt nicht nur individuell, in Form der Ernährerrolle, sondern auch kollektiv. Der Mann nimmt es klaglos hin, dass es unzählige Hilfs- und Förderprogramme nur für Frauen gibt, Frauenbeauftragte, Frauenquoten, ein ganzes Ministerium für alle außer Männer – auch ein Grund, warum Frauen seltener abstürzen, aber wohl nur folgerichtig in einer Gesellschaft, in der Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen. Männer finanzieren das alles, sie füllen die Kassen, während Frauen sie leeren. Weiterhin akzeptieren sie, dass die familiäre Macht bei den Müttern liegt, was auch nicht dadurch wett gemacht wird, dass Männer angeblich die „Macht im Berufsleben“ hätten, denn die meisten sind schlicht Befehlsempfänger. Das wiegt die ungeheure Macht, auch gegen den Willen des anderen Elternteiles entscheiden zu können, in welch familiären Verhältnissen man lebt – mit wem und mit wem nicht – bei weitem nicht auf. Frauen haben die Macht, und zwar auch die institutionelle.

Diese ganzheitliche Betrachtung kann also erklären, was die feministische Theorie nicht kann: Warum Männer sowohl ganz oben als auch ganz unten dominieren; ausführliche Fassung.

3 Gedanken zu „Obdachlose und Chefs ganzheitlich betrachtet

  1. Leander

    Das ist evolutionär bedingt und verständlich: Frauen bekommen nun mal die Kinder – deshalb wird für sie mehr gesorgt. Männer sich vergleichsweise entbehrlich (wenige würden reichen, um viele Frauen zu schwängern), natürlich nur rein biologisch, aber das scheint nun mal durchzuwirken.
    Auch ist es bei vielen Paaren Konsens, dass SIE sich vornehmlich / mehrheitlich um die Kinder kümmert – und eher Teilzeit arbeitet oder anfänglich gar nicht.
    Kein „Privileg“, sondern eine Rollenverteilung im Konsens. Schließlich bringt auch die „Ernährerrolle“ Vorteile, sonst hätte sich das über die Zeiten nicht gehalten: Karriere, Anerkennung, Selbstwirksamkeit….

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ja, und es ist evolutionär bedingt, dass man an Krankheiten krepiert. Dennoch tut man was dagegen.

      Und es handelt sich eben doch um ein Privileg, weil es sich um eine Wahlmöglichkeit handelt, die Männern nicht offensteht, weil ein Mann einfach keine Frau finden würde, die ihr Leben lang malochen geht und den größten Teil ihres Einkommen wie die Kinder an den Mann abgibt. So dämlich ist keine.

      Und bleib mir weg mit deinem Gefasel von wegen Vorteile durch „Karriere“: Die meisten malochen einfach und würden ihren Job nach dem Knacken des Lotto-Jackpots an den Nagel hängen. Konsens? Ja, weil der Mann keine andere Wahl hat. Bilde dich hier weiter:

      https://uepsilonniks.wordpress.com/2018/02/11/arbeit-zwischen-maloche-und-selbstverwirklichung/

      Antwort
    2. Fiete

      Konsens und Anspruchshaltung sind zwei grundverschiedene Dinge.
      Das eine ist ( in dem Fall ) eine private Absprache zwischen zwei freien Individuen und geht v.dh. niemanden etwas an.
      Das andere ist ein Gruppenprivileg ( resp. die Forderung eines G. ), schädigt zudem Dritte und somit absolut RECHTSWIDRIG.
      ( Einzige Ausnahme eines legalen Gruppenprivilegs sind die Kinderrechte und dafür gibt es eine gesonderte Begründung, welche auf der speziellen Verantwortung der Eltern, der Gesellschaft und entsprechend der unverschuldeten Verantwortungsunfähigkeit der Kinder basiert )

      Antwort

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