Asterix und toxischer Feminismus

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Oh weh… Feminismus gar?

Ich bin ja ein alter Fan der Asterixreihe, aber als ich obiges Cover sah, vermutete ich spontan Feminismus und entschied mich gegen den Kauf. Ich habe keinen Bock auf den Mythos der starken Quothilde, die den rückwärtsgewandten „alten weißen Männern“ zeigt, wo’s langgeht. Ich witterte Rache für den entschieden feminismuskritischen „Asterix und Maestria.“ Und so bin ich im Supermarkt immer an dem neuen Band vorbeigegangen, bis nur noch einer übrig war ich ich doch noch zugriff. Und was soll ich sagen: Die Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet, man kann sich ohne Bedenken ins Lesevergnügen stürzen.

Spoilerwarnung (nach dem kursiven Text weiterlesen).

Die Handlung des Bandes dreht sich um Adrenaline, die als Tochter des geschlagenen Widerstandskämpfers Vercingetorix eine VIP ist für das gallische Volk im Kampf gegen die Römer, und im uns wohlbekannten gallischen Dorf vor diesen in Sicherheit gebracht wird. Sie ist kein armes Hascherl sondern ein starkes Mädchen, das ihren eigenen Kopf hat: So warnen ihre Adoptivväter gleich zu Beginn, dass sie gerne „auschbükscht“ – was sie dann auch macht. Weiterhin weiterhin weigert sie sich, Frauenkleider zu tragen; bietet dem Käpt’n der Piraten Paroli und übernimmt dessen Mannschaft; knockt den Schurken und Verräter Miesetriks aus, und weigert sich am Ende, als Symbol für einen Krieg missbraucht zu werden, und sei es auch für eine gute Sache.

/Spoilerwarnung

Eine starke Frau also – und warum haben toxische Feministen damit ein Problem?

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Alter weißer Mann beim Lesen feministischen Bullshits (aus: „Der Papyrus des Cäsar“)

Weil sie nicht der Feind ist, der Feind der alten weißen Männer.

Da sitzt so eine blöde Kuh… äh, wertvoller Mensch im von Männern erbauten vollklimatisierten Büro in Kaffeemaschinenreichweite, hat selbst nicht das geringste Notwendige zum Laufen der Gesellschaft beizutragen und beschwert sich darüber, dass das Mädchen keine Bedrohung für Asterix und Obelix darstellt und – feministische Demütigung par excellence – von diesen auch noch gerettet werden muss.

Dem wertvollen Menschen zufolge wäre es begrüßenswert, wenn alte reife Männer Angst hätten vor kleinen Mädchen.

Ich habe Verwandte: Teenager, Kleinkinder, Säuglinge. Und mir bricht das Herz dabei, wenn ich daran denke, dass ihre Zukunft nicht allzu rosig wird, vielleicht der blanke Horror. Und jetzt also soll ich Angst haben vor einem kleinen Mädchen – konkret Greta – weil sie angeblich alte männliche Prinzipien in Frage stellt, denn wir alle wissen ja, Männer sind schuld am Klimawandel und Frauen in ihren Hausfrauenpanzern davon besonders betroffen, vor allem aber: unschuldig daran.

Ich soll also Angst haben, Angst vor starken Frauen. Eine naive Frage: Warum eigentlich? Wenn ich eine Partnerin wähle, erwarte ich von ihr, mit ihr besser durch Leben zu kommen und nicht, dass sie es mir schwerer macht, wie es verwöhnte Luxusgören allzu oft tun. Ich habe hierzu eine solche Vertreterin dieses Schlages in Erinnerung, die im Namen der Frauen erklärte, ihren Mann auf keinen Fall eine gute Ehefrau zu sein; man stelle sich vor, ein Mann würde erklären, er denke nicht im Traum daran, seiner Frau ein guter Ehemann zu sein…

Eine weitere Frage stellt sich hier: Nämlich in welchem Team der wertvolle Mensch spielt. Steht er auf Seiten der Gallier, die noch Widerstand gegen den eigentlichen Feind leisten, oder ist er diesen nur ein Messer im Rücken?

Genau deswegen ist Feminismus toxisch: Anstatt dass man ein Problem gemeinsam angehen kann, spaltet er, fällt eigentlich Verbündeten in den Rücken. Mann und Frau sind kein Team sondern Feinde. Als weiteres, tiefblicken lassendes Beispiel ließe sich eine weitere Feministin anführen, die (selbst nicht betroffen, da Angehörige der Elite) folgendes Statement in die Welt pusten muss:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.“

Die zunehmende Verelendung der Gesellschaft, der Absturz ins Prekariat betrifft also nur „Frauen und Mädchen“. Der Mann wurde aus dem Familienverband hinausgeschmissen, die Familie von heute ist nicht mehr „Vater-Mutter-Kind“ sondern nur noch „Mutter-Kind“: Alleinerziehen als Befreiung. Ein Ablenkungsmanöver, das bestens geeignet ist, vom eigentlichen Problem einer neoliberalen Politik abzulenken. Damit aber nicht genug: Es wird weiter vom verbannten Mann erwartet und eingefordert, dass er für die Familie, von der er nichts mehr hat, aus der Ferne weiter sorgt, für sie zahlt! Und wehe wenn nicht, dann erfolgt die Anklage, man sei verantwortlich für die ersaufenden „Frauen und Mädchen“. Eine Leistung einzufordern, oder genauer zu erzwingen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen, ist die Definition von Parasitentum. Feminismus. Toxisch.

Zurück zum wertvollen Menschen, der sein Gift gegen weiße Männer in die geistige Landschaft spritzen muss, weil hier in einem fiktiven Comic alte weiße Männer Frauen beschützen. Das Erbärmliche für den Giftbeutel daran: Das tun sie tatsächlich. Männer sorgen für und schützen Frauen. Nicht nur als Helden im akuten Gefahrenfall, auch im Alltäglichen: Der Weltenbauer und Sternenfahrer Mann hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Eine schwere Demütigung für die Feministin, die sich einbildet, mit ihrem Schreibtischjob nicht auf die Leistungen der Männer angewiesen zu sein, gegen die sie ätzt. Sie hat keine Ahnung davon, was alles dazu gehört, dass sie auch nur eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann, und keine Ahnung davon, aufgrund wessen Arbeit sie das kann. In der Realität unternimmt sie nichts, um die tatsächlichen Verhältnisse – er arbeitet, sie profitiert – zu ändern, stattdessen will sie den Mann in der Fiktion auslöschen, in der Literatur, in der Phantasie, hier soll die Frau über dem Mann triumphieren, soll es eine Pauerfrau den alten weißen Männern so richtig zeigen – Papier kann sich nicht wehren. Hat da einer „armselig“ gesagt?

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Feministen können nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden.

Ein Gedanke zu „Asterix und toxischer Feminismus

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