lusrumichaela über gewaltsame Sprachmanipulation

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Sprache ist ernsthaft betrachtet stets ein Ergebnis vergangener Beobachtung und Übung im Austausch, nie ein Konstrukt – wenn doch, soll stets Gewachsenes auf anderen Boden verpflanzt werden, besser: soll mentale GEWALT als Argument in der Sozialität angewandt werden, in der Regel mit Anspruch und Methodik des totalitären Denkens, des Alleinanspruchs statt Gleichberechtigung der Diversität – was kurioserweise durch die Gewaltanwender vorgeblich eigentlich abgeschafft rsp. verhindert werden sollte.

So können auf diese Weise nur untaugliche semantische (vor allem psychologische) Tautologien entstehen, die selbst nach ihrer Konstruktion und gewaltsamen Installation das Gegenteil von dem bewirken, was erhofft war: Zerstörung von gewachsenen Ausdrucksverständnissen als gegebener gemeinsamer Informationsvorrat, von Geschmeidigkeit, Ethik , Lesbarkeit und Schreibbarkeit der Sprache ganz zu schweigen.

Das macht mitnichten etwas „sichtbar“ sondern eröffnet nur überflüssige Nebenschauplätze, die z.B. mit der Genderei nur den Feminismus, welchen auch immer , verunglimpfen und behindern.

Was „sichtbar“ zu machen ist, muss aktiv und argumentativ statt mit schiefer Symbolpolitik „ins Bild“ gesetzt werden, und zwar in das vorhandene, sonst fällt es schlicht hinten heraus, nervt nur und zerstört das eigentlich weit wichtigere Anliegen, indem Abneigung dagegen erzeugt wird.
Die verbummelten Sprachpsychologen, die sich auf diese Weise noch immer versuchen, ernsthaft (selbst) zu verlustigen, muten an wie Sprach-Dauermasturbanten, denen die Orgasmusfähigkeit abhanden kam und die daher immer öfter und immer schneller sich ihre Konstrukte herstellen und bedienen müssen, was in der Gesellschaft mindestens genau so ankommt, wie das, was eigentlich z.B. mit Gendern verhindert werden sollte, so gedacht war …
Merke:
Alle, aber auch wirklich alle deratrtigen (!) Angriffe auf die Sprache und ihre gewachsene Gebrauchsfähigkeit der Geschichte sind schief gegangen oder haben Totalitarismen produziert, die meist zu gewaltigen Traumata für Generationen führten …,
weil Sprachkorrekturen eben leider weder Denk- noch die viel wichtigeren Beziehungskorrekturen in die Richtung bewirken, die gemeint war, weil kulturell/ sozial weder gewachsen noch verwachsen und daher so ohne Wirkungsbasis

Ein Gedanke zu „lusrumichaela über gewaltsame Sprachmanipulation

  1. mitm

    Der Begriff „mentale GEWALT“ ist ja etwas drastisch, aber nicht falsch, denn die Intensität, mit der hier Propaganda betrieben wird, ist nichts anderes.

    Ansonsten danke für den Hinweis auf den Schrupp-Artikel (aus Zeitmangel und wegen ihres Realitätsverlusts lese ich da i.d.R. nicht, ich weiß auch nicht, ob sich Diskussionen dort überhaupt noch lohnen). Ich habe das gleich als Zitat in meiner eigenen Seite zum Thema feministische Sprachmanipulationen benutzt, denn es zeigt einmal mehr, daß die Gendersterne und die auffälligen Gendereien in Wirklichkeit Machtsymbole und Propagandamittel sind, die angebliche Nicht-Diskriminierung ist nur ein Deckmantel.

    Kurioserweise müßte Schrupp die häufig benutzten Ersatzformen für den generischen Standardgenus, z.B. Partizipformen wie „zu Fuß Gehende“, ablehnen, weil sie die Geschlechterdifferenz unsichtbar machen. Sie zitiert auch eine solche ablehnende Haltung, was vermutlich zustimmend gemeint ist.

    Antwort

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