Billy Coen zum Begriff „Femizid“

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[Kontext: Femizid wird verstanden als die Auslöschung der Gruppe der Frauen]

Nein, die Endung zid bezeichnet nur eine Tötung, das Wort davor konkretisiert, wer getötet wurde. Lediglich bei Genozid ist die Auslöschung einer ganzen Gruppe gemeint.

Theoretisch ist tatsächlich jede Tötung einer Frau ein Femizid, wie auch jede Tötung eines Kindes ein Infantizid ist. Falsch und propagandistisch ist halt der Versuch der Femis, das Wort Femizid erst mit der vermeintlichen Bedeutung aufzufüllen, es würde eine Tötung einer Frau bedeuten, bei der das Geschlecht wesentlicher Grund und Motivator für die Tat gewesen ist, nun aber erkennbar das Wort wiederum IMMER verwendet wird, wenn eine Frau getötet wird, selbst wenn sie eines unter zahlreichen männlichen Opfern eines Amokläufers wurde.

Die objektiv korrekte Verwendung des Wortes Femizid wird durch die vorab erfolgte Aufladung und der damit beabsichtigten Suggestion, Frauen würden ständig und überall nur deshalb umgebracht, weil sie Frauen sind, falsch.

6 Gedanken zu „Billy Coen zum Begriff „Femizid“

  1. beweis

    Der eigentliche Punkt ist doch, dass damit eine weibliche Höherwertigkeit transportiert wird. Eine Frau wurde nicht aus Notwehr umgebracht, oder sie wurde Opfer eines Verbrechens so wie andere Menschen – nein, es kam noch hinzu, dass sie eine Frau war, woraus ein Femizid entsteht.
    Es gibt derzeit eine Arbeitsgruppe bei Giffey oder im Justizministerium, die besondere Strafregelungen für „Gewalt gegen Frauen“ ausarbeiten soll. Das sagt doch schon alles.

    Wie kann ich nur rauskriegen, was in dieser Arbeitsgruppe inhaltlich abläuft? Das würde mich extrem interessieren.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Mist, mein Archiv gibt dazu jetzt nichts her. „Herrscher über das Chaos“ funktioniert öfters mal nicht. Ich meine auch, die Lambrecht wollte Straftaten gegen Frauen zu einem eigenen, besonders hart zu bestrafenden Tatbestand zu machen. Seehofer will etwas in ähnliche Richtung: Punkt 2.

      Antwort
      1. beweis

        Im bei Genderama verlinkten ZEIT-Artikel heißt es: „Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zeigte sich zudem grundsätzlich offen dafür, den Begriff „frauenfeindlich“ als strafverschärfendes Motiv im Strafgesetzbuch einzuführen.“

        Wie soll das gehen? Es geht ja in der PKS auch um sexualisierte Straftaten wie frauenfeindliche Beileidigungen. Wenn also meine Frau „Wichser“ zu mir sagt und ich retourniere „Fot:ze“, dann muss ich 1000 zahlen und sie nur 200 unter Vorbehalt?

        Ich bin so gespannt wie ein Flitzebogen, was in der Arbeitsgruppe erörtert wird. Vielleicht muss ich mir einen Bundestagsabgeordneten, am besten sogar eine Frau, suchen und eine Kleine Anfrage stellen…

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      1. beweis

        Sehr wahr. Er nennt das etwas verharmlosend „feudalistisch“. Die adeligen Frauen und ihre Bauern.
        Der Adel hat aber nie seine Bauern als bösartig, mächtig und gefährlich eingeordnet.
        Und das ist der Unterschied zum Feminismus, der nicht einfach nur die Höherwertigkeit des Weiblichen gesellschaftlich implementiert, sondern gleichzeitig alles Männliche abwertet und ächtet.
        In meinen Augen liegt da der Unterschied zwischen Feudalismus und Faschismus. Es geht nicht nur darum, für sich selbst das Beste abzugreifen, sondern andere sollen auch noch geschädigt oder vernichtet werden.

        P.S.
        Dein Archiv und dein Umgang damit beeindrucken mich immer wieder.

        Antwort
        1. uepsilonniks Autor

          In meinen Augen liegt da der Unterschied zwischen Feudalismus und Faschismus. Es geht nicht nur darum, für sich selbst das Beste abzugreifen, sondern andere sollen auch noch geschädigt oder vernichtet werden.
          1+

          Antwort

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