Die charmante Hausfrau

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich dem Hausfrauenmodell sehr skeptisch gegenüber stehe, da es sich Ausbeutung des Mannes handelt. Feministen kapieren nicht, dass es sich um ein Privileg handelt, wenn man sich der Arbeit entziehen kann, und dennoch weit über Hartz-IV-Niveau lebt dank eines Ernährers, der es einer ermöglicht, sich den Kinderwunsch zu erfüllen und damit Selbstverwirklichung betreiben zu können. Ich lehne das ab, bzw. ich plädiere für eine Alternative.

Jetzt bin ich über die hier gestolpert:

Screenshot_2020-02-22-Hausfrau

Sie macht ihrem Mann keine Vorhaltungen, dass er sich nicht um den Haushalt kümmert, dass er ihr ihre „Karriere“ gekostet habe, oder wie sonst auch immer die feministischen Anklagen lauten. Sie verwendet ein Smiley, demzufolge sie ganz geblendet ist vor Liebe zu ihrem Mann und sorgt dafür, dass er eine wohlschmeckende Mahlzeit erhält.

Feministen halten die Hausfrau für benachteiligt, ich den Malocher. Man kann das aber auch so betrachten, dass Frau und Mann als Team unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Was ist, wenn die Frau nicht beständig rummeckert, sondern klipp und klar sagt: „Okay, das ist der Deal, ich kümmer mich um den Haushalt, und Du schaffst Kohle ran sehr viel“? Klingt doch erstmal fair, aber: Das schafft Abstand des Vaters zu seinen Kindern, und die größte Tragödie im Leben eines Mannes ist, sich von seinen Kindern entfernen zu müssen, wenn er für sie sorgen will, muss. Für den Mann ist das riskant, besonders bei einer Trennung. Da er sich „nur“ aus der Ferne kümmerte, behaupten feministische Bestien, er habe sich „nicht gekümmert“ und verweigern ihm, seinen Kindern weiterhin ein Vater zu sein – die Eltern und Kinder werden auseinandergerissen in bester Sklavenhaltertradition. Es stellt sich die Frage, ob der Mann noch der geliebte „Schatz“ ist, wenn er beruflich abschmiert.

Der Mann genießt dieses Privileg, sich der Arbeit zu entziehen, nicht. Er würde schlicht keine Frau finden, die ein Leben lang arbeiten geht und den größten Teil ihres Einkommens an Kinder und Mann abgibt. Wenn aber ein Mann mit dieser traditionellen Rollenverteilung einverstanden, ja vielleicht sogar glücklich ist, wer bin ich, dass ich ihm da rein reden darf, ihm erklären will, dass er das schlechtere Los gezogen hat?

Ich weiß es nicht…

[Nachtrag] Die oben beispielhaft angeführte Frau Graf ist übrigens erwerbstätig. Davon bleiben aber meine grundlegenden Gedanken zum Thema unberührt.

2 Gedanken zu „Die charmante Hausfrau

  1. Sebastian

    Danke für den Beitrag :)

    ich persönlich habe sehr gerne eine gegenseitige Entlastung zwischen mir und meiner Freundin. Mir geht es dabei vor allem um Effizienz. Noch sind wir beide nicht in der Arbeit (Student und FSJ), dennoch kann sich derjenige, der lange arbeitet (oder Zeit zum lernen oder ähnliches benötigt) darauf verlassen, dass er sich an dem Tag nicht um die Essensbeschaffung oder das Abspülen kümmern muss. Hausarbeit wird bei uns also nach dem sonstigen Workload verteilt.

    Nicht desto trotz folge ich voll deiner Argumentation. Es geht einfach nicht, den Mann dauernd anzumeckern, weil die Verteilung nicht so passt wie man es gerne hätte (meine Mutter macht das gerne). Das kann man sich nämlich vorher überlegen, muss dann aber auch mit den Konsequenzen leben. Würde ich bei mir auch nicht akzeptieren :).

    Antwort

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