Mein Problem mit Frauen in der Politik

Mein Problem: Frauen machen Frauenpolitik. Das ging schon damit los, dass eine Mutter des Grundgesetzes mit erpresserischen Methoden durchsetzte, dass nur von Gleichberechtigung der Frau die Rede ist, aber nicht von Gleichverpflichtung.

Frauen machen Frauenpolitik, sei es in der SPD oder CDU, aber Männer machen keine Männerpolitik. Wo ist der männliche Politiker, der stolz erklärt, was er für Männer zu tun gedenkt? Und da gibt es einige Baustellen. Wenn die feministische Unterstellung, Männer würden für Männer parteilich sein, wahr wäre, würde man diese Probleme angehen. Aber das passiert ums Verrecken nicht. Umgekehrt scheint sich nahezu jede Frau, die in der Politik unterwegs ist, als Feministin zu verstehen. Eine Frauenministerin hat kein Problem damit, Väter als Unterhaltssklaven zu entrechten, zuzulassen, dass sie aus dem Leben des Eigentums der Alleinmächtigen ausgelöscht werden, gleichzeitig aber Frauenquoten für die Müllabfuhr Vorstände vorzuschreiben. Politikerinnen lassen sich über Männer als Schweine aus, während die Karriere jedes männlichen Politikers, der so hasserfüllt über Frauen reden würde, beendet wäre.

Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass diese Verhältnisse nur die Umkehr der früheren sei. Schließlich sei Politik früher eine reine Männerveranstaltung gewesen. Dazu lässt sich sagen:

Männer kümmern sich um Frauen. Frauen nicht um Männer.

Das führt u.a. dazu, dass Männer für Frauen arbeiten, was dazu führt, dass Frauen weniger arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger verdienen und seltener Chefs sind – das ist der Grund, warum in Chefetagen „weiße Männer“ dominieren, wie es Rassisten und Sexisten ausdrücken.

Männern aber würde es nicht einfallen, eine Gesellschaft so zu strukturieren, dass Frauen obdachlos unter der Brücke krepieren, sich das Leben nehmen, von ihren Kindern getrennt werden, oder dass ihnen bereits in der Schule das ganze Leben versaut wird, wie es in unserer Gesellschaft, in der Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen, sie also die Macht innehaben, der Fall ist. Auch war der Mann in seiner Rollenfreiheit eingeschränkt, ihm wurde abverlangt, die Frau und ihre Kinder zu versorgen, wobei man bedenken muss, dass Arbeit eben nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Entbehrung und Leid; Mühsal, von der Frauen profitieren.

Die Frage ist natürlich, wie die Lösung zu dem Problem der Frauenpolitik, wie sie sowohl von männlichen Politikern wie Politikerinnen betrieben wird, aussehen könnte, schließlich kann man Frauen schlecht das passive Wahlrecht entziehen. Alles, was man tun kann, ist Aufklärungsarbeit zu leisten, damit Männer nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Viel gewonnen wäre auch, wenn männliche Politiker sich als eine Gruppe begreifen würden, deren Interessen gewahrt werden müssen: Stell dir vor, es wäre Geschlechterkrieg und die Männer gingen hin.

Dieser Kommentar wurde unter dem Artikel „Männer, habt ihr Angst, wenn Frauen sich vernetzen?“ auf „Jetzt“ eingestellt.

17 Gedanken zu „Mein Problem mit Frauen in der Politik

  1. Renton

    „Stell dir vor, es wäre Geschlechterkrieg und die Männer gingen hin.“

    Den Satz muss ich mir merken.

    Auf jetzt.de sind bisher zwei Kommentare unter dem Artikel, Deiner ist nicht dabei. Meinst Du, er wird noch freigeschaltet?

    Antwort
  2. beweis

    Zuerst dachte ich: Huch, wie kommt er dazu zu schreiben, Männer würden mehr verdienen als Frauen. Aber nach dem Disclaimer, dass das auf „Jetzt“ kommentiert wurde, habe ich es verstanden.

    Fakt ist doch, dass Frauen schon immer mehr oder gleich viel bekommen. Würde die Versorgung der Gattin durch ihren Mann korrekt als Einnahme gewertet und betrachtet, wer wie viel vom Familieneinkommen verbraucht, das in sehr vielen Fällen der Mann ranschafft, dann wäre nur noch bei Männern ein Grund zum Jammern vorhanden.

    Der böse weiße Vorstandsvorsitzende, der sechs Tage die Woche ekelige Conferencings betreibt und dessen Blutdruck dauerhaft am Zenit pulsiert, der schiebt seine erwirtschaftete Kohle einer Frau rüber, indem er ihr Pool, Haus, Pferde, Wellness, Volvo-SUV und eine geile Life-Balance spendiert. Nach seinem Herzkasper erbt sie. Oder sie trennt sich und nimmt einen Batzen Geld mit.
    In unserer Femokratie wird das aber wiefolgt gerechnet: Einnahmen der Frau = 0. Einnahmen des weißen Patriarchen = Mios.

    Warum sieht das niemand?

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Stimmt, das ist missverständlich. Die Frau verdient im Schnitt weniger, da sie weniger arbeitet, aber sie verdient nicht für die gleiche (also auch Zeitaufwand, siehe auch geleistete Überstunden) Arbeit weniger.

      Ich habe seit Ewigkeiten vor, mal einen Artikel zu schreiben, wonach Frauen bei gleicher Arbeit (und demselben Zeitaufwand) mehr verdienen. Oft.

      Antwort
  3. alderMann

    Überschrift aus dem verlinkten Artikel:

    „Männer, habt ihr Angst, wenn Frauen sich vernetzen?“

    Dient als Framing, denn Männer können nicht zugeben, schwach zu sein oder gar Angst zu haben. Das aus Erfahrung und Sozialisation: Schwache Männer erhalten keine Hilfe, sondern sollen sich einen Lolli kaufen, schwache Frauen schon. Frauen wissen das und spielen damit. Feministinnen wissen das auch und nutzen es gnadenlos für ihre politische Agenda.

    Die Überschrift suggeriert 2.:

    Frauen sind soziale Wesen, die sich vernetzen. Männer bilden Männerbünde und Seilschaften, die Frauen ausgrenzen. Sowas wie eine böse Mafia oder KKK. Toxisch halt.

    Noch immer 13:20 06.03.2021 „Kommentare (2)“ Einer vor 23 Std, einer vor 1 Tag. jetzt.de ist das Jugendorgan der Sieddeidschen. Da kommt nix mehr.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Gut auf den Punkt gebracht. Männer dürfen gerade gegenüber Frauen keine Schwäche zeigen.

      Ja, der wird wohl nicht mehr freigeschaltet, dabei habe ich die Sätze mit den „Alleinmächtigen“ selbst zensiert…

      Antwort
  4. Jolanda

    Guter Kommentar auf den Artikel. Da ich es mittlerweile ablehne die SZ zu lesen, ist es gut zu sehen, dass du denen widersprichst und eine eigene Meinung hast. Schade, dass die SZ keinen Mut hat deine Meinung zu veröffentlichen. Bisher 2 Kommentare (Stand 16.02 Uhr 6.3.2021) spricht entweder dafür, dass „jetzt“ nicht mehr von vielen gelesen wird, es keiner kommentieren will oder nur 2 von den bisherigen Kommentare veröffentlicht werden können (weil der Rest so wie deiner war).

    Ich find schon den Einstieg klasse „wenn Frauen sich vernetzen, kann das eine zerstörerische Kraft haben.“ spricht doch im weiteren der Stolz heraus, dass sie mit Gewalt etwas zerstören können und nicht berücksichtig wird, dass es auch Falschbeschuldigungen gibt oder ihre Zerstörungswut Hass erzeugt. Wie kann man nur Frauennetzwerke unterstützen? Juristinnenbund, wenn das Stichwort kommt muss eigentlich nicht mehr weiterlesen.

    Und dann erst die Antwort.
    „Nein, das System ist ihrer Ansicht nach an sich neutral und sie haben das, was sie haben, weil sie es verdient haben.“ Das System… welches? Das Patriarchat, der Kapitalismu, die soziale Marktwirtschaft,…? Wo kann ich mich bitte beschweren, das System benachteiligt mich, oder was?

    „Und auch ein fehlgeleiteter Neid mancher weißer Männer darauf, dass sie ihr Versagen, ihr Unglück, ihre Depressionen nur auf sich selbst schieben können und nicht auf eine dunkle Macht, wie es in ihrer Wahrnehmung Feministinnen tun.“
    Wow, und jetzt treten wir alle nochmals kurz auf die drauf, die schon am Boden liegen.

    „Ein Mann, der nichts von Feminismus hält, könnte durchaus Angst davor haben. Nicht unbedingt, weil er tatsächlich selbst gewalttätig wird, sondern weil er eine Art gesellschaftliche Lynchjustiz fürchtet. In den Köpfen vieler Männer wabert dieser Mythos der rachsüchtigen, verbitterten Feministin, die mit gezielten Falschanschuldigungen ihren Penisneid verarbeiten will.“
    Nein, der muss keine Angst davor haben, der hält ja nix davon. Und ja, es gibt dieses Lynchjustiz, das ist kein Mythos. Die rachsüchtigen, verbitterten Feministin mit Penisneid ist dagegen kein Mythos. Lustig, wie die Meinungen auseinandergehen können.

    Boah, ich weiß wieder, warum ich keine SZ mehr lese.

    Antwort
  5. Matze

    Das entspricht auch meiner Wahrnehmung von Frauen in der Politik. Da mag es auch Ausnahmen geben, aber die scheinen sich nur selten in der Öffentlichkeit sehen zu lassen. Und dann gibt es noch die Politikerinnen, die anfangs gegen jede Sonderbehandlungen von Frauen waren, dazu aber über die Zeit ihre Meinung änderten und dann auch Frauenquoten forderten. Ich vermute die wurden von allen Frauenorganisationen in den verschiedenen Parteien so lange beackert, bis sie eingeknickt sind… für die Schwesternschaft. Diese Frauenorganisationen sind auch alle ziemlich gleichgeschaltet. Wenn die mit ihrem Personal geschlossen mit der Frauenorganisationen einer anderen Partei tauschen würden, würde man von außen anhand deren Forderungen gar keinen Unterschied feststellen können.

    Und wie du richtig herausstellt, rechtfertigen die ihre Vorzugungsbehandlung und die Tatsache das Geschlechterpolitik immer Frauenpolitik ist, damit das ja schon genug Männer Politik machen… nur eben nichts speziell für Männer. Wenn man die Fragen würde, welcher Politiker denn etwas für Männer gemacht hat, würde die Antwort genau so ausfallen wie die der neuen Linke-Vorsitzende*Innen, die Bundeswehreinsätze beenden will, aber keine Ahnung hat, wo und warum die Bundeswehr aktuell im Außeneinsatz ist. Die haben ihre Behauptung, das Politiker Männerpolitik machen, schon so oft wiederholt, das sie es jetzt selbst glauben.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ich vermute die wurden von allen Frauenorganisationen in den verschiedenen Parteien so lange beackert, bis sie eingeknickt sind… für die Schwesternschaft.

      Das ist anzunehmen. Und wer nicht einknickt, wird rausgemobbt, bzw. steigt von vornherein nicht auf 😦

      Antwort
  6. Emannzer

    Du schreibst zurecht:

    „… Frauen machen Frauenpolitik. Das ging schon damit los, dass eine Mutter des Grundgesetze mit erpresserischen Methoden durchsetzte, dass nur von Gleichberechtigung der Frau die Rede ist, aber nicht von Gleichverpflichtung. …“

    Heute sind wir ja noch einen Schritt weiter in dieser feministischen Selbstermächtigung. Da fabulieren irgendwelche Emanzen mit abgebrochenem Grundstudium der Politik und unweigerlich folgendem GermanistiX davon, dass „GLEICHSTELLUNG“ schon im Grundgesetz festgeschrieben steht („Grüne Jugend & KGE). Das muss man sich mal vorstellen: Selbst in Laberfächern versagende Feministinnen aus dem (meist) linken Lager, die dann ihr überbezahltes Obdach im Bundestag gefunden haben, kennen nicht mal die Basics unserer Verfassung!

    Da kann man nur froh sein, dass die nicht in Irgendwas-mit-Mathematistik oder so herumgepfuscht haben. Wie auch immer, ich empfehle ergänzend an dieser Stelle mal diesen wirklich lesenswerten Artikel aus der letzten Dekade: https://at.wikimannia.org/Frauen_in_der_Politik (Der Verfasser ist übrigens alles andere als Rechts)

    Antwort
    1. Emannzer

      [Nachtrag, da vergessen] Selbst die SPD war vor über 100 Jahren schon mal weiter, als auf dem Stand, den sie offensichtlich seit den 70ern komplett vergessen hat:

      Von „gleiche Pflichten“ reden sie bis dato nicht mehr, sie haben ja nun ihre Quoten-Frauen!

      Antwort
      1. uepsilonniks Autor

        Die Frauen im alten Patriarchat konnte man noch für voll nehmen im Gegensatz zu den heutigen bzw., nicht „die Frau“, sondern das dominierende Frauenbild nach welchem man ihr nicht mal ein Kompliment machen kann ohne einen #Aufkreisch zu riskieren.

        Antwort
  7. Pingback: Frauentag – jeden Tag im Jahr wird das biologisch dominante Geschlecht noch dominanter gemacht – Jan Deichmohle

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