Hass auf PickUp weil die Frau falsch ist

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islieb.de

Die Anklagen gegen PickUp sind vielfältig. Das Ansprechen von Frauen sei manipulativ, Frauen würden zu Objekten gemacht, das sei übergriffig, gewalttätig und sexuelle Belästigung und schlimmer noch: In eine Sendung zum Thema „Flirten“ wird allen Ernstes ein Vergewaltigungsopfer reingesetzt um dann scheinheilig zu fragen, ob ein neuer Puritanismus Einzug hält: Flirten, Vergewaltigung… und sie merken es nicht…

Verführungskünstler sind Hassobjekte der Feministen, weshalb sie in die Nähe von Vergewaltigung gerückt werden. Diese Keule zeigt dann aber auch, das der Feminist offenbar nichts stichhaltiges dagegen vorbringen kann, dass ein Mann auf eine Frau, die er attraktiv findet, zugeht und sie anspricht, denn sensationelle Neuigkeit: Er will sie nicht vergewaltigen.

Diesen Hass gegen Männer, die Frauen ansprechen, führe ich auf zwei Punkte zurück.

Zum einen ist ein PickUp-Artist ein emanzipierter Mann. Er weiß seine Interessen zu wahren. Viele Männer akzeptieren auch eine asoziale Frau als Partnerin, die schlecht für sie ist, die sie schlecht behandelt, aus Angst, „keine andere abzukriegen“. Ein Verführungskünstler lässt sich von seiner Partnerin nicht schlecht behandeln, wie es heutzutage oft der Fall ist in Beziehungen mit Pudeln und Dominetten. Er trennt sich und sucht sich eine neue, bessere Frau. Und da Feministen Männern die Butter auf dem Brot nicht gönnen, können sie es natürlich auch nicht ertragen, dass Männer souverän darüber entscheiden, wen sie als Partnerin annehmen.

Um zum zweiten Punkt zu kommen, hole ich etwas aus. In dieser Sendung erklärt eine Feministin, dass sie zu ihren ganzen Männergeschichten gekommen wäre, weil sie „auch“ die Männer angesprochen hätte. Nun, wer für Gleichberechtigung ist, kann dann nur festhalten, dass PickUp auch für Männer erlaubt sein muss, wenn es Frauen gestattet ist, und somit nichts daran auszusetzen wäre.

Das ist für Feministen aber nicht der Fall. Warum? Um die Frage zu klären, hilft es wenn man sich die feministischen Klagen anhört, dass PickUp Geschlechterrollen aus den 50ern reproduzieren würde. Und das ist natürlich, wer wüsste es nicht, finsteres Mittelalter und übelste Frauenunterdrückung. Wenn also eine Frau Männer anspricht, ist das in Ordnung, da damit angeblich überholte Rollenmodelle negiert werden. Macht aber ein Mann dasselbe, dann lebt er damit ein Verhalten, welches in der schönen neuen feministischen Welt überwunden zu sein hat. Das ist ein Grund für den Hass auf PickUp: Hier manifestieren sich die traditionellen Geschlechterrollen. Er übernimmt die Initiative. Er übernimmt die Gesprächsführung. Er aktiv, sie passiv. Er verführt, sie wird verführt.

Der Feminist kann die naheliegende Frage, was die Alternative für den Mann ist, nicht beantworten in einer Welt, in welcher er allein bleibt, wenn er nicht die Initiative übernimmt. Denn die Frauen weigern sich. Sie sprechen Männer nicht von sich aus an. Und das führt den Feministen zielsicher zu der Klage, dass Mädchen zu ihren Nachteil erzogen seien, deshalb passiv und nehmend wären (was Humbug ist), ergo: Die Frau ist falsch – woran sie aber natürlich unschuldig ist. Sie sollte auf Männer zugehen, tut es aber nicht. Die Frau – nein: Die  ganze Gesellschaft sollte „ganz anders“ sein, um es mit Simone de Beauvoir zu sagen.

Ist sie aber nicht. So gehört gespielte Ablehnung zur weiblichen Rolle im Spiel des Flirts. Das versteht die Feministin scheinbar nicht. Da sitzt sie verbiestert und erklärt, wenn sie „Nein“ sagt, dann meint sich auch „Nein“. Ja! Ganz genau! So wie sie das sagt ist das auch offenkundig, das gilt aber nicht, wenn sich eine Frau ziert: „Also ich weiß nicht, ich gebe meine Nummer nicht so gerne raus.“ Menschliche Kommunikation besteht nicht aus 1 oder 0, Schwarz oder Weiß, „Ja“ oder „Nein“ – erst recht nicht in einem Flirt! Dieser ist ein Spiel aus Annähern und wieder auf Distanz gehen, es knistert und prickelt, man steht unter erotischer Spannung, weil der Flirt Unwägbarkeiten enthält, das Risiko, etwas falsches zu sagen oder zu tun, wie zum Beispiel jemanden zu küssen, eine Spannung, die keine wäre, wenn die Menschen ein binäres Kommunikationsverhalten pflegen würden.

Die Klage, dass die traditionelle Rolle für die Frau nachteilhaft sei, ist natürlich Humbug. Man ist privilegiert, wenn man sich in der Postion befindet, ein Angebot anzunehmen oder abzulehnen, während derjenige, der sich (!) anbietet, das Risiko eingeht, etwas falsches zu sagen oder sich eine mehr oder wenige schroffe Abfuhr einzuhandeln. Das ist der Grund, warum sich die traditionellen Rollen halten: Nicht weil man Frauen beibringt, ihre Interessen nicht zu wahren, sondern weil Frauen im Gegenteil ihre Interessen schützen und das Risiko meiden, sich eine seelische Verletzung einzuhandeln. Die beklagten Zustände gehen nicht auf Nachteile sondern Vorteile der Frau zurück – weshalb auch heute noch kaum eine Frau zu finden ist, die einen erwachsenen gesunden Mann ernährt.

2 Gedanken zu „Hass auf PickUp weil die Frau falsch ist

  1. apokolokynthose

    Ja, warum Männer Frauen ansprechen müssen, hat mich „schon immer“ gestört.
    Aber – ohne Anspruch zu erheben, Pick-Up-Artist zu sein – warum das ganze nicht abkürzen und fragen: „Ja oder nein? Metoo und so.“ Hat bei mir einmal geklappt. Ich habe das allerdings auch nur einmal ausprobiert.

    Antwort

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