Du bist schuldig, mein lieber BDSMler! Was Sex mit Rassismus zu tun hat

Ich weiß gar nicht, wie ich im Zusammenhang mit Rassismus darauf komme, aber: Ein Tipp für Schwulenhasser. Und jetzt eine weitere Runde dieses schönen Spiels:

Bei Missy will man, dass man sich beim BDSM-Spiel so richtig schön schuldig fühlt, dass man reflektiert, dass das Spiel „Top und Bottom“ untrennbar verbunden wäre mit der historischen Sklaverei: „Wir spielen auch mit Echos und Resten in unserem kulturellen Gedächtnis, weil die Symboliken Teil unseres Wissens sind, auch wenn wir wenig oder kein bewusst erlerntes Wissen über Dinge haben. Symbole und Rollen(-vorstellungen) sind ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. … bla bla bla … Mit Sklav*innen zu spielen, ist Race-Play. Es nicht zu reflektieren, ist gefährlich und beleidigend.“

Was reflektiert werden soll, ist „Maafa“. Das steht für die Gesamtheit aller Verbrechen an Schwarzen. Wenn also Schwarze aus Rassenhass Weiße ermorden, dann spielt das für die noblen Antirassisten, die wollen, dass man zu Kreuze kriecht, bevor man sich sadomasomäßig amüsiert, keine Rolle. Es ist egal, dass mehr Schwarze Weiße töten als umgekehrt, das ist eben nicht Maafa. Ungeklärt bleibt dabei, ob es auch Maafa ist, wenn schwarze Stammeshäuptlinge Schwarze in die Sklaverei verkaufen, wozu es oft kam (und kommt?).

Zurück zu BDSM: Dort herrscht eine Beziehung zwischen Top und Bottom, die sich qualitativ von der eines z.B. muslimischen Sklavenhalters und einem Sklaven unterscheidet: Der Top übernimmt auf sehr intime Weise Verantwortung für das Wohlergehen des Bottoms. Wenn man hier seine Schuldigkeit, seine Verstricktheit in die Verbrechen gegen Schwarze eingestehen soll, Reue üben und Buße tun für Verbrechen, mit denen er nichts zu tun hat, dann macht das genauso viel Sinn, wie wenn Geschäftspartner, zwischen denen Geld den Besitzer wechselt, bedenken sollen, dass es auch Diebstahl und Raubmord gibt. Dazu wird es aber nicht kommen, denn das bedient kein Feindbild, wie das des Weißen, gegen den man seinen Hass ausleben kann. Wahrscheinlicher ist da eher, dass Männlein und Weiblein beim Sex reflektieren sollen, dass es auch Vergewaltigung gibt, was in der Rape-Culture tief ins „kulturelle Bewusstsein“ eingeprägt ist. Hier hat man ein klar umrissenes Feindbild: Den Mann, den weißen. Und tatsächlich ist ja nach Ansicht einiger Feministen Sex nicht von Vergewaltigung zu unterscheiden.

Der Autorin bescheinige ich eine gehörige Portion Rassismus, welches ihr (Selbst-)Bewusstsein konstituiert, woraus sie ihren Selbstwert zieht, sowie massiv selektive Wahrnehmung in Kombination mit Hysterie.

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