Archiv für den Monat Juni 2020

Und der Vater, der liebt…

In unserer Gesellschaft kommt es oft vor, dass Väter aus dem Leben ihrer Kinder ausgelöscht werden. Dies ist auch für Kinder enorm nachteilhaft, wie es bereits vor Jahrzehnten diagnostiziert wurde. Seitdem gab es nur graduelle Verbesserungen, welche von einer feministischen Mütterlobby an jeder Realität vorbei so interpretiert wurde, dass man Vätern alle Rechte einräumen würde, während den Müttern allein die Pflichten blieben. Für sie haben Männer kein Recht auf Gleichberechtigung, und das baut auf dem Mythos auf, wonach der Vater relativ unwichtig für seine Kinder sei.

  1. Vaterschaft, natürliche
  2. Die bestialische Lehre der Gabriele Uhlmann

Vaterschaft, natürliche

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Vaterschaft und Mutterschaft unterscheiden sich scheinbar existentiell schon in der Biologie, also der Natur. Wo ein Mann ein paar Sekunden braucht, um sich fortzupflanzen, dauert das bei einer Frau neun Monate. Daraus wird gefolgert, dass die Mutter wichtig und der Vater unwichtig sei – die biologische, also „natürliche“ und mütterliche Bindung sei wichtiger und stärker. So habe sich der Säugling während der Schwangerschaft an seine Mutter gewöhnt. Das lässt sich in Zweifel ziehen, denn erstens klingt die Stimme im inneren eine Körpers anders aus im äußeren – man bedenke, wie fremd sich die eigene Stimme anhört, wenn man sie auf Tonaufnahmen vernimmt -, und zweitens dürfte auch der Geruch durch z.B. äußerlichen Schweiß sich vom Geruch des Fruchtwassers unterscheiden. Bei der Annahme einer natürlichen, engen Bindung zwischen Mutter und Kind handelt es sich um eine Fehlannahme:

Und ebensowenig wie diese Veränderung der sozialen Wirklichkeit wurde bislang zur Kenntnis genommen, was die moderne Kinderpsychologie über die Rolle des Vaters in der Entwicklung vor allem von Kleinkindern zutage gefördert hat: Die weitverbreitete und noch tief verwurzelte Vorstellung, es gäbe ein besonderes, einzigartiges und biologisch determiniertes Band zwischen Mutter und Kind, hat sich schlicht als falsch erwiesen. Diesen Befund lieferten Psychologen und Sozialforscher mit solcher Klarheit erst in den letzten Jahren. … Geradezu von einer „Renaissance der Kinderforschung“ spricht der Münchner Kinderpsychologe Wassilios E. Fthenakis (siehe Interview Seite 55). Unumstößlich, so der Münchner Forscher, sei nunmehr die „wissenschaftliche Erkenntnis, daß die allgemein verbreitete Annahme einer ausschließlichen Mutter-Kind-Bindung im ersten Lebensjahr des Kindes nicht zutreffend ist“.

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Aber selbst wenn es nicht so wäre, und es eine biologische Grundlage nur für Mutterschaft aber keine für Vaterschaft gäbe, wäre sie tatsächlich weniger wert als die Liebe der Mutter? Das würde bedeuten, dass sich die Liebe eines Vaters massiv von der einer Mutter unterscheidet. Die des Vater würde sich weniger durch die Biologie – das Materielle – manifestieren sondern durch den Geist. Sie wäre also viel näher an dem Konzept der Nächstenliebe; näher an Mitgefühl mit Fremden, die eine menschliche Gesellschaft, die sich auch um Schwache kümmert, erst möglich macht – eine solche Liebe sollte man nicht geringschätzen.

Auch scheint es mit der mütterlichen Liebe nicht so weit her zu sein, betrachtet man, ob getrennte Mütter ihre Unterhaltspflichten gegenüber den Kindern nachkommen – das tun sie so gut wie nie. Wenn man dann noch hinzu nimmt, dass Väter, die nicht zahlen, es deshalb nicht tun, weil sie durch die Trennung ruiniert sind (wie auch das väterfeindliche Bundesfrauenministerium einräumen musste), geht die Schere noch weiter auseinander. Für eine Restfamilie, von der man nichts mehr hat, zu arbeiten, so dumm pflichtbewusst sind nur Väter. Selbstlose Liebe findet sich also eher in Vaterschaft und nicht in Mutterschaft.

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…gestorben.

Dass Vaterschaft keine biologische Grundlage habe, ist aber falsch: Sie beginnt bereits mit der Schwangerschaft der Partnerin:

Die Neuropsychiaterin hat nachgewiesen, dass [bei Männern] in diesen ersten Schwangerschaftswochen der Testosteronspiegel deutlich sinkt und das Prolaktin stark ansteigt. Prolaktin ist als das „Michbildungshormon“ bekannt und bewirkt eine erhöhte Fürsorglichkeit. Vor der Geburt eines Kindes steigert sich dieses Hormon beim Mann um bis zu 20 Prozent und beeinflusst damit auch die Funktion des Gehirns: Brizendine nennt diesen Zeitpunkt den „Übergang vom männlichen zum väterlichen Gehirn“.

Und auch nach der Geburt ist der wissenschaftliche Befund, dass Vaterschaft biologische Grundlagen hat, überwältigend. So kommt eine weitere Studie zum Ergebnis, dass bei Vätern der Testosteronspiegel im Blut sinkt. Dafür steigt umgekehrt das „Kuschelhormon“ Oxytozin – dieser väterliche Hormonspiegel unterscheidet sich nicht zu dem der Mutter. Auch zeigen sich durch gelebte Vaterschaft Auswirkungen auf das Gehirn: So entwickelt sich eine stärkere Verknüpfung der Amygdala (zuständig für Gesichtserkennung und Empathie), wenn der Vater Zeit mit der Säuglingspflege verbringt – die Vergleiche mit schwulen Paaren zeigen, dass es darauf ankommt, wieviel Zeit man mit dem Nachwuchs verbringt, und ist bei Müttern nicht von vornherein stärker ausgebildet.

Auch später sind Väter für Kinder wichtig:

„Väter sind anders“ bringt der nach seiner Rolle befragte Vater Michael M. aus Hamburg seine Situation auf den Punkt. Sie haben andere Interesse und Sichtweisen auf die Welt als die Mütter. Ganz banal bieten sie Schutz und Sicherheit und können die gestresste Mutter entlasten. Das Kind profitiert also von der anderen Sichtweise des Vaters, und die Mutter kann sich erholen, wenn sie sich zurücknimmt und das Kind dem Vater überlässt. Heute ist längst nachgewiesen, dass Kinder, deren Väter sich bei der Erziehung besonders engagiert haben, einfühlsamer, selbstbewusster und sogar intelligenter sind, als Kinder, deren Väter weniger präsent waren. … Die Familienkonstellation Vater-Mutter-Kind hat eine maßgebliche Bedeutung für das Kind. „Als so genannter Dritter verhindert der Vater eine allzu enge Bindung zwischen Mutter und Kind und vermindert die Trennungsängste, wenn das Kind die notwendige Ablösung von der Mutter vollzieht“, sagt der Psychoanalytiker Horst Petri. Fachleute sprechen auch von der Triangulierungsphase (Dreiecksphase) vom ersten bis zum dritten Lebensjahr, in der sich das Kind aus der frühen Symbiose mit der Mutter löst. Später führt der Vater das Kind an die Außenwelt heran, während er mit dem Erwachsenwerden des Kindes die Weichen für den Eintritt in die Gesellschaft stellt. Der Vater konfrontiert das Kind aktiv mit der Umwelt, ermutigt und fördert es auf eine energischere Weise als die Mutter. Dabei geht es nicht um ein besser oder schlechter der väterlichen gegenüber der mütterliche Methode, sondern um sich idealerweise ergänzende Erziehungsstile. Wie wichtig Väter sind, zeigt sich auch bei ihrer Abwesenheit: Aus Amerika sind Zahlen bekannt, wonach laut Horst Petri 63 Prozent der jugendlichen Selbstmörder, 71 Prozent der schwangeren Teenager, 90 Prozent der Ausreißer, 85 Prozent der Jungkriminellen und 75 Prozent der Drogenabhängigen aus vaterlosen Familien kommen. Trennungskinder ohne Vaterkontakt haben häufiger Beziehungsprobleme und neigen zu frühen Ehen, die oft geschieden werden. Besonders schlimm ist es, wenn die Mutter die Scheidung selbst nicht verarbeitet hat und den Vater verteufelt. Dann eignet er sich kaum mehr als positive Identifikationsfigur. Petri fordert als Konsequenz eine „Geschlechterdemokratie“, in der beide Partner gleichberechtigt anerkannt sind und ihre jeweilige Rolle ausüben.

Screenshot_2018-09-29 Mal bei Mama, mal bei Papa So bleiben Scheidungskids gesund

Überraschend auch, dass Kinder beim Erlernen der „Muttersprache“ erheblich von den Vätern geprägt werden. Der Befund ist also eindeutig: Väter sind zum einen wichtig und zum anderen ist ihre Vaterschaft ein in der Natur angelegtes Phänomen; der Mann wurde von der Evolution auf Vaterschaft gepolt.

Die bestialische Lehre der Gabriele Uhlmann

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Es braucht machtvolle Herrschaft, Väter und Kinder getrennt zu halten oder zu trennen.

Für das Monster Gabriele Uhlmann – deshalb ein Monster, das es ihr zufolge geboten ist, Kinder und Väter gewaltsam zu trennen, bzw. gar keine Bindung zwischen ihnen zuzulassen, was zu immensen Leid der Betroffenen führt, auch mal bis in den Suizid – ist die Vater-Kind-Bindung unnatürlich und sollte deswegen abgeschafft werden. Ich habe gerade gezeigt, dass das nicht stimmt, aber selbst wenn: Was ist das Gute an der Natur? Die Natur ist brutal, sie bedeutet ständigen Überlebenskampf. Der Mensch hat sich längst von der Natur emanzipiert. Er würde in der freien Wildbahn ohne zumindest primitiver Technologie gar nicht überleben. Und auch Uhlmann zieht ein beheiztes Haus dem Erfrieren vor.

Uhlmann investiert massiv Energie darauf, den Vater zu vernichten. Ihr zufolge hat Vaterschaft ihre Grundlage allein in Gewalt. Sie versteht nicht, dass Männer nur dasselbe wollen wie Frauen: Für ihre Kinder dasein. Als Vater, als Mutter – warum sollte das eine gewalttätig sein das andere aber nicht? Kinder, die ihre Väter liebten, litten lediglich unter dem Stockholm-Syndrom. Dies sei ein jahrtausendealtes Erbe des „Patriarchats“, welches ein friedfertiges und harmonischen Matriarchat – in dem Vaterschaft unterdrückt war; in ihm gab es keine Väter – gewaltsam gestürzt habe (ich werde auf Matriarchate noch mal zu sprechen kommen, nur soviel: Die waren nicht so friedfertig, wie es sich Matriarchatsnostalgiker zurecht biegen; vergleiche zum Beispiel Felix Stern in „Und wer befreit die Männer?“). Zwecklos dagegen anzuführen, dass Vaterschaft auch ohne Gewalt auskommt, oder dass Gewalt gegen Kinder häufiger von Müttern ausgeht  – und nicht nur psychische. Für Feministen ist die bloße Existenz des Mannes gewalttätig, wie es sich zum Beispiel darin zeigt, dass dem Mann schon bloßes Einnehmen von Raum vorgeworfen wird, also bloß in der Welt ist. Bei diesem Denken kommt weiterhin ein massive narzisstische Kränkung hinzu: Dass die Frau keine allein lebenspendende Göttin ist – das Prinzip „Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben!“ ist verletzt. Sie muss den Vater neben sich akzeptieren und auch, dass sie im Universum des Kindes nicht allein vorkommt, dass sie nicht die einzige Bezugsperson ist, sondern dass sich seine Liebe auch auf den Vater richtet – das ist es, was Uhlmann als Gewalt wahrnimmt. Es ist ein alter Traum der Feministinnen, sich dieser Einschränkung, nicht allein göttlich zu sein, zu befreien.

Uhlmann ist stolz darauf, dass sie mit ihren Theorien mehr oder weniger erfolgreich ist, sie sieht das als Beweis für die Qualität ihrer Lehre an. Nun, in unserer Gesellschaft wird auch der blödsinnigste Schwachsinn – Hauptsache männerfeindlich – an Universitäten gefördert. Und wenn im dritten Reich die Theorie, Juden wären ein Plage, erfolgreich ist, dann sagt das weniger etwas über die Juden aus, als vielmehr über die Gesellschaft, in der sowas gelehrt wird. Würde Uhlmann so über Juden oder Farbige dozieren, wie sie es mit Männer tut – sie seien nicht zu (väterlicher) Liebe fähig, also Untermenschen – sie hätte ein Problem mit der Staatsanwaltschaft am Hals, wegen Volksverhetzung. Das ist nicht der Fall, im Gegenteil genießen Mütter im „Patriarchat“ die Macht, den Vater aus der Familie zu entfernen und den Kindern zu entfremden, ganz nach der Intention der Bestien.

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Wir züchten uns ein paar Rassisten

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In letzter Zeit wird man ständig damit belästigt, als Weißer sei man ein Rassist oder auch privilegiert. Ja, so ist das: Als Weißer hat man die Deutungshoheit in den Leidmedien, weshalb man auch niemals auf rassistische Weise attackiert wird. Nee: Über keine andere Menschengruppe wird im Mainstream so abfällig, so feindselig gesprochen wie über „alte weiße Männer.“

In den letzten Jahren kamen mehr als eine Million farbige Migranten ins Land, und alle sibelrichtigwichtigerhielten ein Dach über’m Kopf, vom Steuerzahler finanziert, während einheimische obdachlose Männer unter der Brücke schlafen müssen. Das zeigt, dass man diesen Männern helfen könnte, das zeigt, dass es allein am Willen und nicht an den Ressourcen mangelt, aber: Es sind nur weiße Männer, deren Schicksal interessiert uns einen Scheißdreck. Wenn man dann noch hinzunimmt, dass Jungen bereits in der Schule diskriminiert werden, dass sie also nochmal so gefährdet sind, in Armut und damit auf der Straße zu enden, wird es besonders unappetitlich. Aufgrund von Hautfarbe und Geschlecht werden sie also einem grausamen Schicksal überlassen – Rassismus gegen Weiße und Sexismus gegen Männer gibt es aber nicht, wie man in Politik und Medien weiß.

Demgegenüber breitet sich in den USA eine Hysterie aus, die ins Absurde abdriftet:

Columbus-Statuen werden gestürmt.
New York beschliesst, daß Verbrechen während der Floyd-Riots nicht verfolgt werden.
Merriam-Webster versichert, die Rassismus-Definition um die „Machtkomponente“ zu erweitern.
Netflix und Co. nehmen Little Britain und „Vom Winde verweht“ aus dem Programm.
Weisse bezichtigen sich online des internalisierten Rassismus, oder waschen offline Schwarzen die Füsse.
Die wichtigsten Wissenschaftsmagazine rufen weisse Wissenschaftler dazu auf, ihre Rolle im „systemischen Rassismus“ zu reflektieren (irgendein hashtag, #StopSTEM oder so).
SPD-Vorsitzende stellen die gesamte deutsche Polizei in den Senkel.

Eine der Belästigungen, die man hierzulande erleben muss, ist die Anklage, man sei nicht bereit, seinen eigenen Rassismus zu hinterfragen. Dazu stellte Apolokokynthose auf unnachahmliche Weise klar, warum das nicht funktionieren kann:

DAS kann ich erklären. ENTweder, ich bin ein Rassist, dann ärgere ich mich, ertappt worden zu sein, tue aber so, als sei ich beleidigt, ODER, ich bin kein Rassist, und reagiere beleidigt. ODER-oder, ich bin unbewusst Rassist, dann ist die Behauptung, ich sei nicht Herr meiner Handlungen sogar doppelt beleidigend, und ich reagiere beleidigt. Oder, ich bin „nur ein bisschen rassistisch“, dann werde ich einen Mittelweg zwischen den drei vorgenannten Alternativen einschlagen. Also beleidigt sein.

„Aber, Mycroft, wie kann man denn dann einen Rassisten auf seinen Rassismus ansprechen, ohne ihn zu beleidigen?“ – „Gegenfrage: wie kann man ein Arschloch ‚Arschloch‘ nennen, ohne es zu beleidigen? Gar nicht. Entweder rechnet man damit, dass das Arschloch beleidigt ist, oder man lässt es.“

Ich denke, dieser Mechanismus ist der Grund, warum die ganze Kampagne nach hinten losgehen wird. Die ständigen Unterstellungen züchten Rassisten erst heran, bewirken also das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigten.

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Lucas Schoppe über Biologismus und identitäre Linke

Lucas Schoppe:

Ich weiß nicht, ob es wirklich eine gute Idee ist, dem Biologismus der identitären Linken – die sich auf die Kategorien Rasse und Geschlecht kapriziert – mit einem anderen Biologismus zu begegnen. Dass Frauen stärker auf Gefühle, Männer stärker auf Sachebenenen bezogen wären, ist klischeehaft und erklärt zudem die linke Identitätspolitik, die sich auch in den „Grievance Studies“ ausprägt, nicht gut.

Denn deren Kennzeichen ist es ja keineswegs, dass dort Gefühle wichtig wären, sondern dass sauber zwischen Menschen unterscheiden wird, die Unterstützung verdienen, und denen, die es nicht tun. Die Gefühle der Menschen, die zur zweiten Gruppe gehören, werden dann entweder als toxisch dämonisiert oder als „white/male tears“ etc. lächerlich gemacht. Jeder klassische Sozialdemokrat war vielfach empathischer, als linke Identitätspolitiker es sind.

Gefühle sind bei denen lediglich eine Auszeichnung derjenigen Gruppen, die als wichtig wahrgenommen werden. Der Sinn einer Fixierung auf Gefühle ist es dann nicht aber etwa, diesen Menschen gerecht zu werden (denn dazu müssten Gefühle ggfs. ja auch mal kontextualisiert werden) – sondern ihnen die Last zu nehmen, ihre Position allgemein nachvollziehbar, mit Bezug auf eine gemeinsame Welt und in einem gemeinsamen Diskurs begründen zu müssen. Was für Gefühle sie haben, ist dann völlig unwichtig – wichtig ist lediglich, dass die Berufung auf Gefühle von Begründungspflichten und Plausibilitätserwartungen befreit. „Ich erlebe das so – willst DU mir das absprechen?“

Gut erkennbar ist die identitätspolitische Zweiteilung der Menschen am Beispiel der WUT, die bei den einen als Kennzeichen ihrer Niedrigkeit dasteht und ihre Position völlig entwertet („Angry white men“ etc.), bei den anderen als kräftiger und vitaler Ausdruck von Gerechtigskeitsbedürfnissen durchgeht.

Das ist u.a. deswegen interessant, weil die Zuschreibung der Wut zuerst SCHWARZE Männer und auch Frauen getroffen hat. Es ist eine im Kern immer schon rassistische Zuschreibung von oben herab, in der Emotionen als Ausweis von Primitivität hingestellt werden.

Kennzeichen der linken Identitätspolitik ist also keineswegs die Berufung auf Gefühle, sondern die Absage an universelle Konzepte. Dass ausgerechnet eine „linke“ Politik sich so entwickeln konnte, lässt sich leicht erklären. Mit dem Erfolg linker (in Deutschland: sozialdemokratischer) Politik wurden linke Parteien für Menschen interessant, die Positionen in den Institutionen anstrebten. Die SPD hat sich z.B. im Vergleich zur SPD der sechziger Jahre zu einer durchweg bürgerlichen Partei entwickelt, in der klassische Arbeiter kaum noch Chancen haben.

Das heißt: Hier sind jetzt Akteure entscheidend, die nicht mehr an gleichen Rechten für alle interessiert sind, sondern die ihre eigene, durchaus privilegierte Position behaupten und politisch orchestrieren möchten. Dafür ist es sinnvoll, Menschen in Opfer und Täter, Marginalisierte und Privilegierte etc. einzuteilen. Das knüpft erstens oberflächlich an klassische linke Konzepte an und dient zweitens der Begründung institutioneller Machtausweitungen – denn es gibt ja immer Gruppen von Menschen, die gegen andere Gruppen von Menschen Schutz und Beistand brauchen.

Die biologistische Orientierung (Rasse/Hautfarbe, Geschlecht) macht die Zuordnung jeweils sehr leicht und dient zudem dazu, ÖKONOMISCHE Unterschiede und Abhängigkeiten zu kaschieren. Daher ist es auch Kennzeichen der identitäten Linken, ökonomische Argumente immer nur oberflächlich anzuführen und von „Strukturen“ so zu reden, dass regelrecht gezielt Diffusion hergestellt wird. Um Gefühle geht es dabei nicht: Die Berufung auf Gefühle dient lediglich dazu, vielen allgemein relevanten Fragen ausweichen zu können.

Daher finde ich es auch völlig falsch, diese Politik auf Marx zurückzuführen. Ich würde an Marx zwar einiges aussetzen, aber DIESE Politik ist so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was er vertreten hat.

Stockholm-Syndrom und der totale Bankrott des Feminismus‘

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Diese arme Irre liebt ihren Mann gar nicht, sie leidet unter dem Stockholmsyndrom, wie Jutta Allmendinger weiß.

Amüsiert erinnere ich mich an einen männlichen Feministen, der darüber berichtete, wie er eine feministische Tagung besuchte. Er versuchte seine Männlichkeit so gut wie möglich abzulegen, tat alles, was die Arierinnen ihm diktierten, dennoch machte er alles falsch, der erhoffte Freispruch blieb aus. Das liegt daran, dass Feministinnen Sexisten sind. Und das bedeutet, dass der Mann es gar nicht richtig machen kann, das ist unmöglich, da nicht sein Verhalten, sondern sein Geschlecht falsch ist. Mannsein ist inhärent böse, das kann noch soviel feministische Erziehung nicht richten, weshalb die Nachricht, mit einem Jungen und keinem Mädchen schwanger zu sein, der Grund ist, in Tränen auszubrechen.

Denn der Mann unterdrückt die Frau – mit allem was er tut. Spricht er, betreibt er Mansplaining; sitzt er, Menspreading; macht er ein Kompliment, stülpt er ihr seine Schönheitsideale über und schon Andrea Dworkin wusste, dass es sich bei Romantik um »Vergewaltigung verschönert mit bedeutsamen Blicken« handele.

Und damit sind wir beim Thema: Nämlich, dass laut der feministischen Inquisition Ehefrauen ihre Gatten nicht liebten, sondern unter dem Stockholmsyndrom litten, das heißt: In Wirklichkeit sei ihr Liebe Ausdruck des psychologischen Mechanismus der Identifikation mit dem Aggressor, sie litten unter ihren scheinbar Geliebten. Solche Küchenpsychologie wandte bspw. Jutta Allmendinger auf Birgit Kelle an oder Alice Schwarzer gegen Esther Vilar:

Noch am Ende des Gesprächs kann sie [Alice Schwarzer] beispielweise nicht akzeptieren, dass Frauen sich ihre Position als Hausfrau selbst wählen und nach Umfragen glücklich damit sind – während Vilar schlicht feststellt, dass sie doch nicht anderen Frauen vorschreiben könne, was sie unter Glück zu verstehen hätten

Ein weiteres Beispiel für solche Küchenpsychologie ist der Mythos der „friedfertigen Frau“, nach der Frauen niemals aus sich selbst heraus moralisch verwerflich handeln können – zum Beispiel als KZ-Wärterinnen – , sondern dazu nur verführt wurden, sie sind Täter zweiter Klasse, die eigentlichen Täter sind die Männer (auch wenn einigen Überlebenden zufolge gerade die Wärterinnen besonders sadistisch waren).

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Diese KZ-Wächterinnen sind in Wirklichkeit Opfer. Des „Patriarchats“.

Der Begriff „Inquisition“ ist hierbei goldrichtig gewählt, denn genauso wenig, wie man beweisen kann, dass man keinen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, lässt sich Küchenpsychologie widerlegen: Es handelt sich um nicht falsifizierbare Thesen, und somit macht Frau Kelle auch gar nicht erst den Versuch, mit inhaltlichen Argumenten Frau Allemendiger – Kennerin der weiblichen Psychologie – zu widerlegen.

Auch der Versuch auf all die Beziehungen hinzuweisen, in denen es keine Gewalt gibt, ist zum Scheitern verurteilt, da der Mann, auch wenn er nicht schlägt, immer noch „subtile Gewalt“ ausübt. Es ist eine geschlossene Logik, aus der man weder rein noch raus kann, ein Glaubensdogma wie die Existenz Gottes.

Zugleich ist es aber auch die totale Bankrotterklärung des Feminismus‘. Denn er ist auf diese Theorie, dass es in der traditionellen Rollenverteilung sowas wie Liebe zwischen Mann und Frau gar nicht geben könne, angewiesen, um zum einen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu erklären – warum diese Rollenverteilung nicht tot zu kriegen ist, obwohl keine Frau dazu gezwungen als vielmehr davor gewarnt wird -, und um zum anderem sich damit zu legitimieren. Denn eine Alternativerklärung entzieht dem Feminismus die Existenzberechtigung: Die Erklärung, dass die Frau aus freien Willen zu Hause bleibt, ja, diese Rolle vorzieht, weil außerhäusliche Arbeit eben nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Entbehrung, Leid. Frauen wie Jutta Allmendinger müssen nicht wirklich hart arbeiten, anders als die Arbeiterin – Feminismus war schon immer eine elitäre Angelegenheit. Die häusliche Rolle ist die bessere, weshalb dieses Rollenmodell mit dem Frauenwahlrecht, mit welchem Frauen auf einmal bis heute die Mehrheit der Wahlberechtigten stellten, nicht abgeschafft wurde. Dieses Privileg ist dann auch die Ursache für andere Begebenheiten, die von Feministen als Benachteiligungen interpretiert werden, die geringe Präsenz in Chefetagen (weil Frauen mehr Zeit zu Hause als auf der Arbeit verbringen) oder dass Frauen weniger verdienen. Wenn man dann dazu nimmt, dass auch sexuelle und häusliche Gewalt keine Legitimation für eine femosexistische Politik ist, da Männer genauso zu Opfern werden wie Frauen zu Tätern, es sich also um ein Problem von Menschen und nicht von Männern und Frauen handelt, verliert der Feminismus vollkommen seine Existenzberechtigung.

Väterfeindin ausgezeichnet

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Ausgezeichnet! Und zwar Dr. Christine Finke aka „Mama arbeitet“ (wohl was besonderes). Sie ist eine ganz große, einflussreiche Väterfeindin, der das Verdienst gebührt, so manche Vater-Kind-Beziehung ausgelöscht zu haben, indem sie mit ihrem Schaffen Kindesentfremderinnen zum Kindesentfremden anleitete.

Klar ist dabei natürlich auch, dass sie eine entschiedene Kinderfolter-Leugnerin ist („das ist unwissenschaftlicher Quatsch“), und erklärte Gegnerin von Gleichberechtigung, wie sie im Wechselmodell umgesetzt werden könnte, und zudem ein Ass darin, Trennungsfrauen darin zu beraten, wie sie maximal Kohle aus dem Unterhaltssklaven und dem System pressen können.

Diese liebreizende Person wurde nun mit einem netten Preis für ihr „Engagement“ ausgezeichnet vom Familien– und Frauenministerium. Ganz zu Recht: Sie hat echt was geleistet, das muss man ihr lassen. Dank ihr ist die Welt ein etwas schlechterer Ort. Eine ihrer letzten Aktionen war, Spenden zu sammeln, um ein gerichtliches Ordnungsgeld gegen eine Mutter, die den Vater-Kind-Umgang boykottierte, zu unterlaufen:

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Bundesministerium verleiht einen Preis an eine Demagogin, die mit ihrem Tun ein gerichtliches Urteil aushebelt.

Wie gut, dass wir in einem Patriarchat leben!

Rant: Die alltägliche Doppelmoral bei sexueller Belästigung

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Pütz: „Frauen ziehen soooooooooo einen Ausschnitt an, und erwarten dann, dass ich nicht reingucke… HALLO?!“

Was bei der ganzen Debatte um sexuelle Belästigung auffällt, ist immer wieder die Doppelmoral, die einer Partei jede Sexualität erlaubt, aber der anderen diese verbietet. Frauen dürfen sexuell werden – auf typisch weibliche Weise. Sie dürfen hautenge Kleidung tragen, ein bauchfreies Top mit soooooooo einem Ausschnitt, kurzen Rock oder Hotpants, kurz: Alles an ihnen brüllt: „Sex!“. Man kann gar nicht anders als allein vom Angucken einen Ständer zu bekommen.

Aber man darf nicht. Weibliche Sexualität ist erlaubt, männliche verboten. Der Mann darf nicht reagieren, etwa indem er einen anzüglichen Spruch macht oder ihr hinterherpfeift, er hat es zu ignorieren. In Zeiten von #aufschrei und der Verschärfung der Paragrafen zu sexueller „Gewalt“ (Vergewohltätigung) und Belästigung ist er Repressionen unterworfen; „unerwünschtes“ Verhalten kann ihm nach dem Prinzip der Definitionsmacht – sexuelle Belästigung ist das, was sie als sexuelle Belästigung empfindet – als eben solche zur Last gelegt werden, selbst Blicke. Das sagt eigentlich alles über die wahren Machtverhältnisse – sie drängt sich penetrant auf, belästigt, zugleich aber befindet sie sich in einer Machtposition, die es ihm verbietet, darauf adäquat reagieren zu dürfen – das real existierende „Patriarchat“, tatsächlich ein Matriarchat. Paradebeispiel für diese Doppelmoral ist Palina Rojinski, die ständig ungefragt mit ihrem Atombusen prahlen muss, es aber unmöglich findet, wenn das kommentiert wird, weshalb sie den „Perverslingen“ einen Männerarsch als Dekolleté präsentierte. Sie hätte mal „Dann mach doch die Bluse zu“ lesen sollen. Wenn sie Dickpics erhält, ist das vermutlich als LMAA gemeint. Der größte Witz aller Zeiten ist, dass sie ausgerechnet in dem faschistoiden, Migranten niedermachenden Hetzvideo, in welchem sie sich – gut gelaunt – über Dickpics beklagt, wieder ihr Dekolleté in die Kamera halten muss.  Was für eine verlogene Scheinheiligkeit, überall halten sie ihre Brüste in Aufnahmeobjektive und Gesichter, um sich dann über die vermeintlichen Primitivlinge zu echauffieren.

Das ständige Aufdrängen von weiblich-sexuellen Reizen kann als sexuelle Belästigung begriffen werden, da sie einen penetrant ablenkt und zudem frustriert, denn man wird auf einem ständigen Erregungslevel gehalten: Sexuelle Belästigung: „Kennt Ihr auch diese Haltung im Büro, wenn junge Frauen sich recken? Kopf hoch, Arme hoch, Titten raus, Hohlkreuz, Arsch raus, Oberteil gibt Blick auf Bauch und Taille frei, und der Hosenbund entfernt sich soweit vom Körper daß man die Marke der Unterwäsche erkennen kann.“ aber wehe man kommentiert das: „Hey Süße, ein heißes Fahrgestell hast Du da!“ – dann wäre man seinen Job los.

Hier noch ein Duck-Pic für Rojinski, sie hat es sich – wie alle anderen auch – redlich verdient:

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