Und der Vater, der liebt…

In unserer Gesellschaft kommt es oft vor, dass Väter aus dem Leben ihrer Kinder ausgelöscht werden. Dies ist auch für Kinder enorm nachteilhaft, wie es bereits vor Jahrzehnten diagnostiziert wurde. Seitdem gab es nur graduelle Verbesserungen, welche von einer feministischen Mütterlobby an jeder Realität vorbei so interpretiert wurde, dass man Vätern alle Rechte einräumen würde, während den Müttern allein die Pflichten blieben. Für sie haben Männer kein Recht auf Gleichberechtigung, und das baut auf dem Mythos auf, wonach der Vater relativ unwichtig für seine Kinder sei.

  1. Vaterschaft, natürliche
  2. Die bestialische Lehre der Gabriele Uhlmann

Vaterschaft, natürliche

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Vaterschaft und Mutterschaft unterscheiden sich scheinbar existentiell schon in der Biologie, also der Natur. Wo ein Mann ein paar Sekunden braucht, um sich fortzupflanzen, dauert das bei einer Frau neun Monate. Daraus wird gefolgert, dass die Mutter wichtig und der Vater unwichtig sei – die biologische, also „natürliche“ und mütterliche Bindung sei wichtiger und stärker. So habe sich der Säugling während der Schwangerschaft an seine Mutter gewöhnt. Das lässt sich in Zweifel ziehen, denn erstens klingt die Stimme im inneren eine Körpers anders aus im äußeren – man bedenke, wie fremd sich die eigene Stimme anhört, wenn man sie auf Tonaufnahmen vernimmt -, und zweitens dürfte auch der Geruch durch z.B. äußerlichen Schweiß sich vom Geruch des Fruchtwassers unterscheiden. Bei der Annahme einer natürlichen, engen Bindung zwischen Mutter und Kind handelt es sich um eine Fehlannahme:

Und ebensowenig wie diese Veränderung der sozialen Wirklichkeit wurde bislang zur Kenntnis genommen, was die moderne Kinderpsychologie über die Rolle des Vaters in der Entwicklung vor allem von Kleinkindern zutage gefördert hat: Die weitverbreitete und noch tief verwurzelte Vorstellung, es gäbe ein besonderes, einzigartiges und biologisch determiniertes Band zwischen Mutter und Kind, hat sich schlicht als falsch erwiesen. Diesen Befund lieferten Psychologen und Sozialforscher mit solcher Klarheit erst in den letzten Jahren. … Geradezu von einer „Renaissance der Kinderforschung“ spricht der Münchner Kinderpsychologe Wassilios E. Fthenakis (siehe Interview Seite 55). Unumstößlich, so der Münchner Forscher, sei nunmehr die „wissenschaftliche Erkenntnis, daß die allgemein verbreitete Annahme einer ausschließlichen Mutter-Kind-Bindung im ersten Lebensjahr des Kindes nicht zutreffend ist“.

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Aber selbst wenn es nicht so wäre, und es eine biologische Grundlage nur für Mutterschaft aber keine für Vaterschaft gäbe, wäre sie tatsächlich weniger wert als die Liebe der Mutter? Das würde bedeuten, dass sich die Liebe eines Vaters massiv von der einer Mutter unterscheidet. Die des Vater würde sich weniger durch die Biologie – das Materielle – manifestieren sondern durch den Geist. Sie wäre also viel näher an dem Konzept der Nächstenliebe; näher an Mitgefühl mit Fremden, die eine menschliche Gesellschaft, die sich auch um Schwache kümmert, erst möglich macht – eine solche Liebe sollte man nicht geringschätzen.

Auch scheint es mit der mütterlichen Liebe nicht so weit her zu sein, betrachtet man, ob getrennte Mütter ihre Unterhaltspflichten gegenüber den Kindern nachkommen – das tun sie so gut wie nie. Wenn man dann noch hinzu nimmt, dass Väter, die nicht zahlen, es deshalb nicht tun, weil sie durch die Trennung ruiniert sind (wie auch das väterfeindliche Bundesfrauenministerium einräumen musste), geht die Schere noch weiter auseinander. Für eine Restfamilie, von der man nichts mehr hat, zu arbeiten, so dumm pflichtbewusst sind nur Väter. Selbstlose Liebe findet sich also eher in Vaterschaft und nicht in Mutterschaft.

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…gestorben.

Dass Vaterschaft keine biologische Grundlage habe, ist aber falsch: Sie beginnt bereits mit der Schwangerschaft der Partnerin:

Die Neuropsychiaterin hat nachgewiesen, dass [bei Männern] in diesen ersten Schwangerschaftswochen der Testosteronspiegel deutlich sinkt und das Prolaktin stark ansteigt. Prolaktin ist als das „Michbildungshormon“ bekannt und bewirkt eine erhöhte Fürsorglichkeit. Vor der Geburt eines Kindes steigert sich dieses Hormon beim Mann um bis zu 20 Prozent und beeinflusst damit auch die Funktion des Gehirns: Brizendine nennt diesen Zeitpunkt den „Übergang vom männlichen zum väterlichen Gehirn“.

Und auch nach der Geburt ist der wissenschaftliche Befund, dass Vaterschaft biologische Grundlagen hat, überwältigend. So kommt eine weitere Studie zum Ergebnis, dass bei Vätern der Testosteronspiegel im Blut sinkt. Dafür steigt umgekehrt das „Kuschelhormon“ Oxytozin – dieser väterliche Hormonspiegel unterscheidet sich nicht zu dem der Mutter. Auch zeigen sich durch gelebte Vaterschaft Auswirkungen auf das Gehirn: So entwickelt sich eine stärkere Verknüpfung der Amygdala (zuständig für Gesichtserkennung und Empathie), wenn der Vater Zeit mit der Säuglingspflege verbringt – die Vergleiche mit schwulen Paaren zeigen, dass es darauf ankommt, wieviel Zeit man mit dem Nachwuchs verbringt, und ist bei Müttern nicht von vornherein stärker ausgebildet.

Auch später sind Väter für Kinder wichtig:

„Väter sind anders“ bringt der nach seiner Rolle befragte Vater Michael M. aus Hamburg seine Situation auf den Punkt. Sie haben andere Interesse und Sichtweisen auf die Welt als die Mütter. Ganz banal bieten sie Schutz und Sicherheit und können die gestresste Mutter entlasten. Das Kind profitiert also von der anderen Sichtweise des Vaters, und die Mutter kann sich erholen, wenn sie sich zurücknimmt und das Kind dem Vater überlässt. Heute ist längst nachgewiesen, dass Kinder, deren Väter sich bei der Erziehung besonders engagiert haben, einfühlsamer, selbstbewusster und sogar intelligenter sind, als Kinder, deren Väter weniger präsent waren. … Die Familienkonstellation Vater-Mutter-Kind hat eine maßgebliche Bedeutung für das Kind. „Als so genannter Dritter verhindert der Vater eine allzu enge Bindung zwischen Mutter und Kind und vermindert die Trennungsängste, wenn das Kind die notwendige Ablösung von der Mutter vollzieht“, sagt der Psychoanalytiker Horst Petri. Fachleute sprechen auch von der Triangulierungsphase (Dreiecksphase) vom ersten bis zum dritten Lebensjahr, in der sich das Kind aus der frühen Symbiose mit der Mutter löst. Später führt der Vater das Kind an die Außenwelt heran, während er mit dem Erwachsenwerden des Kindes die Weichen für den Eintritt in die Gesellschaft stellt. Der Vater konfrontiert das Kind aktiv mit der Umwelt, ermutigt und fördert es auf eine energischere Weise als die Mutter. Dabei geht es nicht um ein besser oder schlechter der väterlichen gegenüber der mütterliche Methode, sondern um sich idealerweise ergänzende Erziehungsstile. Wie wichtig Väter sind, zeigt sich auch bei ihrer Abwesenheit: Aus Amerika sind Zahlen bekannt, wonach laut Horst Petri 63 Prozent der jugendlichen Selbstmörder, 71 Prozent der schwangeren Teenager, 90 Prozent der Ausreißer, 85 Prozent der Jungkriminellen und 75 Prozent der Drogenabhängigen aus vaterlosen Familien kommen. Trennungskinder ohne Vaterkontakt haben häufiger Beziehungsprobleme und neigen zu frühen Ehen, die oft geschieden werden. Besonders schlimm ist es, wenn die Mutter die Scheidung selbst nicht verarbeitet hat und den Vater verteufelt. Dann eignet er sich kaum mehr als positive Identifikationsfigur. Petri fordert als Konsequenz eine „Geschlechterdemokratie“, in der beide Partner gleichberechtigt anerkannt sind und ihre jeweilige Rolle ausüben.

Screenshot_2018-09-29 Mal bei Mama, mal bei Papa So bleiben Scheidungskids gesund

Überraschend auch, dass Kinder beim Erlernen der „Muttersprache“ erheblich von den Vätern geprägt werden. Der Befund ist also eindeutig: Väter sind zum einen wichtig und zum anderen ist ihre Vaterschaft ein in der Natur angelegtes Phänomen; der Mann wurde von der Evolution auf Vaterschaft gepolt.

Die bestialische Lehre der Gabriele Uhlmann

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Es braucht machtvolle Herrschaft, Väter und Kinder getrennt zu halten oder zu trennen.

Für das Monster Gabriele Uhlmann – deshalb ein Monster, das es ihr zufolge geboten ist, Kinder und Väter gewaltsam zu trennen, bzw. gar keine Bindung zwischen ihnen zuzulassen, was zu immensen Leid der Betroffenen führt, auch mal bis in den Suizid – ist die Vater-Kind-Bindung unnatürlich und sollte deswegen abgeschafft werden. Ich habe gerade gezeigt, dass das nicht stimmt, aber selbst wenn: Was ist das Gute an der Natur? Die Natur ist brutal, sie bedeutet ständigen Überlebenskampf. Der Mensch hat sich längst von der Natur emanzipiert. Er würde in der freien Wildbahn ohne zumindest primitiver Technologie gar nicht überleben. Und auch Uhlmann zieht ein beheiztes Haus dem Erfrieren vor.

Uhlmann investiert massiv Energie darauf, den Vater zu vernichten. Ihr zufolge hat Vaterschaft ihre Grundlage allein in Gewalt. Sie versteht nicht, dass Männer nur dasselbe wollen wie Frauen: Für ihre Kinder dasein. Als Vater, als Mutter – warum sollte das eine gewalttätig sein das andere aber nicht? Kinder, die ihre Väter liebten, litten lediglich unter dem Stockholm-Syndrom. Dies sei ein jahrtausendealtes Erbe des „Patriarchats“, welches ein friedfertiges und harmonischen Matriarchat – in dem Vaterschaft unterdrückt war; in ihm gab es keine Väter – gewaltsam gestürzt habe (ich werde auf Matriarchate noch mal zu sprechen kommen, nur soviel: Die waren nicht so friedfertig, wie es sich Matriarchatsnostalgiker zurecht biegen; vergleiche zum Beispiel Felix Stern in „Und wer befreit die Männer?“). Zwecklos dagegen anzuführen, dass Vaterschaft auch ohne Gewalt auskommt, oder dass Gewalt gegen Kinder häufiger von Müttern ausgeht  – und nicht nur psychische. Für Feministen ist die bloße Existenz des Mannes gewalttätig, wie es sich zum Beispiel darin zeigt, dass dem Mann schon bloßes Einnehmen von Raum vorgeworfen wird, also bloß in der Welt ist. Bei diesem Denken kommt weiterhin ein massive narzisstische Kränkung hinzu: Dass die Frau keine allein lebenspendende Göttin ist – das Prinzip „Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben!“ ist verletzt. Sie muss den Vater neben sich akzeptieren und auch, dass sie im Universum des Kindes nicht allein vorkommt, dass sie nicht die einzige Bezugsperson ist, sondern dass sich seine Liebe auch auf den Vater richtet – das ist es, was Uhlmann als Gewalt wahrnimmt. Es ist ein alter Traum der Feministinnen, sich dieser Einschränkung, nicht allein göttlich zu sein, zu befreien.

Uhlmann ist stolz darauf, dass sie mit ihren Theorien mehr oder weniger erfolgreich ist, sie sieht das als Beweis für die Qualität ihrer Lehre an. Nun, in unserer Gesellschaft wird auch der blödsinnigste Schwachsinn – Hauptsache männerfeindlich – an Universitäten gefördert. Und wenn im dritten Reich die Theorie, Juden wären ein Plage, erfolgreich ist, dann sagt das weniger etwas über die Juden aus, als vielmehr über die Gesellschaft, in der sowas gelehrt wird. Würde Uhlmann so über Juden oder Farbige dozieren, wie sie es mit Männer tut – sie seien nicht zu (väterlicher) Liebe fähig, also Untermenschen – sie hätte ein Problem mit der Staatsanwaltschaft am Hals, wegen Volksverhetzung. Das ist nicht der Fall, im Gegenteil genießen Mütter im „Patriarchat“ die Macht, den Vater aus der Familie zu entfernen und den Kindern zu entfremden, ganz nach der Intention der Bestien.

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4 Gedanken zu „Und der Vater, der liebt…

  1. carnofis

    „Fachleute sprechen auch von der Triangulierungsphase (Dreiecksphase) vom ersten bis zum dritten Lebensjahr, in der sich das Kind aus der frühen Symbiose mit der Mutter löst. Später führt der Vater das Kind an die Außenwelt heran, während er mit dem Erwachsenwerden des Kindes die Weichen für den Eintritt in die Gesellschaft stellt.“

    In den frühen 80er Jahren gab es ein phantastisches Buch zu dem Thema von dem Kinderpsychiater und Entwicklungspsychologen Robin Skynner und dem britischen Comedian John Cleese. Das Buch kam unter dem Titel „… Vater sein dagegen sehr“ in D auf den Markt.
    In einem Zwiegespräch verfolgten Skynner und Cleese die Entwicklung eines Menschen von der Geburt bis ins Erwachsenenleben, genauer, es beginnt bei der Frage, warum wir uns in wen verlieben.
    In dem Buch benutzte Skynner für die Loslösung des Kleinkinds von der Mutter die Metapher einer Brücke. Auf der einen Seite steht die Mutter mit dem Kind geschützt auf einer Insel und auf der anderen Seite steht der Vater, der das Kind über die Brücke ins große weite Leben lockt und schützend begleitet.
    Das Buch ist wunderbar geschrieben und trotz des Vorurteils, das man John Cleeses wegen haben könnte, kein bisschen klamaukig.
    Es gehört längst in meinem Regal zu den unausleihbaren Büchern.

    Hier noch ein Link zur englischen WIKI : https://en.wikipedia.org/wiki/Families_and_How_to_Survive_Them

    Antwort
  2. Seerose

    Danke für die berührenden Ausführungen!

    Für eine glückliche Kindheit und ein befähigtes Erwachsenenwerden bedarf es guter Mütter und verantwortungsvoller Väter, die ihren Kindern in einer intakten Beziehung die Grundlagen für die Entfaltung zu starken Persönlichkeiten ermöglichen.
    In unserer Gesellschaft werden die Voraussetzungen hierfür maximal verletzt. Beziehungsunfähigkeit wird gefördert durch Wertschätzung für, und Pflege von Egoismus und Ellbogen-Verhalten, verbrämt als „Individualität“.
    Die große gemeinsame (be-)lohnende Aufgabe, seinen Kindern bestmögliche Eltern zu sein, und damit auch in der eigenen Persönlichkeits-Entwicklung beständig zu wachsen, wird so strukturell zunehmend erschwert, und verhindert.
    Die Förderung selbst absurdester feministischer Sichtweisen und Forderungen tut dabei ein übriges…

    Antwort

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