Wo Feministen nicht gendern

Feministen gendern nicht, wenn sie sexuelle Belästigung thematisieren. Denn hier wird eine patriarchale Täterschaft von Männern gegen Frauen phantasiert – obwohl auch Frauen belästigen. Selbiges gilt für Vergewaltigung – scheinbar ein männliches Verbrechen mit allein weiblichen Opfern.

Als Mann muss man sich schon mal anhören, dass man sich von solchen Feministen bedroht fühlte. Warum aber sollte ich das als Mann, wenn es nicht gegen Männer geht? Weil es eben doch gegen Männer geht, und da fühle ich mich dumm angemacht. Würden diese Themen gegendert zur Sprache gebracht, könnte man ohne geschlechtliche Schuldzuweisungen darüber reden: Was ließe sich gegen sexuelle Belästigung machen? Egal, wer zum Täter oder Täterin wird. Würden Feministen hier konsequent gendern, es würde keine Spaltung der Geschlechter erfolgen. Dann würde man tatsächlich über das eigentliche Problem sprechen und nicht den Mann zum Problem machen.

Aber es geht Feminist nicht um Schutz der Opfer, sondern um Hass und Hetze gegen Männer, auch z.B. bei Vergewaltigung unter der Parole „Don’t rape!“:

Anstatt also, dass man Frauen sagt, vorsichtig zu sein, soll man stattdessen Männern sagen, nicht zu vergewaltigen. Das macht ungefähr soviel Sinn, wie Hausbewohnern nicht mehr zu sagen, ihre Türen abzuschließen, sondern „Menschen“ zu sagen, sie sollen nicht einbrechen. Moment! „Menschen“? Welchen „Menschen“? Zigeunern etwa, oder wäre das rassistisch? Eben. Bei der Thematik „Einbruch“ – anders als bei Vergewaltigung – fehlt das Feindbild, fehlt der Feind, den man anklagen und gegen den man seinen Hass ausleben kann. Deshalb gibt es keine entsprechende Bewegung. Es geht nicht um Schutz der Opfer, es geht um Hass.

[Nachtrag] Generell lehne ich die Sprachverschandlung ab. Von Feministen an diesem Punkt Gendern einzufordern ist aber berechtigt, denn wenn sie nicht Gendern, ist davon auszugehen, dass sie im Gegensatz zur gesunden deutschen Sprache tatsächlich allein Männer meinen.

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