Wer will (k)ein Rassist sein?

Entmenschlichendes Ausstellungsstück in einem chinesischen Museum.

In einem chinesischen Werbespot wäscht eine chinesische Hausfrau einen Schwarzen mit Hilfe des angepriesenen Waschmittels zu einem porentiefreinen Chinesen mit Ariernachweis. Der Kommentar zu dem Werbeclip behauptet dann auch ohne Beleg, dass das Netz wegen dieses Rassismus‘ in Rage wäre. Allerdings habe ich schon aus anderer Quelle vernommen, dass die Chinesen massiv rassistisch seien und auch die Zeit lässt einen Rassismusforscher zu Wort kommen:

„Rassismus hat eine lange Tradition in China, und rassische Typologien sind tief in traditionellem chinesischem Denken verwurzelt“

Die Werbeagentur wird schon gewusst haben, was sie da macht, in dem Sinne, ob sie ihrem Auftraggeber schadet oder nicht.

Wenn man so einem Chinesen jetzt sagt, dieses oder jenes sei rassistisch, dann ist ihm das… egal. Er stellt an sich selbst nicht den Anspruch, Schwarze mit Anstand und Respekt zu behandeln, weil er Rassismus nicht verurteilt, so wie parallel der Sexist; Männer, Schwarze sind halt so. Anders der weiße Westen. Weiße verurteilen Rassismus und wollen keine Rassisten sein. Sie sehen es als einen Charakterfehler an, an dem sie arbeiten müssen – hier sollten sie ihre Haltung ändern, denn man ist bereits dann kein Rassist mehr, wenn man keiner sein will. Der weiße Wille, kein Rassist zu sein, ist die Grundlage für schwarzen Rassismus. Man stelle sich so einen schwarzen Rassisten in China vor, wie er da über Rassismus jammert. Man würde anders auf ihn reagieren. Man würde ihm keine Bühne bieten, erst recht nicht könnte er Chinesen dazu zwingen, ihn dafür zu bezahlen, dass er sie als Rassisten beschimpft. Der ganze Rassismuszirkus im Westen basiert darauf, dass der Weiße international am wenigsten rassistisch ist: Er will kein Rassist sein. Er verurteilt dies. Das ist der Nährboden für eine Mentalität unter einigen (#notall) Schwarzen, Weißen grundsätzlich nicht mit Respekt und Anstand, sondern mit Hass und Gewalt, Ressentiment, Verachtung und Anklagen zu begegnen. Wiedermal ein Fall von Projektion: Das, was sie Weißen unterstellen, findet sich bei ihnen selbst; nicht der Weiße ist hässlich, sie sind es. Der Weiß will Farbige anständig behandeln, der Farbige will das umgekehrt nicht, oder genauer – soviel Fairness muss sein -: Jener Farbige, der für sich in Anspruch nimmt, für Farbige zu sprechen, will das nicht.

[Nachtrag] PG13 schreibt:

Aus seiner Sicht ist „wokeism“, basierend auf älterer Identitätspolitik, in erster Linie eine Kombination des amerikanischen individualistischen Liberalismus mit einem „Sündenstolz“, der sich gerade auch in Deutschland etabliert habe; dass man die Monstrosität des Holocausts nicht leugnet, sondern diese „Sünde“ offensiv bekennt und das auch ritualisiert, führe zu einem paradoxen Stolz darauf, dass man sich dieser moralischen Herausforderung gestellt hat und damit andere, die das nicht tun, jetzt belehren kann. Es geht also eher um eine Zivilreligion als ein politisches Programm und das endlose Selbstkasteien mit all den Sünden des Rassismus, Sexismus, Kolonialismus.

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