Wie Maskulinisten Mädchen in Tod und Elend treiben

Einer Schätzung zufolge, die verdeckte Suizide miteinbezieht, bringen sich Mädchen 12 mal häufiger um als Jungen. Damit zusammenhängen dürfte die systematische Diskriminierung von Mädchen im Schulbetrieb, welche in schlechtere Benotung und seltenere Gymnasialempfehlungen bei sonst gleichen Kompetenzen sichtbar wird. Da Mädchen nicht sozial nach oben heiraten können, sind sie dabei besonders von Obdachlosigkeit gefährdet.

Diese monströsen Verhältnisse werden von Maskulinisten zum Beispiel als Männerbeauftragte, in Ministerien für alle außer Frauen, im „Bundesforum gegen Frauen“, oder mit  Schmierenjournalismus vorangetrieben. Es wird einfach verschwiegen, und wenn es doch mal angesprochen wird, wird es zensiert oder die Verantwortung dafür den Mädchen in die Schuhe geschoben: Die Schule, der Maskulinismus, die Gesellschaft seien richtig, die Mädchen seien es, die falsch wären. So sei noch mehr Maskulinismus notwendig, um Mädchen und Frauen im Kampf gegen das „Matriarchat“ Privilegien zu entziehen. Dann werde sich auch die Situation von Mädchen und Frauen bessern.

So wird davon geredet, dass Mädchen eine toxische Weiblichkeit pflegen würden, was dazu führe, dass sie nicht um Hilfe fragen könnten. Tatsächlich sind die realen Verhältnisse so, dass es schlicht keine Hilfe gibt. Eine Obdachlose kriegt einfach keine Hilfe, und von Selbstmörderinnen weiß man, dass sie ebenfalls keinen Ausweg in einer ausweglosen Situation sehen – mal davon abgesehen, dass es pervers ist, Mädchen als Kinder die Verantwortung dafür zuzuschieben – die Verantwortung tragen Erwachsene. Die Ursache für diese Notlagen liegt in einer sexistischen Gesellschaft, die bereits kleine Mädchen als „Säue“ niedermacht oder die in breiten Plakataktionen dafür wirbt, nur Jungen aber keine Mädchen vor Gewalt zu schützen. Eine Gesellschaft, in der Maskulinisten wie Lars Penny, den Mädchen eine Therapie verschreiben wollen, die den „leidendend Idiotinnen“ so richtig weh tun wird, oder in der eine Frau Gesterkamp dazu auffordert, Feministen, die diese Notlagen ansprechen, systematisch von jedem Diskurs auszugrenzen, oder in der eine Henrietta Rosenbrock davon spricht, Feministen würden eine „Opferideologie“ pflegen.

Maskulinisten, in Ministerien, in den Redaktionsstuben, in NGOs, ausgestattet mit Millionen von Fördergeldern, die wirksame Hilfe für Mädchen unterbinden, sind schuldig. An ihren Händen klebt Blut.

[Nachtrag] Ursprünglich wollte ich hier dieses Bild posten, in dem ich „Mädchen“ durch „Jungen“ ersetzt hatte. Dann allerdings fand ich einen Aufruf, allein Jungen aber nicht Mädchen vor Gewalt zu schützen, als dermaßen pervers – selbst als Satire bzw. als zynische Ironie- dass ich es wieder offline nahm. Es fühlte sich entsetzlich an. Wie kaputt müssen Feministen nur sein.

Ein Gedanke zu „Wie Maskulinisten Mädchen in Tod und Elend treiben

  1. beweis

    „Dann allerdings fand ich einen Aufruf, allein Jungen aber nicht Mädchen vor Gewalt zu schützen, als dermaßen pervers – selbst als Satire bzw. als zynische Ironie- dass ich es wieder offline nahm. Es fühlte sich entsetzlich an.“

    Ich bin überall auf der Suche nach Beispielen, die Männlichkeit jenseits des global-feministischen Framings darstellen. Mit deinem Nachtrag bietest du wieder eines. Ich finde keine Stimmen im Feminismus, die auch das Männliche fürsorglich einschließen. Umgekehrt sehe ich das aber immer wieder bei Männern.

    Als feministischer Mann würde ich mich schämen – wie es sich als feministische Frau anfühlt, kann ich nicht einschätzen.

    Antwort

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