Nach der Pandemie ist vor der Pandemie – Angstmache als Vehikel für die totale Erfassung

Angst macht dumm, Angst lähmt. Man kann nicht mehr klar denken. Angst hat auch physiologische Auswirkungen, z.B. auf den Hormonhaushalt, was langfristig zu Burn-out ähnlichen Symptomen führt. Hier interessant aber sind die psychologischen Auswirkungen: Der Mensch begibt sich in den sozialen Rückzug, in die Einsamkeit, konsumiert übermäßig viel Medien oder bedient sich anderer Suchtmittel wie Zucker oder Alkohol. Ein zentraler Aspekt, Menschen mit Angststörungen zu behandeln ist, sie aus der sozialen Isolation herauszuholen. Sozialer Umgang wirken wie ein natürliches Gegengift gegen Verängstigung. Passend hierzu werden in der Pandemie die sozialen Kontakte eingeschränkt und die Menschen in Isolationshaft gesteckt. Die Hinderung am sozialen Austausch ist das beste Mittel, um Menschen gefügig zu machen(Seite 417).

Angstmache vor einem unsichtbaren, heimtückischen Killervirus ist von daher die erste Wahl, um eine autoritäre Agenda zu befördern. Dafür ist Corona ein optimales Werkzeug, denn bei dem Coronavirus handelt es sich um einen Grippeerreger, und die zeichnen sich durch zwei Punkte aus: 1. Sie gehen nie weg. 2. Sie mutieren ständig. Nach CoV-2 kommt, CoV-3, 4, 5; Delta, Omega, Gamma. Und nach SARS-CoV kommt Mers 1, 2, 3. Nach der Impfung ist vor der Impfung. So kündigte Cristian Drosten schon im November 2020 an:

„Wenn der Rummel jetzt vorbei ist, dann werde ich mit einer kleinen Arbeitsgruppe ein neues Thema aufbauen“, sagte Drosten im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“. Im Zentrum seiner Forschung sollen dann nicht mehr die aktuellen Coronaviren (Sars-Cov2) stehen, sondern die Mers-Viren. Dieser Virenstamm hätte laut dem Charité-Virologen das Potenzial, der „nächste Pandemiekandidat“ zu werden.

Und sollte das nicht reichen, der Nachschub ist gesichert:

Das Erschreckende an den Erkenntnissen ist, dass jedes Jahr etwa fünf weitere Krankheiten auftauchen, die sich – zumindest theoretisch – zu einer Pandemie ausweiten könnten. In Tieren gibt es schätzungsweise nach Angaben der Wissenschaftler 1,7 Millionen noch nicht entdeckte Viren. Und zumindest die Hälfte davon sei für den Menschen potenziell eine Bedrohung. Das bedeutet: Mit bis zu 850.000 Viren können sich demzufolge Menschen infizieren.

Die Mächtigen werden solange Angst verbreiten, wie es ihnen opportun erscheint. Als Prof. Winfried Stöcker einen gut verträglichen und konventionellen Impfstoff entwickelte, wurde er sofort verklagt(Seite 429). Mit einer herbeigeredeten Pandemie lassen sich nach dem neuen Ermächtigungsgesetz umfassende Einschnitte in die Rechte der Bürger vornehmen. Wann aber liegt eine Pandemie vor, so dass die neuen Ermächtigungsgesetze ihr Potential auch entfalten können? Dazu reicht allein ein Beschluss des Deutschen Bundestags, andere Voraussetzungen gibt es nicht. Mit anderen Worten: Der Bundestag kann nach eigenem Ermessen nach schwammigen Begriffsdefinitionen Ausnahmesituationen erklären und beliebig lange aufrecht erhalten völlig unabhängig von einer tatsächlichen pandemischen Gefahrensituation(Seite 442). Man fühlt sich an die Sowjetunion erinnert. Diese hatte eine Verfassung, die so ziemlich die liberalste der Welt war: Freiheit! Das Problem war nur, dass die gesamte Zeit über die Notstandsgesetze in Kraft waren (wegen des übermächtigen Feindes), die dann die de facto Diktatur begründeten.

Angesichts der Pandemie werden die Menschen vor zwei Alternativen gestellt: Lockdown mit sozialer Isolation, Massenarbeitslosigkeit und bitterer Armut, oder totale Überwachung unter dem Vorwand der Rückverfolgung der Infektionsketten, also u.a. die Erfassung von Aufenthaltsorten und sozialen Kontakten. Die neue Überwachungsgesellschaft lässt sich dank moderner Technologien wie Gesichtserkennung und künstlicher Intelligenz unfassbar weit vorantreiben, so weit, dass z.B. die STASI daneben wie ein Kinderhobbydetektiv aussieht. So macht bereits Amazon Werbung damit: Gehen Sie in den Markt, nehmen Sie die Ware und verlassen Sie ihn wieder. Über Gesichtserkennung ist ihr Profil abrufbar, wo neben ihren persönlichen Vorlieben auch ihre Kontoverbindung gespeichert ist.

Neben Amazon sind u.a. Google, Microsoft, Facebook, Apple, Pharmakonzerne, Visa, Mastercard, PayPal und Co mit von der Partie. Diesen Akteuren geht es als IT-Unternehmen und Finanzdienstleister um zwei Interessen:

  1. Abschaffung des Bargeldes.
  2. Verlässliche Identifikation und Kontrolle ihrer Kunden.(Seite 450)

Dasselbe Anliegen haben auch Regierungen. Mit der Impfung – und das Ziel ist, jeden zu impfen – bekommt man eine digitale ID verpasst, welche den Grundstein für den gläsernen Bürger und Kunden bildet. Sämtliche Geldtransfers aber auch soziale Kontakte, sämtlicher Konsum von und Interaktion mit (sozialen) Medien wird über sie abgewickelt und erfasst; in dem Augenblick, in dem Sie sich vor den Rechner setzen und ins Internet gehen, sind Sie identifiziert – wie in China. Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, merkt dazu an:

In China ist das Modell so: Die Daten gehören dem Staat. Kommunistisch-kapitalistische, also staatskapitalistische Konzerne erheben die Daten, überwachen ihre Bürger und übergeben die Ergebnisse an die Kommunistische Partei. Dem Staat. Der macht damit, was er will. Zum Beispiel belohnt er regimetreue Bürgerinnen. Oder er zensiert Künstler. Und macht Regimekritikerinnen mundtot. Oder errichtet Konzentrationslager für Uiguren. In Amerika ist es unvergleichlich besser. Da gehören die Daten kapitalistischen Konzernen. Unternehmen wie Facebook, Amazon oder Apple erheben, sammeln und speichern Daten und nutzen sie zur Optimierung ihres Geschäftsmodells. Sie überwachen und analysieren unser Verhalten, damit wir mehr konsumieren. Zum wirtschaftlichen Vorteil der Plattformen. Das ist wesentlich harmloser als in China. Aber auch nicht so, wie es sein soll. Die Bürger werden zu Marionetten kapitalistischer Monopole.

Das ist das eigentliche Anliegen, das hinter dem „Great Reset“ steckt – eine Utopie von einer besseren Welt, durchgesetzt von oben nach unten. Für Ursula von der Leyen, an die sich dieser offene Brief richtete, ist Covid-19 ein „großartiger Beschleuniger des Wandels“(Seite 461).

Häring berichtet über das WEF-Jahrestreffen 2021:

Wenn man den kurzen Film anschaut, den das Forum zu Einstimmung auf den Großen Neustart veröffentlicht hat, kommt man nicht um das Urteil herum, dass es bei seinem Hauptziel entweder kläglich versagt hat, oder – wahrscheinlicher – den Zustand der Welt nur für seine Mitglieder verbessern will. Die Abbildung des Ist-Zustands besteht aus einer hektischen Abfolge dystopischer Szenerien: Müllhalden, Epidemien, Proteste gegen Ungleichheit, Umweltzerstörung… Dann wird auf einem alten Computer auf den Reset-Knopf gedrückt, und plötzlich ist alles gut. Bilder von Fischschwärmen im blauen Ozean, schöne grüne Landschaften, glückliche Babys… Nach dieser Peinlichkeit von einem Werbefilmchen geht es in dem Video direkt weiter mit dem ganz großen Auftrieb. Dann werben nach Klaus Schwab für den Großen Neustart, unter anderem noch der britische Thronfolger, die Chefin des Internationalen Währungsfonds und der Generaldirektor der Vereinten Nationen. Damit Sie es nicht tun müssen, habe ich ihn mir angeschaut, wenigstens bis zur Hälfte und dem Ende meiner Floskel-Aufnahmekapazität. Klaus Schwab macht uns gleich zu Beginn Angst mit der Feststellung: „Jetzt ist es Zeit, das System für die Nach-Corona-Zeit zu gestalten.“ Uno-Generalsekretär Guterres und Prinz Charles blasen jede Menge Floskeln zum Frieden auf Erden und einer harmonischen Gesellschaft in Einklang mit der Natur. Nichts darüber, wie wir da hinkommen. IWF-Chefin Georgieva lässt etwas Offenheit zu, wenn sie davon redet, dass es nun darum ginge, die Digitale Spaltung zu überwinden, also dafür zu sorgen, dass die US-Digitalkonzerne in jedem Winkel der Welt Geld verdienen können. Danach driftet sie ins ungewollt Sarkastische ab, wenn sie, die Chefin der Organisation, die seit Jahrzehnten den Abbau von Sozialleistungen durchsetzt, betont, wie wichtig es sei, „in die Menschen zu investieren, in den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft“. Man müsse die Sozialsysteme leistungsfähiger machen, fordert sie allen Ernstes, während ihre Leute auf ihren Missionen in armen Ländern wahrscheinlich gleichzeitig an etwa einem Dutzend Sozialabbauprogrammen sitzen.

Das alles ist übrigens keine Verschwörungstheorie. Die Verantwortlichen handeln nicht konspirativ. Klaus Schwab, Bill Gates, IWF, Weltbank und WEF sind stolz auf ihre Pläne, sprechen offen darüber, loben China als Vorbild (wie schnell man in einem totalitären System eine Pandemie in den Griff kriegen kann! Auch die FAZ erfüllt ihren Auftrag als vierte Gewalt und findet, man sollte etwas mehr Diktatur wagen.) und veröffentlichen entsprechende Bücher und Dossiers, zum Beispiel die bereits angesprochene Kristalina Georgiewa, Direktorin des Internationalen Währungsfond, in ihrer Grundsatzrede: From Great Lockdown to Great Transformation.(Seite 455)

Und verwirklicht wird das alles, indem man den Menschen Angst einjagt, ganz gezielt (!), so dass die totale Überwachung als die bessere Alternative zu Lockdown oder Seuche erscheint:

Erstens würden viele Schwerkranke von ihren Angehörigen „ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen (sic) ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls.“

Zweitens empfiehlt das Papier sogar, Kindern Angst zu machen. „Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern“, heißt es in dem Text. „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“

Im Ernst: Sie sollten nicht mehr Fernsehen schauen. Die lügen. Die Grippewelle 2018 hat auch tausende von Todesopfer gefordert und die Krankenhauskapazitäten teils gesprengt, nur dass nicht alle 15 Minuten darüber berichtet wurde. Wir haben halt immer mit Influenza gelebt.

Don’t trust TV. It takes your brain.

Alle Seitenangaben: Raymond Unger – „Vom Verlust der Freiheit“, Europaverlag.

Wie manipulativ mit PCR-Tests und Inzidenzien eine Pandemie herbeigeschwätzt wird.

Weiterlesen: Leben wir in einer Demokratie?

8 Gedanken zu „Nach der Pandemie ist vor der Pandemie – Angstmache als Vehikel für die totale Erfassung

  1. Shitlord

    Jeder, von Natur aus nach Freiheit strebende, Mensch, erreicht irgendwann seine persönliche Schmerzgrenze.

    Es gibt da – weil Menschen evolutionär auch besser Kooperationen eingehen als egoistisch zu sein – aber halt Narrative, die „überzeugen“ – und das sind viele.

    Gemeinsam haben all diese Narrative gegenüber der Natur, dass sie früher oder später scheitern.

    Antwort
  2. Sabrina Seerose

    ANGST blockiert das eigene Denken, macht Menschen gefügig und bequem steuerbar durch „die Obrigkeit“ und ihre Vasallen.
    Daran wird sich solange nichts ändern, wie ein Großteil, ja wahrscheinlich die Mehrheit unserer Menschen Polit-Darstellern wie jenem huldigen, und nicht sehen wollen oder können, wie sie nach Strich und Faden getäuscht und belogen werden:

    „EXKLUSIV: Nach Konferenz mit Merkel – Markus Söder beim (Impf-)Lügen überführt“, worüber Reitschuster berichtet:

    Antwort
  3. beweis

    Ich tue mich etwas schwer damit, ob und welcher Teil des Textes von dir ist – oder ist der komplett von Unger? Und wenn, dann wäre eine Deklaration am Anfang hilfreich.

    Inhaltlich finde ich das sehr gut, denn Angst ist Schlüssel zu all dem, das wir gerade erleben in unserer neuzeitlich hysterischen Epoche.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Kursiv gesetzte Texte sind direkte Zitate, wobei ich auch die Quellen verlinkt habe. Ansonsten ist der Text von Unger inspiriert aber überwiegend nicht kopiert.

      Antwort
      1. beweis

        Ah, sehr gut. Ich war vor allem irritiert durch die im Text stehenden Zahlen, die wie Fußnotenverweise wirken und erst unten aufgelöst werden. Vielleicht besser: (siehe auch Unger, S. 324) und das aufs Buch oder Kaufmöglichkeit verlinkt.

        Antwort
  4. beweis

    An der Stelle bin ich etwas zusammengezuckt:

    Prof. Ulrike Protzer, Virologin, TU München, im „ZDF spezial“ am 10.08.21, ab Minute 12:00
    https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/zdf-spezial—regeln-fuer-den-corona-herbst–was-will-die-politik-100.html

    „… schaut man nach Israel … und da sind’s … vor allem die nicht Geimpften, die dann leider im Krankenhaus landen, über 90 % …“

    Das widerspricht komplett den Zahlen aus dem israelischen Gesundheitsministerium:
    https://data.gov.il/dataset/covid-19/resource/9b623a64-f7df-4d0c-9f57-09bd99a88880

    Und eine Einordnung dieser Zahlen findet sich hier:
    https://www.transparenztest.de/post/neue-daten-aus-israel-keine-vorteile-von-geimpften-gegenueber-ungeimpften-erkennbar

    Leben wir etwa in zwei unterschiedlichen Welten?

    Antwort

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