„Just pooping“ – Ekelfeminismus

…bin grad am Scheißen.

Nehmen wir die Lady oben: Sehr gepflegt, Make-Up (Unkenntlichmachung von mir), rasierte Beine. Offenkundig eine Frau, die Wert auf ihr Äußeres legt und schön sein will. Sie will Männer nicht abschrecken wie es manche Kampfemanze tut, die sich weder Achseln noch Beine rasiert. Und nun rebelliert sie, verweist darauf, dass sie wie jeder andere auch nur ein kleiner Scheißer ist.

Manche Genderlehrstühle verlangen ihren Studentinnen die Herkulesaufgabe ab, sich nicht zu rasieren – also die Beine und Achseln. Und natürlich – sofern vorhanden – den Damenbart, das gibt dann Extrapunkte. Dann sollen sie diese Erfahrung auswerten. Die meisten werden erleben, dass… nichts. Es wird kein großes Tamtam darum geben, das aus der Motivation heraus, Männern nicht gefallen zu wollen, auf Körperpflege verzichtet wird.

Das ist mein Punkt, auf den es mir ankommt: Die Motivation. Ist man einfach natürlich oder will man Männern den Stinkefinger zeigen? Das wäre dann Ekelfeminismus, eine seiner Vertreterinnen ist Charlotte Roche mit „Feuchtgebiete“. Feministen hassen es, wenn Frauen Männern gefallen wollen, und eine ihrer Strategien ist es, Frauen so zu konditionieren, dass sie Männer abschrecken – das wird dann als emanzipatorische Stärke verstanden.

Wenn es nur um Natürlichkeit geht, habe ich kein Problem damit. Auch Männer haben Probleme mit ihren Körperfunktionen. Wer ist schon bereit, in Gesellschaft zu kacken? In einem PickUp-Forum bin ich mal auf die Frage gestoßen, wie man am Besten damit umgeht, wenn man bei einem Date plötzlich groß muss. Das sei nicht nur peinlich auch befürchtete man, dass dann der Frau die Lust vergehen würde. Mir selbst ist es uangenehm, wenn ich in unter anderen ein Furzen nicht unterdrücken kann.

Dennoch: Ich sehe Frauen davon stärker betroffen – vom Anspruch, ein Engel zu sein, und Engel kacken nicht. Sowas kann ziemlich einengend sein, und manch eine pocht dann so wie die da oben auf ihr Recht, zu schwitzen, zu scheißen und zu stinken. Hey, jetzt habe ich schon zwei Punkte, wo Feministen mal Recht haben (erster Punkt)! Mal sehen, ob wir irgendwann die gute Drei vollkriegen.

Ein Mann sagte mal, manche Paare gehen voreinander auf die Toilette. Die anderen platzen lieber. Ist eine Beziehung, in der man so entspannt mit eigentlich schambesetzten Alltäglichkeiten umgeht, eine tiefere, glücklichere?

3 Gedanken zu „„Just pooping“ – Ekelfeminismus

  1. Renton

    „Ist eine Beziehung, in der man so entspannt mit eigentlich schambesetzten Alltäglichkeiten umgeht, eine tiefere, glücklichere?“

    Ja, finde ich schon. Man muss sich keine Gedanken darum machen, ins Bad zu platzen, wenn der andere gerade dort ist.

    Es ist generell ein Anzeichen für eine tiefere, innigere Beziehung:

    (Ab 2:53)

    :-)

    Antwort
  2. Androsch Kubi

    Ja, zwischen den Geschlechtern ist halt immer diese sexuelle Komponente, die man nicht ruinieren möchte, indem man dem anderen einen Abtörner gibt. Letztlich ist es eine Frage der Ungehemmtheit der Personen oder gar eine Frage des Perversitätslevels :-)

    Ich weiß nicht, ob die dann glücklicher sind, ich vermute, dass die Probleme sich lediglich verlagern, wie meistens :-)

    Antwort
    1. Androsch Kubi

      Oder anders: ich würde eine furzende Frau, wenn sie aussieht wie die da oben und wenn sie es nicht ständig während des Beischlafes praktiziert, sicher nicht von der Bettkante stoßen :-)

      Würde sie es in der Öffentlichkeit tun, hielte ich sie für simpel gestrickt, für ungehemmt und daher für „vermutlich leicht zu haben“, normalerweise mögen Frauen nicht, wenn man so über sie denkt.

      Antwort

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