Wir züchten uns ein paar Rassisten

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In letzter Zeit wird man ständig damit belästigt, als Weißer sei man ein Rassist oder auch privilegiert. Ja, so ist das: Als Weißer hat man die Deutungshoheit in den Leidmedien, weshalb man auch niemals auf rassistische Weise attackiert wird. Nee: Über keine andere Menschengruppe wird im Mainstream so abfällig, so feindselig gesprochen wie über „alte weiße Männer.“

In den letzten Jahren kamen mehr als eine Million farbige Migranten ins Land, und alle sibelrichtigwichtigerhielten ein Dach über’m Kopf, vom Steuerzahler finanziert, während einheimische obdachlose Männer unter der Brücke schlafen müssen. Das zeigt, dass man diesen Männern helfen könnte, das zeigt, dass es allein am Willen und nicht an den Ressourcen mangelt, aber: Es sind nur weiße Männer, deren Schicksal interessiert uns einen Scheißdreck. Wenn man dann noch hinzunimmt, dass Jungen bereits in der Schule diskriminiert werden, dass sie also nochmal so gefährdet sind, in Armut und damit auf der Straße zu enden, wird es besonders unappetitlich. Aufgrund von Hautfarbe und Geschlecht werden sie also einem grausamen Schicksal überlassen – Rassismus gegen Weiße und Sexismus gegen Männer gibt es aber nicht, wie man in Politik und Medien weiß.

Demgegenüber breitet sich in den USA eine Hysterie aus, die ins Absurde abdriftet:

Columbus-Statuen werden gestürmt.
New York beschliesst, daß Verbrechen während der Floyd-Riots nicht verfolgt werden.
Merriam-Webster versichert, die Rassismus-Definition um die „Machtkomponente“ zu erweitern.
Netflix und Co. nehmen Little Britain und „Vom Winde verweht“ aus dem Programm.
Weisse bezichtigen sich online des internalisierten Rassismus, oder waschen offline Schwarzen die Füsse.
Die wichtigsten Wissenschaftsmagazine rufen weisse Wissenschaftler dazu auf, ihre Rolle im „systemischen Rassismus“ zu reflektieren (irgendein hashtag, #StopSTEM oder so).
SPD-Vorsitzende stellen die gesamte deutsche Polizei in den Senkel.

Eine der Belästigungen, die man hierzulande erleben muss, ist die Anklage, man sei nicht bereit, seinen eigenen Rassismus zu hinterfragen. Dazu stellte Apolokokynthose auf unnachahmliche Weise klar, warum das nicht funktionieren kann:

DAS kann ich erklären. ENTweder, ich bin ein Rassist, dann ärgere ich mich, ertappt worden zu sein, tue aber so, als sei ich beleidigt, ODER, ich bin kein Rassist, und reagiere beleidigt. ODER-oder, ich bin unbewusst Rassist, dann ist die Behauptung, ich sei nicht Herr meiner Handlungen sogar doppelt beleidigend, und ich reagiere beleidigt. Oder, ich bin „nur ein bisschen rassistisch“, dann werde ich einen Mittelweg zwischen den drei vorgenannten Alternativen einschlagen. Also beleidigt sein.

„Aber, Mycroft, wie kann man denn dann einen Rassisten auf seinen Rassismus ansprechen, ohne ihn zu beleidigen?“ – „Gegenfrage: wie kann man ein Arschloch ‚Arschloch‘ nennen, ohne es zu beleidigen? Gar nicht. Entweder rechnet man damit, dass das Arschloch beleidigt ist, oder man lässt es.“

Ich denke, dieser Mechanismus ist der Grund, warum die ganze Kampagne nach hinten losgehen wird. Die ständigen Unterstellungen züchten Rassisten erst heran, bewirken also das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigten.

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3 Gedanken zu „Wir züchten uns ein paar Rassisten

  1. Leonard

    Ich sehe das auch so, dass die Kampagnen wie Black lives matter, Afghan lives matter, #Aufschrei, MeeToo, etc. für die Angehörigen dieser Opfer-Gruppen nach hinten los gehen können, da sie so lautstark ihre Rechte einfordern, dass man mit Ihnen nichts mehr zu tun haben will. So nach dem Motto, wer einen Schwarzen kritisiert ist ein Rassist, wer eine Frau kritisiert ist ein Frauenhasser. Wenn diese und andere Lobbygruppen nicht langsam wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommen machen sie sich unbeliebt.
    Welcher Arbeitgeber will denn z.B. wenn er die Wahl hat noch Schwarze, Frauen oder Kopftuchtragende Muslimas einstellen. Die Wahrscheinlichkeit dass es bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses noch Nachspiele und Ärger gibt ist doch viel höher als bei einem heterosexuellen weißen Mann. So wird erst recht wieder eine Segregation erzeugt, d.h. Weiße, Schwarze, Latinos, Moslems, Christen, Arme, Reiche, usw. bleiben unter sich um der Gefahr von lästigen Rassismus-, Belästigungs- und Diskriminierungsvorwürfen zu entgehen.
    Seit den Ausschreitungen in Minneapolis sehe ich schwarze auch anders an und fühle mich in Ihrer Gegenwart nicht mehr so wohl, da Sie ja auch sich auf Ihre Opferrolle zurückziehen und ausrasten könnten.
    Was mich an „Black lives matter“ und vergleichbaren Kampagnen stört ist die Opferhaltung und das abgeben der Eigenverantwortung an die „bösen weißen.“ In keiner anderen Zivilisation als in der westlichen haben Menschen so viele Chancen und Möglichkeiten! Wenn sie sich anstrengen!
    Wer anderen die Schuld gibt, gibt anderen die Macht! Wer zu seiner Schuld und zu seinen Fehlern steht, hat die Macht etwas zu verändern!

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  2. Werlauer

    Ich denke, dieser Mechanismus ist der Grund, warum die ganze Kampagne nach hinten losgehen wird. Die ständigen Unterstellungen züchten Rassisten erst heran, bewirken also das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigten.

    Das stimmt nur, wenn das Ziel ist, den Rassismus zu beseitigen. Wenn aber z.B. das Ziel ist, eine Eskalation zu erreichen und die Polarisierung zu erhöhen, weil man der Meinung ist, die meisten entscheiden sich, wenn sie gezwungen werden, sich zu entscheiden, für die Seite auf der man selber steht, dann ist das Züchten von echten Rassiten das beste, was passieren kann, denn auf die kann ab da immer gezeigt werden und man kann rufen: „Seht da, wir habe Recht! (Join our team)“

    Antwort

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