Brummi-Fahrer

Man nehme systemrelevante Berufe, die von Frauen dominiert werden, blende die männlich dominierten aus und folgere: Die Frauen rocken den Laden. Mir jedenfalls ist es unverständlich, wie hirnverbrannt, wie korrumpiert, wie ideologisch verblendet man sein muss, um so essentielle Berufe wie Technik (Strom!) oder Güterverkehr auszublenden.

Die Situation für LKW-Fahrer, deren Beruf sowieso schon einer der härtesten ist, ist katastrophal, sie haben Probleme, sanitäre Einrichtungen wie Duschen und Toiletten zu nutzen. Diese werden auf den Rasthöfen nicht mehr gereinigt, was als nichts anderes als ein Missmanagement im Katastrophenfall zu werten ist, denn – von der psychischen Belastung mal abgesehen – damit wird das Ansteckungsrisiko erhöht – wenn aber die LKW-Fahrer untergehen, dann geht das ganze Land unter – dann ist die Lebensmittelversorgung entgegen den Verlautbarungen der Ministerin nicht mehr sichergestellt. Dieses Missmanagement – das sich selbst überlassen in der Krise – geht auch auf jene Medien zurück, die allein Frauenberufe für wichtig halten. Eine konstante Berichterstattung über die skandalöse Situation, in der sich die Fernfahrer befinden, würde vielleicht die Exekutive dazu motivieren, angemessene Bedingungen für die Brummie-Fahrer aufrecht zu erhalten, sie würde vielleicht unter Handlungszwang geraten.

Das Erste lässt sich hier ansprechen, das Zweite hier. Bitte bleib höflich. Dies hier ist nur ein kleiner Blog mit geringen Zugriffszahlen, weshalb es darauf ankommt, dass Du – JA! DU! – eine kleine Mail schreibst, um vielleicht bis zu den Verantwortlichen durchzudringen. Ich mach‘ das auch, es kostet nur ein paar Minuten.

[Nachtrag] Eine Kopie deiner Mail kannst Du auch noch an

zuschauerservice@prosieben.de

senden.

RTL ist kompliziert, Schrott genau genommen, aber vielleicht sendest Du deine Anregungen an diese Adresse:

webmaster@rtlinteractive.de

4 Gedanken zu „Brummi-Fahrer

  1. Mario

    Neben Strom AUSRUFEZEICHEN hast du leider Wasser, Abwasser und Müll vergessen.
    Letzteres lässt sich je nach Wohngegend vielleicht für ein paar Wochen oder gar Monate vernachlässigen, die Abwasserentsorgung und insbesondere die Wasserversorgung sind erst recht systemrelevant.
    Ich wage zumindest zu behaupten, dass ein plötzliches Versagen der Trinkwasserversorgung zu einem Run auf Flaschenwasser führen würde, dass man die Idotie beim Klopapier-Horten nur noch müde belächeln würde.
    Aber wie wir hier ja alle wissen, sind für die Drecksarbeit ja wieder einmal die Männer zuständig, auch wenn vielleicht mal die eine oder andere Frau anzutreffen ist.

    Antwort
    1. Rano64

      Am Schlimmsten wäre trotzdem ein Stromausfall, weil es dann weder Wasser noch Gas und auch kein Benzin mehr gäbe. Gigantische Mengen an Lebensmitteln würden verderben und alle Milchkühe wären in kürzester Zeit tot. Und natürlich gäbe es auch kein Telefon und kein Internet. Und ich weiß nicht, für welchen Zeitraum die Notstromversorgung a den Krankenhäusern ausgelegt ist.

      Schätze jedenfalls, dass ohne die Arbeit der Männer die Zivilisation zumindest in den Großstädten innerhalb weniger Tage zusammenbrechen würde.

      Antwort

Kommentar verfassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s