Berufswahl als weibliches Privileg

So stellt sich ein feministisches Magazin „Arbeit“ vor. Im Ernst.

Eine der feministischen Dauerklagen ist, dass typische Frauenjobs schlechter bezahlt werden, angeblich, weil in einem willkürlichen Akt das „Patriarchat“ solche Berufe schlechter entlohnt. (Das stimmt so schon mal nicht, einige Männerjobs sind schlechter bezahlt als manche Frauenjobs.)

Um aber diesen Vorwurf aufzugreifen: Das liegt daran, dass Frauenjobs mit weniger Härten verbunden sind, dass sie angenehmer und erfüllender sind als Männerjobs. Und Frauen wählen diese Berufe nicht, weil sie in diese „abgedrängt“ werden (hier ist schön zu sehen, wie schwachsinnig Feminismus ist, denn wie sollte das konkret ablaufen?), sondern weil sie die Entscheidung treffen, dass jene Tätigkeit, in der man viel Lebenszeit verbringen wird, keine harte Maloche sein soll, und damit eine schlechtere Bezahlung in Kauf genommen wird, denn das bedeutet kein Nachteil dank der Fürsorgebereitschaft des Mannes. So ist die Universität für viele Frauen auch nichts weiter als ein besonders exklusiver, elitärer Partnermarkt: Sie belegt irgendein Laberfach, das nicht die geringste Herausforderung mit sich bringt, zugleich aber die Möglichkeit bietet, sich unter den männlichen Maschinenbaustudenten so einen zu angeln, der mal gut verdienen wird.

Weil sie privilegiert sind, können sie diese Entscheidung – einen wenig lukrativen Job zu wählen – treffen. Keine Frau denkt sich der bei der Berufswahl, dass es dann an ihr sein wird, das finanzielle Haupteinkommen einer Familie zu stemmen. Sie geht ganz selbstverständlich davon aus, dass das schon der Mann erledigen wird. Sie wäre auch gar nicht bereit dazu: Keine ist so selbstlos, ein Leben lang in Übervollzeit malochen zu gehen – vielleicht noch in einer freudlosen, entbehrungsreichen Tätigkeit – und den Löwenanteil des Lebenseinkommen an Mann und Kinder abzugeben. Der Umstand, dass Männer für Frauen sorgen, führt dazu, dass Frauen bei weitem nicht so hart und so viel wie Männer arbeiten müssen, es erleichtert ihnen das Leben im erheblichen Maße. Umgekehrt denkt sich kein Mann: „Und dann, wenn die Kinder kommen, bleibe ich bei ihnen zu Hause und lasse mich von meiner Frau ernähren.“ weil er ganz genau weiß, dass keine bereit wäre, ihm dieses Lebensmodell zu unterhalten. So muss er also auf’s Geld schauen, kann es sich gar nicht leisten, angenehmere aber schlechter bezahlte Berufe zu wählen, oder wie es der Standart formulierte (nicht mehr online): „Frauen suchen Sinn, Männer die Kohle.“

Dass also Frauen in (vermeintlich) schlechter bezahlte Jobs arbeiten, ist Folge nicht eines Nachteils sondern eines Privilegs.

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