Held sein müssen

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Ein Youtubekommentator freut sich darüber, dass die Disneyprinzessinnen von heute nicht mehr, wie oben zu sehen, vom Prinzen gerettet werden müssen. Stattdessen erlegen sie die Drachen selbst. Ja, in der Fiktion. Die Realität sieht anders aus, da werden Männer selbst heute noch genötigt, gegen den metaphorischen Drachen anzutreten, sofern sich in unseren fetten faulen Breiten einer finden lässt.

So sehe ich mir mit einer Bekannten „Herr der Ringe 2“ an. In einer Szene marschiert die Orkarmee auf die Festung Helms Klamm zu, und ich sage dir: Wenn eine Orkarmee auf dich zu marschiert, dann haste keinen Bock mehr.  Jedenfalls schwenkt die Kamera über die armen Männer, die die Burg verteidigen müssen, und ich sage zu meiner Bekannten, dass ich mich über den Hinterausgang davon machen würde.

Während Feministen davon schwadronieren, Männer sollten weich sein und auch mal weinen, weiß meine Bekannte, was sie davon hält: In ihrem Blick liegt die pure Verachtung. Und zu allem Überfluss zeigt der Film in genau diesem Moment die verängstigten Kinder und Frauen die es zu beschützen gilt. Ich murmel kleinlaut: „Naja, vielleicht auch nicht“.

Ich bin ein Feigling. Meine Losung lautet: „Siehste die Klinge blitzen, ist es Zeit zu flitzen.“ Ich häng an meinem Leben und der Unversehrtheit meines Körpers, mit anderen Worten: Ich renne weg so schnell ich kann, ich mach den Hasenfuß. Dies erklärte ich auch einer anderen Bekannten – nur um sofort und mit leicht schlechtem Gewissen zu versichern: „Natürlich nur, wenn ich allein unterwegs bin.“

Oder eine Geschichte, dich ich hier schonmal erzählt habe: Zu meiner Jugendherberge führen zwei Wege. Eine gut ausgebaute und beleuchtete Straße und ein dunkler Schleichweg durch den Wald, auf dem man etwa 10 Minuten Fußmarsch einspart. Als ich die Kreuzung erreiche, wartet dort eine junge Frau auch mich, die ich flüchtig kenne, da wir in derselben Herberge einquartiert sind. Wir hatten schon ein paar Wörter gewechselt, mehr aber nicht. Dieses Mädchen erklärte, dass sie nun ebenfalls den Schleichweg nehmen würde – in meiner Begleitung. Allein, weil ich der Mann und sie die Frau war, ging sie davon aus, dass ich sie in einer Gefahrensituation beschützen würde. Und mit dieser Vermutung lag sie goldrichtig. Woher kam diese Vermutung? Sie kam daher, dass entgegen der feministischen Propaganda von der „toxischen Männlichkeit“ jeder und jede weiß, dass Männer Frauen beschützen. Das ist ein herausragendes Merkmal von Männlichkeit, welches Allgemeinwissen darstellt, aber nicht in den „Gender-Studies“, die etwa so wissenschaftlich sind wie die Rassenlehre, unterrichtet wird.

Feministen freuen sich darüber, dass in Märchenerzählungen Prinzessinnen den Drachen töten. In der Realität aber wird es weiterhin so bleiben, dass allein Männer verpflichtet werden. Feigheit vor dem Feind – wie gesagt: Ich bin ein Feigling – wird weiterhin nur bei Männern mit der Todesstrafe geahndet.

Von daher finde solche Kameraden wie die von Pink Stinks einfach nur noch lächerlich. Sie wollen, dass die Prinzessin den Drachen erschlägt in Zeiten des Überflusses und der Sicherheit, wo es längst keine Drachen mehr gibt. Feminismus ist ein Dekadenzphänomen. Sollten die Zeiten wieder härter werden, wird sich die Frau ganz schnell auf die traditionelle Rollenverteilung besinnen und der Mann wird das falsche Spiel mitspielen; schon jetzt werden Rufe aus Frauenmündern laut, wo „unsere“ Männer bleiben, um „unsere“ Frauen vor den „anderen“ Männern, den muslimischen nämlich, zu beschützen. Wenn die Zeiten des Überfluss vorbei sein werden: Sowohl Feminismus als auch Maskulismus werden dann Geschichte sein. Bis dahin markieren Pauerfrauen als Modells die starken Mädchen, posen was das Zeug hält und tragen T-Shirts mit taffen, fiktiven Superheldinnen, die der männlichen Phantasie entsprungen sind:

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11 Gedanken zu „Held sein müssen

  1. elmardiederichs

    Ich halte es für absolut richtig, irgrendwelche fremden Frauen im Stich und links zu lassen, damit sie für die Lösung aller Probleme selbst aufkommen. Denn schließlich sind da ja alles starke Frauen, die keinerlei deminuierende Behandlung von Männern wünschen und jede Frau kann ja bekanntlich alles tun, was ein Mann tun kann – und manchmal sogar besser. Das macht deutlich, daß das Tun der Männer für Frauen im günstigen Fall keinerlei Mehrwert bringt, so daß Männer gut beraten sind, die sonst für Frauen aufgewendete Zeit und Energie in ihre eigene Zukunft zu stecken.

    Nach einigen Jahren ohne die Resourcen der Männer wird es den Frauen so richtig dreckig gehen. Aber auch das geschieht im Grunde nru zu ihrem Nutzen, es wird diese Frauen erst so richtig stark und überlegen machen – Phönixinnen aus der Aschinnen …. oder so …

    Geliefert wie bestellt – es soll keiner sagen, er habe seinen Willen nicht bekommen.

    Antwort
    1. Emannzer

      Tja, „Wonder Women“ wundert sich dann, warum keine Wunder geschen und wo all ihre wunderbaren Prinzen geblieben sind! That’s Life

      Nie im Leben würde ich auch nur einen Handschlag tun, für unsere verwöhnten Prinzessinnen, die Erbsen spüren, wo keine sind und ansonsten sofort losgreinen, wenn nicht alles so läuft, wie Muttis kleine Liebling sich das mit dem Krönchen so dachte …

      Ich denke, das wird denen weh tun aber dürfte auch euin heilsamer Lernprozess sein; so nach einigen und vielen Jahren. Und dann will sie wohl leider auch keiner mehr. So schade aber auch, für die hyperverwöhnte Schneeflocke, welche ein bezopftes Knäckebrot für ihre Zukunft hielt.

      Feddich is nich feddich, wenn du sochs is feddich …

      Aber das wird die „Erbsenzählerin“ dann irgendwann vielleicht auch realisieren.

      Antwort
  2. beweis

    Wenn Neumond ist, und ich gehe immer tiefer in den finsteren Wald hinein, befällt mich in der Regel Angst. Wenn ich aber mein achtjähriges Kind an der Hand habe in der gleichen Situation, empfinde ich keinerlei Angst.
    Das ist ein interessantes Phänomen, vielleicht geht es auch anderen so. Ohne es zu rationalisieren stecke ich plötzich in der Rolle des souveränen furchtlosen Beschützers und kann mein Kind glaubhaft beruhigen, dem es schnell gruselig wird.
    Wenn die Mutter gemeinsam mit dem Kind in eine unheimliche Situation gerät, empfindet sie trotzdem Angst – obwohl sie ebenfalls das Kind an der Hand hat. Beide schaukeln sich in ihrer Furcht gegenseitig hoch und verfallen in eine Art Angststarre.
    Es scheint in der Tat etwas wie einen „Beschützerinstinkt“ bei Y-Chromosom-Holdern zu geben.

    Dieses männliche Verhalten wurde in Kultur und Film über Jahrhunderte immer und immer wieder beschrieben, nicht nur mit Bruce Willis in „Stirb langsam“ oder Ähnlichem. Es ist traditionell positiv besetzt gewesen. Beide Geschlechter konnten sich mit ihren Rollen identifizieren.

    Mit dem Aufkommen der selbsternannten „Superfrauen“ übernehmen jetzt diese die männliche Beschützerrolle – aber nur auf der Leinwand und in der Kultur. Die Identifikation mit den Figuren funktioniert allerdings nicht mehr in dieser Konstellation, weshalb die woken Geschichten bei den Zuschauern und Lesern floppen.

    Die Feministen und viele Frauen wollen aber diese Gleichstellung haben, weshalb sie gerne versuchen, irgendwelche Kampfkunst zu erlernen oder sich Pfefferspray in die Tasche stecken. Sie glauben, das würde gegen die Angst helfen. Klappt aber nicht.

    Vielleicht müssen wir ihnen auch da mal wieder etwas in den Mantel helfen, sie befähigen, auch souveräne, rettende und beschützende Attribute zu entwickeln. Das müssen sie lernen und üben. Frauen sollten ganz vorne Menschen aus brennenden Häusern retten, die Vorhut an der Front bilden oder Schnee von Dächern schippen, die einzubrechen drohen. Sie sollten tauchend Schüler aus überfluteten Höhlen befreien und beim Sinken der Schiffe Kindern und Alten und Männern zuerst in die Rettungsboote helfen. Wir Männer müssten dann lernen damit umzugehen, dass Frauen ihr Leben für uns geben.

    Diese Gleichstellung in der Realität müssten sich die Frauen hart erarbeiten und viele Opfer dafür bringen. Sind sie dazu bereit? Würde mich eine Stokowski aus der Not retten?

    Antwort
    1. Emannzer

      Guter Kommentar, danke. Die haben sich selbst aus dem Mantel gehauen und irren nun rum, wie die Damsel in Distress (Jungfrau in Nöten) und kein weißer Ritter ist weit und breit in Sicht. Das wird noch spannend für diese Grazien – aber da können sie ja zeigen, wie tough sie denn tatsächlich sind.

      Und Letzteres dürfte eine recht herbe Erfahrung für diese Sessellift Karierre-Damen werden, welche sich zumeist als „High Potentials“ definieren und in der Praxis dennoch kläglich versagen oder gleich ganz kneifen – oft genug erlebt; selbst wenn es nur um ein Referat in einem SW-Haus ging …

      Antwort
  3. koerzitivfeldstärke

    Ich lese schon seit ein paar Jahren (Anfangs „AllesEvulotion, und später solche Blogs wie diesen hier). Habe darauf hin dann (ist schleichend passiert) wenn z.B. eine Frau im Zug mit einen schweren Koffer kämpfte, mich nicht mehr angeboten zu helfen. Manche guckten dann machmal Hilfesuchend, aber um Hilfe gebeten hat auch keine.
    MeeToo hat dann der Sache noch einen Schub gegeben, wobei ich auch sagen muss bin ich nicht so oft in diesem öffentlichen Raum wo man regelmäßig seine Verweigerung zeigen kann.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ja, die Geschlechter entfernen sich immer mehr voneinander, traurig.

      Ich persönlich helfe dort, wo es angebracht ist (z.B. einem alten Mann aber auch einer Frau).

      Antwort
  4. koerzitivfeldstärke

    Alte Männer machen auch nicht Probleme, die Fragen oder wenn sie keine Hilfe benötigen Pöbeln die nicht. Bei alten Frauen habe ich auch die (ältere) Erfahrung, die können im allgemeinen auch Fragen. Ohne dabei zu pöbeln.
    Und ja, es entwickelt sich auseinander. Es gibt nur noch Zusammenhang bei Gruppen die sich kennen, oder mit gleichen Interessen. Motorradfahrer fallen mir da spontan ein.
    Traurig, aber scheinbar nur noch bei Rechten zusammenhalt. Es macht kein Spaß mehr hier zu leben.

    Antwort
    1. elmardiederichs

      Das ist wahr, nach außen und ohne Kontext wird die Verweigerung egoistisch – was sie auch ist, falls man alle Frauen gleichbehandelt. Vielmehr muß man diejenigen Frauen, die es verdienen, gnadenlos privilegieren. Und alle anderen, die das nicht tun, ignoriert man. Das gilt auch für diejenigen Frauen, die eine besondere Behandlung zwar verdienen, das einem Mann aber noch nicht bewiesen haben. Nur diese Art von Erbsenzählerrei, das Vermeiden völliger Großzügigkeit wird die Frauen nachdrücklich motivieren. Und dabei spreche ich von einem Zeitraum von mindestens 15 Jahren. Denn wie Frauen auf das Wegbrechen der Männer reagierenm wissen wir aus dem Zerfall der UDSSR: Die sitzen das Problem aus, verbittern und verfolgen alle Männer mit Rachsucht und Verachtung – etwas zu unternehmen, kommt nur für den eigenen Vorteil in Frage; Kaum eine Russin würde sich für einen Mann ändern, es ist alles eine Frage der stillschweigenden Erpressung im sozialen Miteinander.

      Konsequenz: 15 Jahre miese Bedingungen reichen nicht, um die Frauen auf einen anderen Entwicklungspfad zu lenken. 20-30 sind realistischer. Solange wird die Gesellschaft am Boden liegen – bis die Frauen bemerken, daß das soziale Leben nur funktioniert, wenn man sich selbst darum bemüht.

      Antwort
      1. dr. caligari

        Interessant ich kenne die Vorgänge um den USSR Zusammenbruch nicht so.
        Ich musste dabei aber ein Buch denken, „Die magischen Wälder“ von Heinz Gumprecht.
        Es schildert sehr authentisch den Zusammenbruch des Zarenreiches 1917 aus der Sicht eines deutschen Kriegsgefangenen. Nach der Oktoberrevolution, als alle gesellschaftlichen Normen zusammenbrachen, und die Männer der Ober- und Mittelklasse ihre Einkommen bzw. Besitztümer verloren, machte sich wohl in größeren Städten wie Petersburg sehr schnell das Phänomen breit, daß Frauen aller Schichten, von der Gräfin bis zur einfachen Arbeiterin sehr schnell in ihr ältestes und ureigenstes Gewerbe wechselten um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wo nun so viele Männer an der Front, tot oder ohne geregeltes Einkommen waren.

        Insgesamt ein sehr lesenswertes realistisches packendes Buch über die russische Revolution und den WW1, wenn sicher auch aus heutiger Sicht ein wenig rechts-esoterisch gefärbt.

        Antwort
        1. elmardiederichs

          Ja, interessanter Tipp, danke. Was die Rückkehr der Frauen zur Prostitution als ökonomische Strategie in Zeiten von Männerknappheit angeht, kann ich ebenfalls einen Tipp für alle da lassen:

          Sex at Dawn: How We Mate, Why We Stray, and What It Means for Modern Relationships
          Christopher Ryan, Cacilda Jethá

          “Sex at Dawn challenges conventional wisdom about sex in a big way. By examining the prehistoric origins of human sexual behavior the authors are able to expose the fallacies and weaknesses of standard theories proposed by most experts. This is a provocative, entertaining, and pioneering book. I learned a lot from it and recommend it highly.” — Andrew Weil, M.D.

          “Sex at Dawn irrefutably shows that what is obvious—that human beings, both male and female, are lustful—is true, and has always been so…. The more dubious its evidentiary basis and lack of connection with current reality, the more ardently the scientific inevitability of monogamy is maintained—even as it falls away around us.” — Stanton Peele, Ph.D.

          A controversial, idea-driven book that challenges everything you (think you) know about sex, monogamy, marriage, and family. In the words of Steve Taylor (The Fall, Waking From Sleep), Sex at Dawn is “a wonderfully provocative and well-written book which completely re-evaluates human sexual behavior and gets to the root of many of our social and psychological ills.”

          Eine Besprechung dieses Buches würde sich sicher auch für die Manosphäre lohnen.

          Noch ein Ergänzung zu den Russen, die auf meine damalige russische Freundin Mascha zurückgehen: Heutzutage ist Prostitution in Russland illegal – aber primär nu deshalb, weil die Leute, die am meisten daran verdienen, keine Lust haben, Steuern zu zahlen und gleichzeitig in der Regierung sitzen. Zweitens werden pro Tag allein in Moskau ca. 5 Millionen Euro mit Prostitution umgesetzt. Die Frauen geben dann das Geld nicht aus, um ihre Kinder zu ernähren, sondern um Luxusartikel kaufen zu können, die in Russland nach wie vor unverhältnismäßig viel teuerer sind als im Westen. Nach wie vor aber ist der soziale Druck auf Frauen, sich und ihren Luxus zur Schau zu stellen, enorm – was die Frauen flächendeckend zur einfachsten Verdienstmöglichkeit bringt, die es gibt.

          Nun ja – vermutlich haben sie sich auch vorher schon an ihre Ehemänner prostitutiert. Aber das nennt man offiziell „Ehe“ und nicht „bezahltes Dauersexverhältnis“.

          Antwort

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