„Zahl die Rechnung!“ oder: Kapieren es Feministen wirklich nicht?!

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Da hat eine Feministin – Njoki Chege – ein bemerkenswertes Traktat verfasst (Punkt 5), in welchem sie mit einem bodenlos selbstgerechten und menschenverachtenden Tonfall mittellosen Männern erklärt, sie sollten auf’s Ausgehen mit Frauen verzichten, wenn sie es sich nicht leisten können, sie auch einzuladen, für sie zu zahlen: „Ich möchte, dass ihr mir ganz genau zuhört, denn ich werde das nur einmal sagen; Wenn ihr es euch nicht leisten könnt, eine Frau zum richtigen Zeitpunkt auszuführen, bleibt bitte zu Hause. Wenn ihr nicht für die Getränke, das Essen und was sie sonst noch will bezahlen könnt, hängt euer Telefon aus und spielt die ganze Nacht Videospiele oder was auch immer es ist, was junge Männer tun.“

Sie erklärt also Männern, sie sollen sich von Frauen fernhalten, wenn sie sie nicht aushalten können. Damit sind Männer Geldobjekte für Frauen. Die Autorin verdeutlicht, dass an allem, was einen Mann, einen Menschen ausmacht, nur ein einziger Punkt interessiert: Sein Geld, welches er auf sie zu übertragen hat. Vermutlich geht die Autorin davon aus, dass in „patriarchalen“ Verhältnissen Männer unberechtigterweise mehr verdienen, weshalb sie dann eben auch für Frauen zu blechen haben.

Dass er aber die Rechnung für ein Date übernimmt, ist dann aber nur ein Symptom der bei Feministen verhassten Geschlechterverhältnisse, in welchem er mehr verdient, höher aufsteigt, Chef ist, und sie wiederum als Mutter zu Hause bleibt – wenn sie kann. Auf diese Weise etablieren sich Verhältnisse, in denen er ihr das Leben unterhält, die Plattform trägt, auf welcher sie sich dann ihren Kinderwunsch erfüllt, also Selbstverwirklichung betreibt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass er ihr ein Getränk ausgibt, sondern hat viel weitreichendere Folgen, wie etwa die Berufswahl. Denn – wie es Njoki Chege ja klarstellt – er weiß, dass er nur mit der nötigen Kohle an attraktive Prinzessinnen rankommt. Hat er das Geld nicht, ist er ein Loser, der sich fernhalten soll. Was ergibt sich daraus? Es ergibt sich, dass er – konkurrierend um Zugang zu Frauen – sich beruflich stärker engagiert, hartnäckiger und motivierter als jede Frau ist, und zudem solche Jobs wählt, die mehr einbringen. Die Frau hingegen, die nicht dem Druck ausgesetzt ist, mal die finanzielle Versorgung einer Familie zu stemmen, diese Frau kann es sich leisten, die Tätigkeit, in welcher man viel Lebenszeit zubringen wird, nach anderen Kriterien als das Einkommen zu wählen, solche Berufe, die mehr ihren Neigungen und Interessen entsprechen, aber oft eben nicht so gut bezahlt werden und auch weniger Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Das kratzt aber nicht, sie muss nur darauf achten, sozial nach oben zu heiraten.

Er zahlt für sie. Er dient ihr. In allen Lebenslagen ist das Matriarchat so ausgerichtet, 2idi5Rydass seine Arbeit ihr zu gute kommt. Er unterhält ihr das Leben nicht nur als individueller Mann, als Ehemann oder Unterhaltszahler, sondern auch kollektiv. Er erarbeitet die Steuern und die Mittel für die Renten-, Gesundheitskassen und Versicherungen. Der Mann füllt die Kassen, die Frau leert sie. Würde der Mann genauso wenig wie die Frau erwirtschaften und das System zudem genauso belasten, es würde zusammenbrechen.

Er dient ihr, und hier ist das Zahlen ihres Getränks nur eine einzelne Facette dieses Dienens. Wenn eine Feministin wie Njoki Chege jetzt dieses Arrangement aufrechterhalten will, dann kämpft sie nicht gegen das etablierte, vermeintlich frauenfeindliche System, sondern stützt es. Ein Matriarchat, welches als ein „Patriarchat“ angesehen wird, und das sich durch all das Verhasste auszeichnet, nämlich dass Männer mehr verdienen und höher aufsteigen, aber auch etwa die größten Leistungen etwa auf dem Gebiet der Wissenschaft vollbringen. Die Agenda dieser Feministin konstituiert jene Verhältnisse, die der Feminismus angeblich überwinden will und steht zudem für toxische Weiblichkeit, die Männer allein nach ihrer finanziellen Potenz bewertet.

 

7 Gedanken zu „„Zahl die Rechnung!“ oder: Kapieren es Feministen wirklich nicht?!

  1. Emannzer

    Man könnte die Sache auch umdrehen:

    Njoki Chege macht sich zur käuflichen Nutte!

    Und das präsentiert sie auch noch in ‚erfrischender‘ Ehrlichkeit. Macht aber nichts:
    Die meisten Frauen kalkulieren bei Männern streng kaufmännisch & nennen es Liebe.

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  2. Matze

    Und wenn es ihr gerade dienlich ist sagt eine Frau mit solcher Anspruchshaltung dir auch das Frauen in unserer Gesellschaft unterdrückt, diskriminiert, gehasst werden und immer soooo verdammt schwer haben …

    Laut Genderama eine der führenden Feministinnen in ihrem Land, aber das hat bestimmt gar nicht mit Feminismus zu tun, wie das meiste was Feministinnen machen ja gar nichts mit Feminismus zu tun hat.

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  3. beweis

    Ich bin gar nicht empört. Ich freue mich, wenn Feministen ehrlich sind, wenn sie ihre Motivation klar äußern. Es ist eine unter Frauen weit verbreitete Erwartungshaltung, dass sie für alles, was sie tun, bezahlt werden. Ob das nun die Betreuung der eigenen Kinder ist oder ein Treffen mit einem Mann. Irgendeiner soll sie immer bezahlen.

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  4. Andy

    Ich erinnere mich an einen SPIEGEL-Artikel von M. Stokowski, in welchem sie den Wunsch äußerte, im Schwimmbad ihre sekundären Geschlechtsmerkmale vorzuzeigen. Dies sei allerdings nicht ratsam: zu viele masturbierende Frührentner.

    Die Botschaft: ökonomische „Loser“ kriegen keine Frau ab und müssen an sich herumspielen. Trump soll ja gesagt haben, als erfolgreicher Mann könne man eine Frau anfassen, wo man will. Trump und Stokowski sind sich demnach einig – ich bin begeistert!

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    1. uepsilonniks Autor

      Ja, aber Jala hat meines Wissens kein Problem damit, dass Männer in den Führungsetagen dominieren. Müsste man mal nachfragen. Wenn es so wäre, wäre das wenigstens konsequent, was nicht heißt, dass ich damit übereinstimme.

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