Femofaschismus: „Femizid“

feminismusGewalt

Ein Mann muss sterben, weil er ein Mann ist.

»Die Offiziere der Einsatzgruppen«, stellte beispielsweise der Holocaustforscher Daniel Jonah Goldhagen fest, »konnten ihre Leute an ihre neue Aufgabe als Ausführende eines Völkermordes gewöhnen, indem sie das Töten schrittweise eskalieren ließen. Dadurch dass man sie zuerst vor allem jüdische Männer im Teenager- und Erwachsenenalter erschießen ließ, waren sie schließlich in der Lage, sich auch an Massenhinrichtungen von Frauen, jungen Kindern und gebrechlichen Alten zu gewöhnen.« Man tötete also erst die wertlosen Menschen, denen man weit weniger Empathie entgegenbringt, um dann mit den „Femiziden“ weiterzumachen – und „Femizid“, das ist das eigentliche Verbrechen. Auch heute noch führt dieser Empathiemangel dazu, dass Männer in Notsituationen weit weniger Hilfe erhalten.

In dem hier besprochenen „Tatort“ schwadroniert die Kommissarin davon, dass es sich bei Morden an Frauen um „Femizide“ handele, welche auf „patriarchale Strukturen“ zurückgehen (wenn hingegen eine Frau einen Mann tötet, hat sie sich nur gewehrt). Jetzt leben wir bekanntlich in einem „Patriarchat“, in dem solche Propaganda zur Primetime verbreitet wird, Propaganda über eine eine Struktur also, für welche Männer die Verantwortung tragen und welche Männer begünstigt: mörderisch und privilegiert sindse, die Herrscher der Welt, die aber abgesetzt gehören. Sowas mit einer beliebigen anderen Gruppe zu betreiben, zum Beispiel Juden, wäre ein Fall für den Staatsanwalt.

„Eine Frau muss sterben, nur weil sie eine Frau ist“ heißt die Formel. Soll heißen, sie stirbt als verfolgte Unschuld für etwas, was sie ist, und nicht was sie tut. Allein weil ist eine Frau ist, unschuldig also, muss sie sterben, womit das ein besonders schlimmes und tragisches Verbrechen ist. Wenn hingegen ein Mann stirbt, – am Arbeitsplatz, an Selbstmord, an einem Gewaltverbrechen – dann ist er daran irgendwie selbst schuld, also handelt es sich nicht um einen Andrizid. Jedenfalls zielt dieser Diskurs darauf ab, dass die sowieso im gesellschaftlichen Unterbewusstsein schlummernde Überzeugung, dass Frauen die besseren, wertvolleren Menschen sind, in Gesetze zu gießen, wie es hier und da schon geschehen ist. Schon ohne solche Gesetze wird Mord an Frauen besonders hart bestraft, mit den Gesetzen ist es offiziell: Frauen sind Arier, die wertvollen Menschen, ihre Ermordung ein besonders frevelhaftes Verbrechen; Männer die Untermenschen, ihre Ermordung nicht weiter tragisch – Femofaschismus per Gesetz.

Femizid bedeutet, sie stirbt nur, weil sie eine Frau ist, so wären die Strukturen. Das ist Bullshit. Ein Jude muss sterben, nur weil er ein Jude ist, wenn er von einem Antisemiten ermordet wird. Ein Schwuler muss sterben, nur weil er ein Schwuler ist, wenn er von homophoben Muslimen ermordet wird, wie es in vielen muslimischen Ländern der Fall ist. Männer müssen sterben, weil sie Männer sind, wenn ihnen die Möglichkeit genommen wird, zu fliehen; oder wenn sie – aufgrund ihres Geschlechts – in den Kriegsdienst gepresst werden. Die Frau, die von ihrem Partner ermordet wird, muss nicht sterben, weil ihr Mörder einen Hass gegen „die Frauen“ pflegt wie vielleicht ein Nazi gegen „die Juden“, sondern aus anderen Gründen, die sich aus der Beziehungsdynamik ergeben – dieselbe Beziehungsdynamik könnte z.B. auch bei Lesben auftreten, unter denen es überproportional oft zu Gewalt kommt; umgekehrt spricht ja auch keiner von einem Andrizid, wenn eine Frau ihren Mann tötet. Und auch in Brasilien sterben Frauen nicht, nur weil sie Frauen sind, da kein Ganove die Männer aussortiert und diese gehen lässt. Wo man von einem Femizid sprechen kann, ist, wenn in Indien oder China gezielt Mädchen abgetrieben werden – nur dass das für Feministen kein Mord darstellt, da der Mord an Ungeborenen für sie nur ein Akt der Selbstbestimmung der Frau ist – mal davon abgesehen, dass jeder Feminist genau weiß, wie oft ein Mann eine Frau tötet, es aber echt schwer ist, Zahlen dazu zu bekommen, wie oft der Fall umgekehrt liegt – es interessiert nicht im „Patriarchat“, auch hier zeigt sich die zugewiesene (Minder-)Wertigkeit von Menschen nach Geschlecht.

Solche „patriarchale Strukturen“ gibt es nicht, die Verhältnisse liegen mal wieder genau umgekehrt, eher sterben Männer: Als Säuglinge gibt es mehr des männlichen Geschlechts, die verschwinden dann aber irgendwie, was aber nicht als großes Übel wahrgenommen wird und keine Tatortkommissarin spricht jemals von einem Andrizid als ein Verbrechen, das besonders frevelhaft wäre. Die Kommissarin im Krimi mit Millionenpublikum zeigt also tatsächlich Strukturen auf, aber gänzlich andere, als es ihrer Intention entspricht.

Nachtrag: 2. Der SPIEGEL betreibt weiterhin seine aktuelle Kampagne, Straftaten gegen Frauen als besonders schwere Straftaten zu erfassen, und lässt Politiker zu Wort kommen, die diesem Ansinnen zustimmen.

2 Gedanken zu „Femofaschismus: „Femizid“

  1. Emannzer

    Tatorte mit Frauen als Kommissar gucke ich mir aus Prinzip nicht an – und ich kenne einige Frauen und Krimi-Fans, die das exakt genauso handhaben.

    Aber diese ekelhafte Folkerts als Lena Odenthal, die ist in abstoßendster Form das, was man wohl mal als Volkserziehung brandmarken wird. Schön parodiert übrigens einmal bei Switch: Als sich die Folkerts auf die Seite der Verbrecherin begab und ihre Kollegen beschoss, weil diese sexistischen Schweixe es ja nicht anders gewollt haben.

    Nur noch krank, solche Hirngespinste irgendwelcher Framing-Autorinnen und -Anbiederer!

    Antwort

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