Billy Coen zur Tampon-Debatte

Eine Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[…]

Als ich diesen Spin mitbekommen habe, dachte ich aber auch, jetzt zünden wir also die nächste Stufe feministischer Dämlichkeit. Da haben die ewig rumgenölt und rumgestänkert, dass es voll die Frauenunterdrückung sei, Tampons mit 19 % Mehrwertsteuer zu belegen, während man Hygieneartikel für Männer immer mit 7 % besteuert (was, wie so vieles, was von Feministinnen gequatscht wird, nur stimmt, wenn man die erdrückende Mehrheit der Hygieneartikel für Männer, die mit 19 % besteuert werden, mal eben zu Nichthygieneartikeln umdeutet).

Jetzt haben sie ihren Kopp durchbekommen, sind aber nicht zufrieden, weil erst jetzt diesen strunzendusseligen Tanten aufgefallen ist, dass eine Mehrwertsteuerermäßigung von 19 auf 7 % bei einem ohnehin eher billigen Artikel keinen relevanten Unterschied macht – ist ja nicht so, dass genau das diesen Hohlbirnen die ganze Zeit über schon zu erklären versucht worden ist, aber das war dann natürlich nur böses Mansplaining. Die sind wohl bis zuletzt davon ausgegangen, dass, wenn man den Mehrwertsteueranteil um mehr als die Hälfte senkt, auch der Produktpreis um mehr als die Hälfte sinkt. Feministische Mathematik eben…

Überhaupt: Was wird da aus feministischen Kreisen mal wieder für ein Frauenbild transportiert. Ein kostenloser, allgegenwärtiger und jederzeit abrufbarer Zugang zu Tampons. Weil Frau ja auch immer und überall vollkommen unerwartet von ihrer Periode überrascht werden kann (Moment, warum nennt man das noch einmal Periode???) und es eine patriarchale Zumutung ist, wenn sie nicht an jeder Ecke Automaten vorfindet, wo sie sich umgehend für Umme Tampons ziehen kann. Die Frauen, die ich kenne, schaffen es, sich Tampons auf Vorrat zu kaufen und immer, selbst wenn der rote Indianer nicht vor der Tür steht, ein paar davon in der Handtasche mit sich zu tragen. Aber die Frauen, die ich kenne, sind auch selbständige, geerdete Menschen und in der Regel – was für mich KEIN Zufall sondern logische Konsequenz ist – keine Feministinnen.

Überhaupt… Diese ganze Aufplusterei, bloß weil es sich bei Tampons um eine Sache handelt, die nun wirklich exklusiv für Frauen ist. Wir haben keinen kostenlosen Zugang zu Strom, Heizwärme, ja selbst für Lebensmittel inklusive Trinkwasser, selbst wenn wir es aus unserem Wasserhahn beziehen, müssen wir Geld bezahlen. Aber dass Frauen keinen kostenlosen Zugang zu Tampons haben, DAS ist DAS ganz große Problem sozialer Schieflage in unserer Gesellschaft, welches sicher Jahr für Jahr hunderttausende… auch, was sag ich… Millionen von Frauen das Leben kostet.

Wie oft müssen diese hirnamputierten Anhänger dieser hirnverbrannten Ideologie ihre mit schallernder Dämlichkeit vermischte Maßlosigkeit in ihrem Anspruchsdenken eigentlich noch exponieren, bis sie statt Zustimmung und euphorischer Begeisterung medial und politisch endlich mal die einzig objektiv für geistig normale Menschen nachvollziehbare Reaktion erhalten, die sie von Anfang an als einzige jemals hätten erhalten dürfen: schieres, schallendes Gelächter.

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