Rant: Die alltägliche Doppelmoral bei sexueller Belästigung

sexuelle Belaestigung2

Pütz: „Frauen ziehen soooooooooo einen Ausschnitt an, und erwarten dann, dass ich nicht reingucke… HALLO?!“

Was bei der ganzen Debatte um sexuelle Belästigung auffällt, ist immer wieder die Doppelmoral, die einer Partei jede Sexualität erlaubt, aber der anderen diese verbietet. Frauen dürfen sexuell werden – auf typisch weibliche Weise. Sie dürfen hautenge Kleidung tragen, ein bauchfreies Top mit soooooooo einem Ausschnitt, kurzen Rock oder Hotpants, kurz: Alles an ihnen brüllt: „Sex!“. Man kann gar nicht anders als allein vom Angucken einen Ständer zu bekommen.

Aber man darf nicht. Weibliche Sexualität ist erlaubt, männliche verboten. Der Mann darf nicht reagieren, etwa indem er einen anzüglichen Spruch macht oder ihr hinterherpfeift, er hat es zu ignorieren. In Zeiten von #aufschrei und der Verschärfung der Paragrafen zu sexueller „Gewalt“ (Vergewohltätigung) und Belästigung ist er Repressionen unterworfen; „unerwünschtes“ Verhalten kann ihm nach dem Prinzip der Definitionsmacht – sexuelle Belästigung ist das, was sie als sexuelle Belästigung empfindet – als eben solche zur Last gelegt werden, selbst Blicke. Das sagt eigentlich alles über die wahren Machtverhältnisse – sie drängt sich penetrant auf, belästigt, zugleich aber befindet sie sich in einer Machtposition, die es ihm verbietet, darauf adäquat reagieren zu dürfen – das real existierende „Patriarchat“, tatsächlich ein Matriarchat. Paradebeispiel für diese Doppelmoral ist Palina Rojinski, die ständig ungefragt mit ihrem Atombusen prahlen muss, es aber unmöglich findet, wenn das kommentiert wird, weshalb sie den „Perverslingen“ einen Männerarsch als Dekolleté präsentierte. Sie hätte mal „Dann mach doch die Bluse zu“ lesen sollen. Wenn sie Dickpics erhält, ist das vermutlich als LMAA gemeint. Der größte Witz aller Zeiten ist, dass sie ausgerechnet in dem faschistoiden, Migranten niedermachenden Hetzvideo, in welchem sie sich – gut gelaunt – über Dickpics beklagt, wieder ihr Dekolleté in die Kamera halten muss.  Was für eine verlogene Scheinheiligkeit, überall halten sie ihre Brüste in Aufnahmeobjektive und Gesichter, um sich dann über die vermeintlichen Primitivlinge zu echauffieren.

Das ständige Aufdrängen von weiblich-sexuellen Reizen kann als sexuelle Belästigung begriffen werden, da sie einen penetrant ablenkt und zudem frustriert, denn man wird auf einem ständigen Erregungslevel gehalten: Sexuelle Belästigung: „Kennt Ihr auch diese Haltung im Büro, wenn junge Frauen sich recken? Kopf hoch, Arme hoch, Titten raus, Hohlkreuz, Arsch raus, Oberteil gibt Blick auf Bauch und Taille frei, und der Hosenbund entfernt sich soweit vom Körper daß man die Marke der Unterwäsche erkennen kann.“ aber wehe man kommentiert das: „Hey Süße, ein heißes Fahrgestell hast Du da!“ – dann wäre man seinen Job los.

Hier noch ein Duck-Pic für Rojinski, sie hat es sich – wie alle anderen auch – redlich verdient:

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6 Gedanken zu „Rant: Die alltägliche Doppelmoral bei sexueller Belästigung

  1. Matze

    Jepp, kenne ich selbst vom Wandern… da liegt noch Schnee, aber die Sonne scheint ja, also Spagetti-Träger und Hotpants, die kürzer sind wie meine Boxershorts… aber wehe Mann schaut hin!

    Mann wird kontinuierlich angespitzt. Keine Ahnung ob Frauen das überhaupt wissen, es scheint unmöglich, das sie es nicht wissen, aber wenn man sich die Beispiele anschaut, in denen Frauen sich als Männer ausgeben und dann völlig überzeugt, das sie ja genau wissen wie easy das Leben als Mann ist, mit Ansage auf die Fresse fliegen, könnte es tatsächlich sein das sie sich da keine Gedanken drum machen.

    Auch warum es diesen Ausspruch gibt: „Oh, DER sieht aber toll aus, ist bestimmt schwul“ – Ja, warum nur legen schwule Männer soviel Wert auf ihr Erscheinungsbild?

    Antwort
  2. Peter Müller

    Der Rant ist halt aus einer androzentrischen Perspektive heraus verfasst und daher vielleicht etwas eindimensional?.

    „Sie dürfen hautenge Kleidung tragen, ein bauchfreies Top mit soooooooo einem Ausschnitt, kurzen Rock oder Hotpants, kurz: Alles an ihnen brüllt: „Sex!“.“

    Hihi, das dürfen tatsächlich nur manche Frauen. Lass mal (als Gedankenexperiment – real würdest Du keine dazu bringen) eine moppelige Ü30 so durch die Fuzo laufen.

    Es gäbe genug Männer die auch hier das eigene Begehren nach Geschlechtsverkehr auf diese Frau projizieren würden. Also am Feedback der Männer liegt es nicht, warum Frauen dies machen oder auch nicht.

    Tatsächlich sind Blicke der Männer hier aus Sicht der Frau nur Kollateralschäden. Oder wohlwollend nette Beigaben – wenn es frau nur darum geht, aggressiv in den intrasexuellen Wettstreit zu stöckeln.

    Vielleicht ist es ein Trost wenn mann sich vor Augen führt, dass selbst die Tagessiegerin in diesen Wettkämpfen keine besseren Orgasmen deswegen hat. Das ganze spielt sich halt am Ende dann eben gerade nicht auf der sexuellen Ebene ab.

    Aber – apropos Patriarchat – den öffentlichen Raum als Kampfarena zu gebrauchen ist tatsächlich nur durch die hierarchische Disziplinierung der Männer möglich. Im Kontext von Meeetooo und Co ist offensichtlich der Staat der Patriarch. Und er ist offensichtlich in den Augen der Frauen sehr mächtig.

    Oder anders formuliert: In einem Matriarchat dürfte sich keine Frau ein derartiges Erscheinungsbild im öffentlichen Raum erlauben. Sie wäre als Folge tot oder mindestens entstellt (für viele Frauen deckungsgleich).

    😉

    Antwort
    1. Mario

      Hihi, das dürfen tatsächlich nur manche Frauen. Lass mal (als Gedankenexperiment – real würdest Du keine dazu bringen) eine moppelige Ü30 so durch die Fuzo laufen.

      Nein, das dürfen alle Frauen. Natürlich wird die Ü30 (Jahre oder Kilo?) nicht so sehr auf Gegenliebe bei den meisten Männern stoßen wie die 20-Jährige blonde Schönheit. Aber wenn man sie zu Recht kritisiert, mal ihre Schwabbelmassen durch korrekte Bekleidung zu verhüllen, gibt es vom Patriarchat gleich die Ansage „Bodyshaming!“.

      Oder wohlwollend nette Beigaben – wenn es frau nur darum geht, aggressiv in den intrasexuellen Wettstreit zu stöckeln.

      Es geht Frauen also gar nicht darum, gut bei den Männern anzukommen, sondern nur besser bei den Männern anzukommenals ihre potentiellen Konkurentinnen? Und die kostenlosen Abendessen und den Sex nehmen diese Frauen dann auch als „Kollateralschaden“ mit? Das glaube ich nicht wirklich.

      Aber – apropos Patriarchat – den öffentlichen Raum als Kampfarena zu gebrauchen ist tatsächlich nur durch die hierarchische Disziplinierung der Männer möglich. Im Kontext von Meeetooo und Co ist offensichtlich der Staat der Patriarch. Und er ist offensichtlich in den Augen der Frauen sehr mächtig.

      Das ist tatsächlich ein gedanklicher Ansatzpunkt. Wir leben dann allerdings vermutlich nicht in einem Patriarchat oder Matriarchat, sondern in einer noch halbwegs gleichberechtigten Gesellschaft, die alles tut, um Frauen zu bevorzugen und Männern die Gleichberechtigung zu entziehen.

      Grundsätzlich ist das aber nichts Neues, wie eigentlich jeder weiß. Ich habe gestern allerdings mal wieder ein schönes Beispiel dafür gefunden, wie unsere Gesellschaft mit Männern umgeht – und das seit Jahrzehnten.
      Ich war mal so frei und habe ein Video, das mir eine Arbeitskollegin in unsere WA-Gruppe gesendet hat, auf einen Dateihoster eines dicken, weißen, alten Mannes hochgeladen.
      https://mega.nz/file/UtQjBYZT#y2xukaydQgO1ikUh0LDIA-iVMXYaNXZc4QSEpUsYK9s

      Man sieht einen Sketch aus den 60ern, wahrscheinlich eher 70ern. Auch damals schon durfte der Mann der fahrradfahrenden schönen Blondinen mit Hotpants nicht mehr hinterherschauen. Er tat dies zwar recht unverhohlen, wurde aber gleich abgestraft, indem er bestenfalls als sabbernder Depp dargestellt wurde – wenn er oder ein anderer Mann durch das Hinterherschauen ums Leben kam, war das aber auch nicht weiter tragisch, sondern ein Grund für Lacher. Im Grunde bereits damals schon Männerverachtung pur. Ach halt – die Frau ist natürlich das eigene Opfer, weil sie auf ihren Körper reduziert wird.

      Ich frage mich (nicht wirklich), ob man so einen Sketch auch mit umgekehrten Geschlechterrollen hätte spielen können. Ich glaube nicht – heutzutage bin ich mir da allerdings ganz sicher.

      Antwort
  3. mitm

    Naja, Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Genauer gesagt wird sie im Gehirn bei der Verarbeitung der optischen Informationen erst erzeugt. Man(n) ist also selber die Hauptursache, wenn man Frauen schön und sexuell anregend findet (Frauen wissen das). Schwule wie Adrian sind davon nicht betroffen, von denen kann man hier viel lernen, z.B. das übliche Vorzeigen von viel nackter Haut als üblen Manipulationsversuch zu werten. Genau das habe ich mir längst angewöhnt, und das Problem ist behoben. Man muß davon wegkommen, den zentralen Lebenssinn darin zu sehen, die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen von Frauen zu gewinnen. Warren Farrell hat mal irgendwo geschrieben, Männer seien süchtig danach oder abhängig davon (habe die Stelle gerade nicht zur Hand). Sucht oder Abhängigkeit sind mit meinem Selbstbild absolut unvereinbar.

    Antwort
  4. Emannzer

    „Pütz: „Frauen ziehen soooooooooo einen Ausschnitt an, und erwarten dann, dass ich nicht reingucke…“

    Selbst erlebt: Da stand so eine Monstanz mit Körbchengröße Doppel-D und Ausschnitt bis knapp über dem Bauchnabel vor mir und maulte mich an, dass ich „auf ihre Titten geguckt“ habe.

    Nun ja, die Wahrheit braucht wohl wirklich ein schnelles Pferd, als ich ihr entgegnete: „Nö, nur wissenschaftliche Neugier – ich überlegte gerade, ob die beiden Dinger über den Nabel fallen würden, falls der Träger reißt …“

    Die Gute war so verblüfft, dass sie nicht mal zu Zetern anfing, als ich ihr lächelnd einen schönen Abend wünschte und von dannen ging. Nach 10 Metern hatte diese Grazie dann aber ihre Schockstarre überwunden und brüllte irgendwas hinter mir her, während die Kneipentür hinter mir ins Schloss fiel.

    Antwort

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