Der anständige Feminist

tagesfake

Mainstream: Ursache des Irrtums.

Ich bin ein Fan von Kurt Cobain wie auch von Patrick Stewart. Jetzt haben sich beide feministisch geäußert, Cobain etwa sieht Vergewaltiger nicht als kranke sondern normale Männern an:

„Vergewaltigung ist eines der schlimmsten Verbrechen auf der Welt. Und es geschieht alle paar Minuten. Das Problem mit Gruppen, die sich mit Vergewaltigung beschäftigen ist, dass sie Frauen darüber aufklären wollen, wie sie sich verteidigen können. Was wirklich geschehen muss: Männer müssen darin geschult werden, niemanden zu vergewaltigen. Man muss bei der Quelle anfangen.“

und für Patrick Stewart sind allein Männer Täter häuslicher Gewalt:

„Selbst wenn sie etwas getan hätte, was meinen Vater provoziert haben könnte, hat man die Wahl gewalttätig zu werden. Diese Wahl trifft ein Mann. Wir können wählen, ob es aufhören soll.“

Ich verurteile sie dafür nicht, denn ich glaube, dass so gut wie jeder anständige Mann ein Feminist ist – also fast alle. Nicht etwa, weil sie damit Recht hätten, sondern weil sie es nicht besser wissen können. Das erkannte schon Esther Vilar, die sagte (sinngemäß):

„Kein Mann unterdrückt Frauen. Da er es aber jeden Tag in der Zeitung liest, denkt er, alle anderen würden es tun“

Feministen haben die Macht darüber, was in der Zeitung steht. Und da steht, dass Frauen Opfer der Männer sind, was für jeden anständigen Mann bedeutet, dass er sich gegen diese Ungerechtigkeit positioniert. Ich war auch mal Feminist, ein recht leidenschaftlicher sogar. Die Frage aber, warum ich die geringe Präsenz von Frauen in Chefetagen als ein Merkmal des „Patriarchats“ wertete und gleichzeitig dem Umstand, dass die meisten Obdachlosen Männer sind, ignorierte, kann ich mir bis heute nicht beantworten – es war einfach kein Thema – obwohl ich links war.

Viele Männer unterstützen die Frauenbewegung tatkräftig, sie wäre heute nicht das, was sie ist, wenn Männer nicht dabei geholfen hätten, sie groß zu machen. Dabei verletzen Männer sogar ihre eigenen Interessen, Billy Coen:

Während Frauen also ununterbrochen bei all ihren Sorgen bis hin zu lächerlichsten Petitessen jederzeit von allen Seiten die roten Teppiche entgegenrollen, werden Männer, die auf Dinge wie Selbstmordraten, Arbeits- und Obdachlosigkeit, in Gesetzen festgeschriebene Diskriminierung von Männern, etc. pp. hinweisen, sofort entweder ausgelacht oder gleich direkt als ewig gestrige Reaktionäre, wenn nicht gar als Rechtsextreme verunglimpft.

Wenn Männer und „ihr System“ auch nur annähernd so wären wie von Feministinnen beschrieben: Letztere könnten mit ihren Thesen nicht in der Mitte der Gesellschaft stehen, mit Steuermitteln gefördert und Preisen überhäuft, sie wären längst ermordet; würden unter Lebensgefahr wie die Geschwister Scholl Flugblätter heimlich und anonym Flugblätter verteilen; würden in den Knast gehen wie mancher Dissident in autoritären Systemen.

Männerrechtler sind im feministischen Mainstreamkontext nur solche, die um ihr Privilegien fürchten, die Frauen unterdrücken wollen. Deshalb sind sie geächtet. Dass das gut und richtig wäre, war auch die Haltung der Filmemacherin Cassie Jayes, die angetreten war, eine Dokumentation über diese Unmenschen zu produzieren. Sie suchte sie also auf und ließ sie zu Wort kommen, ursprünglich um diese „Maskulisten“ als Monster, mindestens aber als Unmenschen vorzuführen. Sie hörte ihnen zu, und musste dann erkennen, dass die „Unmenschen“ mit ihren Anklagen gegen ungerechte Geschlechterverhältnisse Recht hatten. Gleichzeitig zeigten sich umgekehrt die Feministen als ideologisch verblendet, bestanden darauf, dass man Männerrechtler keinesfalls zu Wort kommen lassen sollte, taten ihre berechtigten Forderungen allesamt in Bausch und Bogen ab, weshalb sich Jaye schließlich vom Feminismus abwendete. Der Film bekamt den Namen „The Red Pill“, weil er wie die rote Pille im Hollywood-Blockbuster „Matrix“ einen radikal neuen Blick auf die Welt ermöglichte, einen geradezu monströsen Paradigmenwechsel – nichts blieb beim alten, keine Stein des alten Weltbilds blieb auf dem anderen, alles präsentierte sich anders.

Feministen reagierten auf den Film mit – teils erfolgreichen – Boykottbemühungen. Andere hingegen taten sich den Film an, stellten sich den kognitiven Dissonanzen – was ihnen hoch anzurechnen ist – und passten ihr Bild vom angeblichen „Patriarchat“ an. Arne Hoffmann berichtet im „Lexikon der feministischen Irrtümer“ von zwei solchen Feministinnen:

Zu diesen Feministinnen gehören Dianne Bondy und Alicia Higginson, die in ihrem Podcast „Men’s Rights and Feminism“ berichten, was Jayes Film bei ihnen ausgelöst hat. Sie schildern, wie sie der Film zuerst so wütend machte, dass sie nach zehn Minuten das Sehen abbrachen, weil sie sich nicht diesem „Haufen Jammerlappen“ aussetzen wollten: weißen Männern, die darüber klagen, wie schlecht es ihnen gehe. Dann fragten sich die beiden Feministinnen allerdings, was es über sie aussagt, dass sie so heftig darauf reagieren, wenn Männer über ihre Erfahrungen, ihre Sicht der Dinge und über ihre Gefühle berichten. Womit möchte man als Frau derart ungern konfrontiert werden? Darauf sahen Bondy und Higginson den Film doch, erfuhren mehr über die Anliegen der Männerrechtler, ihr ruhiges und sachliches Auftreten und wie hasserfüllt ihre Gegner darauf reagierten. Dabei machen die beiden Feministinnen erkennbar eine starke emotionale Erfahrung durch. Beispielsweise ist ihnen das Verhalten der in dem Film gezeigten Feministinnen todpeinlich. Bondy und Higginson können es nicht länger vermeiden, sich und ihre Einstellung selbstkritisch zu hinterfragen. Sie stellen entsetzt fest, dass das Leben von Jungen in unserer Gesellschaft weniger zählt als das von Mädchen und müssen erkennen, dass sie „Komplizinnen“ dieses menschenverachtenden Systems waren – einfach weil sie nicht besser Bescheid wussten und es versäumt haben, sich gründlich zu informieren. Eine der beiden hatte nach dem Film sogar ihren Mann um Verzeihung gebeten, weil sie begriffen hat, dass sie als Feministin ihn im Stich gelassen hat. Insofern war dieser Film für die beiden Frauen ein intensives Lernerlebnis. Aber das zeigt auch, warum Cassie Jayes Dokumentation und die Männerrechtsbewegung massiv angefeindet werden: weil es eben extrem unangenehm und emotional herausfordernd ist, sich selbst und sein bisheriges Verhalten derart infrage zu stellen. Für viele andere Feministinnen war es offenkundig leichter, einen Boykott gegen „The Red Pill“ zu organisieren.

Weil sie falsch informiert sind, positionieren sich Männer feministisch. Sie lehnen also ungerechter Verhältnisse, welche Frauen scheinbar benachteiligen, ab. Damit zeigt sich der Mann wieder mal um einiges moralischer, gerechter, kurz: anständiger, als er vom feministischen Mainstream gezeichnet wird.

8 Gedanken zu „Der anständige Feminist

  1. noneedforname23

    Man könnte auch fragen , warum Frauen stumm daneben stehen, wenn sie Zeuge misandrischer Disskriminierung sind ? Egal ob in Beruf, oder Privatleben.

    Ohne Ausnahmen wie Cassie Jayce, oder Esther Villar hätte ich den Glauben an die Frauen schon vor langer Zeit verloren. (Z.b. hat mir der Film „The Red Pill“ keine neuen Informationen vermittelt, die ich nicht schon davor gewusst hätte. Aber (ja ich weiß, dass es ein Film und daher nicht unbedingt „wahr“ ist…) Cassis Videotagebuch , als ihr klar wurde, dass die MRAs nicht die „Bösen“ sind, sondern die Intersektionalen und sie Rotz und Wasser heult. Um sich im Anschluss daran für das Richtige zu entscheiden, nämlich auf eine „Selbstmordmission“ zu gehen (Sie ist ja auch intelligent, bzw intelligent genug um zu wissen welcher Film ihr weitere Preise eingebracht hätte und wie die Reaktion darauf sein würde sich eben dagegen zu entscheiden) PS dazu gibt’s ein interessantes Interview in ihrem Youtube Channel.

    Als ich das gesehen habe, hab ich mich jedenfalls so ähnlich gefühlt wie am Ende von Esther Villars Buch „Der dressierte mann“ das mit dem Satz „eine Frau besitzt keine Ehre“. Was ja ein paradoxum ist, denn ihr wird auch klar gewesen sein, dass sie sich aus Pflicht und Ehrgefühl heraus auf eine Selbstmordmission begibt.

    Und den dressierten Mann hab ich auf englisch schon in den Tiefen der mannosphere auf mgtow Seiten gefunden.

    Nimm das Adorno und dein abgefuckter Kulturmarxismus

    Antwort
  2. Murdoch

    Komische Frage.
    Wo doch die Erklärung gleich folgt.

    „ignorierte, kann ich mir bis heute nicht beantworten – es war einfach kein Thema – obwohl ich links war.“

    Linkende, sehr gerne eben auch sich selbst linkende.
    Und da die Verbrecher die sich in der GEW organisieren ja immer unterhändisch verwichsen was kaum was miteinander zu tun hat, nämlich moral und links/rechts Schema, linkt man sich halt oft selber dazu links zu sein.

    Schön beständig demonstriert am Vollidiotenmantra „Ich bin sozial ja eher links und fiskal konservativ.“.

    „Weil sie falsch informiert sind, positionieren sich Männer feministisch. Sie lehnen also ungerechter Verhältnisse, welche Frauen scheinbar benachteiligen, ab. Damit zeigt sich der Mann wieder mal um einiges moralischer, gerechter, kurz: anständiger, als er vom feministischen Mainstream gezeichnet wird.“

    Wage ich mal zu bezweifeln.
    Geistige Fäulnis eng umschlungen des Feiglings Seele begattend ist da eher am Werk.
    Ist ja nicht so, das es bemerkenswerte Mathefähigkeiten bräuchte um feministische Lügen zu durchblicken.

    Der Podcast den Arne erwähnte.

    Kurt Cobain
    Polly
    Sein Rape Song.
    Und ich dachte als Teen immer der hätte was mit Papageien zu tun.
    Gut das das Schrott traf.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Wage ich mal zu bezweifeln.
      Geistige Fäulnis eng umschlungen des Feiglings Seele begattend ist da eher am Werk.
      Ist ja nicht so, das es bemerkenswerte Mathefähigkeiten bräuchte um feministische Lügen zu durchblicken.

      Trifft sicherlich auf viele zu. Aber nicht auf Cassie Jaye oder die beiden beispielhaft angeführten.

      Und diese Beispiele – wie auch meins – zeigen auch, dass das nicht nur eine Frage der Mathekenntnisse ist.

      Antwort
      1. uepsilonniks Autor

        Nachtrag:

        Ich zitiere zu einem Experiment der Wahrnehmungspsychologie:

        Er zeige ihnen nun ein kurzes Video von nicht einmal 1 ½ Minuten Dauer. Darauf zu sehen sind zwei Teams von jeweils 3 Personen, die sich einen Basketball zuwerfen. Das eine Team ist weiß gekleidet und das andere schwarz.

        Die Studenten sollen zählen, wie oft sich das weiße bzw. schwarze Team den Ball zuwirft. Hierzu teilt er den Hörsaal in zwei Gruppen. Die eine Hälfte der Studenten soll das weiße Team beobachten und zählen wie oft sie sich den Ball zuwerfen. Die andere Gruppe soll dasselbe beim schwarzen Team machen und ebenfalls mitzählen, wie oft sie sich untereinander den Ball zugeworfen haben.

        Der Dozent startet nun das Video und die Studenten fokussieren ihre Aufmerksamkeit auf die Aufgabe.

        Da betritt nach etwa einer halben Minute eine Person mit schwarzem Gorillakostüm den Raum und geht mitten durch die beiden Teams hindurch. In der Mitte hält er sogar an und klopft sich mit beiden Händen auf die Brust.

        Ein paar Sekunden nachdem der Gorilla wieder verschwunden ist, hört das Video auf und der Dozent fragt die Studenten, wie oft ihr Team den Ball gefangen hat. Die meisten liegen richtig und können die korrekte Anzahl an gefangenen Bällen wiedergeben.

        Doch dann fragt der Dozent auf einmal, wer denn den Gorilla gesehen habe?

        Viele Studenten sind ratlos. Welcher Gorilla? Da war doch gar kein Gorilla zu sehen!

        In der Tat hatte mehr als die Hälfte der Studenten den Gorilla nicht bemerkt.

        siehe:

        https://1001erfolgsgeheimnisse.com/2014/01/22/gorilla-experiment-aufmerksamkeit/

        Wenn hier schon die menschliche Fähigkeit zur korrekten Wahrnehmung versagt, wie sieht es dann erst mit komplizierteren, soziologischen Verhältnissen aus?

        Antwort
        1. noneedforname23

          Kognitive Dissonanzen auf „neudeutsch“ genannt, wahrnehmen zu können erweitert im Kleinen unsere Handlungsmöglichkeiten, da sie eine verbesserte „Systemanalyse“ ermöglichen.

          Aber wenn es wirklich große, das Weltbild in seiner Existenz und seinem Fortbestehen bedrohende Dissonanzen sind, dann werden sie „automatisch“ ausgeblendet. Da sie einen sonst regelrecht lähmen können. Und dadurch Handlungsunfähig werden lassen.

          Zumindest ist das mittlerweile meine Erklärung. Studien hab ich zum „Beleg“ daher keine…

          PS habt ihr gewusst, dass es „The Red Pill“ nur dank Breitbart/Milo gibt ? Fand ich krass…

          Antwort

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