Filmkritik: „Birds Of Prey: The Emancipation Of Harley Quinn“

gewaltlust

Noch harmlos: Knie brechen indem man auf die ausgestreckten Beine springt – Gewalt gegen Männer lustvoll zelebrieren.

Diese feministische Autorin – Nhi Le – findet „Birds of Prey“ geil, und das ist für mich Grund, mir mal den Film anzusehen, was heißt: Anzutun. Erwartet habe ich leichte Unterhaltung mit einer durchgeknallten Irren, die aber eigentlich ganz cool ist. Hier wurde ich auch nicht enttäuscht, auch wenn die Durchgeknalltheit nach einer Weile etwas ermüdend ist.

<Spoiler> (nach kursivem Text weiterlesen)

Die Rahmenhandlung lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen: Taschendiebin klaut für Gangster wichtigen Diamanten, wird von der Polizei inhaftiert, von Quinn befreit und an einen abgelegenen Ort gebracht, wo es zum finalen Endkampf zwischen den Gangstern und Quinn sowie ihren Mitstreiterinnen kommt.

</Spoiler>

Im ganzen Film kommt keine einzige Männerfigur vor, die länger als eine Minute auftritt, und in einem guten Licht erscheint (Nachtrag: Wenn ich es recht bedenke, kommt gar kein solcher Mann vor). Auch der gute Freund „Doc“ von Harley Quinn erweist sich als Verräter, der sie ans Messer liefert, da „zuviele Leute zuviel Geld“ geboten hatten. Es  hat seine Ironie, dass Nhi Le in ihrem Kommentar einerseits in Filmproduktionen den männlichen Blick auf Frauen beklagt, aber andererseits einen von Frauen geschriebenen Film toll findet, in dem Männer nur noch Abfall sind. Mir ist keine Männerproduktion bekannt, in der Frauen auf so vernichtende Weise behandelt werden – durch einen „coolen Helden“. Männer gehen so nicht mit Frauen um. In dem Machwerk „Harley Quinn“ hingegen sind Männer korrupt, sadistisch, dämlich und ekelhaft. Selbst der schwarze Polizeichef schmückt sich mit den Lorbeeren, die eigentlich einer Frau gebührten (wie es Männer ja so machen…), und das ist bemerkenswert, da in der Hollywood-Folklore der schwarze Polizeichef immer zu den Guten gehört. Ansonsten bekommen sie ordentlich auf die Fresse; Gewalt gegen Männer, die auch mal langsam und qualvoll sterben, und das beabsichtigt, wird geradezu lustvoll zelebriert – kein Wunder, dass der Film Sexisten gefällt. Es ist das übliche Muster, starke Frauen zu erzwingen und sie als überlegen darstellen zu wollen, indem sie Männer erniedrigen – der typische Fehler des toxischen Feminismus‘.

Der Film war nicht erfolgreich, was Sexisten so interpretieren, dass Männer mit den starken Frauen überfordert wären. Das ist Nonsense: Andere Streifen wie die Alien-Reihe oder Terminator waren trotz starker Frauen auch erfolgreich, das ist nun wirklich nicht das Problem der Männer. Feministisch-toxische Filme sind einfach schlecht.

***

@Nhi Le: Habe mir den Streifen Harley Quinn angetan, und da stellt sich mir die Frage, wie Sie einen Film bewerten würden, in dem Gewalt gegen Frauen und nicht gegen Männer so lustvoll zelebriert werden würde. Ein kurzes Statement bitte.

4 Gedanken zu „Filmkritik: „Birds Of Prey: The Emancipation Of Harley Quinn“

  1. Sebastian

    Einer der schönsten Filme mit starken Frauen ist KillBill 🙂 Sie ist super stark, super gewalttätig (gegen beide Geschlechter), aber auch extrem vielschichtig. Das ist immer das, was den FeminismusStarkFrau-Filmen abgeht, diese charakterlichen Stärken.

    Danke für deine Rezension 😉

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ja, die find‘ ich auch gut. Auch wenn mir etwas schwer im Magen liegt, dass anonym abgeschlachtete Massen alles Männer sind und dass am Ende mal eben der Vater getötet wird und der Tochter das offenkundig nichts ausmacht von wegen entsorgbares Geschlecht…

      Antwort
      1. Sebastian

        Da hast du auch woeder recht :). Der Film ist aber ein Klarer Beleg für „Es gibt auch Filme mit starken Frauen“.

        Diese Gleichgültigkwit gegenüber Männern ist ja bereits Jahrtausende alt, älter als die ersten Kulturerzeugnisse. Deswegen ist sie mir auch nicht gesondert aufgefallen. Ich fände deine Meinung mal interessant, wie man dieses nachweisliche Geschlechterverhältnis lösen kann, also wenn mal eine Zeit nach dem Feminismus kommen sollte.

        Antwort

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