Die mich hassen und die, die mich auslachen

Ich muss mal wieder meinen Narzissmus ausleben und über meine Erfahrungen mit Begegnungen der feministischen Art schreiben.

Die Streitkultur der Feministen ist miserabel. Das liegt daran, dass der Feminismus eine dominierende Ideologie in unserer Gesellschaft ist, dass er an der Macht ist, und die, die an der Macht sind, können durch eine offene, freie Diskussion nur verlieren. Das geht inzwischen soweit, dass an den Universitäten weniger (!) wichtig ist, dass man ein kluger, kompetenter Kopf in seiner Disziplin ist, sondern dass man fachkundig über „Diversity“, „Diskriminierung“ etc. parlieren kann. Qualifikation bleibt dabei auf der Strecke.

Feministen argumentieren also (so gut wie) nie. Ich habe jetzt Erfahrungen mit zwei Typen gemacht, deren Vertreter sehr sehr unterschiedlich damit umgehen, dass sie es mit jemanden zu tun haben, der die These, Frauen seien benachteiligt und Männer an der Macht zurückweist.

Die einen hassen mich einfach. Leidenschaftlich. Voller Inbrunst. Sie beleidigen mich auf das Übelste, teilen mir mit, dass sie mich für meine „Frauenverachtung“ einfach nur verachten würden. Auf die Aufforderung, meine Thesen inhaltlich anzugreifen, reagieren sie nur damit, dass es ihnen nicht darum ginge, mich zu überzeugen und wie sehr man mich verachte…

Die Anderen hingegen zeigen sich köstlich amüsiert. Das kann ich sogar nachvollziehen: Dass die Frau unterdrückt ist, lernt man in der Schule, lernt man an der Uni, hört man im Radio, sieht man im Fernsehen, liest man in der Zeitung. Da muss man natürlich ein armer Irrer sein, ein Aluhut, wenn man diese These anzweifelt. Auch sie gehen nicht inhaltlich auf mich ein, sondern schicken mir nur viele lachende Smileys, sie lachen sich schlapp, obwohl: Warum hat man mich dann (teilweise) geblockt, wenn ich ihnen so ein Vergnügen bereitete? Ein weiterer fröhlicher Zeitgenosse erklärte mir, dass er bei mir „nicht aufhören könne zu lachen“ – er und sein Kollege traumatisierten mich so sehr, dass ich ihnen einen ganzen Artikel widmete.

Man ging also nicht inhaltlich auf mich ein, da man mich nicht überzeugen wolle. Nun, das will ich auch nicht: Ich baue auf den Dritten, der schweigend mitliest und sich vielleicht noch eine Meinung bildet. Und wenn der erlebt, dass die eine Partei höflich bleibt (na gut, nicht immer, ich bin ja nicht Evo-Chris) und Argumente liefert, während die andere nur unflätig beleidigt, nur sinnentleerte, lachende Smileys oder auch nur ad-hominems raushaut, dann bin ich optimistisch, dass er meine Position überzeugender findet.

8 Gedanken zu „Die mich hassen und die, die mich auslachen

  1. Paplo

    „…ein kluger, kompetenter Kopf…“

    Dazu kommt, dass wir anscheinend immer weniger intelligent werden:

    Wo das also hinführt, können wir uns ausdenken.

    „Die einen hassen mich einfach. Leidenschaftlich. Voller Inbrunst. Sie beleidigen mich auf das Übelste, teilen mir mit, dass sie mich für meine „Frauenverachtung“ einfach nur verachten würden.“

    Du kannst ruhig erwähnen dass es viele andere Menschen (Ja Menschen, weil es hat auch Frauen) hat die „Frauenverachter“ sind. Ich selbst habe nicht das Gefühl, dass ich Frauen verachte. Sondern ich mache einen Vergleich: Vor- und Nachteile bei den Frauen, Vor- und Nachteile bei den Männer. Nicht mehr nicht weniger. Und darüber kann man diskutieren ohne jemand zu verachten. Bei mir ist es jedenfalls so. Wenn jemand auf Tatsachen so reagiert wie du oben erwähnt hast, dann ist es keine sachliche Diskussion, sondern weist nur auf ein schmollendes Verhalten darauf hin.

    „Warum hat man mich dann (teilweise) geblockt, wenn ich ihnen so ein Vergnügen bereitete?“

    ja, das ist mir auch passiert. Als ich einmal Feministinnen das Buch von Esther Vilar empfahl, sagten sie mir dass dieses Buch über 40 Jahre alt war und daher nicht mehr zeitgemäss. also, in anderen Worten hatten sie keine Gegenargumente.

    „Ein weitere fröhlicher Zeitgenosse erklärte mir, dass er bei mir „nicht aufhören könne zu lachen“

    Ist das nicht so eine alte Technik, da versucht man ein Gegner lächerlich zu machen in der Hoffnung dieser zu schwächen?

    Antwort
  2. Paplo

    Also, nur der erste Kommentar, ich hatte 2 Kommentare geschrieben, einen mit Fehler und einen korrigierten. Den Korrigierten bitte nicht löschen.

    Antwort
      1. Paplo

        Keine Ahnung. Ich hatte ein etwa 5 Zeiliger Kommentar abgegeben und weil ich den nicht getippt hatte, sondern mit speechtexter diktiert hatte, hatte es in der 3. untersten Zeile einige Fehler, die ich nicht gesehen hatte. Darum habe ich derselbe Kommentar in korrigierter Form abgegeben. Aber wenn der auch gelöscht ist, dann ist es halt so.

        Antwort
      2. Paplo

        Dazu kommt, dass wir anscheinend immer weniger intelligent werden:

        Wo das also hinführt, können wir uns ausdenken.

        „Die einen hassen mich einfach. Leidenschaftlich. Voller Inbrunst. Sie beleidigen mich auf das Übelste, teilen mir mit, dass sie mich für meine „Frauenverachtung“ einfach nur verachten würden.“

        Du kannst ruhig erwähnen dass es viele andere Menschen (Ja Menschen, weil es hat auch Frauen) hat die „Frauenverachter“ sind. Ich selbst habe nicht das Gefühl, dass ich Frauen verachte. Sondern ich mache einen Vergleich: Vor- und Nachteile bei den Frauen, Vor- und Nachteile bei den Männer. Nicht mehr nicht weniger. Und darüber kann man diskutieren ohne jemand zu verachten. Bei mir ist es jedenfalls so. Wenn jemand auf Tatsachen so reagiert wie du oben erwähnt hast, dann ist es keine sachliche Diskussion, sondern weist nur auf ein schmollendes Verhalten darauf hin.

        „Warum hat man mich dann (teilweise) geblockt, wenn ich ihnen so ein Vergnügen bereitete?“

        ja, das ist mir auch passiert. Als ich einmal Feministinnen das Buch von Esther Vilar empfahl, sagten sie mir dass dieses Buch über 40 Jahre alt war und daher nicht mehr zeitgemäss. also, in anderen Worten hatten sie keine Gegenargumente.

        „Ein weitere fröhlicher Zeitgenosse erklärte mir, dass er bei mir „nicht aufhören könne zu lachen“

        Ist das nicht so eine alte Technik, da versucht man ein Gegner lächerlich zu machen in der Hoffnung dieser zu schwächen?

        Antwort
  3. beweis

    Das erinnert mich an meine langjährige Arbeit in der Psychiatrie. Dort hatte ich eine für mich fast immer funktionierende Methode bei akuten Erregungszuständen der Patienten entwickelt.
    Wenn sie auf mich einbrüllten und immer lauter wurden, fing ich an, leise beschwichtigend auf sie einzureden. Sie konnten mich natürlich nicht verstehen, weil sie zu laut waren. Ich redete aber unbeirrt weiter. Irgendwann unterbrachen sie dann ihr Brüllen, um wenigstens etwas davon verstehen zu können, was ich ganz leise sagte. Durch diesen Break fuhren sie automatisch total runter – und anschließend nicht wieder hoch.
    In meinem leisen Gesäusel war ich inhaltlich total ehrlich.

    Also ich finde, du machst das hier richtig gut – in einer ehrlichen Schärfe.

    Antwort
  4. Androsch Kubi

    Ja, ich verstehe dich in jeder Hinsicht. Gegen den Mainstream anzustinken ist was für Aufrechte, die nicht anders können. Spaß macht es den Wenigsten, aber es ist umso wichtiger!

    Antwort

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