Hausfrauengehalt

Die Erfüllung des Kinderwunsches kann das erste und sehnlichste Anliegen eines Menschen sein. Frauen, die sich diesen Kinderwunsch erfüllen, betreiben also Selbstverwirklichung und betreiben ihre eigene Art von Karriere – eine Karriere, die der Mann zu zahlen hat. Jetzt schon.

Denn jetzt schon verteilt der Staat per matriarchaler Dividende Milliarden von Euros von Männern zu Frauen um; ein Vorteil, das in der Ehe noch mal um ein hübsches Sümmchen erweitert wird, in Form eines unsichtbaren Privilegs, da der gigantische Geldstrom vom Ehemann zur Gattin praktischerweise keinen Namen hat. Dies geht einher mit einem weiteren Frauenprivileg, nämlich die Möglichkeit, sich tendenziell eher der außerhäuslichen Arbeit entziehen zu können, was deshalb ein Vorteil ist, da Arbeit nur in den seltensten Fällen „Selbstverwirklichung und Karriere“ bedeutet, wovon Feministen ständig sprechen, die nicht auf den Bau oder als Kassiererin arbeiten müssen – Arbeit bedeutet Mühsal, Entbehrung und Leid – auch als Chef übrigens. Deshalb betonen Feministen ja auch, dass die Ehre und das Vergnügen (nach Esther Vilar, Mutter), mit den eigenen Kindern zusammen sein zu können, „Carearbeit“ wäre, die Hausfrau also ein Opfer erbringen würde – während sie aber niemals vor dem Familiengericht darum streitet, die Kinder an den Vater abgeben zu dürfen, sondern stattdessen den Vater seinen Kindern entfremdet, worunter er bis zur Verzweiflung leidet. Aus diesem primären Privileg der Frau enstehen dann sekundäre Nachteile, wobei diese in der Regel nur Propagandalügen sind, wie z.B. dass Frauen, die ihr Privileg ausnutzen, besonders von Altersarmut betroffen wären – mal davon abgesehen, dass Männer mehr in die Rentenkasse einzahlen, während sie weniger als Frauen rausziehen, oder: Wenn Männer die Kassen genauso wie Frauen belasten und zugleich genauso wenig einzahlen würden… das ganze System würde zusammenbrechen.

Aber gut, diskutieren wir über ein Hausfrauengehalt. Schon jetzt ist es so, dass Frauen, Ehefrauen, mehr Geld ausgeben als ihre Männer. Um also der Pointe vorzugreifen: Die Gattin hätte mit einem korrekt abgerechneten Hausfrauengehalt weniger und nicht mehr Geld zur Verfügung. Ein guter Deal also für Männer.

Denn welche Qualifikation, aus der sich die Höhe des Hausfrauenlohns ergibt, müsste erworben werden, und wie lange müsste eine entsprechende Ausbildung dauern, um sich diese Qualifikation anzueignen? Einen Monat? Zwei? Dass der Lohn sich an einer fiktiven Karriere orientiert, die man gemacht hätte, ist zurückzuweisen, denn erstens bedeutet auch eine solche Karriere ein Opfer, z.B. Übervollzeit, zweitens könnte da ja jeder kommen und ein Gehalt aufgrund einer fiktiven Karriere fordern, die er gemacht hätte, wenn ihn z.B. das Schulsystem nicht gehindert hätte und drittens ist gar nicht gesagt, dass sie mit dieser angeblichen Karriere auch erfolgreich gewesen wäre. Abgerechnet wird nicht nach Fiktion sondern nach tatsächlich geleisteter Arbeit, oder um Esther Vilar zu Wort kommen zu lassen:

Wer weiß, denkt er – immer seinen eigenen Wertmaßstäben folgend -, vielleicht wäre eines Tages aus ihr eine berühmte Chirurgin (gefeierte Primaballerina, brillante Journalistin) geworden – und das alles hat sie aufgegeben, für ihn! Die naheliegende Idee, daß sie lieber die Frau eines berühmten Chirurgen, mit dessen Einkommen, dessen Prestige und ohne dessen Arbeit und Verantwortung ist, kommt ihm nicht. Er nimmt sich vor, ihr das Leben an seiner Seite so angenehm wie möglich zu gestalten, damit sie ihr großes Opfer nie bereuen muß.

Dabei ist weiterhin zu berücksichtigenden, dass die geleistete Haushaltsarbeit krass überschätzt wird (auch die Kommentare beachten). Auch hätte dann die Hausfrau für Miete, Kleidung, Nahrung etc. zu zahlen, wobei bei der Miete zu berücksichtigenden ist, dass die Frau den Wohnraum mehr und exklusiver als der Mann nutzt, denn welcher Mann hat schon einen eigenes Zimmer für sich, während die Hausfrau die ganze Wohnung ungestört bewohnen kann, wenn die Kinder erstmal in Krippe, Kita, Kindergarten, Schule sind? Hätte sie also mit einen Hausfrauengehalt wirklich mehr unterm Strich?

Und wer müsste für die Kosten (Nahrung, Kleidung, Wohnraum) für die Kinder aufkommen. Kinder sind in unserer Gesellschaft Eigentum der Mütter und im Kapitalismus kann es eigentlich nicht sein, dass jemand für die Unterhaltskosten fremden Eigentums aufkommen müsste (passiert trotzdem alltäglich, nennt sich Unterhalt).

Aber gut, der Mann zahlt also ein Gehalt. Den Ehemann will ich erleben, der dann konsequenterweise darauf besteht, dass dann eine wohlschmeckende Mahlzeit bereit steht, wenn er nach Hause kommt, oder der verlangt, dass sie seine Hemden bügelt, oder was auch immer.

Auch stellt sich die Frage, was ist, wenn sie z.B. in der Erziehung versagt, und der Nachwuchs nicht erfolgreich ist. Denn gerade einen Sohn großzuziehen ist heutzutage schwierig, aufgrund positiver Diskriminierung im Schulsystem. Wenn der Junge also kein Ingenieur wird sondern ein Sozialfall, muss sie dann das geleistete Hausfrauengehalt zumindest partiell zurückzahlen? Fragen über Fragen.

Sehr geehrte Frau Holthoff,

ich habe zu ihrer Forderung nach einem Hausfrauengehalt Stellung bezogen (siehe Anhang) und würde Sie bitten, darauf zu antworten. Eine Antwort würde ich auf meinem Blog veröffentlichen, Sie müssen keine Zensur befürchten, es wäre mir eine Freude.

Mit freundlichen Grüßen

4 Gedanken zu „Hausfrauengehalt

  1. beweis

    Eine der ekelhaftesten Facetten der aktuellen Feminismuswelle ist der daraus ersichtliche Drang, menschliche Gemeinschaften zu spalten und zu konkurrierenden Individuen umzuformen. Individuelle Missgunst, Habgier und Herrschsucht ersetzen sodann zwischenmenschlich-familiäre Solidarität, Geborgenheit, Großzügigkeit und Liebe. Familiengründung wird ersetzt durch „reproduktive Gerechtigkeit“.
    Die Familie ist nicht mehr die Kernzelle der Gesellschaft . Die stirbt ab und wird ersetzt durch einsame Seelen, die sich permanent ungerecht behandelt fühlen und durch ihren verbissenen Kampf dagegen die Gesellschaft zu einem Schlachtfeld machen, auf dem die Menschlichkeit zurückbleibt und verwest.

    Antwort
  2. Renton

    Aus dem Artikel, auf den Du mit Deinem antwortest:

    „Treten Sie im Beruf kürzer, sollten Sie ausrechnen, wie viel Geld Sie dadurch weniger verdienen und welche Folgen das für Ihre Rente hat. Am Ende steht ein bestimmter Betrag, den Sie jeden Monat vom Partner überwiesen bekommen sollten.

    Dieses Geld sollten Sie dann dazu nutzen, privat fürs Alter vorzusorgen. Und zwar selbstständig. So können Sie unmittelbar dazu beitragen, dass Frauen weniger von Altersarmut bedroht sind.“

    Wüsste ich nicht, dass die Volksverdummungskampagne, wonach jeder privat vorsorgen müsse, weil immer weniger Arbeiter auf einen Rentner kommen (als ob private Vorsorge daran etwas änderte; es ist volkswirtschaftlich nicht von Belang, ob ein Rentner seine Ruhebezüge über Sozialabgaben bezieht oder aus Aktiendividenden – „erwirtschaften“ muss seine Rente immer ein anderer) – dann würde ich glauben, mit diesem Artikel soll Werbung für private Rentenversicherungen gemacht werden.

    Aber da in der Überschrift steht „Frauen sollten Geld vom Partner verlangen“ und dies im Artikel aber nur für Mütter begründet wird, und Hausmänner, die sich um die Kinder kümmern, komplett ignoriert werden – nein, da scheinen mir keine klandestinen Werbeabsichten hinter dem Kommentar zu stecken, sondern einfach nur das gerüttelt Maß an Dummheit, dass bei Geschlechterthemen so viele Leute in diesem Land an den Tag legen.

    Übrigens haben Männer ein höheres Risiko von Altersarmut als Frauen.

    Antwort
  3. Matze

    „Treten Sie im Beruf kürzer, sollten Sie ausrechnen, wie viel Geld Sie dadurch weniger verdienen und welche Folgen das für Ihre Rente hat. Am Ende steht ein bestimmter Betrag, den Sie jeden Monat vom Partner überwiesen bekommen sollten.“

    Warum soll der Partner ausgleichen, dass man selbst im Beruf kürzer tritt? So wie das hier steht, sind da ja nicht mal Bedingungen dran gebunden. Also Frau studiert Jura, arbeiten 1 Tag und tritt dann kürzer. Das was sie bei Vollarbeit verdiente hätte soll dann der Partner übernehmen. Dann würde ich als Partner auch einfach noch kürzer Treten, so das die Frau mir meinen Verdienstausfälle bezahlt.

    Die haben sowas von einen an der Klatsche. Frauen sollen auch wenn sie weniger Arbeiten das gleiche Geld zur Verfügung haben. Dann muss halt eben ein anderer das Geld erwirtschaften und was der dabei denkt ist irrelevant.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s