Abiturprüfung: Hamse jedient im Genderkrieg?

Hey, psst! Frauen werden hierzulande unterdrückt! Das weiß jeder, da es jeder in der Schule lernt und es täglich in der Zeitung liest.

Zur diesjährigen Abiturprüfung wurde Schülern ein Text einer heuchlerischen Kriegstreiberin vorgelegt, die vorgibt, mit einem Geschlechterkrieg nichts am Hut zu haben, bzw. keinen zu sehen. Dabei schreibt sie aus einer exklusiven Position heraus, in der das Niedermachen von Männer erlaubt und gewollt ist. Dass sie keinen Krieg sieht, liegt daran, dass sie das Thema aus der Perspektive der Gewinner behandelt, die bekanntlich die Geschichte schreiben. Denn sie ist es nicht, die erleben muss, aufgrund ihres Geschlechts von ihren Kindern getrennt zu werden. Sie muss nicht erleben, dass Bestien, die zur systematischen Mütterentsorgung anleiten, mit ihren Steuern gefördert werden. Sie muss auch nicht erleben, dass ein Ministerium für alle außer Frauen Hetzkampagnen fährt, in denen düstere Frauengestalten vor verängstigten Kindern zu sehen sind unter dem Motto: „Der gefährlichste Ort für ein Kind ist bei seiner Mutter“; begleitet von einem repressiven Klima, in dem immer mehr und mehr Mütter nicht mehr unbefangen mit ihren Kindern umgehen können.

All dies trifft sie nicht, sie ist eine Kriegsgewinnlerin, die geschützt vom dominierenden Zeitgeist ordentlich austeilen darf, aber nicht einstecken muss. Sie kann das männliche Geschlecht als das gewalttätige zeichnen oder anmerken, dass für sie das größte Problem bei Männervernichtung wäre, dass es nicht (immer) klappen würde. Und natürlich wird eine Politik, die dafür sorgt, dass sexuell aktive Männer mit einem Bein im Knast stehen, von ihr verteidigt, da sie keine Ahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen hat, wo es so etwas wie nonverbale Zustimmung gibt:

„Ja, grausame Zeiten, in denen man Leute nicht ungefragt vögeln darf.“

So heizt sie einen Krieg an, in welchem Männern unterstellt wird, sie würden Frauen benachteiligen, zu gering entlohnen oder misshandeln. Ein Mord an einer Frau ist kein Beziehungsdrama sondern ein Femizid! Basta! Und was ist der Mord an einem Mann? Notwehr? Tyrannentötung? Auf jeden Fall kein Andrizid.

Und sowas wird nun einem Abiturienten zur Analyse vorgelegt. Die Frage ist, ob der junge Mann gegen die Intention des Textes aufbegehren darf. Das ist zu bezweifeln in Zeiten, in denen Studenten erklären müssen, dass sie keine Studierenden sind, da sie gerade Erklärende sind, damit aber zu erkennen geben, nicht auf Linie zu sein und Sanktionen befürchten müssen. Der Junge muss also den Dreck, der über seinem Geschlecht ausgekübelt wird, honorieren und die Kriegstreiberin als Friedensengel ehren – pervers. Wie sollte er es auch vorher wissen können? Kann er den Prüfer fragen: „Muss ich ihr Recht geben?“ – an Gymnasien, auf denen Jungen aufgrund systematischer Benachteiligung die Minderheit stellen, und wo sie dann von den daran schuldigen Institutionen solche Texte vorgelegt bekommen, als würde es sich um große Literatur handeln. Daran zeigt sich der Krieg, die Repression, für die auch Stokowski steht: Eine bestimmte politische Meinung vertreten müssen, der herrschenden Klasse nach dem Maul reden, weil man sonst Probleme bekommt.

10 Gedanken zu „Abiturprüfung: Hamse jedient im Genderkrieg?

  1. beweis

    Hamse nen Link, wo das obige Foto herstammt?
    Ich kann das nicht glauben, dass in unserer Welt, in der mittlerweile Freiheit der Gedanken, Meinungsfreiheit und dialektische Erörterung unerwünscht sind und durch eine neofaschistische umfassende Forderung nach der „richtigen Haltung“ ersetzt wurden, dass in dieser Welt jungen Menschen zu sowas bei einer amtlichen Prüfung eine Positionierung abgezwungen wird.
    Wie könnte ein Antifeminist wie ich damit noch zum Abitur kommen, ohne opportunistisch abzuschwören?

    Der Abiturient muss also zunächst emotional ermitteln, welche Haltung seine Prüferin dazu haben könnte, um daraus die Richtung seiner Textanalyse abzuleiten. Die Chance, dass eine ehrliche Kritik zu vielen Punkten führt, ist sehr gering.
    Die jungen Menschen werden einfach gebrochen.

    Antwort
    1. Renton

      Jetzt übertreib mal nicht. Es war in Deutsch schon immer so, dass es Lehrer gab, deren Meinung man nachplappern musste, um eine gute Note zu bekommen, egal bei welchem Thema.

      Außerdem gibt es bei einer Abiturklausur mehrere Texte zur Auswahl, zwei oder drei. Wer sich mit Strokopwski nicht befassen will, nimmt halt den anderen Text.

      Was ich schlimm finde, ist das sprachliche Niveau von Strokopwskis Text. Kostproben:

      „Okay, das entbehrt…“
      „Echt, wenn es…“
      „Zum Beispiel.“ (Als ganzer Satz)
      „Shitstorm hier, Krieg da.“ (dito)
      „Bla, der Fragende ist vor drei Stationen…“
      „Hier meine These dazu: Das ist scheiße.“
      „indem zu viel Scheiße geredet wird“

      Früher(tm) hätte jemand seine Matura mit einem solchen Stil nicht bekommen, und ein Lehrer hätte sich geschämt, seinen Schülern einen solchen Text in der Abiturprüfung vorlegen zu müssen. Die Damen und Herren im Ministerium, die für diese Auswahl verantwortlich sind, arbeiten hart für die Verflachung des allgemeinen Niveaus.

      Antwort
      1. beweis

        Ist schon ein Unterschied, ob dir eine hergelaufene Feministen-Zofe mit Lehramt so etwas als Klassenarbeit verabreicht, oder ob das offizielles Abiturthema ist. Wie wird denn beispielsweise nachher ein politisch korrektes Gendern nach Anne Will im Text gewertet? Führt das zu Punktgewinn oder -abzug?

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        1. Renton

          Da bereits die regulären Schulleistungen in den zwei Jahren vor der Abiturprüfung ebenfalls in die Abiturnote einfließen, und zwar stärker als die Abiturprüfung selbst, würde ich es sogar für relevanter halten, wenn man eine ideologische Deutschlehrkraft hatte.

          Gendern ist eine gute Frage. Müsste ich mal ein paar Schüler fragen. Die angehenden Lehrer heutzutage sollen in der Ausbildung jedenfalls brav gendern, üblich ist die Form „Schülerinnen und Schüler“. K.A., ob die das dann auch von ihren Schülern verlangen.

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          1. Renton

            Ich muss mich korrigieren: In NRW sind über die Abiturprüfung bis zu 75 Punkte erreichbar. Die zwei Jahre vorher können bis zu 60 Punkte einbringen, wenn Deutsch Grundkurs war, oder 120, wenn Deutsch Leistungskurs war. Von daher würde ich sagen, im Fall des Grundkurses sind die zwei Jahre vorher annähernd so relevant wie die Abiturprüfung, im Falle eines Leistungskurses deutlich relevanter.

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  2. rano64

    Sorry für die Klugscheißerei, aber muss es nicht „systematische Väterentsorgung heißen“ (2. Absatz, Zeile 7)?

    Antwort
    1. Martin B

      Wenn ich mal vermuten darf:
      Nein, muss es nicht, weil es hier bewusst gedreht wurde. Im nächsten Satz ist ja auch vom Ministerium für alle außer Frauen die Rede – das gibt es in Wirklichkeit nicht, es gibt eben nur ein Bundes-Ministerium für alle außer Männer (Das BMFSFJ).

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