Gewalt gegen Frauen: Es wird besser.

Hier und dort in den großen Geschichten der Menschheit finden sich Könige, die stolz auf die Sicherheit in ihren Ländern waren und sich viel darauf einbildeten, dass Frauen gefahrlos von Süd nach Nord reisen konnten. Das ist doch schön! Die Stinker von Pink stinks mit ihrer Hetze gegen Männer glauben, dass es auch bei uns besser wird, dass wir – möglicherweise – eine Entwicklung zum Guten vorliegen haben:

Aber nur wenn alle Männer sich verantwortlich dafür fühlen, Sexismus und sexualisierte Gewalt zu klar zu benennen, zu verurteilen und zu ächten, haben Frauen vielleicht irgendwann nicht mehr das Gefühl, die Straßenseite wechseln zu müssen. (via)

Ja, so wird es sein, wenn das Tätergeschlecht erst mal richtig erzogen ist. Dass sich auch viele Männer nachts draußen unwohl fühlen, interessiert nicht; Empathie übt man allein mit dem empathischen Geschlecht.

Blickwechsel nach Schweden. Ein sehr zivilisiertes Land. Wenig Not und Leid durch Armut und Gewalt. Aber auch hier liegt eine Entwicklung vor. Allerdings… tja, was soll ich sagen? Lassen wir diesen guten Mann sprechen, seines Zeichens ein Polizeichef:

Hängende Schultern, gekrümmte Körperhaltung: Der ist niedergeschmettert, der hat nichts gutes zu sagen, und das nimmt ihn ganz schön mit. Hier erklärt er auf einer Pressekonferenz, dass sich die Sicherheitslage gewandelt hat. Frauen sollten nicht mehr allein rausgehen. Wegen Mord, Raub, Vergewaltigung. Ja, es hat sich was geändert. Dieser Mann darf aber nicht sagen, was und warum. Er darf Ross und Reiter nicht nennen, wegen seiner pseudolinksidentitären Vorgesetzten. Er darf nur sagen: „Mädel, geh nicht allein raus.“ Das ist eine Entwicklung. Während manche Stinker glauben, mit ihrer Hetze und Anklage gegen den „alten weißen Mann“ würde sich die Sache verbessern, dahin, dass sich Frauen sicherer fühlen, haben wir – nicht nur in Schweden – das genaue Gegenteil vorliegen – und warum? Wegen der sonstigen Politik dieser Stinker! Das Leben schreibt die besten Geschichten.

Das kümmert die Stinker aber nicht, bzw.: Wenn man jene benennt, von denen die Übergriffe ausgehen, wird man unmittelbar als rechter Hetzer niedergemacht – sowas darf man nur mit alten weißen Männern. Es gilt also:

Sexismus und sexualisierte Gewalt nicht klar zu benennen, nicht zu verurteilen und nicht zu ächten,[also] haben Frauen nicht irgendwann [] das Gefühl [von Sicherheit]

Es wird also nicht besser – für Frauen, aber auch nicht für Männer, die von den Stinkern als die Schuldigen ausgemacht werden, aber: Was nicht deutlich wird, ist der sexistische Hintergrund dieser Kampagne, nämlich dass das Leben von Jungen und Männern nicht zählt, dass totgeschwiegen wird, wenn sie Opfer von Gewalt und Mord werden, denn davon sind sie häufiger betroffen.

4 Gedanken zu „Gewalt gegen Frauen: Es wird besser.

  1. dr. caligari

    passend dazu musste ich gestern oder vorgestern ? Abend im Deutschlandfunk eine Sendung hören, in der mir mitgeteilt wurde, daß Österreich in Europa ein Problemland sei. Worin liegt das Problem, das Österreich hat ? Es ist das EINZIGE europäische Land in dem mehr Frauen als Männer ermordet werden. Man schaffte es tatsächlich eine ca. viertel Stunde Sendezeit mit der Diskussion dieser an sich schon sprachlos machenden Fragestellung zu füllen, ohne daß überhaupt einer der Beteiligten die naheliegende, jedem normal denkenden und fühlenden Menschen einfallende Frage aufwarf, ob es besser sei mehr Männer umzubringen, was an der Tötung eines Menschen schlimmer sei wenn er Frau ist, oder weniger schlimm, wenn er Mann ist.

    Langsam fällt mir zur Menschheit nichts mehr ein als das Zitat von Rudolf Georg Bindig aus seinem Buch „Aus dem Kriege“, 1925 erschienen: „Diese Menschheit hat keine Zukunft, aber sie verdient auch keine Zukunft“

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  2. beweis

    Unsere westliche Gesellschaft hat ein kollektives mentales Problem: Männer wie Frauen fordern Geschlechtergerechtigkeit. Offiziell sollen alle gleichberechtigt sein, gleichgestellt. Das Geschlecht soll keinen Unterschied machen in Leben und Alltag.
    Um das zu erreichen, soll die Gesellschaft sich verändern. Frauen verstärkt in MINT, Männer häufiger in Bildung, Erziehung und Pflege. Damit sich das ausgleicht. So die offizielle Sprechweise.

    Nun gibt es Lebensbereiche und Situationen, die für Menschen gefährlich oder bedrohlich sind, die viele Menschen das Leben oder die Unversehrtheit kosten. Gefahrenabwehr durch Krieg, Rettung eingeschlossener Kinder in überfluteten Höhlen etc. pp.
    Diese Bereiche werden aus den Gleichheitsforderungen ausgenommen. Warum? Letztlich enden die entsprechenden Diskussionen immer am durchschnittlich kräftigeren männlichen Muskelbau. In anderen Bereichen werden biologische Unterschiede hingegen nicht zur Begründung zugelassen; beispielsweise haben Männer durchschnittlich größere Gehirne.

    Es gibt einen weiteren, großen gesellschaftlichen Bereich, der keine große Muskelkraft erfordert und auch von der Gleichheitsforderung ausgeschlossen ist: Die Verfügungsgewalt über den Nachwuchs, die Prägung der Kinder.

    Immer und überall fordern Männer und Frauen also Geschlechtergleichheit – aber in Wirklichkeit wollen sie die gar nicht. Ich taufe diesen Umstand daher hiermit jetzt das „Sexistische Paradox“. Dieses Paradox beschreibt die Gegensätzlichkeit des explizit Geforderten und des implizit Gewollten.

    Manche Männer denken, das sei Femozentrik, Frauen wollen für ihresgleichen alles Gefährliche und Unbequeme vermeiden und den Männern überhelfen.
    Manche Frauen denken, dass Gefährliche und Unbequeme sei eben zu Recht Männersache.

    Sie fordern fast alle Gerechtigkeit und Gleichheit – doch keiner will sie wirklich haben. Das ist paradox. Entweder sie glauben wirklich an das, was sie fordern – dann haben sie ein mentales Problem; oder sie glauben das nicht, möchten nur Vorteile für eine bestimmte Menschengruppe und lügen daher auf breiter Front. Egal wie, es bildet sich als Paradox ab.

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  3. Renton

    Google + „österreich tötungen geschlecht statistik“ fördert drei interessante Grafiken zutage:

    Letzteres in groß hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1007690/umfrage/anzahl-der-verkehrstoten-in-oesterreich-nach-geschlecht/

    Welche dieser drei Grafiken bildet, gemessen an Zahl der Toten und Geschlechterungleichgewicht, also gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, den besten Ansatzpunkt für Berichterstattung? Richtig, die Suizide und die Toten im Straßenverkehr.

    Worüber wird berichtet und sich sogar empört? Genau.

    Dieses Patriarchat ist erfolgloser als Karl Ranseier.

    Antwort

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