9 Gedanken zu „Liebe Linke: Ich habe ein Problem mit dem Islam, weil er rechts ist

  1. HansG

    Ich fürchte, dir ist bei deiner Einordnung ein kleiner Fehler unterlaufen. Wie die meisten Menschen ziehst du die Hauptlinie zwischen (politisch) Rechts und Links, was zwar traditionell widerstreitende Positionen darstellt, jedoch nicht das Problem adressiert. Es spielt im Grunde keine Rolle, ob man die beiden Positionen mit z.B. Adel und Pöbel, Kapital und Proletariat oder konservativ und progressiv einordnet. Beide Seiten würden in einer freien Gesellschaft berechtigte Positionen vertreten.

    Die wirklich gefährliche Trennlinie verläuft, wie auf deinem, politischen Kompass, rechts schön zu sehen, zwischen autoritär und liberal. Die von dir angesprochene Herrenmenschenattitüde ist untrennbar mit autoritären Gesellschaftsformen verbunden. Was den Nationalsozialisten ihre Rassentheorie und -hygiene, war z.B. Mao seine Kulturrevolution.

    Je weiter man sich mit seinen politischen Zielen von der politischen Mitte, egal ob nach rechts oder links weg bewegt, desto autoritärer muss das Regime werden um der gesellschaftlichen Mehrheit, die sich zwangsläufig über die gesamte politische Breite verteilt, den eigenen Willen aufoktroyieren zu können. Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass sich die individuellen Positionen auf dem Kompass sowohl waagrecht als auch senkrecht in einer gaußschen Glockenkurve verteilen.

    Zu deinem Fehler. Ja, man könnte den Islam als ultrakonservativ einordnen, da er sich in seiner Entwicklung irgendwo auf Höhe des frühen Mittelalters bewegt. Das ist wenig verwunderlich, da sich ein wahrer gläubiger Muslim buchstabengetreu an den Koran unter Interpretation der Sunna hält. Gleichzeitig jedoch verhält sich der Islam in seiner Ausbreitung extrem progressiv und ist, schon aufgrund der Geburtenrate, die am schnellsten wachsende Religion der Welt. Ich befürchte, dass ich noch die ersten muslimischen Staaten in Zentraleuropa unter dem Recht der Scharia erleben werde.

    Nein, der Islam lässt sich nicht nach den Vorstellungen von politisch links und rechts einordnen und stellt als untrennbar politische Religion unter dem Recht der Scharia einen eigenen politischen Pol dar. Auf der Skala autoritär und liberal hingegen steht der zweifellos am Anschlag auf autoritär, schließlich droht jedem Ungläubigen die Versklavung oder Tod.

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  2. Mario

    So auch die Pseudolinke „Szenegöre“, die von Migranten vergewaltigt wurde, aber die Identität der Täter erstmal geheimhielt. Erhellend auch ein weiterer Vorfall zwischen Pseudolinken und Migranten: Letztere erhielten einen ermäßigten Eintrittspreis zu einem linken Club, fielen dann aber durch massive Übergriffe und sexuelle Belästigung auf. Wenn es Weiße gewesen wären, dann wäre für die noblen Antirassisten alles in Ordnung gewesen, dann hätte man das auf’s Schärfste verurteilen können, denn dann gilt: Feuer frei! Jetzt waren es aber Migranten, das heißt, man hatte große Probleme damit, die Belästigung verurteilen, und gleichzeitig die Täter zu benennen.

    Passt bestens ins Bild.
    Gestern war unter anderem Thomas Hermanns bei RTL „Zeugnis für Deutschland“ und beklagte die zunehmende Gewalt und den zunehmenden Antisemitismus und Rassismus, dazu die Gewalt gegen Schwule, LGBTxyz und was weiß ich nicht alles – seit 2016.

    Seit der AfD dürfe ja wieder alles gesagt werden und Rassismus wäre wieder salonfähig.
    Na merkwürdig, ich würde mit dem Jahr 2016, vielleicht eher 2015 dann auch noch ein anderes Ereignis in Verbindung bringen, nicht nur die Wahlerfolge der AfD.

    Aber natürlich darf auch eine Vorzeige-Schwuppe nicht alles sagen, was er vielleicht denken mag. Denn letztendlich haben wir mit den Flüchtlingen und der in den letzten Jahren immer stärker werdenden „Toleranz“ gewisser Kreise gegenüber „Menschen mit Migrationshintergrund“ selbst dafür gesorgt, dass solche Menschen hier Oberwasser gewonnen haben und meinen, sie könnten sich über geltendes Recht und Gesetze hinwegsetzen.

    Dabei war Merkels Flüchtlingspolitik zwar ausnahmsweise mal richtig, das was dann durch (vorzugsweise) Gutmenschinnen aus Flüchtlingshilfe gemacht worden ist über die letzten Jahre, hat mit Flüchtlingspolitik, Migrations- und Integrationspolitik und mit gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun.

    Gesellschaftlich hat sich offenbar ein Wandel vollzogen, der Menschen mit bestimmter Herkunft mehr Rechte einräumt, während ihnen alles und alle anderen untergeordnet werden sollen.
    Dazu müssen sie dann noch dem, für ihren Kulturkreis üblichen, politisch korrekten Glauben angehören und schon läufts mit dem Rassismus, auch gegen die eigene Bevölkerung.
    Das stellt man schon fest, wenn Polizisten als Rassisten diffamiert werden, wenn sie mutmaßlich straffällige Clan-Mitglieder überprüfen, überwachen, festnehmen wollen.

    Ach ja, hätte ich fast vergessen. Wir Weißen sind ja so privilegiert, Rassismus gegen uns gibt es nicht. Perfektoniert für weiße Männer, gegen die es dann auch keinen Sexismus gibt.

    Schwierig wird es mit der Einordnung. Der Islam ist rechts? Nein, glaube ich eigentlich nicht. Letztendlich ist es auch egal, es geht ohnehin immer nur um Machtanspruch und Deutungshoheit, egal welche Himmelsrichtung angepeilt wird.

    Ich bin mir aber sicher, dass uns diesen gesellschaftlichen Wandel die sogenannten Linken und Grüninnen eingebracht haben. Nicht nur was den Islamismus angeht, sondern auch ganz allgemein die Verrohung in unserer Gesellschaft. Ich glaube, die links-grüne Mentalität zur antiautoritären Erziehung hat dazu mit beigetragen.
    Wer nie gelernt hat, Regeln einzuhalten, entwickelt sich imho zwangsläufig zum Charakterschwein.
    Schade ist nur, dass der Großteil der Politik und Gesellschaft diesen Weg offenbar bereitwillig mitgeht, weil es politisch korrekt ist.

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    1. Renton

      „Dabei war Merkels Flüchtlingspolitik zwar ausnahmsweise mal richtig“

      Bin neugierig: Magst Du das erläutern?

      Antwort
      1. Mario

        War und ist natürlich etwas verkürzt, könnte man schließlich stundenlang drüber diskutieren.

        Ich halte es für legitim, dass Menschen vor Verfolgung, Gewalt, Krieg flüchten und Schutz in anderen Ländern suchen. Ich halte es auch für richtig, dass wir das Problem der Unterbringung der Flüchtlinge auf viele Länder verteilen und auch selbst einen Teil beitragen, um das Problem zu lösen. Den Großteil haben ohnehin die Nachbarländer aufgenommen

        Genauso bin ich mir auch sicher, dass wir relativ problemlos ein bis zwei Millionen Flüchtlinge (hätten) aufnehmen können. wenn man sich anschaut, wie viele Milliarden zum Beispiel jetzt für unsere Wirtschaft ausgegeben werden – oder die Milliardenbeträge zum Bankenrettung in der Finanzkrise – dann sind Flüchtlinge für uns zumzumindest in finanzieller Hinsicht kein Problem.
        Vor gut 30 Jahren haben wir immerhin rund 16 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aufgenommen. 😉

        Selbstverständlich bin ich aber dagegen, das Flüchtlinge, diesig nicht an unsere Gesetze und Gepflogenheiten halten, nicht auch abgeschoben werden. Insbesondere, wenn sie schwere Straftaten begehen.
        Und natürlich dürfen Flüchtlinge auch gerne wieder in ihre Heimat zurückkehren, wenn die Bedrohungslage vorbei ist.

        Ansonsten fehlt es uns noch an einer vernünftigen Einwanderungspolitik.“Wirtschaftsflüchtlinge“ und andere Menschen können ja gerne zu uns kommen, wenn sie gewisse Bedingungen, wie z.b. Qualifikation, erfüllen. Das ist in anderen Ländern ja auch üblich.

        Was auf keinen Fall passieren darf, aber wohl leider schon längst geschehen ist: Arme und noch ärmere werden gegeneinander ausgespielt und stehen zwangsläufig in Konkurrenzkampf. Da darf unser Land gerne wieder etwas mehr Nationalbewusstsein an den Tag legen.
        Ich fand Trumps „America first“ für die Amerikaner nicht verkehrt, für Deutschland sollte es durchaus ein ähnliches Motto geben.
        Dank unseres Dauerschuld-Kultes ist das natürlich völlig utopisch.

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        1. Renton

          Ah, okay. Ich versuche, Deinen Standpunkt in meinen Worten wiederzugeben:
          Angela Merkel hat richtig gehandelt, als sie politisch die Aufnahme der hunderttausenden von Flüchtlingen durchsetzte, weil es humanitär geboten war.

          Meine Ansicht zu dem Thema:
          Angela Merkel hat (wie üblich) geschlafen, als die UNO die katastrophale Lage in den Flüchtlingslagern im Libanon und in der Türkei beklagte, als es sogar anfing, an ausreichend Essen zu fehlen. (Fairerweise sei gesagt: Sie war nicht die einzige Regierungschefin, die das verschlafen hat.) Als sich dann hunderttausende über den Balkan auf den Weg vor allem nach Deutschland machten, blieb ihr gar keine andere Wahl, als für eine Aufnahme der Flüchtlinge zu plädieren: Hätte man sie an unserer Grenze aufhalten wollen, hätte es mehr Gewalt gebraucht, als unsere Gesellschaft zu tolerieren bereit gewesen wäre. Humanität war ganz sicher nicht Merkels Antrieb, denn sie hat vorher und nachher viel dafür getan, die EU-Außengrenzen dichtzumachen. Im Nachhinein hat sie sich dann wenigstens für eine bessere Ausstattung der Flüchtlingslager in den Nachbarländern Syriens eingesetzt.

          Letzteres entspricht dann tatsächlich auch meinen Vorstellungen von der richtigen Flüchtlingspolitik: Die Flüchtlinge sind so nah wie möglich an ihren Ursprungsländern am besten aufgehoben. Allerdings müssen wir diesen Ländern auch massiv dabei helfen, für die Flüchtlinge sorgen zu können (aus moralischen Gründen, weniger, aber auch, aus pragmatischen).

          Aber in der Flüchtlingskrise selbst war Merkel m.M.n. eine getriebene aufgrund eigenen Versäumnisses. Das ist typisch für sie. Sie ist eine mäßige Politikerin, wirklich gut nur in der Frage des Machterhalts.

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          1. Mario

            Hätte man sie an unserer Grenze aufhalten wollen, hätte es mehr Gewalt gebraucht, als unsere Gesellschaft zu tolerieren bereit gewesen wäre. Humanität war ganz sicher nicht Merkels Antrieb, denn sie hat vorher und nachher viel dafür getan, die EU-Außengrenzen dichtzumachen.

            Habe ich auch nie behauptet. Aber ich würde ihr doch gerne zumindest einen klitzekleinen Rest an Menschlichkeit und Mitgefühl zugestehen, neben ihrem politischen Kalkül.

            Einer der entscheidenden Punkte ist dann die weitere Politik, als es um weitere Flüchtlingsströme und die EU-Außengrenzen geht. Mit vergleichsweise wenig Öffentlichkeit hat sie sich, wie von dir angesprochen, für die Abschottung der EU engagiert.

            Und genau das lässt mich weniger daran glauben, dass sie menschlich re(a)giert hat oder wollte, sondern dass sie gar nichts verpennt hat.
            Ihre Politik zeichnet sich u.a dadurch aus, dass sie sich nach dem angeblichen Mainstream richtet, oder danach, was uns die (ÖR-)Medien als solches verkaufen.

            PKW-Maut? Wird es mit ihr nicht geben. Die gibt es tatsächlich nicht – aber auch nur nicht, weil unsere Politker zu blöd dazu sind.

            Kernenergie? Brauchen wir auf jeden Fall. Oder auch nicht, kurz nach Fukushima.
            Brauchen wir natürlich auch, wie erneuerbare und auch konventionelle, fossile Energie. Nur so lassen sich die Ressourcen auf der Erde möglichst lange nutzen.

            Flüchtlinge? Wir schaffen das. Zumindest so lange eine öffentliche Mehrheit inklusive medialer Berichterstattung existierte. Aber so wie ich es sehe, hat sie zumindest bei dem Thema auch ein Stück weit entgegen wachsender Kritik gehandelt. Zumindest vordergründig.

            Ich glaube auch, dass sie in Sachen Corona noch eine Mehrheit für ihre Politik sieht, eine (knappe ?) Mehrheit ist ja angeblich immer noch für Lockdown und Einschränkungen. #ZeroCovid und die Klimadeppen nicht zu vergessen.

            Die Flüchtlinge sind so nah wie möglich an ihren Ursprungsländern am besten aufgehoben.

            Janee, so pauschal nicht. Prinzipiell ja, es gibt aber auch bei den Nachbarländern eine Belastungsgrenze, die neben Geldmangel auch Platzmangel beinhaltet.
            Geldmangel kann man durch finazielle Hilfen beseitigen. Aber wenn Menschen zu wenig Platz haben, dürften Seuchengefahr und Aggressionspotential steigen. Das Problem lässt sich vermutlich nicht so einfach beheben.

            Vom Grundsatz her stimmt es aber. Die Hilfe war humanitär geboten, ob Merkel aus dieser Motivation heraus gehandelt hat, weiß wohl nur sie selbst.

            Antwort
  3. PfefferundSalz

    Ich habe durchaus Verständnis für das Problem mit dem Islam aber mit falschen Aussagen bringst du keinen weiter.
    Z.B. hier:
    „Die Christen, die den Dhimmi-Status akzeptierten, mussten die Kopfsteuer (dschizya) bezahlen, sie mussten sich den Muslimen gegenüber unterwürfig verhalten, und sie durften ihre Religion nur so ausüben, dass sich kein Muslim in seinen religiösen Empfindungen verletzt fühlte.“
    Als die Muslime in der ersten Expansionswellen Ägypten einnahmen, waren die meisten Bürger Christen. Diese freuten sich über den Islam, war die Dschizya doch deutlich geringer als die Abgaben welche sie an die Byzantiner zahlen mussten und auch die Vorstellungen der dortigen Kirche waren erdrückend.
    Im Gegensatz dazu wurden bei der Reconquista Spaniens viele Muslime getötet.

    Oder vergleichen wir doch mal die getöteten Menschen in den verschiedenen Regionen. Alleine im Irakkrieg wurden ca. 1 Mio. Iraker getötet. In Afghanistan gehen die Toten auch in die Hunderttausende, in Libyen sind es mehr als hunderttausend. Wie viele Tote gab es seit 2000 durch den islamischen Terrorismus weltweit? 5000?

    Auch die Taliban sind ein Phänomen, welches durch die Einmischung des Westens in den Afghanistankrieg zu erklären ist. Damals wurden die Waisen der getöteten Mudschaheddin nach Pakistan geschickt. In diesem, durch die USA gestützten Regime wurden sie in Koranschulen ausgebildet und vom ISI (dem pakistanischen Geheimdienst) zurück nach Afghanistan geschickt. Sie hatten natürlich keine Ahnung mehr von dem Land ihrer Väter aber jede Menge Indoktrination, welche sie dann gegen die ansässige Bevölkerung einsetzten.

    Ich will mit diesen Erklärungen die Gefahr durch den Islam nicht verharmlosen aber er ist halt ebenso wie jede andere Religion oder Weltanschauung in erster Linie ein Mittel zur Machtprojektion. Natürlich könnte hier statt Islam auch Christentum oder Buddhismus stehen (der bei weitem nicht so friedfertig ist wie das in Deutschland oft vermutet wird). Wenn man Menschen mittels einer Idee kontrollieren kann, dann wird dies immer ausgenutzt werden und es ist vollkommen egal welche Idee. Auch der Kampf gegen den Klimawandel oder der Veganismus kann zu so einer Waffe werden, es ist vollkommen egal welche Idee, solange es genügend Menschen gibt, die diese als so wichtig ansehen, dass sieh das selbstständige Denken aufgeben. Darum müssen wir lernen selbstständig zu denken und zu handeln. Aber das wollen ja viele Regierungen nicht, da sie ja selbst von Menschen gebildet werden, welche ebenfalls Macht ausüben wollen. Doch ohne dieses selbstständige Denken sind wir alle nur Ton in den Händen der Mächtigen, Knetmasse, die man so formen kann, wie es einem passt.

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    1. uepsilonniks Autor

      Was Du zitierst ist nicht falsch, bzw. wenn, dann habe ich den Fehler vom Deutschlandfunk übernommen.

      Und der Islam ist ganz ohne westlichen Imperialismus zu Eroberungskriegen a.k.a. „Expansionswellen“ in der Lage.

      Terrorismus sehe ich als ein vergleichsweise kleines Problem an. Das eigentliche Problem ist, dass Muslime das perfekte Wort des perfekten Gottes über das Landesgesetz stellen.

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