Warum man Männer nicht ungerecht behandeln kann: Feinbild Mann und die Logik des Geschlechterkriegs

Er hat es verdient!

Die Kriegsgewinnlerin glaubt nicht daran, dass es einen Geschlechterkrieg gibt. Kriegsgewinnlerin deshalb, da sie den Krieg vorantreiben darf aus einer exklusiven Position heraus, in der sie noch dafür bezahlt wird. Es gibt umgekehrt keine solche Stellung in einem Leitmedium, in dem ein Autor über die Rape-Culture als „großes Versprechen“ sinnieren dürfte mit dem Bedauern, dass es sie nicht gibt.

Die Logik des Geschlechterkriegs zeigt sich in erster Linie daran, dass man einen Mann nicht ungerecht behandeln kann. Denn der ist der Feind im Krieg, der wird einfach bekämpft.

Zum Beispiel Väterrechte. Die gibt es bekanntlich nicht. Frauen an der Macht wie eine Antje Schrupp oder Christine Lambrecht verfolgen eine Politik der vollkommenen Entrechtung der Väter. In der Logik des Geschlechterkrieges sind Väter immer der Feind, man kann ihnen also nicht Unrecht tun, vielmehr ist die Auslöschung des Vaters das erklärte Ziel der Matriarchen. Deshalb denken Feministen keine Sekunde darüber nach, dass es vielleicht Konstellationen gibt, in denen es für die Kinder besser wäre, wenn sie zum Vater kommen. Stattdessen werden Unmenschen, die zur sytematischen Väterentsorgung anleiten, mit Steuermitteln gefördert, während Vereine, die die beste Lösung für alle Beteiligten anstreben, von Förderung ausgeschlossen bleiben. Niemals der Gedanke: „Vielleicht liebt das Kind seinen Vater und leidet unter der Trennung“. Oder „Er ist ein guter Vater, das hat er nicht verdient“. Es wird im konkreten Fall nicht danach entschieden, was das beste für die Kinder ist sondern nach Gruppenzugehörigkeit der Betroffenen. Es gibt keinen guten Vater, wenn die Mutter entscheidet, ihr Eigentum für sich allein zu beanspruchen; wenn sie mit einem Partner auf Augenhöhe nicht klarkommt sondern Allmacht ausüben will über ein Kind, das sich nicht wehren kann. Kindeswohl wird mit Mutterwillen gleichgesetzt. Wenn es aber auch nur ansatzweise um das Kindeswohl ginge, hätte man schon vor Jahrzehnten das Alleinerziehendendrama, in welchem sich die Mutter ihr selbstsüchtiges Lebensmodell durch einen Unterhaltssklaven finanzieren lässt, beendet, da alle Erfahrungen deutlich machen: Es schadet Kindern. Längst ist klar, dass es für Kinder das beste ist, wenn ihnen bei einer Trennung beide Elternteile erhalten bleiben. Allerdings müsste man dafür die Allmacht der Mutter beschneiden und das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sexisten wie Schrupp oder Lambrecht ist es egal, ob die Mutter eine gewalttätige Säuferin ist, unter der die Kinder massiv zu leiden haben und für’s Leben geschädigt werden: Im Geschlechterkrieg geht Mutterwillen immer vor Kindeswohl. Im Geschlechterkrieg kann man Vätern nicht Unrecht tun, das ist gar nicht die Perspektive, vielmehr ist er der Feind im Krieg – ein Soldat, der abdrückt, fragt sich ja auch nicht, ob dem gegnerischen Kombattanten Unrecht tut.

Ein weiteres Thema ist Falschbeschuldigung. Eine Feministin, die dazu anleitet einen Mann mit ihrer Hilfe zu vernichten, stellt sich auch nicht die Frage, ob sie damit einem Mann großes Unrecht antut, dass er als Unschuldiger darunter zu leiden hätte. Er ist der Feind, das Schwein: Auch wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er es dennoch verdient, wenn eine Frau entscheidet, ihn fälschlich zu bezichtigen – irgendetwas wird er sich schon schuldig gemacht haben, der Beweis: Er hat eine Frau verärgert, also ist er schuldig und zu Recht wird er vernichtet. Im Krieg ist der Feind nicht unschuldig, schon allein die Frage nach Schuld und Unschuld macht also in dem Kontext einfach keinen Sinn, es sind die falschen Kategorien, über die Geschlechterbeziehung zu denken, er ist qua Geschlecht schuldig und deshalb wird er mit allen greifbaren Mitteln bekämpft.

Verdient!

Oder der Tyrannenmord. Wenn ein Mann eine Frau tötet, dann ist das ein Verbrechen. Im umgekehrten Fall hat sie sich lediglich gewehrt. Er habe sie über die Jahre misshandelt so dass sie sich nicht anders zu helfen wusste. Schon jetzt ist es so, dass Täterinnen weniger hart bestraft werden, und Männer ganz besonders hart, wenn ihr Opfer eine Vertreterin der höherwertigen Menschen ist. Mit dem Prinzip der Tyrannentötung will man durchsetzen, dass die Frau einfach nur die richtigen Stichworte vor Gericht nennen muss, um als das eigentliche Opfer freigesprochen (letzter Absatz) zu werden. Auch hier ist nach der Logik der Geschlechterkrieger ein Missbrauch natürlich ausgeschlossen – der Mann hat es verdient, jeder Mann.

 

Ein Mann muss sterben, weil er ein Mann ist.

Ganz dieser Logik des Krieges – des totalen Krieges mit der Auslöschung der Männer – verschrieben ist das SCUM Manifesto, das von Feministen gut gelaunt gelesen wird – eine Distanzierung davon gibt es nicht. Sollte es mal zu Kritik daran kommen, heißt es einfach, es wäre Satire. Der Text lässt aber nicht erkennen, dass er satirisch gemeint wäre, er ist die Ausgeburt reinen Männerhasses. Wenn der Text eine Satire wäre, dann eine, die den Feminismus als Herrenmenschenideologie entlarvt mit Frauen als Ariern und Männern als Untermenschen. Und das hat Konsequenzen. Sicherlich ist bereits mancher Mann gestorben, da ihm unter dem direkten oder indirekten Einfluss dieser Lektüre sein Lebensrecht abgesprochen wurde, der Hass gegen ihn geschürt wurde. Aber es muss gar nicht mal bis zum Mord kommen. Hier liest die Frau vergnügt, dass Männer lebensunwerte Kreaturen sind, dort unterstützt sie eine Kultur der Männerentrechtung, die Väter entsorgt, Männer unschuldig in den Knast befördert oder den Mord an ihnen als gerechtfertigt hinnimmt. Denn: Man kann Männern gar nicht Unrecht tun. Sie sind Schweine, Vergewaltiger, und das ist alles, was sie sind, weshalb tote Männer auch unter Bundestagsabgeordneten ein Anlass zu fröhlichem Gelächter sind.

Weiterlesen: Die Verfolgung der Mannes.

10 Gedanken zu „Warum man Männer nicht ungerecht behandeln kann: Feinbild Mann und die Logik des Geschlechterkriegs

  1. dr. caligari

    zum Thema Täterinnen milder angefasst.
    Vorsicht, das ist in scheinbar nicht so feministisch verseuchten Ländern nicht anders.
    In Russland ist die Höchststrafe für Frauen z-B auf 20 Jahre begrenzt, für Männer ist Lebenslänglich u.U. tatsächlich lebenslänglich.
    Merke: Frauenbevorzugung ist kein feministisches Monopol, sondern zutiefst im heterosexuellen Normalo-Mann verankertes Verhalten.
    Ich wäre also vorsichtig mit der Argumentation es gäbe eine mobilisierbare schweigende Mehrheit gegen feministischen Wahn. Zwar ist die Mehrheit schon gegen zu offensichtliche Auswüchse, aber das ist etwa so, wie man gegen Unkraut ist und immer nur die oberirdischen Triebe abschneidet. Die Wurzeln, tragen nämlich die ganze normalen Männer und Frauen in sich selbst. Ich kenne viele MGTOW die das ähnlich sehen.

    Antwort
    1. Renton

      Ich hatte mal nach dem Salischen Recht (in hochdeutscher Übersetzung, glaube ich) gegoogelt, weil ich nicht glauben konnte, dass schon im Mittelalter Frauen mehr wert waren als Männer.

      Stimmt aber. Auf den Mord an einer Frau stand in jeder Gesellschaftsschicht eine dreimal so hohe Buße wie auf den Mord an einem Mann. Wer es nachlesen möchte, google selbst, ich bin gerade zu faul 😉

      Antwort
        1. Renton

          Muss meine Lehreraura sein… 😉

          Übrigens habe ich es herausgesucht, hier https://archive.org/details/forschungenber00clem/page/192/ auf Seite 192f, bezieht sich allerdings nur auf Freigeborene. Die anderen Stände müssten in anderen Kapiteln abgehandelt werden, mag stöbern, wen es interessiert:

          „XLI. Von Mordthaten, die an Freigebornen begangen werden.
          1. Wenn Jemand einen freien Franken oder einen unter salischem Recht lebenden Ausländer tödtet, so soll er für schuldig erkannt werden, 8000 Pfenn. oder 200 Schill, zu zahlen. Wirft er ihn aber in einen Brunnen oder in ein Wasser, so soll er für schuldig erkanat werden, 24000 Pfenn. oder 600 Schill, zu zahlen. Wenn er ihn dagegen entweder mit Zweigen oder mit Kraut oder mit irgend welchen Sachen, um ihn zu verhehlen, zudeckt, so ist er für schuldig zu erkennen, 24000 Pfenn. oder 600 Schill, zu zahlen. 2. Wenn er aber den, der in Herrenschutz ist oder eine [freigeborne] Frau tödtet und dessen überführt wird, so soll er für schuldig erkannt werden, 24000 Pfenn. oder 600 Schill, zu zahlen. Doch wirft er sie in’s Wasser oder in einen Brunnen oder deckt sie, um sie zu verbergen, oben mit Zweigwerk oder mit Kraut oder mit irgend welchen Sachen zu , so soll er für schuldig erkannt werden , 72000 Pfenn. oder 1800 Schill, zu zahlen.“

          Eine freie Frau war dreimal so viel wert wie ein freier Mann. Scheiß Patriarchat.

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  2. GOI

    In einem Punkt muss ich widerspreche: Antje Schrupp verfolgt nicht die Entrechtung der Väter. Sie ist viel schlimmer. Sie will das Konzept „Vater“ aus der Menschheit tilgen.
    Man lese nur ihre Thesen wie „stellt euch eine Welt vor, in der biologische Vaterschaft verboten ist“.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ganz konkret will sie Väterrechte komplett abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren. Natürlich nicht über eine Frauensteuer, d.h. der kollektive Mann zahlt als Steuerzahler die Selbstverwirklichung der Mütter. Ja, Du hast Recht. Das wäre dann tatsächlich die Überwindung des „Patriarchats“, wie sie ja von jedem Feministen angestrebt wird.

      Antwort
        1. beweis

          Ganz genau. Und als Gegenleistung für die Tiefkühltorte erfährt sie dann auch etwas aus der Welt der vaterlosen Kinder. Das wäre sicher ein fruchtbarer Austausch.

          Antwort

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