I may destroy you

„I may destroy you“ ist eine feministische Serie die originell ist (Vergewaltigung als Thema) und witzig (Vergewaltigung als Thema), und somit von Feministen gefeiert wird. Ich habe mir vier Folgen – die ersten und die letzten beiden – angetan und war dann vom Ende überrascht.

In der Serie wird die bekannte feministische Propaganda abgespult, gleich in den ersten Sekunden der ersten Folge fallen die Worte „Alle Kerle wollen immer nur ficken“, was glatt gelogen ist. Ich will nicht immer ficken – nur neun von zehn Minuten lang. Oder es heißt unwidersprochen, dass Sexualstraftäter nie zur Rechenschaft gezogen würden (liebe Feministen, das liegt daran, dass Falschbeschuldigung ein weiblicher Volkssport ist). Zum Fremdschämen war dann ein so gekünsteltes wie aggressives Empowerment oder eine „feministische Beautykampagne,“ für die sich eine der Figuren bewarb, und deren Botschaft mit religiösem Pathos vorgetragen wurde: „Wir alle sind Frauen, unsere Schönheit schließt keine Frau und kein Mädchen aus; … unsere Schönheit ist vielfältig“

Die letzte Folge dreht sich wie erwartet um die Konfrontation des Vergewaltigers (David) und seines Opfers (Arabella). Sie hat künstlerischen Wert, denn es werden drei Szenarien durchgespielt, wie diese Begegnung aussehen und enden könnte, die aber ineinander übergreifen. In der ersten Variante wird der Durst nach Rache gestillt: David wird von Arabella blutig geschlagen. Dann nimmt sie ihn mit nach Hause und legt ihn unter ihr Bett, soll heißen: Die Vergewaltigung wäre auch im intimen Bereich eine beständige Bedrohung, immerzu wäre die Gewalt, die sexuelle, präsent – wie gesagt: feministische Propaganda. Im zweiten Szenario schüttet David Arabella nach der Konfrontation sein Herz aus, woraus ersichtlich wird, dass er nicht den durchschnittlichen Mann repräsentiert, sondern ein geschädigter Serientäter ist. Im dritten Szenario dann verführt Arabella David, nimmt ihn mit zu sich nach Hause und schläft mit ihm. Am nächsten Morgen schickt sie ihn weg. Er steht vom Bett auf und geht hinaus. Gleichzeitig kommt der blutig geschlagene David unter dem Bett hervor und geht ebenfalls hinaus. Indem Arabella den Täter mit (sexueller) Liebe umarmt, wendet sie die permanente Bedrohung ab und löst den Zustand der immerwährenden Angst auf – für eine feministische Serie ein bemerkenswerte Entwicklung, denn der Feminismus ist eine Hassideologie.

4 Gedanken zu „I may destroy you

  1. Matze

    „Wir alle sind Frauen, unsere Schönheit schließt keine Frau und kein Mädchen aus; … unsere Schönheit ist vielfältig“

    Wo.Ôt? Was soll das denn bedeuten? Weil einige Frauen schön sind, sind alle Frauen schön? Können alle Frauen demnach die guten Eigenschaften einiger Frauen ebenfalls für sich in Anspruch nehmen? Können jetzt auch alle Frauen gut kochen? 🙂

    Antwort
    1. Jens

      Weisst du das denn nicht? Frauen können alles. Wirklich alles. Auch ohne es jemals gelernt zu haben. Wo wir alten weißen Männer eine anstrengende und kräftezehrende Ausbildung brauchen, schütteln Frauen alles aus dem Handgelenk.

      Antwort
        1. Jens

          Da ist sicherlich ein Mann beteiligt, der die arme Frau mit brutaler Gewalt zurückhält, schließlich können Frauen alles. Immer dran denken Frauen. Können. AAAAAAAALLLLLLEEESSS!

          Antwort

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