Der edle Qur’an

Da ich will, dass sich jeder ein eigenes Bild machen kann, lasse ich zuerst eine Muslima zu Wort kommen, die mir aber wie eine Inkarnation obigen Memes vorkommt. Sie schreibt jedenfalls u.a.:

Die Meisten haben beim bloßen Lesen des Korans (vor allem mit dem einseitigen Input der vergangenen Medienberichterstattung) kein gutes Gefühl. Es fehlt der historische Kontext mancher Suren und die unzureichende Übersetzungskraft (arabisch ist so viel intensiver und detaillierter – unmissverständlicher) kann zusätzlich das Bild verzerren. Deswegen ist es soooo wichtig, zusätzlich zum Koran das Tafsir (Erklärungen zu den Suren) zu lesen oder mit einem Koranexperten (nicht Kritiker) zu sprechen, der wirklich alles „Unangenehme“ ins richtige Licht rückt.

Nun, in Saudi-Arabien sprechen und lesen sie arabisch, und in diesem Gottesstaat wird der Wille Allahs von hochgebildeten Imamen durchgesetzt, die den Koran sicherlich nicht missverstehen. Dort aber wird zum Beispiel Atheismus oder der Abfall von der Religion mit dem Tode bestraft, um nur zwei von vielen unaufgeklärten Barbareien zu benennen. Und auch hierzulande passen sich Muslime nicht an die Aufklärung an.

Es ist ein wiederkehrendes Muster in der muslimischen Gemeinde, dass man nur dann Recht mit dem Islam hat, solange man nichts Schlechtes über ihn zu sagen hat, und dass man nur Unrecht mit dem Islam hat, wenn man nichts Gutes über ihn zu sagen hat.

Ich habe den Koran gelesen, und als Stümper habe ich jetzt was dazu sagen, und zwar nichts Gutes.

Wenn man zum Urteil gelangt, dass der Koran eine gewalttätige Schrift ist, wird gerne angeführt, dass die Bibel genauso sei. Das stimmt, es gibt aber Unterschiede: Erstens ist der Koran sowas wie eine umgekehrte Bibel. Geht nicht völlig gewalttätig los und eskaliert dann z.B. zum Auslöschen ganzer Städte, und es wird darüber triumphiert, dass ganze Völker von Ungläubigen ausgestorben sind. Verschärfend kommt hinzu, dass im Koran selbst eine Anleitung steht, wie man ihn zu interpretieren hat: Spätere Verse überschreiben die jüngeren, wenn sie sich widersprechen; das nennt sich Abrogation. In der Bibel hingegen kommt nach dem ganzen Gemetzel Flowerpower-Hippie-Jesus mit seiner Friedensbotschaft. Es gibt einen Verein zur „Verbreitung der heiligen Schrift,“ der dir auf Anfrage kostenlos eine Bibel schickt. Wenn Du das aber machst, erhältst Du nur das neue, nicht das kriegslüsterne alte Testament.

Der zweite wichtige Unterschied ist: Der Koran wird als heilige Schrift, also als perfektes Wort eines perfekten Gottes noch verbindlich ernstgenommen, wohingegen im Westen kein Christ mehr Hexer und Hexen verbrennt, weil eine Bibelinterpretation das so vorschreibt – die Aufklärung hat dem Christentum den scharfen Zahn gezogen. Der Koran ist Gottes Wort, und selbstverständlich steht das über allem, was vom Menschen kommt, also auch über dem Grundgesetz. Wenn in so einer heiligen Schrift steht, man müsse die Ungläubigen töten (z.B. Sure 9, Vers 5), dann hat das Konsequenzen.

Meinen Koran habe ich von einem Moslem geschenkt bekommen. Ein anderer erklärte mir, wenn ich ihn erst mal gelesen hätte, wäre ich auch ein Moslem. Nun, das bin ich nicht, und dafür droht mir nun eine schreckliche Strafe, denn wer den Koran liest, aber nicht glaubt, wird der wahre Verlierer sein. Nur dass das egal ist, denn als Ungläubiger – Unglaube ist das schlimmste Verbrechen – wird mein Körper sowieso schon bis in alle Ewigkeit Brennstoff für das Höllenfeuer sein, schlimmer geht’s also nicht.

Das ist die essentielle Erpressung im Islam: Schließ‘ dich uns an oder erleide bis in alle Ewigkeit unerträgliche Qualen im Jenseits, wobei es schon im Diesseits losgeht: Und willst Du nicht meinen Glauben teil’n, so schlag ich dir den Schädel ein. Allah ist der Barmherzige, der Allweise.

Allerdings verstehe ich, was mein damaliger Kumpel damit meinte, die Lektüre würde aus mir einen Moslem machen. Der Koran ist sehr redundant; er ist die unablässige Wiederholung dessen, dass die Gläubigen in Gärten kommen, durch die Bäche fließen, und die Ungläubigen ins Höllenfeuer gestoßen werden. Würde man alle Redundanzen streichen, der Koran ließe sich von hunderten auf vielleicht 25 Seiten zusammenkürzen. Das ist ein psychologischer Trick. Der Mensch tendiert dazu, Wiederholungen für die Wahrheit zu halten, wenn er ihnen oft genug ausgesetzt ist. Damit arbeitet jede Propaganda: Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zu Wahrheit. So funktionieren die Koranschulen: Unablässig büffelt man Wiederholung auf Wiederholung, bis man gänzlich von dem Schwachsinn überzeugt ist, ein Gott hätte es nötig, dass ihm sterbliche Würmer in den Hintern kriechen (hierzu gibt es einen Einwand).

Und es gibt ein weiteres psychologisches Momentum, das auch von George Orwell in „1984“ beschrieben wird: Doppeldenk. Man muss unter dem totalitären Regime zwei sich widersprechende Sachverhalte als wahr akzeptieren. Im Islam wäre das, dass Allah der Barmherzige und Allverzeihende ist, zugleich aber eine blutrünstige, rachsüchtige Bestie. Das liest sich dann zum Beispiel so:

Und diejenigen, die nicht an die Zeichen Allahs und an die Begegnung mit ihm glauben – sie sind es, die an meiner Barmherzigkeit zweifeln. Und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (Sure 29, Vers 23)

…also das Höllenfeuer. Bis in alle Ewigkeit für ein gekränktes Ego. Wahrlich barmherzig. Doppeldenk: Man muss als getreuer Unterworfener zwei sich widersprechende Sachverhalte beide als gleichzeitig wahr akzeptieren.

Nun, sollte es dazu kommen, sollte es mir passieren, dass ich in die Hölle käme, wäre das ein Beweis für die Wahrhaftigkeit des Korans, und dann würde ich es bereuen, dass ich nicht auf die Zeichen gehört habe, aber dann ist es zu spät (das kommt auch oft vor, wie gesagt, der Koran ist sehr redundant). Das wäre ein echter Beweis. Entgegen der nicht überzeugenden Beweise im Koran – wie der Koran selbst, welcher als Buch allein als Beweis ausreiche – aber es gibt viele Bücher, z.B. auch die Bibel. Im Koran wird oft wiederholt, dass es Zeichen für diejenigen gebe, die denken können – also etwa dass die Sonne aufgeht und es regnet, so dass man die Ernte einfahren kann – das sei Allahs Segen. Nun, diese Zeichen lassen sich auch naturwissenschaftlich erklären. Stephen Hawking legte ein umfassendes Weltbild vor, welches ohne Gott auskommt, wofür er jetzt in der Hölle schmort. Und das perfekte Wort des perfekten Gottes mit seinen „Zeichen für die Denkenden“ liegt nicht nur darin falsch, dass die Erde älter ist als die Gesamtheit der Sterne (41:12) oder dass alle Tiere in Gemeinschaften leben (6:38). Dass ich übrigens nichts auf diese Zeichen, Beweise gebe, liegt daran, dass mir Allah Augen, Ohren und Seele versiegelt hat, so dass ich die Wahrheit nicht erkennen kann, irregeleitet werde, und dann als Ungläubiger im Höllenfeuer brennen werde – wahrlich: Allah ist der Allweise, der Barmherzige.

Und warum aber sollten diese Zeichen nicht ein Beweis für den Christengott sein?

Womit wir bei den Christen wären. Keiner sollte sich einbilden, dass Muslime gut auf Christen zu sprechen seien, aus der Überlegung heraus, dass sie alle zusammen ja dem einen allmächtigen Gott dienen – also Brüder im Geiste wären. Christen sind laut Koran Ungläubige, und Unglaube ist – ich wiederhole mich – das schlimmste Verbrechen überhaupt. Auch heißt es, dass sich Allah keinen Sohn genommen hat, das gezieme sich nicht für ihn (wer will ihm das vorschreiben?), und wer das Gegenteil behauptet, begeht ein wirklich schlimmes Verbrechen. Es wird also Jesus negiert, was aus Mohammed eine Art Antichrist macht. Wurde er vom Teufel gesandt, um die Menschen zu schweren Verbrechen wie Mord und Foltermord zu verführen? Interessantes Gedankenspiel – für das einen Anhänger der Religion der Friedens foltern und morden wollen.

Von Islamapologeten wird häufig Vers 5:32 angeführt, in dem es heißt, wenn man einen Menschen tötet, dann sei das so, als hätte man die ganze Menschheit getötet. Manipulativ wird dieser Vers auf eben diesen Satz zusammengekürzt und weggelassen, dass dieses Gebot nicht gilt, wenn man einen Menschen tötet als Strafe für Mord oder wenn ein „Unheil“ im Land geschieht; aber das größte Unheil im Koran ist der Unglaube oder das Anstiften zum Unglaube. Das Verbot von Mord erstreckt sich also nicht auf Ungläubige, ein „kleines“ Detail, das oft weggelassen wird.

Zum Schluss: Ein Gottesforscher erklärte mal, dass das Bild von einem zornigen Gott Blasphemie sei. Diese Erkenntnis müssten Muslime für einen aufgeklärten Islam in ihren Glauben aufnehmen, das heißt, dass sie das, was am Anfang jeder Sure steht, dass Allah der Barmherzige ist, konsequent annehmen und alles andere ignorieren. Das tun sie aber nicht.

Manche sagen, es sei falsch, die heilige Schrift der Muslime zu verbrennen, denn dort, wo Bücher brennen, werden auch Menschen brennen. Nun…

… die Menschen brennen schon. Und angezündet werden sie gemäß der heiligen Schrift der Muslime.

70 Gedanken zu „Der edle Qur’an

  1. Susann Uckan

    Korrektur:

    „…Es wird also Jesus negiert, …“
    Jesus (a.s.) wird nur als SOHN Gottes negiert, er ist aber definitiv ein Gesandter Gottes – ein Mensch wie Muhammad (s.a.w.s.) oder Moses (a.s.), gezeugt von einem Mann und einer Frau.

    Alles andere lasse ich unkommentiert und empfehle, sich bei wirklichem Interesse all die Fragen, die man hat, einem Gelehrten des Islams zu stellen.

    Es gibt auch die Möglichkeit sich im deutschsprachigen Raum bei „IslamicTutors“ oder „ImanTV“ mit erfahrenen Muslimen auszutauschen. Beide haben Webseiten oder einen YouTube-Kanal (auch auf anderen SocialMediaKanälen sind sie vertreten), wo man sogar bei Live-Streams dabei sein kann. Dort erhält man auf freundliche und sachliche Weise reichlich Anregungen zum Nachdenken.

    Antwort
    1. Susann Uckan

      Ich war zu voreilig, entschuldige. Jesus(a.s.) ist natürlich nicht gezeugt von einem Mann. Maria war Jungfrau und das Jesus das Wunder der unbefleckten Empfängnis. Aber das bedeutet nicht, dass er von Gott gezeugt wurde, so wie Menschen zeugen, sondern von Gott geschaffen wurde. Das kann man sich aber auch noch mal von einem islamischen Gelehrten besser erklären lassen.

      Antwort
      1. Mika

        Es gibt keine islamischen Gelehrten! Eine Lehre ist voller Sinn und Verstand. Und dem Koran fehlt jeglicher Sinn und den zensiert.
        Der Koran entstand aus frühen christlichen Texten durch miserable Übersetzung. Und dieses absolut miese Arabisch versteht kein Mensch mehr. Man muss sich schon arg verbiegen, um den Kauderwelsch einen Sinn abzugewinnen.

        Wer will, kann lesen:

        http://inarah.de/

        Eine sehr gründliche Abrechnung mit dem Islam.

        Es gab keinen Mohammed.
        Mekka gab es nicht.
        Der gesamte Quatsch entstand wohl erst vor knapp 1000 Jahren.

        Die Araber waren und sind zensiert. Diese Aussage bezieht sich auf die Gesellschaft der Araber, nicht auf jedes einzelne Individuum!

        Eine Frage, wie kann ein Mensch seinen Verstand so ausschalten, das er diesen Blödsinn glaubt? Ein Gott, der uns Menschen etwas mitteilen wollte, würde doch wohl eine Botschaft schicken, die jeder Mensch verstehen kann und die keine Aussagen enthält, die erwiesen falsch sind.

        Antwort
          1. Mika

            Wenn ein Gott von mir angebetet werden will, dann soll er mich persönlich kontaktieren. Ich würde ihn dann fragen, warum er meine Anbetung benötigt. Und ich wäre dann ja mächtig dem Gott gegenüber. Denn er will ja was von mir!

            Ein Gott, der mich bedroht, wenn ich nicht spure, ist schwach.

            Mein Gott ist stark, er braucht mich nicht. Aber er hilft mir, wenn ich ihn brauche.

            Dein eingebildeter Gott tut nix für dich und die ganzen Moslems. Im Gegenteil. Ihr lebt im Mittelalter, habt keine echte Bildung und bringt euch gegenseitig um. Warum flüchten Menschen aus muslimischen Ländern zu uns im Westen? Warum wollen dort alle weg? Wird ja wohl einen Grund geben.

            Antwort
            1. Susann Uckan

              Da du dir deine Meinung ja schon gebildet hast und gar nicht bereit bist wirklich intensiv dich damit auseinander zu setzen, erspare ich uns beiden die Zeit.

              Viele Flüchtlinge würden gern in ihrem Land weiterleben, aber der Westen zerstört gerade mit Bomben.

            2. Mika

              Ich habe zum Islam keine Meinung, ich habe Fakten. Und ich habe weit mehr Bildung auf diesem Gebiet, als du jemals erreichen wirst. Ich habe das Werk von Inarah gelesen, mit den Wissenschaftlern gesprochen und Details genauestens untersucht. Als Muslima stehst du mir geistig vollkommen unbewaffnet gegenüber. Alles was du hast sind leere Sätze, ohne jeden Inhalt.
              Dein vorgeblicher Prophet hat durch seinen Gott den Mond gespalten. Fakt! laut deines Glaubens.
              Wir wissen natürlich, das der Mond nicht gespalten wurde. Ein Gott hätte seinem Propheten so etwas nicht angetan. Ein Gott wüsste natürlich auch, das die Erde eine Kugel ist, so etwa jedenfalls. Ein Gott würde Leute nicht von einem Ende der Welt zum anderen schicken, weil ein Gott den Überblick hätte. Eine Kugel hat kein Ende, Götter und Westler wissen das.
              Ich diskutiere auch nicht mit dir, dazu bist du zu unwissend, das ergibt für mich keinen Nutzen. Ich schreibe das für Leute, die geistig geheilt werden können und das hier lesen.

              Wie war das mit dem Kind, das diesen angeblichen Propheten ehelichen musste? 9 Jahre war die Kleine, als ihr Gewalt angetan wurde. Steht so in deinem Buch geschrieben. 9 Jahre!
              Götter und Propheten tun so etwas nicht! Heilige vergreifen sich nicht an Kindern.

            3. koerzitivfeldstärke

              Hallo,

              ein Gott der diese ganze Scheiße wie sie zur Zeit und die mindestens letzten zweitausend Jahre stattfindet zulässt ist ein mieser Sadist oder nicht allmächtig. Kann mich deshalb kreuzweise den Rücken runterrutschen.

            4. Susann Uckan

              „…Und ich habe weit mehr Bildung auf diesem Gebiet, als du jemals erreichen wirst. Ich habe das Werk von Inarah gelesen, mit den Wissenschaftlern gesprochen und Details genauestens untersucht. Als Muslima stehst du mir geistig vollkommen unbewaffnet gegenüber. Alles was du hast sind leere Sätze, ohne jeden Inhalt….“

              Alles klar. So „wissend“ und gleichzeitig arrogant. Lieber geistig unbewaffnet, als geistig abgehoben. Du hast deine Ansichten, ich habe meine.

            5. Susann Uckan

              „…ein Gott der diese ganze Scheiße wie sie zur Zeit und die mindestens letzten zweitausend Jahre stattfindet zulässt ist ein mieser Sadist oder nicht allmächtig. Kann mich deshalb kreuzweise den Rücken runterrutschen….“

              Die Gerechtigkeit findet nicht in diesem Leben statt. Das Fehlverhalten kommt vom Menschen und jeder wird dafür die gerechte Strafe erhalten. Die, die unter den bösen Menschen leiden mussten, werden dementsprechend ihre „Vergütung“ im Jenseits erhalten, welche tausendmal besser sein wird, als das, was wir Menschen hier auf der Erde zustande bringen könnten.

            6. koerzitivfeldstärke

              „Die Gerechtigkeit findet nicht in diesem Leben statt“
              – Kleine Kinder verrecken unter großen Schmerzen an Krebs!
              – Kinder werden gequält, vergewaltigt, gefoltert und umgebracht!
              – Kinder verhungern.

              Welche Gerechtigkeit soll das sein? Welches Fehlverhalten kann man diesen Kinder vorwerfen?

            7. Susann Uckan

              Den Kindern kann man nichts vorwerfen, sie erhalten sogar das Paradies. Ihnen geht es sogar viel besser, als sie es je auf der Erde hätten haben können. Für uns, die hier bleiben ist es eine Prüfung und die, die den Kindern weh getan haben, werden ihre gerechte Strafe erhalten – und die wird in der Hölle noch viel größer sein, als das, was du dir im Kopf vorstellst, was man mit diesen Menschen machen sollte.

            8. Mika

              Doch, ich will Gerechtigkeit hier und jetzt. Wir haben genau ein Leben hier und das soll gut sein.
              Ich bin da so unfassbar arrogant, weil ich keine falschen Götter anbete. Ich denke selbst und ich verurteile jede Religion, die Unrecht auf ein ausgedachtes Jenseits verlagert.
              Du hingegen bist eins der Schafe, die sich mit falschen Versprechungen ködern lassen. Denk endlich nach. Was will dein Gott von dir? Was ist ein Gott, der Strafen androht?
              Was ist ein Gott, der solches Unrecht zulässt?
              Objektiv betrachtet ist es der Satan. Den es ja nicht gibt. Es sind nur Menschen, die sich als Satan gebärden. Du folgst denen in der Hoffnung auf spätere Belohnung? Wie arm.

            1. Susann Uckan

              Tja, nicht jeder ist dazu geeignet, Botschaften von Gott zu erhalten – schon gar nicht, wenn das Ego größer ist, als die Seele. Wenn du wissen willst, was ich damit meine, dann kannst du dich ja mal mit dem Thema „Nafs“ (niederes Ich) beschäftigen.

            2. Susann Uckan

              Im Jenseits gibt es diese Verwandtschaftsgrade nicht mehr. Mein Sohn ist eine eigenständige Seele, welcher ab der Pubertät für seine Taten verantwortlich ist. (Davor ist er befreit und würde im Falle des Todes eh ins Paradies kommen). Ich habe nur die Verantwortung, ihm den Islam beizubringen. Wenn er sich anders entscheidet, dann ist das zwar traurig für mich, aber ich kann ihn zu nichts zwingen und er würde auf Grund meiner Lehren zum Islam genau wissen, dass er für seine Taten dementsprechend bestraft oder belohnt wird. Das Thema ist noch sehr viel umfangreicher, das sprengt hier den Rahmen.

  2. Klopfer

    „Von Islamapologeten wird häufig Vers 5:32 angeführt, in dem es heißt, wenn man einen Menschen tötet, dann sei das so, als hätte man die ganze Menschheit getötet.“
    Zudem steht in dem Vers nur, dass Allah diese Regel den Juden („den Kindern Isrāʾīls“) auferlegt hat (und in der Erzählung geht’s im Prinzip wesentlich darum, wie stinkig man auf die Juden und die Christen ist, weil die sich einfach nicht an das gehalten haben, was Allah ihnen sagte). Dass die Regel auch für Muslime selbst gelten würde, wird nicht gesagt.

    Antwort
    1. Susann Uckan

      Jeder Muslim weiß, dass das für alle Menschen zutrifft (egal ob gläubig oder nicht). Deswegen töten die vielen Milliarden Muslime weltweit auch nicht einfach so, wie sie gerade Bock haben. Die Terroristen, die ihr vor Augen habt und unschuldige Menschen „im Namen Allahs“ töten, werden ebenso ihre Strafe im Jenseits erhalten.

      Antwort
      1. Mika

        Du solltest nicht die Muslime in Schutz nehmen. Die Terroristen sind vielfach Muslime, das ist Fakt. Sie berufen sich auf einen falschen Gott und bringen Unschuldige um. Ein echter Gott würde sie daran hindern. Wie oft begehen Juden Anschläge? Und die hätten genug Gründe!
        Und warum wohl verbannt der Westen die Moslems nicht von diesem Planeten? Gründe dafür gäbe es genug. Wir Westler könnten die Moslems einfach auslöschen, aber wir tun es nicht. Umgekehrt würden es die Moslems tun.
        Es ist die Hoffnung des Westens, das die Moslems endlich Menschen werden und Respekt vor dem Leben zeigen. Hört einfach mit dem Töten auf und werdet menschlich! Und macht das gefälligst hier auf Erden! Das Jenseits ist kein Argument!!!

        Antwort
        1. Susann Uckan

          Oh Mann, echt jetzt? Informiere dich mal, wie viele Muslime Menschen getötet haben und wie viele Nichtmuslime Menschen getötet haben. Kannst mir gern dann deine Nachforschungen hier verlinken.

          Antwort
          1. Mika

            Erklär mir zuerst, warum du einen Kinderschänder als Prophet anerkennst.

            Dann erkläre mir das mit der Teilung des Mondes.

            Und dann überleg dir mal, warum es nach 9/11 noch Moslems auf der Welt gibt.

            Und denk mal darüber nach, warum die Christen nicht willkürlich Moslems auf offener Straße köpfen.

            Du hast bisher nicht eine einzige Antwort geliefert. Nur hohle Phrasen. Muslima halt…..

            Antwort
            1. Susann Uckan

              Ich gebe dir aus gutem Grund keine Antworten, diese Fragen wurden schon von Anderen ausführlich beantwortet – aber wenn man wie du nur in seiner Bubble sucht, kommt man nicht weiter.

              Ich bin wenigstens demütig genug zu erkennen, dass ich nicht die richtige Person bin, dir diese komplexen Themen zu beantworten.

            2. Mika

              Nicht nur du kannst das nicht beantworten.

              Ich hatte sogenannte Experten aus dem Umfeld des sogenannten Experten. Sie waren alle nicht fähig zu einer Antwort. Niemand kann einen falschen Propheten verteidigen.

              Meine Lehrer waren Exil-Iraner. Leute von höchster Bildung, die du dir nicht im Traum vorstellen kannst. In Strasbourg kamen vor Jahren die höchst gebildeten Professoren aus der islamischen Welt zusammen. Ich durfte zuhören und sprechen. Es war ein einziges Fanal für den Islam. Diese Welt, in der du lebst, ist der Feind der Wahrheit und des Lebens. Es ist keine Religion, es ist ein Psychose. Lebe weiter darin, du bist frei, weil der Westen dir das erlaubt.

            3. Susann Uckan

              Danke, das ist echt großzügig. Leider haben andere muslimische Geschwister (Frauen und Kinder) in den rohstoffreicheren Ländern nicht so viel Glück. Der Westen ist ja so viel besser mit seinem Verständnis von Menschlichkeit.

        2. Renton

          „Es ist die Hoffnung des Westens, das die Moslems endlich Menschen werden“

          Als Teil des Westens widerspreche ich dieser Formulierung entschieden. Auch Moslems sind Menschen. Menschen mit teils extrem bescheuerten Überzeugungen, aber Menschen. Das ist mir wichtig.

          Antwort
        3. Androsch Kubi

          „Du solltest nicht die Muslime in Schutz nehmen.“

          Sie ist selber Muslima, soviel ich weiß.

          „Die Terroristen sind vielfach Muslime, das ist Fakt. Sie berufen sich auf einen falschen Gott und bringen Unschuldige um. Ein echter Gott würde sie daran hindern.“

          Gnihihi, gut gemeint, aber extrem dünnes Eis. Wieso sollte du einschätzen können, was echte und falsche Götter sind? Der Gott im alten Testament war ja auch ein rachsüchtiger Sack und hat sich sogar ein Lieblingsvolk ausgesucht, voll rassistisch.

          „Wie oft begehen Juden Anschläge? Und die hätten genug Gründe!“

          Gerade gaaanz schlecht:
          https://www.handelsblatt.com/politik/international/naher-osten-irans-praesident-macht-usa-und-israel-fuer-anschlag-auf-atomphysiker-verantwortlich/26667278.html

          Andererseits ist das Geopolitik, da nehmen sich alle nicht viel. Viel problematischer finde ich die Zwangsgesellschaft die diese Religion ihren eigenen Gläubigen zumutet. Manche mögen sich darin wohlfühlen, aber ein Querdenker sollte man nicht sein…

          „Es ist die Hoffnung des Westens, das die Moslems endlich Menschen werden und Respekt vor dem Leben zeigen. Hört einfach mit dem Töten auf und werdet menschlich! Und macht das gefälligst hier auf Erden! Das Jenseits ist kein Argument!!!“

          Das geht ziemlich sicher ins Leere, weil du aus westlicher Sicht argumentierst (die auch abgrundtief verlogen ist) und nicht aus dem Selbstbild der Muslime her, welches (zumindest bei Überzeugten) ganz anders ist und sicher ebenso selbstgerecht, wie unseres…

          Antwort
  3. Mika

    Im Qurân wird das Wunder der Nachtreise und das Aufsteigen in die Himmelssphären erwähnt: „Preis sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur fernsten Gebetsstätte… reisen ließ…“ (Sûra 17:1). Auch das Wunder der Mondspaltung, wonach gefragt wurde, wird im Qurân erwähnt. Der die Wahrheit verkündende Erhabene sagt: „Näher ist die Stunde (des Gerichts) gekommen, und gespalten hat sich der Mond.“ (Sûra 54:1). Die Exegeten erwähnten, dass der Grund dafür war, dass die Götzendiener von ihm (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) ein eindeutiges Wunder verlangten, das seine Wahrhaftigkeit beweist. Sie verlangten ausdrücklich von ihm, den Mond zu spalten, und versprachen ihm zu glauben, falls er dies vollbrächte.

    Es geschah in einer Vollmondnacht, sprich in der Nacht zum 14. (eines Mondkalendermonats), in der der Mond voll und am klarsten ist. Der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) bat seinen Herrn darum, ihm das Geforderte zu gewähren. Hierauf spaltete sich der Mond in zwei Hälften: Eine Hälfte (war) über dem Hügel As-Safâ (zu sehen) und eine Hälfte über dem gegenüberliegenden Hügel Qaiqa’ân. In der Sammlung authentischer Hadîthe von Al-Buchârî ist von Anas ibn Mâlik belegt, dass die Einwohner Mekkas den Gesandten Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) darum baten, ihnen ein Wunder zu zeigen. Hierauf zeigte er ihnen den in zwei Teile gespaltenen Mond, wobei sie (die Höhle) Hirâ dazwischen sehen konnten. Obwohl die Quraisch dieses großartige Wunder gesehen hatten, glaubten sie nicht daran als Wunder, sondern betrachteten es vielmehr als Zauberei.

    https://www.islamweb.net/de/fatwa/16869/Wunder-der-Mondspaltung

    Wir im Westen haben Galileo, Keppler, Einstein und viele mehr……

    Antwort
  4. PfefferundSalz

    Aber der Koran, zeigt, wie viele Religionen nur das Bedürfnis der Menschen nach einem Glauben. Und der Islam hat halt einige der Probleme des Christentums bereits im Vorfeld negiert.
    Er ist im Prinzip die verbesserte Version der Bibel.
    Und natürlich ist er zur Kontrolle einer Bevölkerung hervorragend geeignet. Die Nicht-Buch-Religionen sind dazu nicht in der Lage aber mit der Niederschrift nimmt die ganze Sache Rechtsstaatcharakter an. Sehr effizient, so ähnlich wie die Gesetze in manchen der faschistischen Diktaturen, wo sich die Täter nur an das Gesetz gehalten haben.

    Die in dem Artikel eher oberflächlich vorgetragene Religionskritik ist dumpf, viel interessanter ist es, wenn man den tieferen Sinn von Religionen schaut und schaut, warum die eine besser funktioniert als die andere. Und der Islam funktioniert hervorragend im Sinne seiner Erschaffer. Ich würde mich wundern, wenn er nicht in einigen Jahrhunderten die eigentliche Weltreligion darstellt. Einfache Regeln, eine egalitäre Idee die direkt mit dem Spracherwerb verbunden wird und um in den mythologischen Himmel zu kommen, reicht es aus, regelmäßig die Regeln zu befolgen. Alleine in Deutschland soll es hunderttausende Konvertiten geben, Biodeutsche die den Islam angenommen haben, während das Christentum auf dem Rückzug ist.
    Die ganzen SJW Pseudoreligionen mit denen die modernen westlichen Gesellschaften ihr Verlangen nach Transzendenz zu befriedigen versuchen, werden einfach gegen diese verwendet. Und das ohne eine lenkende Instanz, eine sich selbst organisierende Religion.

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    1. koerzitivfeldstärke

      Ich habe vor einigen Jahren (ich meine im GBS Umfeld) mal einen Artikel zu der „verbesserten“ Christenversion gelesen. Hatte einen anderen Tenor.
      Im großen und ganzen wurde dort dargelegt das es eine Opposition gegen das katholische aus Rom gesteuerte Christentum war. Da sich einige Regeln nicht in der Wüste umsetzen ließen und/oder es ging um die Marienverehrung. Aus dem Gedächtnis kriege ich das nicht mehr ganz zusammen und finde das Original nicht mehr.
      Was ich noch so weis ist dass sich die Verachtung von Schweinen daraus ergibt dass diese nicht für wandernde Völker geeignet sind. Laufen nicht treudoof wie Ziegen hinterher.

      Antwort
      1. Mika

        Schweine eignen sich nicht als Wanderherden. Schweine machen aber reich, denn sie fressen alles, vermehren sich ordentlich und sind lecker. Wer Schweine hat, geht nicht auf Kriegszug, warum auch?
        Daher haben die Kriegsherren der Juden und Moslems das Schwein als unrein gebrandmarkt. Man brauchte willige Söldner und keine satten Bauern.
        Manche Dinge sind einfach zu erklären

        Antwort
          1. Mika

            Lies mal im alten Testament nach, da gibt es genug. Die Juden waren damals ziemlich aktive Krieger und Räuber. Da wurden Städte noch und nöcher überfallen. Krieg war damals so eine Art Volkssport. Jeder gegen jeden. Man musste Ägypten überfallen und plündern, Kanaan erobern, die Ungläubigen ausmerzen – zwecks Beute – Baal Anbeter bekämpfen – die hatten Gold – und an Babylon wollte man auch ran, nur waren die halt stärker. Überhaupt waren diese Israeliten ziemlich erfolglos. Aber versucht haben sie es.

            Erfolgreich waren eigentlich nur die Mongolen und die Europäer. Die Mongolen sind weg vom Fenster und die Westler verzetteln sich gerade mit Rassismus und Gender. Hoffentlich gibt sich das wieder, sonst sehe ich schwarz für den Planeten.

            Antwort
      2. PfefferundSalz

        Zu dieser Zeit waren die arabischen Stämme schon lange nicht mehr wandernd. Tatsächlich waren die Städte in der Region oft älter als dies in Europa der Fall war, kamen doch immerhin die ersten Hochkulturen aus dieser Region.
        Tatsächlich ist das Verbot von Schweinefleisch bei weitem nicht das Wichtigste im Islam aber da es das am einfachste einzuhaltende ist, nutzen es die jungen, aggressiven, muslimischen Männer in Europa gerne um sich abzugrenzen. Ansonsten huren und saufen sie wie jeder andere herum.

        Antwort
    2. koerzitivfeldstärke

      Und natürlich ist er zur Kontrolle einer Bevölkerung hervorragend geeignet.
      Jede Religion ist zur Erfüllung dieses Zweckes „gegründet“ worden. Bei einigen ist dieser Zahn durch die Aufklärung in Europa gezogen worden. Aber wehe wenn sie wieder die Macht bekommen oder meinen Macht zu haben. Siehe die christlichen Regierungen in Afrika die Schwule mit der Todesstrafe drohen und auch bestrafen. Abtreibungsärzte in den USA umbringen. Mehr Beispiele fallen mir zu Zeit bei Christen nicht ein.
      Die „friedlichen“ Hindus gehen gegen Muslime vor.
      Es geht allen Religionen nur um Macht und die Kleriker mit Geld usw. zu versorgen.

      Antwort
      1. PfefferundSalz

        „Bei einigen ist dieser Zahn durch die Aufklärung in Europa gezogen worden“
        Davon wird immer ausgegangen allerdings vermute ich eher, dass der steigende Wohlstand für die Masse der Bevölkerung dafür verantwortlich ist. Wenn in den nächsten Jahren der Wohlstand für die Masse des Volkes sinkt, dann wird die Religion wieder interessanter. Und, dass der Islam aggressiv ist, ist kein Nachteil. Es gibt genügend Leute die lieber ihre Peiniger zusammenschlagen, als das Opfer zu spielen. Der „weiße Jesus“ war nicht ohne Grund bei den Skandinaviern des frühen Mittelalters extrem unbeliebt. Wobei sich hier „weiß“ auf die Leber bezieht die, so die Vorstellung, bei Feiglingen weiß war.
        Gesellschaften die militaristisch sind, sind für den Islam durchaus attraktiv, oder ist es andersherum. Der Unterschied zum Christentum ist, dass der Islam zum Handeln aufruft, während das Christentum zum Erdulden aufruft. Ein fundamentaler Unterschied.

        Antwort
        1. Androsch Kubi

          „Davon wird immer ausgegangen allerdings vermute ich eher, dass der steigende Wohlstand für die Masse der Bevölkerung dafür verantwortlich ist.“

          So einfach dürften die Zusammenhänge nicht sein, es hängt vermutlich eher von der Bildung und den religiösen Beharrungskräften ab. Sonst dürfte bei den Saudis niemand mehr gläubig sein. Auch die „Aufklärung“ hat schon vor der industriellen Revolution Fuß gegriffen:
          „Der Begriff Aufklärung bezeichnet die um das Jahr 1700 einsetzende Entwicklung, durch rationales Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung

          Vermutlich eine Spätfolge des 30igjährigen Krieges, der ja zu erheblichen Anteilen ein Religionskrieg war…

          Antwort
          1. PfefferundSalz

            „Sonst dürfte bei den Saudis niemand mehr gläubig sein. “
            Der Unterschied ist vermutlich, dass die Saudis ihr Geld durch ihr Öl bekommen und nicht durch die eigene Hände Arbeit. Wenn du dir eine Sache selbst erarbeitet hast, dann hast du darauf einen Stolz und weißt, dass du es selbst geschafft hast. Der Ölreichtum kommt hingegen in der Tat vom Zufall (könnte man auch Gott nennen). Zufällig gab es in der Gegend viel Öl und nicht 2000 km östlich.

            Antwort
  5. Renton

    Ich weiß nicht, was Du Dir von der Lektüre versprochen hast, uepsi. Der Koran sind die gesammelten überlieferten Reden und Sätze eines Sektenführers, der seine Anhänger in seinem Sinne beeinflussen wollte. Er hat darauf bestanden, eine Neunjährige zu ehelichen und die Ehe auch zu vollziehen: Er war ein Kinderficker. Er hat alle Schreine in seiner Heimatstadt dichtgemacht außer dem, der seiner Familie gehörte und seine Anhänger verpflichtet, diesen Schrein einmal im Leben zu besuchen, und sich so das lukrative Tourismusgeschäft unter den Nagel gerissen: Er war ein Mafiapate. Er hat Krieg geführt gegen die, die sich ihm nicht unterwerfen wollten, und ganze Stämme vertrieben: Er war ein Kriegsherr.

    Sektenführer, Kriegsherr, Mafiapate, Kinderficker: Eine humanistische Botschaft in seinem* Hauptwerk hätte mich wirklich überrascht.

    *Ich weiß, Mohammed hat den Koran nicht selbst verfasst, sondern seine Anhänger haben seine Aussprüche zwanzig Jahre nach seinem Tod gesammelt. In einer fast schriftlosen Gesellschaft darf er trotz dieser Methodik aber als Verfasser gelten, finde ich.

    Antwort
      1. Renton

        @uepsi
        Bitte mache die Zensur rückgängig. Begründung:

        Wahrscheinlich beziehst Du Dich auf das EGMR-Urteil gegen die Österreicherin 2018. Dazu sei zunächst angemerkt, dass ich, anders als die Österreicherin, Mohammed nicht als pädophil bezeichnet habe. Über seine sexuellen Präferenzen maße ich mir kein endgültiges Urteil an. (Wahrscheinlich war er „normal“, d.h. ein experimentierfreudiger Hetero.) Ich habe, wie aus dem Kontext ersichtlich, ein Sachurteil über die historische Person Mohammed gefällt: Wer Autos verkauft, ist ein Autoverkäufer, und wer ein Kind fickt (im Unterschied zum Autoverkäufer: auch einmalig!), ist ein Kinderficker. (Das brauchst Du jetzt nicht zu zensieren, da es an dieser Stelle eine allgemeine Aussage darstellt, ohne konkreten Bezug zu Mohammed.) Wer argumentieren möchte, „Kinderficker“ sei aber doch abwertend und damit eine Beleidigung, möge sich zwei Dinge vergegenwärtigen: Sektenführer, Kriegsherr und Mafiapate sind ebenfalls abwertend. „Kinderficker“ ist abwertender, das stimmt; aber mir ist kein Wort in der deutschen Sprache bekannt, das denselben Sachverhalt in sanfterer Weise auszudrücken vermag. „Kinderficker“ klingt nicht primär abwertend, weil ich es so meine, sondern, weil Kinderficker in unserer Gesellschaft extrem schlecht angesehen sind. Meine Intention, ein (negatives) Werturteil über den historischen Mohammed abzugeben (ja, diese Intention ist vorhanden!), kann in einer freiheitlichen Gesellschaft kein Zensurgrund sein, so sehr sich auch manche Leute davon auf den Schlips getreten fühlen. Strafrechtlich relevant würde es in Deutschland gemäß Blasphemieparagraph 166 auch erst sein, wenn meine Aussage geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu stören. Davon ist in diesem Randblog des Internets (sorry, so ist es) beim besten – oder schlechtesten – Willen nicht auszugehen.

        Der Hauptgrund aber, warum Du die Zensur rückgängig machen solltest, ist, dass Du mit ihr genau den Intoleranten das Geschäft besorgst, gegen die Du Dich eigentlich wenden möchtest. Das kann nicht in Deinem Sinne sein. Für den Fall, dass Du ob meiner Äußerung eine Anzeige bekommst, bin ich bereit, Dir meine realen Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen, damit die Anzeige an denjenigen weitergeleitet werden kann, den sie betreffen sollte. (Ich weiß nicht, ob Dir das hülfe, aber sei’s drum.) Ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe: Mohammed war ein Kinderficker.

        Antwort
        1. uepsilonniks Autor

          Wäre das hier ein großer Blog, würde ich die Zensur nicht zurücknehmen. Gibt es hier einen Juristen, der mir die Frage beantworten kann, ob das Ärger geben könnte? Gerne auch über das Kontaktformular oben unter „Kontakt“.

          Antwort
          1. Mika

            Ich würde raten, die Zensur zu belassen. Sicher ist sicher.
            Jeder Leser hier hat doch verstanden, um was es geht. Es wird also keine Meinung/Aussage unterdrückt sondern nur etwas juristisch entschärft. Wenn das Wort Kinderficker im Kontext Islam fällt, dann wissen wir alle, wer gemeint ist.

            Abgesehen davon ist dieser Prophet keine historische Person sondern eine Fiktion. Und eine Fiktion kann/muss man eigentlich nicht beschimpfen. Die Kritik sollte vielmehr den Anhängern dieser sogenannten Religion gelten.

            Antwort
            1. Renton

              @Mika

              1. Wenn wir uns zensieren lassen, verlieren wir Freiheit, das ist sicher.

              2. Ich beziehe mich nicht auf den „Propheten“, ich glaube nicht an diesen Hokuspokus, sondern auf den historischen Mohammed. Und bezüglich ihm habe ich ein menschliches Gesamturteil abgegeben, weil es meine Erwartungen an sein „Hauptwerk“ erklärt.

          2. Androsch Kubi

            Es ging im Urteil ja nicht darum, ob Wahrheit oder nicht, sondern:

            „Die Richter folgten ihrer Argumentation nicht. Die Frau habe mit ihren Aussagen die „Grenzen einer objektiven Debatte“ überschritten, hieß es. Die getätigten Äußerungen könnten Vorurteile schüren und den religiösen Frieden in Österreich bedrohen, hieß es. Die österreichischen Gerichte hätten die Aussagen der Beschwerdeführerin ausführlich geprüft und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung gegen das Recht anderer auf den Schutz ihrer religiösen Gefühle abgewogen.“

            „KiFi“ verletzt bestimmt nicht weniger die Gefühle von Muslimen, wie „Pädophiler“. Wenn man erstmal auf dem Niveau angekommen ist, wird Meinungsfreiheit zum Spielball von Juristen.

            Der entsprechende Paragraph in Deutschland ist:
            https://dejure.org/gesetze/StGB/166.html

            „(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
            .
            (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.“

            Da ja jeder weiß, wie angepisst Muslime schon bei Kleinigkeiten sind, haben wir da schlechte Karten, je höher deren Anteil, umso weniger wird man sagen dürfen. Unabhängig davon, ob es wahr ist oder nicht, ob es von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollte oder nicht. Laue Gesetzgebung kann man halt leicht aushebeln und eine entsprechend aktive Lobby gibt es…

            Antwort
  6. Jonas

    Hübsches Meme. Diese medialen Islamapologeten sollen den Islam für das westliche Publikum möglichst brav darstellen. Dafür hantieren diese Sprechpuppen mit Vorliebe mit solchen Totschlagargumenten. Für Moslems sind sie aber genauso wenig repräsentativ wie IS-Verbrecher. Ideologisch sind sich Salafisten und diese „Modernen Muslime“ übrigens auch gar nicht so fern wie man glaubt. Sie sind zwei Seiten derselben Medallie. Geistesgeschichtlich gehören sie beide ins 19. Jahrhundert, in dem die islamische Gesellschaft gezwungen war, sich gegen den hegemonialen Anspruch des Westens zu verteidigen.
    Trotzdem muss ich der Dame aus dem Meme im ersten Punkt Recht geben: „You don’t understand Quran“

    Zitat dazu vom Islamwissenschaftler Thomas Bauer: „Der Koran ist kein Rechtstext.“

    Dein Koranveriss geht aber in etwa davon aus. Eine rechtliche Beurteilung des Korantextes steht dir aber nicht zu da du weder im Usul al-Fiqh unterwiesen bist (und wahrscheinlich nicht mal weißt was das ist), noch mit dem islamischen Gewohnheitsrecht vertraut bist.
    Der Koran ist stattdessen ein Offenbarungstext (obendrein in dichterischer Form) und für Laien auch in erster Linie als das aufzufassen. Atheisten ist schwer zu vermitteln was das ist, aber ich versuche es mal so: Der Koran will in erster Linie Gottes Charakter und seine Beziehung zum Menschen beschreiben und zwei der wichtigsten Punkte hast du im Text schon beschrieben, nämlich die Barmherzigkeit und die Strafe. Dies sind keine Widersprüche und mit Orwells Doppeldenk hat das nichts zu tun, sondern es soll einfach nur sagen, dass Allah, eine Art guter Himmelsvater ist, der über allen Dingen steht und wacht (-> Allahu akbar). Wie jeder gute Vater belohnt und straft er und will für seine Söhne das Beste und sie auf den rechten Weg (arabisch: schari’a) führen. Dieser rechte Weg ist die Öffnung bzw. Ergebung des Herzens – die Grundidee des Islams. Islam heißt nicht „Frieden“, wie mancher etwas irreführend übersetzt, sondern Islam heißt „Ergebung“ oder „Hingabe“ (an Gott) und Muslim bedeutet „Ergebener“. Dies sollte zunächst nicht im Sinne einer konfessionell-politischen Gruppenzugehörigkeit verstanden werden, sondern mehr in dem Sinne wie wir im Deutschen z.B. von „offenherzigen Menschen“ reden. So kommt es auch, dass im Islam die Figuren der Bibel als „Muslime“ gelten, obwohl es diese Gruppen-Kategorie vor der Mohammedanschen Offenbarung noch gar nicht gab. Dass „die Nichtmuslime“ (also Leute wie wir) alle „in die Hölle“ kommen, weil wir zur falschen Gruppe gehören, will der Koran nicht zum Ausdruck bringen, sondern er will ausdrücken, dass diejenigen in die Hölle kommen (bzw. besser gesagt: in der Hölle sind), die sich Gott verschließen (also „kafir“ sind), weil sie ohne Gott der irdschen Unreinheit, bzw. Versuchung anheim fallen. Der Widerstand gegen den Versucher (Schaitan-Satan) ist der Dschihad („Anstrengung“). Muslime (jetzt als Gruppe) beanspruchen dabei für sich selber eine besondere Reinheit der Eingott-Lehre und dementsprechend auch eine besondere Reinheit der Praxis und des Herzens (vgl. die Waschung Mohammeds Herz durch die Engel). Mehr beanspruchen sie nicht. Die Bewertung wie rein (muslim, halal, salih etc.) oder unrein (kafir, haram, muschrik etc.) ein Mensch ist, obliegt dabei übrigens nicht dem Menschen, sondern dem, der über dem Menschen steht und ihr Innerstes (die Seele) kennt. Und das ist Gott, denn da er über allen Dingen steht (akbar), weiß und sieht er auch alles. Bei dieser Bewertung ist er allerdings barmherzig. Er verhält sich also wie ein Vater, der Strafe androht, aber letztendlich immer zur Vergebung bereit ist, solange das Kind nicht mit dem Vater bricht.

    Dies ist die Grundidee von Islam und Koran in meinen eigenen Worten beschrieben. Die Sache ist nun die: Es macht wenig Sinn, sich mit den praktischen Lehren des Islams zu beschäftigen (z.B. mit dem „Alkoholverbot“) ohne diese Dinge zu verstehen, denn wie diese Grundlagen im Speziellen ausgelegt werden ist eben in der Tat die berühmte Interpretationssache – und meiner persönlichen Ansicht nach übrigens auch etwas eher irrelevantes, wenn man sich für das Wesen des Islams interessiert.

    Ich wiederhol nochmal: Diese Fernsehmuslime, die uns erzählen sollen, wie fortschrittlich und harmlos der Islam ist, sind mir auch zuwider. Islam ist keine fortschrittliche (oder rückschrittliche) Ideologie sondern überzeitliche (und im Kern unpolitische) Wahrheit – so wie jede gute Religion. (Beim Islam kommt, im Gegensatz zum Christentum, allerdings hinzu, dass es keine Kirche und dementsprechend kein Dogma dieser Wahrheit gibt, sondern recht weitgehende Meinungsfreiheit (sofern man sich als gebürtiger „Muslim“ nicht explizit gegen Gott und Mohammed stellt)). Und Islam ist auch nicht harmlos, brav und angepasst, wie uns die Apostel der political correctness predigen, sondern mächtig, geistig selbstbestimmt und wehrhaft – so wie jede gute Religion. Und genau davor hat der moderne „aufgeklärte“ Mensch Angst: Vor Religion, nicht vorm Islam. Psychologisch ist diese Angst mMn. übrigens sehr nah verwandt (bzw. identisch) mit der modern-westlichen Ablehnung der Väterlichkeit („Männerhass“), denn der Ein-Gott ist in den patriarchalen abrahamitischen Religionen genau das: die Idee des Vaters an sich – projiziert auf den Himmel, bzw. auf das Jenseits und im Idealfall stellvertreten durch den leiblichen Vater.

    Ach, und ja: Der Koran (oder die Bibel etc.) steht sehr wohl über dem Grundgesetz. Was denn sonst? Sollen die den Staat anbeten?? Die Vorstellung, dass uralte göttliche Offenbarung sich menschengemachter, kaum 100-Jahre alter, mittelmäßiger Gesetzesliteratur unterordnet, ist geradezu lächerlich. Muslime, Juden oder Christen, die sowas glauben, könnte ich nicht ernst nehmen. Aber wie gesagt: Der Koran ist kein Rechtstext.

    Thomas Bauer, den ich eingangs zitiert habe (sehr empfehlenswertes Buch: „Die Kultur der Ambiguität“, 2011) war es übrigens auch, der darauf hingewiesen hat, dass westliche Islamkritiker erstaunlicherweise den Islam immer so betrachten, wie es auch radikale Salafisten tun.

    Antwort
    1. djadmoros

      @Jonas:

      Danke für diese differenzierte Darstellung! Ein paar kritische Einwände habe ich aber doch:

      »Und genau davor hat der moderne „aufgeklärte“ Mensch Angst: Vor Religion, nicht vorm Islam.«

      Wenn das »Angst« sein soll, dann aus Gründen der historischen Erfahrung. Ich halte nichts davon, an dieser Stelle mit »Ablehnung der Väterlichkeit« zu psychologisieren. Der Westen hat eine Geschichte der Emanzipation von religiöser Autorität hinter sich gebracht und hat diese Autorität zu Recht in die Sphäre des Gewissens verbannt. Ich halte zwar auch nichts von Religions-Bashing, aber man sollte m. E. auch anerkennen, dass ein Teil der antireligiösen Polemik (ich denke da insbesondere an Richard Dawkins) aus dem Kampf gegen fundamentalistische Ansprüche von Gläubigen stammt.

      »Der Koran (oder die Bibel etc.) steht sehr wohl über dem Grundgesetz.«

      Das ist so nicht richtig. Es ist umgekehrt so, dass das GG die Religionsfreiheit aus der Gewissensfreiheit ableitet und entsprechend die freie Ausübung religiösen Glaubens unter den Schutz der Verfassung stellt. Und wie der Gläubige zu den weltlichen Gewalten steht, hängt vom Inhalt des Glaubens ab, Luther zum Beispiel hat die Unterordnung unter die weltliche Gewalt ausdrücklich gefordert, und auch im NT gibt es die Maxime, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist. Vielleicht meinst Du das, wenn Du sagst, dass Religion »im Kern unpolitische Wahrheit« sei.

      »menschengemachte, kaum 100-Jahre alte, mittelmäßige Gesetzesliteratur«

      Diese Gesetzesliteratur ist ein Resultat der oben erwähnten Emanzipationsgeschichte und verweist insofern auf Erfahrungen, die sehr viel älter sind als 100 Jahre. Und »moderne« Gläubige haben damit auch kein Problem, es sind die jeweiligen fundamentalistischen Varianten der Erlösungsreligionen, die daraus ein Problem machen. Weil sie den historischen Differenzierungsprozess ablehnen, der sie um ihre Macht gebracht hat.

      Antwort
      1. Jonas

        Ja, die westliche Religionskritik (bzw. eben auch Angst) hat durchaus sehr berechtigte historische Gründe, die mMn. darin wurzeln, dass die Kirche seit dem Mittelalter immer mehr zum politischen Machtapparat wurde. Das ist bedauerlich für die europäische Geschichte, aber man sollte heute nicht den Islam für diese christliche Fehlentwicklung in Haftung nehmen. Es gibt zwar auch im Islam eine Hierarchie zwischen islamischen Gelehrten (Ulama*) und Laien und die Ulama üben (insbesondere über die Rechtssprechung) auch Macht über das Volk aus. Die Ulama waren dabei aber keinem Papst, keiner Kirche, keinem Staat und dementsprechend auch keinem Dogma verpflichtet, weshalb es auch kaum zur „Ketzerei“ oder zur „Reformation“ kommen konnte, sehr wohl aber zum pluralistischen Diskurs (ähnlich modernem wissenschaftlichen oder juristischen Diskurs) und ferner gehörte die islamische Gelehrtenschaft auch kaum einem eigenen Stand an, denn die islamische Gesellschaft war und ist nicht ständisch gegliedert und das Priestertum ist der islamischen Lehre eher fremd. Die Ulama sind am ehesten vergleichbar mit unabhängigen Richtern oder Gutachtern und nehmen bis heute häufig eine herrschaftskritische Rolle ein. (allerdings sind die Ulama heute in den modernen muslimischen Ländern teilweise durch die autoritären Regime gleichgeschaltet. Sowohl in Atatürks „laizistischem“ Regime als auch im „theokratischen“ Regime der Mullas im Iran)

        Vor diesem Hintergrund ergibt sich ein anderes Verhältnis des Gläubigen zur religiösen Autorität im Islam als dies in Europa der Fall war und ist. Die westliche Religionskritik hat in der islamischen Gesellschaft daher bis heute wenig zu sagen.

        *Ulama oder Olema o.Ä.; ausgesprochen: Ulamaa mit Betonung auf der letzten Silbe. Singular: Alim mit Betonung auf der ersten Silbe. Bedeutung: „Wissender“, „Wissenschaftler“. Ihre Funktion besteht in erster Linie in islamischer Rechtsprechung, nicht aber in Gesetzgebung oder gar Herrschaft. Khomeinis „Staat der Rechtsgelehrten“ in der Islamischen Revolution 1979 war insofern ein krasser Bruch mit der Tradition im Iran und war auch als genau das gemeint.

        Zur Väterlichkeit: Ja ich psychologisier an dieser Stelle, aber ich kann leider nicht anders. Zum Einen hast du Recht, dass die westliche Areligiösität sich aus der angesprochenen historischen Erfahrung mit der Kirche speist, aber zum Anderen sehe ich auch, dass diese berechtigte Herrschaftskritik in der Moderne zu einer generellen Ablehnung der Religion im Zuge der Aufklärung und des Rationalismus führte. Einen Zusammenhang mit der Verachtung der Männlichkeit kann ich jetzt hier nicht ohne größere Umschweife erklären oder belegen, aber er scheint mit einfach sehr naheliegend. Auch J. Peterson hat auf solche Zusammenhänge schon hingewiesen („God is the idea of masculinity itself“ oder so ähnlich). Außerdem fällt mir auf, dass in der westlichen Anti-Islam-Polemik immer ausgiebig auf den schlimmen muslimischen Macho geschimpft wird. Der ist immer irgendwie zu männlich und zwar wegen seinem blöden Islam.

        Zum GG vs. Koran: Wie ich oben schon ausgeführt habe ist im traditionellen Islam weltliche Herrschaft (sulta, daula) und Religion (din) getrennt. Ferner lehrt der Islam so weit mir bekannt ist, dass Muslime, die unter nicht-muslimischer Daula außerhalb des dar al-islam leben, die herrschende Rechtsordnung akzeptieren sollen. Dass die herrschende Rechtsordnung dadurch über der heiligen Schrift steht, ist aber etwas anderes. Muslime kennen keinen gottköniglichen Staat, der über die Lebensführung entscheidet aber ein bisschen Gewissensfreiheit gewährt, sondern sie kennen nur Din und Daula, also „Kirche“ und „Kaiser“. Der Din, also der Scharia, wird gefolgt und die Daula lässt man gewähren und zahlt ihr die Steuern, so einfach. Insofern steht die Scharia über dem weltlichen Gesetz, ohne dieses auszuhebeln. Konservative Muslime unterscheiden in Fragen von Recht und Sitte sehr zwischen In- und Outgroup. In mittelalterlichen islamischen Staaten galt dementsprechend etwas was ich als „Konfessionsrecht“ oder „Konfessionalismus“ bezeichne (bsp: osmanisches Millet-System). Es bedeutet, dass verschiedene konfessionsgebundene Rechtssysteme autonom nebeneinander existieren (also im Prinzip die böse böse Paralleljustiz). Bezogen auf die heutige Situation in der Einwanderungsgesellschaft bedeutet das, dass die Muslime sich wenig um die westlichen Sitten scheren und auch nur mäßig viel von unseren Gesetzen halten. Stattdessen denken sie nach dem Schema: „Leben und leben lassen“ und arrangieren sich mit der Daula (bzw. unterlaufen sie t.w. auch). Sie richten sich aber nicht gegen sie. Das setzt allerdings voraus, dass der „Sultan“ (also in unserem Fall das GG) Religionsfreiheit gewährt. Tut er dies nicht, gilt zur Not das berühmt-berüchtigte Gebot der taqiyya, also die komplette Verbannung der Din in das Gewissen (also ins Geheime). Und damit zum nächsten Punkt:

        Dass das GG die Religion in das Gewissen verbannt, stimmt so nicht ganz. So tyrannisch ist der Westen (noch) nicht (wobei Frankreich da vielleicht schon was anderes ist). Religion darf hier nicht nur im stillen Kämmerlein bzw. in reinen Privatangelegenheiten (wie z.B. Kleidung oder Ernährung) praktiziert werden, sondern die Religionsfreiheit geht, auch im Sinne der allgemeinen Handlungsfreiheit nach Art. 2, schon etwas weiter, wenn auch mMn. noch lange nicht weit genug. Was hingegen richtig ist, ist, dass die westliche Religionsfreiheit aufgrund der Erfahrung der Religionskriege der Frühen Neuzeit aus der Gewissensfreiheit historisch ableitet. Reduziert ist sie aber darauf nicht und sollte sie auch nicht.

        Antwort
        1. djadmoros

          @Jonas:

          »… aber zum Anderen sehe ich auch, dass diese berechtigte Herrschaftskritik in der Moderne zu einer generellen Ablehnung der Religion im Zuge der Aufklärung und des Rationalismus führte.«

          Jein. Zum einen ist diese Religionskritik entstanden als eine Kritik des Katholizismus als einer als weltlicher Machtapparat verfassten Kirche. Dem wird zunächst nicht Areligiosität bzw. Atheismus, sondern persönliche Gewissensreligiosität, persönliche Unmittelbarkeit zu Gott, entgegengesetzt – das ist der Kern des Protestantismus. Die gemäßigten Strömungen der Aufklärung waren insofern nicht antireligiös. Und diese Form der Religiosität hat sich als überlebens- und entwicklungsfähig erwiesen.

          Die rationalistische Zuversicht, dass die Religion in der Moderne ausstirbt, teile ich insofern auch nicht. Ich finde die These von Linus Hauser Kritik der neomythischen Vernunft überzeugend, dass sie in der Moderne zu den aufeinander bezogenen Denkfiguren von Theopoiesis und Autotheosis tendiert:

          »Theopoiesis« stellt sich Gott als eine Entität vor, die sich in der Entfaltung ihrer Schöpfung selbst entfaltet, gleichsam als einen »Evolutionsgott« im dem Doppelsinne, dass sowohl die Schöpfung als auch Gott selbst in Evolution begriffen sind.

          »Autotheosis« meint eine Tendenz der individualistischen »Selbstvergottung« von Gläubigen im Sinne des Gedankens, sein inneres »göttliches Potential« zu entfalten.

          Die Entstehung der Gewissensreligiosität ist so gesehen ein religionsgeschichtlicher Entwicklungsschritt, der diese individualistische »esoterische« Form vorbereitet hat. Und diese Perspektive hat auch den Vorteil, den Blick über den Horizont der vorderasiatischen Erlösungsreligionen hinaus auch auf die asiatischen Religionen und ihre Rezeption im Westen zu richten, die die Form der so unscharf wie häufig auch verächtlich als »Esoterik« bezeichneten Neureligiosität angenommen hat, die offensichtlich keinerlei Anstalten macht, aussterben zu wollen.

          Und sie bedarf nebenbei gesagt auch keines fundierenden Konzeptes der Väterlichkeit mehr, sondern nimmt den Ausgleich der Geschlechter in ihre Symbolik auf. Manche, darunter möglicherweise Peterson, halten das freilich für eine verweichlichende Zivilisationskrankheit. :-)

          »Dass das GG die Religion in das Gewissen verbannt, stimmt so nicht ganz.«

          Der Begriff »verbannt« war vielleicht etwas zu stark, zumal unter Religionsfreiheit auch die öffentliche Ausübung der Religion fällt.

          »Muslime kennen keinen gottköniglichen Staat, der über die Lebensführung entscheidet aber ein bisschen Gewissensfreiheit gewährt, sondern sie kennen nur Din und Daula, also „Kirche“ und „Kaiser“.«

          Ernest Gellner (Der Islam als Gesellschaftsordnung) akzentuiert diesen Punkt anders, ausgehend von einem Zitat von Tocqueville:

          »Der Mohammedanismus ist diejenige Religion, welche die beiden Machtbereiche [weltlich/geistlich] am vollständigsten miteinander vermengt und verwischt hat … so daß alles Handeln im bürgerlichen und politischen Leben mehr oder minder vom religiösen gesetz geregelt wird.«

          Dieser Gedanke wird von Gellner so gefasst:

          »Der Anfangserfolg des Islam war [im Unterschied zum Christentum] hingegen so durchschlagend, daß dieser es nicht nötig hatte, Caesar irgendetwas zu konzedieren. (…) Zwei Umstände begünstigen die größere soziale Durchdringungskraft des Islam: sein rascher und früher politischer Erfolg sowie die Idee von der Vollständigkeit und Endgültigkeit der göttlichen Botschaft. Ersterer verhindert, daß irgendein Teil des Lebens einer nichtreligiösen Autorität überantwortet bleibt; letztere macht es so viel schwerer, konkurrierende Versionen zum religiösen Entwurf anzubieten. Das Muster fordert seine Ausführung, und neue Muster dürfen nicht geduldet werden.« (S. 15 f.)

          »Kirche« und »Kaiser« sind im Islam insofern keine polaren Instanzen wie im Christentum, sondern es wird immer schon erwartet, dass die staatliche Gewalt von der Scharia »rechtgeleitet« wird. Ein säkularer Staat ist daher ebenso »gottlos« wie ein Staat der »Ungläubigen«.

          Antwort
          1. Jonas

            Woher diese Vorstellung kommt, dass im Islam Staat und Religion nicht getrennt wären, ist mir nicht ganz klar. Natürlich waren die mittelalterlichen Kalifate und Sultanate keine laizistischen oder säkularen Staaten, aber eben auch keine Theokratien oder dergleichen. Es gab immer eine fürstliche Sphäre und eine der Gelehrsamkeit und diese konnten sich in Verschränkung oder auch im Konflikt befinden. Der Normalfall war der, dass sich Gelehrte und Fürsten gegenseitig respektierten. Der Imam spricht im Freitagsgebet traditionell ein kurzes Lob auf den Herrscher, jedoch kann es bei genau diesem Freitagsgebet auch zur öffentlichen Kritik kommen (deshalb waren die Massenproteste im Arabischen Frühling oft nach dem Freitagsgebet). Im Gegenzug wahrt der Herrscher die Rechte der Ulama und erlässt keine sittenwidrigen Gesetze. Die Ulama können also Druck machen, doch letztendlich hat der weltliche Fürst das Schwert in der Hand. Es ist seine Aufgabe, die politischen und ökonomischen Interessen seiner muslimischen Untertanen zu wahren bzw. militärisch zu verteidigen, bei gleichzeitiger Wahrung der Rechte der jüdischen und christlichen Dhimma (Schützlinge), religiöse Autorität besitzt der Fürst jedoch keineswegs, denn das ist eben die Sphäre der Ulama.
            Beim schiitischen Konzept des Imamats ist dies schon etwas anderes, doch dieses Imamat existiert schon ewig nicht mehr, da der letzte legitime Imam „entrückt“ ist, und eines Tages als Erlöser wiederkommt. Seitdem werden auch die Schiiten durchweg von weltlichen Fürsten beherrscht.
            Was jedoch richtig ist, ist dass es im 20. JH. zunehmend die Tendenz gibt, den Islam zu verstaatlichen bzw. den Staat zu islamisieren. Häufig ging dies mit revolutionären Tendenzen und antiimperialistisch-nationalistischer Ideologie einher (weil es nämlich in Wahrheit auch genau darum ging). Bestes Bsp. ist hier eben Khomeinis Konzept der „Herrschaft der Rechtsgelehrten“, was aber eben ein Bruch mit der Traditon war.

            Ironischerweise ist auf dem Abbild von Ernest Gellners verlinktem Buch die Al-Azhar abgebildet, an deren Geschichte man genau das, was ich meine nachzeichnen kann: Die Kairoer al-Azhar ist (oder war) die wichtigste Universität des sunnitischen Islams (und eine der ältesten Unis weltweit überhaupt). Gestiftet wurde sie im frühen Mittelalter von irgendeinem weltlichen Fürsten (Moscheen und Lehreinrichtungen wurden wie in Europa auch häufig gestiftet). Im 19. und 20. Jahrhundert werden dann moderne ägyptische Regenten übergriffig und bringen die Azhar zunehmend unter politischen Einfluss des Regimes (->Verstaatichung des Islams). Die Folge daraus war u.A. die Entstehung des Islamismus (-> Islamisierung des Staates) als „populistische“ Gegenbewegung aus dem Laienvolk, denn die ehemals so hochgeachtete Azhar wurde als Teil der korrupten Elite angesehen.

            Antwort
            1. Renton

              „Woher diese Vorstellung kommt, dass im Islam Staat und Religion nicht getrennt wären, ist mir nicht ganz klar.“

              Könnte am Religionsstifter liegen, der weltliche und religiöse Macht in seiner Person vereint hat. Seine ersten paar Nachfolger, die ersten vier+(?) Kalifen sind ja auch noch auf der Schiene gefahren. Und daran, dass die Ausbreitung des Islam Richtung Europa größtenteils kriegerisch erfolgte, also auch wieder eine Vereinigung von religiöser und weltlicher Sphäre war. Richtung Südostasien ging es ja im Vergleich sehr viel friedlicher von statten.

              Danach kommt im Bewusstsein der meisten ein dunkles Loch, aus dem nur die launige Information ragt, dass Nichtmuslime in muslimischen Ländern Zusatzsteuer zahlen mussten. Was den Verdacht erhärtet, dass Staat bzw. Herrschaft doch in irgendeiner Verbindung gestanden haben müssen. Naja, das Loch endet jedenfalls erst wieder mit der Entstehung des politischen Islam. (Auch ich habe null Ahnung, wie z.B. das Verhältnis von Staat und Religion im Osmanischen Reich war. Wobei, null stimmt nicht: Hatte nicht der osmanische Sultan im ersten Weltkrieg den Dschihad ausrufen lassen? Da ist sie wieder, die Vermischung von weltlicher und religiöser Sphäre.)

    2. Renton

      @Jonas

      Meiner Meinung nach begehst Du denselben Denkfehler, den Du yx vorwirfst. Ich zitiere Dich:

      die islamische Gesellschaft“
      „Eine rechtliche Beurteilung des Korantextes steht dir aber nicht zu“
      „der Koran… will ausdrücken“
      „Muslime (jetzt als Gruppe) beanspruchen dabei für sich“
      „das Wesen des Islams“
      “ dass westliche Islamkritiker erstaunlicherweise den Islam immer so betrachten, wie es auch radikale Salafisten tun“

      Wie die Existenz der von Dir genannten Salafisten neben den Muslimen „als Gruppe“ belegt, gibt es die eine Interpretation des Korans/Islams nicht. Auch Du legst nur eine eigene Interpretation vor, die Du sicherlich mit anderen teilst. Einen Allgemeinvertretungsanspruch kannst Du daraus schwerlich herleiten. Du müsstest wenigstens belegen, dass es sich bei der von Dir vorgestellten Sichtweise um eine mehrheitlich vertretene handelt; dann könntest Du uepsi wenigstens vorwerfen, dass er sich mit seiner Islamkritik „nur“ auf eine Untergruppe der Muslime bezieht, und so den meisten Muslimen nicht gerecht wird. Dieser Beleg fehlt mir. Meine Erfahrung mit „guten Religionen“ ist die, dass zwar sehr viele vorgeben/meinen, „die allgemeine“ Lehre zu vertreten, aber wenn man dann ins Detail geht, treten immer mehr Unterschiede zu Tage.

      Antwort
      1. Jonas

        Ja es gibt unterschiedliche und tw. stark widersprüchliche islamische Strömungen. Wenn ich von „dem Islams“ rede, rede ich vom konservativen Mainstream und je nach Kontext auch vom traditionellen Islam der Vormoderne. Diesen „konservativen Mainstream“ verorte ich grob zwischen vormoderner Tradition und gemäßigten politischen Reformislam. Ein typischer Vertreter wär z.B. Erdogan, der sich im sunnitischen Mainstream auch einiger Beliebtheit erfreut.
        Mit meiner eigenen persönlichen Interpretation des Islams (die eher mystisch-psychologisch orientiert ist) halte ich mich dabei zurück und versuche hier analytisch zu bleiben.

        Wenn politischer Islam (Islamismus) und radikaler oder „ultrakonservativer“ Salafismus zusammenkommen, dann entsteht genau das was für yx und viele andere Islamgegner als typischer Islam gilt, nämlich eine faschistoide Ideologie mit einer kleinen Gruppe von Fanatikern, die sich im permantenten Krieg gegen den Rest der Welt befindet. Ein kleines Bsp.: xy schreibt:

        „Das ist die essentielle Erpressung im Islam: Schließ‘ dich uns an oder erleide unerträgliche Qualen.“

        Genauso denken Köpfe wie Pierre Vogel oder andere radikale, politische Salafisten. Es gibt die kleine Gruppe von „wahren Muslimen“ und alle anderen sind Feinde. Je nach politischer Ausrichtung werden diese Feinde dann bekämpft, zur Konversion gedrängt oder abschätzig ignoriert. Es gibt kaum etwas, was durchschnittliche Muslime mehr hassen als diese Attitüde, weil es nämlich in erster Linie sie selbst betrifft. Salafisten richten sich in ihrem Aktivismus nämlich in erster Linie gegen die muslimische Mehrheitsgesellschaft und gegen den taqlid (Tradition) und nur sekundär gegen den Westen. Um diesen Konflikt der Salafiyya mit dem Taqlid zu erklären, müsste man jetzt in den ganzen Komplex des Reformislams einsteigen, aber das führt hier zu weit. Nur so viel: Salafisten sind Reformer und keine Traditionalen. Man kann Salafisten grob mit radikalen Protestanten, Puritanern oder Evangelikalen vergleichen, nicht jedoch mit verknöcherten Kirchenapparatschiks.
        Bei dschihadistisch orientierten Salafisten (wiederum eine Minderheit in der Minderheit) kommt noch das berühmt-berüchtigte „Ungläubige töten“ hinzu, über das sich yx lang und breit auslässt. Im Mainstream-Islam spielt es aber in dem Sinne, wie es im Artikel behandelt wird, keine Rolle. Ich kann die Koranstellen, die den Kampf gegen „die Ungläubigen“ behandeln jetzt nicht einzeln auseinandernehmen, aber nur so viel sei gesagt: Die islamische Urgemeinde unter der Führung Mohammeds befand sich in Konflikten mit verfeindeten nicht-muslimischen Gruppen. Gott kommentiert dieses Geschehen insbesondere in den medinensischen Versen, denn der Koran war in dieser Zeit noch gar nicht abgeschlossen. Je nach Kontext sagt Gott dann mal, „bekämpft sie!“ oder „schließt Frieden!“ oder was auch immer. Ganz ähnliches gibt es im Alten Testament. Trotzdem war es nie Teil der jüdischen Lehre, dass man so ganz im allgemeinen die Götzenanbeter zu töten hat. Ferner muss man verstehen, dass das Kalifat (und genauso auch das Königreich Israel), gemäß einer Zeit in der ein „Völkerrecht“ noch nicht denkbar war, sich im ständigen Konfiktverhältnis mit den Nachbarn befand. Man kann die Nachbarn überfallen oder man kann mit ihnen Verträge schließen, je nachdem wie es gerade am Besten ist – wie bei einem Strategiespiel. Um die Islamisierung der Gegner geht es dabei nicht, sondern ganz profan um das Überleben bzw. das Wohl der eigenen Gruppe. Da es aber schon seit Jahrhunderten kein (ernst zu nehmendes) Kalifat mehr gibt, spielt diese Logik heute keine Rolle mehr.

        Antwort
  7. Androsch Kubi

    Danke, guter Artikel.

    Eine Anmerkung noch: wer selbst den Koran lesen möchte, muss aufpassen, welche Übersetzung er nimmt, denn es kursieren extrem abgemilderte Versionen, die u.a. in Fußgängerzonen verteilt werden. Es gibt ja auch verschieden Strömungen, etwa Ahmadiyya, die so einen Wohlfühlislam verbreiten („Liebe für alle, Hass für keinen“) und deshalb gern im TV vorgeführt werden, faktisch aber nur eine kleine machtlose Sekte darstellen.

    Korantreue Gemeinden benutzen eher solche:
    „Quellenangabe: Mit Allahs Hilfe ist diese Auflage des Qur’an mit der Übersetzung seiner Bedeutungen vom König-Fahd-Komplex zum Druck vom Qur’an in al-Madina al-Munauwara unter Aufsicht des Ministeriums für Islamische Angelegenheiten,Stiftungen,Da-Wa und Rechtweisung im Königreich Saudi-Arabien herausgegeben worden.“
    http://www.islam.de/13822

    Da Muslime m.W. nicht so organisiert sind, wie unsere Kirchen, ist es generell schwierig, über die Ausrichtung und Quantität etwas zu sagen. Die Hälfte der Gläubigen soll etwa fundamentalistisch sein, las ich mal, keine Ahnung ob es stimmt. Aber auch eine kleine Anzahl von Fundamentalisten kann, aufgrund von Gewaltbereitschaft und auf Basis entsprechender Hadithe und Fatwas, eine große Menge „moderater“ (=nachlässiger) Gläubiger vor sich hertreiben.

    Apropro unter:
    https://islamfatwa.de
    findet man eine Menge aufschlußreicher Urteile, etwas das hier:

    „Wenn also jemand die Pflicht des Betens verneint, dann ist er gemäß dem Konsens der Gelehrten ein Ungläubiger. Daher ist es die Aufgabe seiner Familie, ihn zurechtzuweisen und zu ächten, wenn er nicht bereut. Es ist auch ihre Pflicht, seinem Fall dem Qadi (Richter) vorzutragen, damit dieser ihn zur Reue aufruft. Wenn er bereut, [wird dies von ihm angenommen]. Wenn er nicht bereut, muss er getötet werden [1],“
    https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/97-familie-und-kinder/sonstige-familienangelegenheiten/826-wie-gegenueber-verwandten-verhalten-die-nicht-beten

    Und oben in der Ecke prangt dann ein:
    https://islamgegenextremismus.de//wp-content/uploads/logo.svg
    :-)

    Ironie ist echt nicht jedermanns Sache.

    Antwort

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