Archiv für den Monat November 2020

Bitte abstimmen: Zuschauerpreis zu „Weil du mir gehörst“

Über Genderama bin ich auf den 3sat-Zuschauerpreis aufmerksam geworden, zu dem auch der Film „Weil du mir gehörst“ zur Abstimmung steht; ein Film, der einen nur noch heulend zurücklässt und einfühlsam ein schweres wie alltägliches Verbrechen behandelt. Er wird nochmal am 23.11.2020 um 20:15 Uhr in 3sat ausgestrahlt und wird anschließend auch wieder in der ARD-Mediathek zur Verfügung stehen. Zur Teilnahme bedarf es ein EMail-Adresse.

kleinerniemand: Warum Trump bei von ihm angeblich diskriminierten Gruppen Erfolg hat

kleinerniemand bei jetzt.de:

„Wir verachten euch! Ihr fast-food essenden, aus plastikbechern trinkenden, rauchenden, ungebildeten, unsensiblen, umweltverschmutzenden Wort-Gewalttäter*innen.“ Das ist es was der Neo-feminismus den unteren Schichten entgegen ruft. Jemanden der auf einen herabschaut, wählt man nicht gerne.

Der Hauptgrund warum Menschen für Donald Trump stimmen IST und BLEIBT, dass er ein Gegenprogramm zum Elitismus und zu der gefühlten „political correctness“ darstellt auch wenn das vielen nicht gefällt. Seine Grobschlächtigkeit und Unsensibilität macht ihn menschlich.
Es ist ein katastrophaler Irrglaube, das die „political correctness“ bei unteren Schichten (egal welche Hautfarbe oder Geschlecht) gut ankommen würde. Hoch-Sprache und Etiquette, grenzen grade Menschen mit niedriger Bildung und geringen Ressourcen am stärksten aus.
Und sie befürchten: Es werden monetäre Leistungen mit Symbolpolitik ersetzt. „Ihr labert nur, ihr macht nichts.“ Wenn man fürchten muss demnächst Obdachlos zu sein, dann wirken aufgeheizte Diskussionen über machohaftes Verhalten, potentiell rassistische Halloweenkostüme und personalisierte Prono*men ziemlich elitär und herablassend. Deshalb wählen schwarze Frauen Trump und man findet homosexuelle in der AFD. Der dauerbeleidigte sprachdoktornde Neofeminismus hat es geschafft, dass sich Menschen das Gefühl haben, für ihre eigenen Community nicht mehr gut genug zu sein. Er spaltet.

Frauen brauchen keine Justiz

Im reichweichenstarken „Guardian“ wurde mal gefordert, dass man Frauen grundsätzlich nicht mit Gefängnis bestrafen solle, und auch Antje Schrupp gibt zu Protokoll:

„Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz.“ (via)

Ich steig nicht dahinter, wie man zu so einem Statement kommen kann. Sie führt weiter aus, dass sie den Rechtsstaat als männliches Konstrukt ablehnt, welches Frauen nicht gerecht würde – ohne einen Vorschlag zu machen, wie ein System besser beschaffen sein könnte (meine Vermutung: Ihr schwebt eine Frauenherrschaft vor, in der Frauen Männer als „Tyrannen“ einfach töten dürfen, was sie aber nicht so gut verkaufen kann, ohne sich als Sexistin zu entlarven).

Im Folgenden werde ich mich damit befassen, wie man als erwachsener Mensch so eine Position ernsthaft vertreten kann.

1. Die Filterbubble

In unserem Feminat hat man weibliche Gewalt schlicht nicht auf dem Schirm. Eines der besten Beispiele ist häusliche Gewalt. Obwohl diese Gewalt zur Hälfte von Frauen ausgeht, wird allein Männergewalt bekämpft. Es gibt staatliche Kampagnen in dessen Bildmaterial verängstigte Frauen zu sehen sind. Es wird propagiert, dass jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Mann getötet wird. Jetzt geht Gewalt gegen Kinder – einschließlich Mord – aber öfter von Frauen aus. Dazu gibt es keine Hasskampagnen, wonach jeden dritten Tag eine Mutter ihr Kind tötet. Keine Parolen wie: „Der gefährlichste Ort für ein Kind ist bei seiner Mutter“. Keine staatlichen Kampagnen mit Bildern von verängstigten Kindern, die sich einer bedrohlichen Frauengestalt gegenübersehen. Wäre jeder Kindsmord durch eine Frau, bzw. Kindsmord generell ein Thema wie die Lohnlüge oder Frauenquoten, es fiele viel schwerer, Straffreiheit für Frauen zu fordern oder sich in dem Phantasma zu verlieren, Frauen bräuchten keine Justiz. Dasselbe gilt für Hollywood: Die wirklich hassenswerten Charaktere in den fiktiven Erzählungen sind mit überwältigender Mehrheit Männer. Auch das prägt unser Bild, führt dazu, dass wir das Böse, was bestraft gehört, eher bei Männern wahrnehmen. Die Filter-Bubble erstreckt sich also auf den Mainstream. Bezeichnenderweise rät Schrupp dazu, man solle sich in die feministische Filter-Bubble einschließen. Wer aber dieser Aufforderung nachkommt, erhält ein verzerrtes Bild der Realität, er betrügt sich selbst (ich selbst lese regelmäßig bei Feministen mit).

2. Typisch weibliche Verbrechen sind keine

Frauengewalt gegen Kinder wird sogut wie gar nicht verfolgt, sie führt auch nicht dazu, dass Frauen als Kollektiv Nachteile beim Sorgerecht befürchten müssen. Es gibt weitere Verbrechen, wie Ungeborenentötung, die überwiegend von Frauen begangen, aber nicht verfolgt werden. Eines ist die Falschbeschuldigung. In unserem Feminat geht man eher davon aus, dass ein Mann vergewaltigt als dass eine Frau lügt. Das heißt, obwohl eine solche Beschuldigung ganze Existenzen vernichten kann, wird sie wie eine Kavaliersdelikt gehandelt. Die Frau bekommt zum Beispiel ihre Rache, aber wenn sie überführt wird, muss sie kaum irgendwelche Konsequenzen fürchten.

Ein weiteres typisches Verbrechen ist Vaterkindentfremdung. Dabei wird das Kind einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen, in welcher es lernt, den Vater, zu dem eine enge und existentielle Bindung besteht, zu hassen. Man hat schlicht kein Bewusstsein dafür, dass es zum einen Kinder schädigt und auch Väter verzweifeln lässt. Ein solches Opfer bezeichnete dies als seelische Vergewaltigung; der immer gemäßigte Blogger und Freund der leisen Töne Lucas Schoppe spricht von Kinderfolter. Man weiß seit langem darum, wie gravierend dieser Eingriff in die Kinderseele ist, oder könnte es wissen, aber angegangen wird das Problem nicht. Wenn einem Sklavenhalter der Prozess gemacht würde, und es würde ihm auch zur Last gelegt, dass er Kinder von ihren Eltern getrennt hätte, sollte sich das strafmildernd oder strafverschärfend auswirken? Fest steht: Dieses Verbrechen ist straffrei.

3. Das Paradies ohne Männer

Schrupp sagt, gäbe es keine Männer, bräuchte man auch keine Justiz. Wie ist das zu verstehen? Die eine Deutung wäre, dass Frauen in Notlagen wie Armut und anderen schlechten Voraussetzungen in der Kindheit nicht straffällig würden. Dass davon ausgegangen wird, halte ich für unwahrscheinlich. Vielmehr ist wohl gemeint, dass eine reine Frauengesellschaft ohne männliche Verseuchung das Paradies wäre, in der für keine Einzige ein Grund bestände, in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten. Das lehnt an an das faschistoide Prinzip der „toxischen Männlichkeit“ – die Welt wird erst durch Männer so schlimm, so dass sie selbst, aber auch Frauen Verbrechen begehen. Die Frauengesellschaft: Ein Paradies ohne Verbrechen? Das ist sehr verräterisch, da es bedeutet, dass unsere heutige Gesellschaft mit männlichen Einfluss mehr Paradies für Frauen als für Männer bietet, so dass sie seltener kriminell werden. Der Mann nimmt die eigentlichen Härten auf sich, schirmt die Frau davon ab und ermöglicht ihr durch seine Maloche einen Lebensstandart weit über HartzIV, den sie selbst nicht erarbeiten muss. Einen Dienst, wie ihn Männer nicht erfahren, sie sind mehr auf sich allein gestellt, die ganze Gesellschaft ist härter zu ihnen, was sie kriminell werden lässt. Der Mann ermöglicht der Frau unter großem Opfer – lebenslanger Maloche – ein besseres Leben, wird dafür aber nur beschimpft.

4. Verständnis und Mitleid für Frauen

Man hat viel mehr Verständnis für Frauen, die kriminell werden. Man setzt – zum Beispiel bei Missbrauch – mehr auf „Hilfe statt Strafe“. Man sieht in der Frau anders als beim Mann nicht das Böse, man denkt empathischer über sie, verurteilt sie nicht moralisch. Das führt dazu, dass Frauen vor Gericht seltener und weniger hart verurteilt werden (was, nebenbei bemerkt, ebenfalls die Sichtbarkeit von Verbrecherinnen verringert):

So zeigte sich in einer 2012 veröffentlichten Untersuchung von Sonja Starr, Juniorprofessorin an der Universität Michigan, dass Männer für dasselbe Verbrechen eine im Schnitt 63 Prozent höhere Haftstrafe erhalten als Frauen. Auch könnten verhaftete Frauen signifikant häufiger einer Anklageerhebung und Verurteilung vollkommen entgehen

Und mehr noch: Wer eine Frau tötet, muss mit einer im Schnitt um 40,6 Prozent höheren Haftzeit rechnen als jemand, der einen Mann tötet.

Auch Stuttgarter Sozialwissenschaftler, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg mit allen vor den Jugendgerichten der Stadt verhandelten Fällen beschäftigt hatten, gelangten zu einem eindeutigen Ergebnis: Frauen werden für ein und dasselbe Delikt deutlich gnädiger bestraft als Männer. Dieses Prinzip erstreckte sich über die gesamte Bandbreite des Strafgesetzbuchs vom Fahren ohne Führerschein bis zu Körperverletzung und Raub. Überdurchschnittlich häufig endeten die Hauptverhandlungen gegen Frauen mit außergewöhnlich geringen Strafen oder gar der völligen Einstellung des Verfahrens. Auch bei nachweislich schweren Delikten kamen Frauen mit leichteren Strafen davon als Männer. Das galt auch für mehrfach vorbestrafte Wiederholungstäterinnen. Als die Soziologen die Richter auf diese Ungleichbehandlung ansprachen, ernteten sie jedoch nur Verwunderung. Denen erschien es nämlich ganz selbstverständlich, Frauen vor Gericht weniger hart anzufassen, unter anderem mit dem Argument, diese besäßen weniger kriminelle Energie. Was ihnen überhaupt nicht aufzufallen schien, war, dass dies eine sich selbst beweisende Fehlargumentation war: Wenn Frauen weniger hart bestraft wurden, traten sie natürlich auch nicht so stark in den Strafstatistiken in Erscheinung, woraus man dann wiederum eine geringere kriminelle Energie ableiten konnte. (Arne Hoffmann: Lexikon der feministischen Irrtümer)

Ich habe hierzu auch eine Fernsehdoku der ARD in Erinnerung, in welchem die Reporter eine mehrfache Kindsmörderin im Knast besuchten, um diese völlig unwidersprochen davon sprechen zu lassen, dass sie ihre Kinder trotzdem liebe. Ich erinnere mich nicht daran, dass in der ganzen Sendung über solche Frauen, die so ihre Kinder verloren hatten, die geringste Kritik an ihnen geübt wurde. Auch Feministen, die damit konfrontiert werden, dass Gewalt gegen Kinder überwiegend von Frauen ausgeht, entschuldigen dieses Verhalten sofort damit, dass Frauen weit mehr Zeit mit Kindern verbringen (eine Entschuldigung, die bei männlichen Schlägern natürlich nicht angewendet wird). Man hat Verständnis für eine schwierige Situation. Auch bei dem jüngsten Mehrfachmord eine alleinmächtigen Mutter an ihren fünf Kindern beeilte sich der Moderator der Nachrichtensendung sofort zu versichern, dass die Arme überfordert war. Väter, die ihre Kinder töten, werden nicht mit Samthandschuhen angefasst.

Ich möchte mit einem Fall schließen, der besonders für die Opfer tragisch ist, der zeigt, wohin das führt, dass man Frauen nicht zutraut, bösartig zu sein, dass man ganz viel Verständnis für sie hat:

Die Kanadierin Karla Homolka setzte ihre 15 Jahre alte Schwester unter Drogen und stellte sie ihrem Freund Paul Bernardo für eine Vergewaltigung zur Verfügung. Das Mädchen kam dabei ums Leben. Karla erklärte ihren Eltern, ihre Schwester habe zuviel getrunken und sei an ihrem Erbrochenen erstickt. Nach ihrer Heirat mit Bernardo entführte das junge Paar weitere Mädchen, hielt sie als Sex-Sklavinnen tagelang gefangen, vergewaltigte sie mehrfach, brachte sie um. Nach einer dieser Entführungen berichteten Zeugen, »zwei Männer« als Täter wahrgenommen zu haben. Die Polizei kam dem Paar auf die Spur, aber auch die Beamten waren sich sicher, dass eine weibliche Täterin in jedem Fall unter dem Einfluss eines gewalttätigen Mannes stehen musste: »Wir sind nicht hier, um Sie zu kriegen. Wir wollen ihn kriegen. Sie sind das Opfer.« Karla erkannte ihre Chance, behauptete, eine verprügelte Frau zu sein und handelte eine Höchststrafe von sechs Jahren und Immunität für alle weiteren möglichen Anschuldigungen aus. Die Medien erfuhren nicht einmal, dass sie zu den Tatverdächtigen gehörte. Der erste Bruch in ihrer Geschichte tauchte auf, als Psychologen, die sich mit ihr unterhalten hatten, keinerlei Angstzustände aufgrund von Misshandlungen erkennen konnten. Im Gegenteil, Homolka wirkte überaus dominant. Keiner dieser Experten wurde vor Gericht geladen, um seine Aussage zu machen. Karla selbst hatte die Literatur über häusliche Gewalt offenbar gelesen, zitierte sie vor Gericht, gab sich als Opfer. Dann tauchten Videos auf, die Karla und Paul zeigten, wie sie sich mit ihren »Sexsklavinnen« die Zeit vertrieben. Karla war meistens heiter und gut gelaunt, gab den Mädchen ebenso Anweisungen, was sie tun sollten, wie ihrem Freund. Das einzige Aggressive, was er auf diesen Videos zu ihr sagte, war ein genervtes »Halt die Klappe!« Es war diese Bemerkung, die in den Zeitungsschlagzeilen auftauchte, um das Klischee vom männlichen Haupttäter zu erfüllen. Karla behauptete vor Gericht, sie habe ihrem Freund bei diesen Taten geholfen, weil er sie immer wieder dazu gedrängt habe. Na dann. Ein weiteres Video ließ allerdings andere Töne hören: »Ich habe es geliebt, wie du meine Schwester gefickt hast. Ich möchte, dass du das noch einmal tust.« Ihre Schwester war zu diesem Zeitpunkt längst tot, Karla sprach von anderen Mädchen. »Glaubst du, wir können das tun? Willst du es noch fünfzigmal tun? Jede Woche vielleicht?« Auf Unstimmigkeiten zwischen ihrer Aussage und den Videos hingewiesen, behauptete Karla, sich an alles nur noch verschwommen erinnern zu können, so wie in einem Traum. Zwischen den Morden verreiste sie mit ihrem Partner nach Disneyworld oder an den Strand von Maui. Auch dort, behauptete sie, sei sie von ihm fürchterlich zusammengeschlagen worden. Im Kreuzverhör reduzierte sie diesen Vorwurf auf einen Klaps auf den Hintern – ihren einzigen Körperteil, der auf den Urlaubsaufnahmen nicht deutlich zu erkennen war. Im Herbst 1995 nahm einer der Gerichtsmediziner, der die Autopsien an den getöteten Mädchen vorgenommen hatte, mit der Presse Kontakt auf. Für die Gerichtsverhandlung gegen Bernardo hatte er seine Berichte noch einmal analysieren müssen und dabei festgestellt, dass Homolkas Aussagen definitiv falsch sein mussten. Es war eindeutig: Sie hatte die Mädchen umgebracht, nicht ihr Partner. Die Staatsanwaltschaft weigerte sich, seine Aussage vor Gericht zuzulassen, weil sie ihre eigene Ansicht widerlegte: dass er, der Mann, der Haupttäter sein musste. Der Fall ging quer durch Kanadas Presse, stand aber international im Schatten vom gleichzeitigen Verfahren gegen O. J. Simpson. Über dreitausend Unterschriften wurden in Kanada gesammelt und an Politiker verschickt, gekoppelt an die Bitte, Karla Homolkas Straffreiheit aufzuheben. Ein Senator versuchte, ein Gesetz einzubringen, das es erlaubt hätte, Karla Homolka hinter Gittern zu lassen. Es war zu spät, die Abmachung galt. Seit 1997 ist die mehrfache Entführerin, Vergewaltigerin und Mörderin Karla Homolka wieder eine freie Frau (SFBM?, Seite 165)

Antje Schrupp: „Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz.“

 

Ein kaputter Typ

Zum Thema sexuelle Belästigung lässt sich festhalten, dass erstens auch Frauen belästigen, und zweitens, dass die Meisten, die belästigen, in der Regel gar nicht belästigen wollen, sondern einfach nur Nähe suchen; eine meine Interviewpartnerinnen brachte das mal mit der griffigen Formel auf den Punkt: „Welcher Mann will denn schon belästigen?“

Jetzt berichtete in einem sozialen Medium eine Frau von einer besonders unangenehmen Begegnung. Beim Einkaufen habe sie sich feuchtes Toilettenpapier in den Einkaufswagen gelegt, woraufhin ein ungepflegter Mann auf sie zugekommen sei, und „Da biste sauber wie geleckt.“ von sich gab. Natürlich war sie davon nur noch angeekelt.

Um das mal zu analysieren, stellen sich die Fragen: „Was will er?“ und „Wie will er es erreichen?“.

Die mangelnde Körperpflege lässt schließen: Vermutlich ein Arbeitsloser ohne Familie und Freunde, ein Alkoholiker, der verwahrlost. Wahrscheinlich einsam, ganz allein. Als so einer sucht er menschliche Nähe, um die erste Frage zu beantworten, geht dabei aber größtmöglich ungeschickt an die Sacher heran. Wenn er so kaputt ist, dass er sich auch nur die kleinste Chance ausrechnet, mit solchem Verhalten eine positive Reaktion zu ernten, ist er noch kaputter als er sowieso schon den Eindruck macht. Vielleicht ist er sich aber auch bewusst, dass die Reaktion auf so einen Spruch nur negativ, nur schockiert ausfallen kann. Negative Aufmerksamkeit ist aber immer noch Aufmerksamkeit, und Ablehnung zu erfahren ist immer noch eine Form zwischenmenschlicher Interaktion, was für ihn vielleicht immer noch besser ist, als von jeglichem Umgang mit anderen Menschen ausgeschlossen zu sein.

Dieser Typ hat weniger Hass verdient, zu dem Feministen tendieren, als vielmehr tiefstes Mitleid. Die einzige richtige Reaktion auf sowas ist: „Sie tun mir Leid, suchen Sie sich Hilfe.“

Mausfeld: Die autoritäre Scheindemokratie

Parlamentswahlen spielen offenkundig in kapitalistischen Demokratien für alle grundlegenden politischen Entscheidungen keine Rolle mehr. Die großen politischen Entscheidungen werden zunehmend von Instanzen und Akteuren bestimmt, die nicht der Kontrolle der Wähler unterliegen. Während also die Hülse einer repräsentativen Demokratie weitgehend formal intakt erscheint, wurde sie ihres demokratischen Kerns nahezu vollständig beraubt. Demokratie birgt also für die eigentlichen Zentren der Macht keine Risiken mehr.

Die Wahrheit über die Demokratie

xyz: Wie im Staatsfeminismus Frauen aus der Verantwortung entlassen werden

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Du übersiehst bei Deiner Argumentation leider, dass für Frauen alles Ausbeutung und Prostitution ist, also auch jeder Vorstandsjob oder jede sonstige Tätigkeit. Welche Art der Dienstleistung ist dabei völlig egal. Ob sie nun z.B. als selbständige Rechtsanwältin Leistungen für Geld anbietet oder in anderen Bereichen, ist egal. Es kann einfach nicht sein, dass irgendein Schwein Dienstleistungen von Frauen für Geld verlangen kann.

Das ergibt sich doch für jedermann offenkundig aus einem einfachen „erst-recht“-Schluss. Wenn es als strafbar gelten soll, Frauen für eine Tätigkeit Geld zu bezahlen, wofür die Frau keine besondere Ausbildung benötigt, nahezu jeder andere ähnlich gut könnte und auch im liegen möglich ist, wo letztlich der Kunde die Arbeit verbringen soll, dann muss es doch erst recht strafbar sein, wenn von Frauen höherwertige Leistungen und dann möglicherweise auch noch für weniger Geld beansprucht werden; wo also die Frau auch noch erst einmal eine vorherige Qualifikation erwerben und nachweisen muss und die eigentliche Arbeit nicht dem Kunden überlassen werden kann.

Wenn also eine Edelprostituierte einen höheren Stundenlohn als eine Rechtsanwältin hat, obwohl die Rechtsanwältin vorher 2 Statsexamen bestanden haben muss, die Rechtsanwältin sich nicht einfach nur hinlegen kann, damit der Mandant die Arbeit (Schriftsätze) selber erledigen kann, dann ist das doch erst recht frauenfeindlich. Diese Anspruchshaltung von Kunden von Rechtsanwältinnen ist somit noch ausbeuterischer als die vergleichsweise geringe Anspruchshaltung von Kunden von Prositutierten.

Frauen wollen bereits für ihre bloße Existenz Vorstandsgehälter haben, ohne dass irgendjemand irgendetwas von der Frau verlangen darf. Alles andere ist als völlig frauenfeindliche Ausbeutung.

Und auch die Idee, nicht den Anbieter von Leistungen, sondern nur den Kunden von Leistungen für einen Straftäter zu halten, ist doch völlig genial. Es weiß doch jeder, dass der heroinsüchtige Junkie die wahre Verantwortung für das Unrecht bei einem Kauf von Heroin zu tragen hat, während der Heroindealer nur das zu bemitleidende ausgebeutete Opfer ist. Daher wäre es auch skandallös, wenn man den Heroindealer für mitverantwortlich halten würde oder ihm als Opfer irgendetwas verbieten oder unter Strafe stellen zu wollen.

Außerdem muss die Rechtsordnung auch möglichst konsequent, stringent und nachvollziehbar bleiben. Die deutsche Gesetzordnung ist an vielen Stellen jedoch deutlich von dem Leitbild geprägt, dass Frauen wie kleine Kinder bzw. beschränkt Geschäftsfähige nicht in der Lage sind, Verantwortung ähnlich wie Männer für eigenes Tun übernehmen zu können. Der Gesetzgeber hält Frauen daher pauschal insgesamt für völlig untauglich, im Ernstfall das Land verteidigen zu können, weshalb nur Männer dazu gezwungen werden können. Man gesteht nur Frauen das Abtreibungsrecht zu, weil man Frauen für untauglich hält, Verantwortung auch dann übernehmen zu können, wenn nur der Bettpartner das Kind haben möchte. Der Gesetzgeber versucht Kuckucksmütter umfänglich zu beschützen, weil der Gesetzgeber Frauen für untauglich hält,, die Verantwortung für die Folgen des eigenen Fremdgehens übernehmen zu können. Man versucht Frauen über Quoten in die Betriebe zu pressen, weil der Gesetzgeber den Frauen nicht zutraut, in Eigenverantwortung Arbeitgeber zu überzeugen oder selber Unternehmen zu gründen. … usw…

Es ist daher nur folgerichtig, dass der Gesetzgeber allen Frauen zudem pauschal und insgesamt nicht zutraut, selber entscheiden zu können, welche Dienstleistungen sie freiwillig für Geld anbieten wollen bzw. Verantwortung dafür tragen zu müssen. Es ist daher gesetzgeberisch folgerichtig, nur das Handeln des Freiers unter Strafe zu stellen und die Anbieterin dieser Leistungen für nicht fähig zu halten, Mitverantwortung zu übernehmen.

Wären Heroindealer vorrangig weiblich, würde der Gesetzgeber auch nur den Käufer von Heroin für strafbar halten.

Das ganze Strafrecht ist davon geprägt, Frauen möglichst nie zu bestrafen. Die Niedertracht in Bezug auf Kuckuckskinder belässt der Gesetzgeber vollkommen straffrei. Bei Entsorgung des Nachwuches eröffnet der Gesetzgeber mit dem Abtreibungsrecht großzügig Türen für die straflose Entsorgung. Nach der Geburt machen dann die Gerichte und Rechtsanwälte schönste Verrenkungen, um die Straffreiheit der Entsorgung über die Babyklappe zu begründen. … usw… Auch diesbezüglich ist es daher nur konsequent und folgerichtig, Verhalten von Frauen selbst dann nicht unter Strafe zu stellen, wenn der Gesetzgeber die Tätigkeit (käuflichen Sex / Entsorgung von Kindern / …) eigentlich allgemein zu Unrecht erklären will.

Muss man Feministen töten?

Ein pseudolinksfeministischer Slogan heißt: „Feminismus oder Schlägerei!“ Warum nur so zurückhaltend?

Ich habe mal eine Bekannte sehr erschrocken, weil ich solchen Gedanken wie im Titel nachhing: Muss man Feministen töten? – Ist das die Antwort auf #killallmen? #killallfeminists?

Ich war ein junger Hansdampf und man hatte mir Gewalt angetan. Ich war über das feministische Manifest zur Vernichtung des Mannes gestolpert, und ich konnte nicht damit umgehen. Es war blanker Hass und ich war vollkommen überfordert, ich konnte es nicht einordnen.

Ich reagierte so, wie Männer reagieren sollten: Ich wurde zornig und wollte in den Krieg. Stell‘ dir vor, es wäre Geschlechterkrieg, und die Männer gingen hin!

Abbekommen hat meine Mordwut dann eben jene Bekannte. Jedenfalls verklickerte ich ihr, wenn mir eine Feministin mein Lebensrecht abspreche, wie es Solanas machte, dann sei sie mein Todfeind und ich müsste sie töten. Ich sprach von einer Revolution des Mannes, in welcher man kurzen Prozess mit Feministen machen würde. Die Ärmste war vollkommen eingeschüchtert und versicherte mir, dass sie keine Feministin sei.

Nun, sie hat nichts zu befürchten. Manche Frauen führen zwar einen Krieg gegen den Mann, aber kein Mann führt einen Krieg gegen die Frau – dafür lieben Männer die Frauen viel zu sehr. Und selbstverständlich kann man Feministen nicht einfach töten, das geht schon aus humanitären Gründen nicht.

Great Reset: Wie das Großkapital die Coronakrise nutzen will, um eine totalitäre Weltordnung durchzusetzen

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ – Warren Buffett, Multimilliardär

Eine Diskussion dazu mit weiterführenden Links findet sich hier. Lesenswert ist z.B. die Erörterung von Norbert Häring.

In einem anderen Dokument eine Kurzusammenfassung (nur als Bild, da der Mensch es unbedingt kopierschützen musste):

Billy Coen über Probleme von Männern, die sich als Gewaltopfer Hilfe suchen wollen

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Offen gestanden weiß ich gar nicht, wie signifikant sich die beständige „Partnerschaftsgewalt ist Männergewalt“-Propaganda direkt auf die einzeln gewaltbetroffenen Männer auswirkt. Ich sehe das Hauptproblem eher bei denen, die sich eigentlich dieser Menschen annehmen müssten, denen von feministisch-bösartiger Schwätzerei die Wahrnehmungsfähigkeit vernebelt worden ist.

Diese Hirnwäsche führt dazu, dass Männer schon am Telefon merken, wie sich dort gerade am anderen Ende der Leitung ein Polizist bei der Aufnahme des Notrufes amüsiert. Sie führt dazu, dass ein Mann, selbst wenn er mit Hämatomen übersät ist oder gar aus offenen Wunden blutet, erlebt, wie sich beim Eintreffen der gerufenen Streife der männliche Polizist mit unverkennbarer Argwohn mit ihm auseinandersetzt, während er aus einem Nebenzimmer vernimmt, wie zeitgleich die Polizistin in mitfühlendem, tröstendem Ton mit der Frau spricht. Da bleiben wenig Fragen offen, welch kafkaeske Wendung die Sache da gerade für ihn zu nehmen beginnt.

Das führt dazu, dass sich Gewalthilfehotlines grundsätzlich nur für Frauen zuständig fühlen und völlig überfordert sind, wenn sich ein Mann an sie wendet. Das führt dazu, dass diese dann dem Anfragenden „netterweise“ Kontaktdaten zu einer anderen Hotline geben, welche sich rasch als eine Anlaufstelle für Leute entpuppt, die lernen wollen, ihre Aggressionen gewaltfrei zu überwinden.

Das alles sind Dinge, die man immer wieder hört und liest, wenn von Partnerschaftsgewalt betroffene Männer über ihre Erlebnisse berichten. Dass sich in solch einem gesellschaftlichen Klima kaum einer traut, mal den Kopf rauszustrecken, auf die überaus realistische Gefahr hin, am Ende selber als Täter gebrandmarkt zu werden, ist wenig überraschend.

Es ist schon fast ein Wunder, dass es überhaupt etwa ein fünftel Männer unter den statistisch geführten Anzeigestellern gibt. Man beachte, wie sich die Sache auf der anderen Seite darstellt: eine Frau, die noch nie mit unterschiedlichsten Gewaltschutzangeboten – natürlich exklusiv für Frauen – in Begegnung gekommen ist, die muss ihr Leben mit zugenähten Augen und Ohren voller Wachs in einem Erdloch verbracht haben. Die Werbung für derlei Angebote ist regelrecht omnipräsent. Hinzu kommt noch, dass diese Angebote nicht nur nachweislich oft missbraucht werden, sondern dass den Anbietern dieser Missbrauch gleichermaßen bewusst wie willkommen ist, weil letztlich egal ist, ob Missbrauch oder nicht, es geht darum Zahlen zu generieren, die bequemerweise nie nach dieser Kategorie differenzieren, um auf dieser Basis regelmäßig erhöhte Budgets zu erhalten. Dieser Missbrauch wird ja auch gleichzeitig noch von Beratern aus anderen Gebieten teils unmissverständlich nahegelegt, wenn z. B. eine Frau im Zuge einer Trennung mit Kind mal eben den Tipp bekommt, doch einfach mal mit dem Kind in ein Frauenhaus zu „flüchten“. Auch das ist den Verantwortlichen in den Einrichtungen vollends bewusst und wird von ihnen toleriert, wenn nicht gar begrüßt, denn es „hilft ja der Sache“.

Wir haben also auf der Seite der Männer einen zähen Kampf gegen gesellschaftliche Tabus (Frau als Täter) und widerliche zynische bis menschenverachtende Aktivistinnen, die jeden Versuch, gegen diese Tabus anzugehen, verbiestert in der Luft zerreißen, schon alleine weil sie es nicht ertragen können, auch nur hypothetisch zur Verfügung stehendes Geld auch für männliche Gewaltopfer eingesetzt zu sehen.

Und auf der anderen Seite haben wir eine regelrechte Industrie mit all ihren Begleiterscheinungen (Lobbyismus, Nepotismus, Korruption), die aktiv bemüht ist, Zahlen über Zahlen zu generieren.

Erfreulich auf jeden Fall, dass sich die Anzeichen mehren, dass der eiserne Vorhang vor diesem Thema so langsam Rostlöcher zu entwickeln beginnt. Vielleicht ist auch er dann irgendwann so von diesen durchfressen, dass er vollständig in sich zusammenbricht.

Die Hausfrauenneurose

[ebook] Farrell, Warren - Mythos Männermacht1

So souverän wie obige Madamme können nicht alle Frauen damit umgehen, dass sie und nicht er die Privilegierte in der traditionellen Rollenverteilung ist, dass sie und nicht er ein Leben führt wie ein reicher Bürger, das heißt vom Übel der Arbeit befreit.

Esther Vilar diagnostizierte bei Hausfrauen die „Hausfrauenneurose“. Sie führte das darauf zurück, dass es einen Widerspruch gab zwischen der Geschichte, die die Medien, die Gesellschaft den Frauen erzählten – sie sei unterdrückt und benachteiligt – und der Wirklichkeit – sie ist privilegiert und weiß das auch ganz genau: Dieser Widerspruch führe zu einer Neurose.

So sehr ich Vilar schätze, möchte ich hier doch widersprechen. Die Ursache für die Hausfrauenneurose ist eine andere: Nämlich der Umstand, dass die Hausfrau ihren Mann und die Gesellschaft darüber täuschen muss, wie privilegiert sie ist – spätestens wenn die Kleinen größer werden, gerät sie unter Rechtfertigungsdruck; sie muss simulieren, sie arbeite viel und hart. Das berichtete bereits Joan Bitterman: Frauen heben sich die Haushaltsaufgaben bis zum Abend auf, damit der Mann den falschen Eindruck bekommt, nämlich sie wäre mit Haushalt und Kindern ausgelastet bzw. überlastet. Ich hatte mal eine interessante Erfahrung: Ein Karrieremann erklärte mir mal, während seine Frau daneben stand, was er alles im Job zu leisten hätte – sie sagte nichts sondern stierte nur ins Leere.

Das weibliche Anerkennen, dass es sein Opfer ist, welches ihr ein besseres Leben ermöglicht, gefährdet ihr Privileg. Deswegen muss sie betrügen und lebt ständig damit, dass sie auffliegen könnte. Das ist der Grund für die Hausfrauenneurose.