Crumar zu „Wer Frauen ausschließt ist nicht gemeinnützig“

[Kontext] Es geht um den Vorschlag, Männervereinen die Gemeinnützigkeit zu entziehen, was mit immensen steuerlichen Nachteilen verbunden ist.

Crumar:

Das Problem ist nicht die Existenz von Männervereinen, sondern die Etablierung eines Vorwurfs und einer soliden Doppelmoral.

Die dahinter stehende Ideologie ist natürlich, allen Vereinigungen von Männern einen bündischen, egoistischen Charakter und aus der Abwesenheit von Frauen eine Diskriminierung dieser zu unterstellen.

Angenommen, wir hätten eine maskulistisch orientierte Organisation, dann ließe sich dieser schnellstens die Gemeinnützigkeit entziehen.
Auch wenn wir eine reine Interessenvertretung für Männer und Jungen sein wollten, wird damit festgelegt, es läge nicht im öffentlichen Interesse, sich für Männer und Jungen zu engagieren.

Schauen wir uns doch einmal kurz die Gegenseite an (mit meiner Herv.):
„Der Deutsche Frauenrat (DF) – Lobby der Frauen in Deutschland e. V. ist ein deutscher Dachverband von Frauenorganisationen mit Sitz in Berlin. Er ist eine Vereinigung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen. Hierzu gehören konfessionelle Verbände, Berufsverbände sowie die Frauengruppen der demokratischen, politischen Parteien, der Gewerkschaften und des Deutschen Olympischen Sportbundes. Außerdem überkonfessionell und überparteilich arbeitende Organisationen mit vielfältigen sozialen und politischen Aufgaben. Der DF ist damit die größte frauenpolitische Lobby in Deutschland.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Frauenrat

Eine dezidierte LOBBY-Organisation von Frauen für Frauen zu gründen ist dagegen völlig unproblematisch.
Michael Klein weiß zu berichten: „So wird der Frauenrat allein im Jahre 2016 mit 634.000 Euro aus Steuermitteln (Anm.: allein vom BMFSFJ) unterhalten.“

Auf regionaler Ebene:
„Der Landesfrauenrat Berlin e. V. ist ein Dachverband Berliner Frauenverbände und -initiativen, der 1979 gegründet wurde, um die Interessen von damals 18 Mitgliedsverbänden zu vertreten.[1] 2019 gehörten dem Landesfrauenrat 35 Mitgliedsverbände an, darunter diverse Berufs- und Interessengruppen sowie Frauengruppen der demokratischen Parteien, der Kirchen und Gewerkschaften des Landes Berlin.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Landesfrauenrat_Berlin

Folgende völlig unproblematischen Frauenverbände sind Mitglieder:
ASF – Landesverband Berlin Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen
Berliner Frauenbund 1945 e.V.
bfn-berliner frauen netzwerk
Berliner Hebammenverband
BPW Berlin-Business and Professional Women Germany Club Berlin e.V.
B.F.B.M. Regionalgruppe Berlin Bundesverband der Frau im freien Beruf und Management e.V.
dbb Beamtenbund und Tarifunion Berlin
DAB-Deutscher Akademikerinnenbund e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
DÄB- Deutscher Ärztinnenbund e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg
DBfK Nordost e.V.
Deutscher Frauenring e.V. Landesverband Berlin
Deutscher Guttempler Orden Berlin-Brandenburg, Sachgebiet Frau und Familie
DJB -Landesverband Berlin Deutscher Juristinnenbund e.V.
Landesverband Berlin des Deutschen Staatsbürgerinnen-Verbands e.V.
Feministische Partei DIE FRAUEN
EKBO Frauenarbeit der Evangelischen Kirche
Frauen Union Landesverband Berlin
FIM e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg Vereinigung für Frauen im Management e.V.
GEDOK Berlin- Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.
IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin e.V.
kfd Berlin Erzbistum Berlin- Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Erzbistum Berlin
KDFB Berlin-Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Berlin e.V.
LAG Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Berliner Bezirke
Landfrauenverband Berlin
LSB Berlin Landesausschuss Frauen und Gleichstellung im Sport
Frauengruppe des Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V.
Liberale Frauen Landesverband Berlin
POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e.V.
Soroptimist International Club Berlin-Mitte
SkF e.V. Berlin Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Berlin
SoVD Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.[9]
Türkischer Frauenverein Berlin e.V.
ver.di-Frauen im Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Zonta Club Berlin
Zonta Club Berlin-Mitte
Zonta-Club Berlin 1989 e.V.

Die Forderungen des Berliner Frauennetzwerk e.V. (es darf geraten werden, wer diesen Verein fördert) sind auch völlig öffentlich und transparent (mein Herv.):
„Die unmittelbare Tätigkeit des bfn zielt darauf, in Berlin eine Fraueninfrastruktur zu stabilisieren und weiter zu entwickeln, die Frauen konkrete Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes, emanzipiertes und gewaltfreies Leben zur Verfügung stellt.

Deshalb fordert das bfn geschlechtergerechte Ressourcenverteilung entsprechend dem Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung.“

Kurz angemerkt ist dies das Ziel des „Gender Budgeting“, welches bereits in Berlin etabliert ist und natürlich geht es dem bürgerlichen Feminismus um die Gleichstellung bezüglich der Ausgaben – nicht der Einnahmen.
Die „Fraueninfrastruktur“ ist in der Tat bereits stabil hergestellt – s.o.

Weiter mit meiner Hervorhebung:
„Die Mitarbeiterinnen der im bfn zusammengeschlossenen Projekte fordern von der Berliner Regierungskoalition:

Entgeltgerechtigkeit für Frauen in Berlin!
Mindestlöhne für Frauen!
Tarifgerechte Bezahlung von Frauen, die in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen, Weiterbildungs-, Migrantinnenprojekten und soziokulturellen Frauenprojekten arbeiten!“
https://www.berlinerfrauennetzwerk.de/ziele.html

Sie machen sich nicht einmal die Mühe zu verbergen, es geht ihnen ausschließlich um Frauen, für Frauen, von Frauen.
Dabei dient die Behauptung, es sei Gerechtigkeit herzustellen ganz simpel der Unterstellung, die Umstände seien ungerecht gegenüber Frauen.
Dass es spezielle Mindestlöhne für Frauen geben soll ist so putzig, ich erspare mir einen Kommentar.
Die „tarifgerechte Bezahlung“ bezieht sich allerdings darauf, vielfach für den Job gänzlich unqualifizierten Frauen einen Tariflohn zu bezahlen, als hätten sie eine.

Es soll der Lobbyismus für Frauen „stabilisiert“ werden, während dafür gesorgt wird, dass es keine männliche Konkurrenz geben kann, die in eine Ressourcenkonkurrenz eintreten könnte.
Das macht man mit „public shaming“, indem jede für Interessen von Männern und Jungen eintretende Organisation von vorne herein in den Ruch der Frauendiskriminierung gerät.
It´s simpel.

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