Der Duden: Keine Liebe zum Deutschen

Viele haben’s mitbekommen: Der Duden will das generisches Maskulinum endgültig aus der deutschen Sprache tilgen, indem er an jedem Sprachverständnis der breiten Bevölkerung vorbei z.b. „Schüler“ als ausschließlich männlichen Schulbesucher definiert. Das hieße, dass die elegante Funktion geschlechtlicher Irrelevanz abgeschafft würde und man eine der hässlichen und sperrigen Ersatzkonstruktionen verwenden müsste, wollte man ausdrücken, dass das Geschlecht nicht die geringste Rolle spielt. Jede dieser billigen Ersatzlösungen aber erzwingt das Denken in geschlechtlichen Kategorien und vergewaltigt einen (siehe Sprache als Vergewaltigung in der feministischen Linguistik). Überall hat man sich auch in der Gedankenwelt der Doktrin zu beugen, dieser Panscherei:

Diese Versuche seien von sprachlicher Unkenntnis geprägt, grammatikalisch sinnlos und ästhetisch hässlich. Sie beschädigten zudem die Ausdruckskraft der Sprache und erschwerten das Verständnis von Worten und Texten soweit, dass dies zu „kognitiven Schäden vom Typ Realitätsverlust führen“ könne. Die eigentlichen Motiv der entsprechenden Aktivisten seien der Wille zur Unterwerfung anderer und die Demonstration von Macht.

Bleibt also festzuhalten: Dieser ehemalige Gigant der deutschen Sprache pflegt keine Liebe zum Deutschen sondern wirft sie Ideologinnen, die überall auf ihr Geschlecht verweisen müssen, zum Fraß vor. Kann es ein vernichtenderes Urteil über eine Institution geben? Also auf zu seiner Beerdigung.

[Nachtrag] Unterschreiben: Rettet die deutsche Sprache vor dem Duden.

Kommentar verfassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s