Antifeministen sind rechts…

Gewidmet der „Dame von Welt“:

Die Grünen sind eine Nazipartei. Das zu beweisen ist denkbar einfach: Nazis sind Naturschützer. Grüne sind Naturschützer. Also sind Grüne Nazis.

Wer jetzt glaubt, dass nur dumme Menschen auf diesen logischen Fehlschluss hereinfallen, den muss ich enttäuschen. Es sind „Menschen von Welt“ und Pfeifen, die sich mit Professorentiteln schmücken und exakt dieselbe Unlogik auf Rechtsradikale und Antifeministen anwenden. Nazis sind gegen Feminismus. Und da Maskulisten gegen Feminismus sind…

Breivik war ein Terrorist und zudem Antifeminist. Also sind Maskulisten auch potentielle Terroristen und Massenmörder. Ja, der Speerspitze der progressiven Elite ist das nicht zu peinlich.

Aber der Reihe nach. Warum sind Rechte gegen Feminismus? Rechte hängen einem Weltbild an, in welchem er auf dem Schlachtfeld verreckt während sie ihm dabei zujubelt und zudem die Kinder hütet. Das ist für den Rechten die natürliche Ordnung der Dinge. Wenn nun Feministen – die zwar auch dafür sind, dass er auf dem Schlachtfeld verreckt – die Frau ins Berufsleben nötigen wollen, dann kollidiert das mit dieser rechten, natürlichen Ordnung und damit sind Rechte oder gar Nazis geschworene Feinde der Feministen.

Und hier kommen die Männerrechtler ins Spiel. Die sind auch Antifeministen. Warum? Weil sich Feministen einen Dreck um das Wohlergehen der Männer kümmern, sie als Feinde wahrnehmen, die man hindern und sabotieren muss, während der Männerrechtler oder auch Maskulist umgekehrt die Interessen des männlichen Geschlechts wahren will. Damit aber kollidiert er ebenfalls mit dem traditionellen, „natürlichen“ Rollenbild. Denn der Maskulist lehnt es entschieden ab, dass der Mann im Krieg verheizt wird, ja – und hier wird er richtig gefährlich für das neoliberale wie matriarchale System – er lehnt auch die lebenslange Ausbeutung des Mannes als Arbeitsdrohne ab zugunsten der Gesellschaft, welche demnach eine der Frauen wäre. Für den Männerrechtler gehört nicht das „Kind zur Mutter“, wie es für Konservative eine unhinterfragte Selbstverständlichkeit ist, sie betonen vielmehr die Wichtigkeit des Vaters für die Kinder und pochen auf Gleichberechtigung zwischen Müttern und Vätern.

Solche Männerrechtler sind links und sie wollen etwas ganz anderes als „Rechte“ mit ihrem „Sie am Herd, er im Bergwerk“-Konzept. Rechte, die gegen Feminismus sind, sind es nicht deshalb, weil sie die Interessen des Mannes vertreten – das tun nur Männerrechtler. Beide sind gegen Feminismus, aber aus völlig unterschiedlichen Motiven heraus und auch mit vollkommen unterschiedlichen Vorstellungen, wie eine gerechte Geschlechterordnung aussehen sollte.

Bemerkenswert ist, dass die Gegner der neuen Männerbewegung sich solcher Mittel bedienen müssen. Ich sehe das als Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind, offenbar kann man außer Verleumdungen nichts gegen uns vorbringen.

Zurück zur Elite, die Breiviks Massenmord instrumentalisiert. Breivik schrieb in seinem Manifest:

„Ich fühle mich nicht wohl mit dem Konzept, Frauen zu Töten, weil sie einfach zu wertvoll sind, um sie in Gefahr zu bringen“

Für jemanden, der das Leben eines Mannes nicht geringer schätzt als das einer Frau, eine völlig inakzeptable Haltung. Sie passt viel besser zu einem Feministen, der lieber Männer als Frauen opfert. Feine Gesellschaft, in welcher sich der Feminist da befindet.

5 Gedanken zu „Antifeministen sind rechts…

  1. Jochen Schmidt

    Ja, danke für diesen Beitrag!

    Schoppe hat ja in seinem Blog immer wieder auf die Parallelen zwischen Faschismus und Feminismus hingewiesen – aus Eltern-Kinder-Perspektive gesehen.

    Antwort
  2. Robert W

    „Antifeministen sind rechts…“
    einzig wahre Antwort: ja und?

    Ich finds mittlerweile nur noch affig, wie sehr diese simple „binäre“ Denkweise a la „links ist gut, und rechts nur böse“ um sich greift.
    Interessant dabei: Sozialisten sind rechts und abgrundtief böse, wenn da nur ein „National-“ dabeisteht, und deshalb mit z.B. Monarchisten ib die gleiche verabscheuenswerte Katergorie fallen … *facepalm*

    Antwort
  3. noneedforname23

    Aber Sozialismus, also ein verstaatlichen der Betriebe schon….es ist auf jeden Fall mehr als ein „aufpeppen“ mit einem modebegriff. Ausserdem gab es innerhalb der nsdap wohl 2 Ströme. Eine eher sozialistische (Berliner) Strömung und eine eher rassistisch (bayerische) Strömung

    Antwort

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