Die Liebe der Feministin zum Mann und das generische Femininum

Deshalb hassen Feministen den Mann: Er ist nicht zu schlecht, er ist zu gut.

Das P.M.-Magazin hieß früher mal „Peter Moosleitners interessantes Magazin für Männer.“ Als die Tochter und Erbin das Zepter dort in die Hand nahm, flogen die Männer aus dem Titel raus. Denn eine Welt, in der sich zuerst Männer für schwarze Löcher und Hochenergietechnik interessieren, ist falsch. Frauen sollen genauso sein! Der erste Mensch auf dem Mars wird vermutlich eine Frau sein. Das wurde bereits entschieden. Oder ein Schulbuchprojekt mit einer progressiven Agenda: Für ein Bild eines Stahlarbeiters wollte man unbedingt eine Frau, um auch die richtigen Signale zu senden. Nur ließ sich in der ganzen Bundesrepublik keine Stalhlarbeiterin finden, also steckte man ein weibliches Modell in einen Hitzeschutzanzug und die progressive Botschaft für die Kleinen war gerettet.

Nur: Frauen interessieren sich weniger für Naturwissenschaften. Die Quotenfrau auf dem Mars wird dort die erste sein nicht aufgrund von weiblichem Können und Leistung, sie wird dort die erste sein aufgrund einer politischen Entscheidung als Folge einer Quotenpolitik, gemacht von Quotenfrauen und lila Pudeln. Und Stahlarbeiter leisten knochenharte Arbeit, weshalb dieser Job kaum von Frauen ausgeübt wird und das auch in Zukunft so sein wird.

All dies verweist auf die Großartigkeit des Mannes, und Feministen wollen davon was für die Frau abhaben, sie soll dem Mann überlegen sein. Feministinnen lieben den Mann, sie sind ganz besessen von ihm. Allerdings lieben sie ihn falsch. Es gibt Haben und Sein. Liebe kann sich darin äußern, dass man etwas Haben will, zum Beispiel als Partner; oder darin, dass man etwas Sein will zum Beispiel wie ein bestimmtes Vorbild, das man sich nimmt. Feministische Liebe ist Sein-Liebe, die Feministin wünscht sich, dass sie selbst bzw. generell die Frau so ist wie der Mann. Nur, dass diese Liebe unerreichbar bleibt und durch (unbewusste) Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit in Hass umschlägt, weshalb die Feministinnen den Mann in Hass- und Gewaltorgien niederschreiben müssen, ihn abwerten müssen, um selbst besser dazustehen. Was die Feministin beim Mann hasst, zum Beispiel dominantes Auftreten, liebt sei bei der Frau; und was sie bei der Frau hasst – „pink stinks!“, liebt sie beim Mann. Deswegen steckt sie Jungen in pinke Mädchenkleider und leitet die Mädchen zum Skaten, Bäumeklettern und Kernfusionsraktorenbau an.

Die Frau soll so sein wie der Weltenbauer und Sternenfahrer Mann. Da man es aber im Wesen nicht hinkriegt – sie ist nach wie vor nur das zweite Geschlecht – wird ordentlich an der Oberfläche viel Kosmetik aufgetragen, was aber nie zu einem befriedigenden Ergebnis führt, denn es ist eben: Oberflächlich. Neben Quoten soll das auch über die Sprache geschehen. So gibt es verschiedene Versuche, das generische Masklinum durch das Femininum abzulösen. Wenn überall nur noch in weiblicher Form gesprochen wird, dann wäre die Welt, die Zukunft weiblich, dann wären Frauen sichtbar! Die Hoffnung ist, wenn erst mal die vermeintliche Diskriminierung durch die Sprache aufgehört hat, dann werden auch Frauen ihre Alberta Einstein feiern können. Aber so funktioniert das nicht. Es ist nur eine Manipulation an den Wirkungen, kein Wandel in den Ursachen. Auch wenn in Zukunft alle von den Stahlarbeiterinnen reden würden, wäre Stahlarbeit dennoch Männersache, und jeder wüsste es, was diese Sprache als Lüge entlarvt.

Die Verwaltungen und Hochschulen schreiben selbstgerechte Sprache vor und schaffen ein Klima der Angst, in dem sich der verrät, der durch richtiges Deutsch zu erkennen gibt, dass er nicht auf Linie ist. Schon der Linguist und Liebhaber der Sprache Daniel Scholten merkt an, dass man ein Volk nur mit der Gewalt einer Besatzungsmacht dazu bringen kann, die eigene Sprache aufzugeben und die diktierte anzunehmen. Wenn jetzt manche Feministen frohlocken, dass da generische Maskulinum auf dem Rückzug sei, dann verwechseln sie administrativen Zwang mit dem lebendigen Sprechen in der Bevölkerung. Das sah man bereits bei Eva Herman: Die veröffentlichte Meinung stimmte nicht mit der öffentlichen überein.

Im Grunde ist es nur noch erbärmlich, denn Quotenpolitik – etwa wenn alle Literaturpreise eines Jahrgangs ausschließlich an Frauen gehen – ist kein fairer Spielzug, sie ist ehrlos… aber naja, Ehre ist ja auch männlich. Dieser Politik haftet zudem der Ruch an, dass hier Unfähige gepampert werden. Man schaue sich das Gedöhns in Politik und Presse an: Die Verweiblichung führt zum Niedergang – die Quoten-verweiblichung, soviel Zeit muss sein, um die feinen Kerle unter den Frauen nicht mit den Quothilden in einer Schublade zu stecken. Das heißt, auch wenn Feministinnen es nicht schaffen werden, das Wesen der Geschlechter zu ändern – womit die Seinsliebe unerfüllt bleiben wird und die Feministin somit nie zu einem Ende kommt – wird diese Politik viel Schaden anrichten. Das ist bislang so ziemlich das einzige Ergebnis der Frauenbewegung, welcher Welle auch immer: Schaden, zum Schaden auch der Frau, die die letzten Jahrzehnte nicht trotz sondern wegen dem Erfolg des Feminismus‘ stetig unglücklicher wurde.

4 Gedanken zu „Die Liebe der Feministin zum Mann und das generische Femininum

  1. Sabrina Seerose

    Danke für diesen gelungenen Beitrag, der die „zeitgeistigen“ Anmaßungen und versuchten Verrücktheiten prägnant benennt!
    Die zivilisatorischen Leistungen, und unseren heutigen Wohlstands-Komfort haben wir zum allergrößten Teil Männern der Neuzeit zu verdanken. Männer sind im Allgemeinen ungleich besser zu vertieft sachorientiert fokussierter Beschäftigung fähig, und ihre überlegene Körperkraft ermöglicht Leistungen, die andernfalls gar nicht erst wahrgenommen würden.

    Warum sollten wir nicht die Stärken und Schwächen bei jedem der beiden Geschlechter ehrlich benennen, und diese zum Nutzen aller Menschen weiterentwickeln, anstatt uns in absurden und sinnlosen Dominanz-Kämpfen für die totalitäre Feminist*_:Innen-Macht verheizen und mißbrauchen zu lassen?!

    Meine Liebe und Hochachtung gilt dem zivilisierten, natürlich gebliebenen Mann, der auch den Wert und die Leistung von Frauen schätzt, die sich ihres natürlichen Selbst bewußt sind.

    Antwort
      1. Robert W

        Wirkluch schön gesagt. Feminismus will wirklich Männer und Frauen trennen (dabei ist es quasi das(!) Erfolgsmodell des Menschen, dass Männer und Frauen zusamnenarbeiten und sich in ihren Eigenheiten ergänzen ).
        Hoffentlich gelingt das nicht (auch wenn ich da einigermassen pessimistisch bin)

        Antwort
  2. Pingback: Ein Brief vom Boss, die schlimmste Leiter und Pizza vom Grill - die Links der Woche vom 16.10. bis 22.10. | Männer unter sich

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