Feministische Argumentationsformen: „Frauen werden sexualisiert“

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Sexualisieren oder sexualisiert werden?

Eine typische feministische Klage lautet darauf, dass Frauen in Werbung und Medien massiv „sexualisiert“ würden. Das geht einher damit, dass Frauen als „verfügbar“ dargestellt werden.

Feministen leugnen dabei, dass es – etwas pauschalierend gesprochen – im Naturell der Frau liegt, mit ihren Reizen nicht zu geizen, wie es im Naturell des Mannes liegt, Frauen zu begehren. Männer wie Frauen sind (auch) sexuelle Wesen, die die ganze Zeit über sexualisieren. Das heißt vor allem auch, dass die angeprangerte Sexualisierung nicht nur in Medien und Werbung stattfindet, sondern auch im Alltag. Eine Frau, die sich vor der Kamera auszieht, macht kaum was anderes, was sie auch sonst im Leben macht, mal mehr – im Schlafzimmer – oder mal weniger – im Büro. Frauen sind nicht bloß passiv „sexualisiert“, sie sexualisieren aus sich heraus – sich selbst und damit auch die Männer. Jede Frau, die mit Dekolleté unterwegs ist, weiß ganz genau, was sie macht. Frauen präsentieren gerne ihre Reize, es gefällt ihnen, wenn sie Männern gefallen. Und dieses Gefallen hat auch einen anderen, knallhart wirtschaftlichen Grund: Mit etwas Glück kann hohe sexuelle Ausstrahlung zu einem Leben führen, in welchem ein Mann sie vom Zwang der Maloche befreit.

Die Klage, Frauen würden sexualisiert und als verfügbar dargestellt, kommt oft aus der lesbofeministischen Ecke, oft auch von Frauen, die nicht das Geringste zum Sexobjekt mitbringen, und die dieses Phänomen so interpretierten, im „Patriarchat“ hätten Männer ein Vorrecht auf die Frau, auf ihren Körper (welches die Kläger wohl selber gerne hätten). Das sei Folge dessen, dass der Mann auf die Frau angewiesen ist, Vater zu werden. Das übersieht zum einen, dass die Frau genauso auf den Mann angewiesen ist, Mutter zu werden wie ganz besonders auch, zu sein; zum anderen führt Ingbert Jüdt im zur Gänze lesenswerten Der Mythos vom Patriarchat aus:

„Es ist nun freilich eine merkwürdige Vorstellung, Kinder kämen erst dadurch zur Welt, dass Männer ein »Anrecht« oder »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper bekämen. Dass die Theoretiker des Gesellschaftsvertrags eine politische bzw. juristische Fiktion einführen, um den Ursprung von Adams patriarchaler Autorität über Eva zu erklären, ist dem Umstand geschuldet, dass sie noch nicht die Möglichkeit hatten, auf der Grundlage der Evolutionstheorie zu argumentieren. Wenn wir daher der juristischen Fiktion vom »männlichen Anspruch auf Geschlechtsverkehr« einen evolutionstheoretischen Sinn verleihen wollen, müssen wir die Art der sexuellen Selektion bei Homo sapiens betrachten. Wir wissen aus der Evolutionspsychologie, dass beide Geschlechter messbare typische Präferenzen in Bezug auf ihre Partner haben und dass sexuelle Attraktion somit auf Gegenseitigkeit beruht. Patemans conjugal right kann sich also nicht darauf beziehen, dass Männer überhaupt ein institutionalisiertes »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper erwerben, weil es ihnen aufgrund des selbständigen weiblichen Begehrens routinemäßig gewährt wird.“ (Seite 215)

Die Frau soll aber nicht sexy sein. Nicht für Männer zumindest, denn das bringt Männlein und Weiblein zusammen. Die Frau soll ihr Leben nicht mit einem Mann führen sondern gegen ihn, z.B. erntet sie nur dann Anerkennung aus feministischen Kreisen, wenn sie ihren Mann entsorgt hat.

Nehmen wir diese Schmiererei hier:

Die erotische Darstellung von Frauen ist also Sexismus? Nein, ist sie nicht. Denn dann wäre die erotische Darstellung von Männern ebenfalls Sexismus, das aber hat keinen Feministen je gestört. Es ist nicht feindselig, wenn man als schön und begehrenswert dargestellt wird. Wirkliche Anfeindung äußert sich ganz anders, zum Beispiel wenn Väter ganz und gar nicht als sexy präsentiert werden sondern als ekelhafte Couchpotatos mit Schmierbauch. Das Problem ist, dass sich im Sex die beiden Geschlechter manifestieren. Hier ist die Frau ganz Frau und der Mann ganz Mann. Und das führt zum Hass auf Seiten der Genderisten, denn die wollen die Geschlechter abschaffen. Die Klage darüber, dass Frauen sexualisiert würden, rührt von dem Problem her, dass Mann und Frau als wesenhafte Archetypen tatsächlich existieren – einschließlich einer aufeinander bezogenen Sexualität, die sich zu allem Überfluss in ihrer Charakteristik unterscheidet, so dass man von typisch weiblich und typisch männlich sprechen kann, und dieses „typisch“ ist die Hölle des Feministen.

Und zum Schluss?

Zu Sexobjekten reduzierte Frauen, die Misogynie internalisiert haben (Lautsprecher aufdrehen, Vollbild!):

 

5 Gedanken zu „Feministische Argumentationsformen: „Frauen werden sexualisiert“

  1. Jan Deichmohle

    Feministen aller Wellen haben stets getan, was Männern, Jungen, Jugendlichen aber auch Frauen am meisten schadet. „Sexualisieren“ ist übrigens einer der wesentlichen Mittel zur Verführung. Flirtlehrer wissen, daß die meisten Männer heute daran scheitern, dies nicht geschickt genug einzusetzen. Feministen haben Männern stets geneidet, was sie für Frauen begehrenswert macht, sind daher sowohl ideologisch als auch persönlich für das Scheitern zunehmend vieler Männer bei Frauen verantwortlich. Dazu zählt auch, daß sie das für Balz nötige Sexualisieren angefeindet und unnötig weiter problematisiert haben. Siehe „Flirtlehre (für Verlierer)“: http://publish.bookmundo.de/books/219718 sowie meine anderen Bücher.

    Antwort
        1. Renton

          Dann wird das nächste hier beworbene Buch wohl „Flirtlehre (für Gewinner – was Sie alles eh schon wussten)“ heißen ;-)

          Antwort

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