…von Lesben bedroht

Drüben bei den Störenfriedas reproduzieren sie das Gedöhns, dass Lesbentum eine Bedrohung für das „Patriarchat“ respektive für die Männer sei, u.a. weil Lesben für Männer nicht verfügbar seien. Ob dieselben Männer, die Lesben attackieren und mit ihrer Homophobie als Beweis für dieses Theorem herhalten müssen, Schwulen auf die Schulter klopfen und es begrüßen, dass diese Homosexuellen für Männer „verfügbar“ seien und sich nicht von einer Frau versklaven lassen, sei dahingestellt. Ich habe da meine Zweifel.

Lesben sind schon deshalb keine Bedrohung für das „Patriarchat“, da es kein „Patriarchat“ gibt. Es gibt z.B. muslimische Diktaturen, wo man nix gegen den Islam sagen darf; gäbe es ein „Patriarchat“ bekämen die Störenfriedas echte Probleme damit, dass sie ständig Dreck über Männer auskübeln.

Um aber ein Schlaglicht auf die Bedrohung zu werfen, die Lesben für das „Patriarchat“ darstellen, lohnt sich ein Blick auf Hitlerdeutschland. Adolf Hitler höchstpersönlich schob der Verfolgung von Lesben einen Riegel vor mit der Begründung, dass man den Frauen die Liebe nicht verbieten dürfe, wo die Männer alle im Krieg waren und ihre patriarchale Dividende einfuhren und sich totschießen ließen. Ergebnis: Mitten im tiefsten Nazideutschland fanden ungestört Lesbenbälle statt, während Schwule in die KZs deportiert wurden. Ja, so regiert sicherlich jemand, der sich bedroht sieht. Und dass die Nazis in Lesben keine Bedrohung sahen, damit lagen sie auch richtig: Das tausendjährige Reich ging nicht an Lesben zugrunde sondern an heterosexuellen Männern.

Nichtsdestotrotz hat man ein halbes Jahrhundert später mit einem Denkmal zur Verfolgung Homosexueller Geschichtsfälschung betrieben, da es suggeriert, Lesben wären genau wie Schwule verfolgt worden. Besonders verdient darum hat sich Alice Schwarzer gemacht. Feministen wissen aber ganz genau Bescheid weiß, dass es sich hierbei um eine Lüge handelt, was sich aus einem ihrer Kommentare ersehen lässt, dass die Nichtverfolgung von Lesben eine Kränkung sei, da man sie nicht ernst genommen hätte – faszinierend wie konsequent die Opferrolle funktioniert, nicht wahr? Schwule wurden in KZs zu Tode geschunden, aber die eigentlichen Opfer waren Lesben, weil man sie nicht für voll nahm.

Also: Politisches Lesbentum wäre Befreiung. Der Frau. Aus dem Sklavenstatus und nichts weniger. Da muss es frustrierend sein, dass sich nicht mehr Frauen für ein Leben als Lesbe entscheiden. Aber warum nur? Frauen haben sexuell weit weniger Berührungsängste gegenüber dem eigenen Geschlecht als Männer und man wird auf allen Kanälen zugeballert mit der Botschaft, die traditionelle Rollenverteilung sei zum Nachteil der Frau, ja ihre Versklavung. Wenn da auch nur ein Körnchen Wahrheit drinstecken würde, müssten viel mehr Frauen die Seiten wechseln. Warum tun sie es nicht? Weil es eine Lüge ist. Die Hausfrau ist nicht benachteiligt oder gar versklavt, sie genießt ein Privileg, wie sonst nur Millionäre teilen: Nicht arbeiten müssen. Und diese Rundumversorgung, die der Mann bietet; dass er mit seiner lebenslangen Maloche die Plattform trägt, auf der sie sich dann selbstverwirklichen kann, indem sie sich den Kinderwunsch erfüllt, ist etwas, das keine Lesbe bietet. Keine Lesbe wäre bereit, ein Leben lang malochen zu gehen, und ihr Lebenseinkommen an eine Partnerin abzugeben, die nicht arbeitet. Sowas bieten nur Männer, und deshalb laufen Frauen nicht in Scharen zum Lesbentum über, denn sie wollen ihr Privileg nicht aufgeben.

2 Gedanken zu „…von Lesben bedroht

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