Gewalttoleranz

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Was für diese edle Menschen kein Thema ist, ist wenn die Mama das Kind haut, was in der Mehrheit der Fälle zutrifft.

Eine Aussteigerin aus der Frauenhausszene machte eine Beobachtung, die ich für bemerkenswert halte: Genau die Frauen, die angaben, der Vater würde die Kinder schlagen, waren selbst gewalttätig gegen ihre Kinder, und Erin Pizzey, Gründerin des ersten Frauenhauses in England, stellte fest, dass die Mehrheit der schutzsuchenden Frauen selbst gewalttätig waren – sie musste dafür aus England fliehen.

Wenn es zu häuslicher Gewalt kommt, ist diese in der Hälfte der Fälle wechselseitiger Natur. Es ist also nicht so, dass nur einer prügelt, und der Andere ausschließlich Opfer ist, sondern man traktiert sich gegenseitig.

Das heißt man ist in der Beziehung tolerant gegenüber Gewalt. Und zwar in beide Richtungen. Sowohl als Empfänger von Gewalt, als auch als Ausübender. Es ist nicht so, dass sie ein allein beklagenswertes zu tief traumatisiertes Opfer ist, welches das Schwein* nur noch verlassen will. Sie nimmt die Gewalt hin so wie sie auch austeilt.

Dem gegenüber stehen viele Frauen, die eine Null-Toleranz-Politik verfolgen: Erster Gewaltausbruch = Ende der Beziehung. Daran sollten sich Männer ein Beispiel nehmen. Denn in unserem „Patriarchat“ ist man als Mann doppelt und dreifach gefickt, wenn die Partnerin gewalttätig ist – und Frauen sind das öfter als Männer. Denn erstens: Frauengewalt wird bei uns nicht sanktioniert. Sie dürfen nahezu nach Belieben Kinder, Alte, Pflegebedürftige und Männer misshandeln, ohne dass jemand eingreift, ganz beseonders, zweitens, wenn man als Mann betroffen ist. Und drittens besonders schlimm ist es, wenn Kinder in der Beziehung sind, da er, der lebende Schutzschild, diese dann nicht verlassen kann, weil das bedeuten würde, diese Kinder mit einer Schlägerin allein zu lassen. Ein Trennungsvater berichtete hierzu, dass seine Tochter ihm erklärte: „Was Mama früher mit dir gemacht hat, macht sie nun mit mir.“ Solche Menschen werden in unserem „Patriarchat“ allein gelassen. Insofern ist für Männer besonders wichtig, ebenfalls eine Null-Toleranz-Politik zu verfolgen.

Zurück zu sowohl passiv als auch aktiv gewalttolerante Frauen in den Frauenhäusern: Hier stellt sich ein Drehtüreffekt ein, sie gehen und kommen immer wieder. Sie kehren immer wieder in gewalttätige Beziehungen zurück, wo sie in der Mehrheit der Fälle selbst Täterinnen sind. Das zeigt, dass Frauenhäuser mit ihrem männerfeindlichen Konzept keine wirksame Hilfe bieten können. Sie sind abzuschaffen zugunsten von Gewaltschutzhäusern, die beiden Geschlechtern Hilfe bieten, ohne eine Seite als allein verantwortlichen Täter zu verurteilen, sondern Gewalt als ein Problem zu begreifen, das aus einer Beziehungsdynamik heraus entsteht, an der beide Beteiligten ihren Anteil haben.

3 Gedanken zu „Gewalttoleranz

  1. beweis

    Ich habe vor einiger Zeit von einer Untersuchung gelesen, nach der Mütter bevorzugt ihre männlichen Kinder verprügeln und damit physische Gewalt in die Kinderherzen der Jungs setzen. Das fand ich sehr nachvollziehbar und interessant. Leider finde ich die Untersuchung nicht mehr. Weiß hier jemand davon?

    Antwort
  2. KlausT

    War die „Aussteigerin aus der Frauenhausszene“ eine persönliche Begegnung oder taucht die in einem Beitrag aus dem Internet auf? Wenn Letzteres der Fall ist, würde ich mich über eine Quelle freuen. Danke!

    Antwort

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