Kulturmarxisten sind Kulturnazis

Woke Klassen, Kapital zählt nicht.

Rechte und Nazis sprechen gerne davon, dass jene oder diese „Kulturmarxisten“ wären, d.h. dass sie den Begriff der „Klasse“ aus dem Marxismus auf woke Identitäre übertragen.

Die Frau, die Lesbe, der Schwarze werden als Klassen gehandelt, wobei diese analog zum Marxismus als Opfer von Unterdrückung und Ausbeutung verstanden werden; die lesbische, schwarze Frau bildet eine Klasse und wäre als solche unterdrückt – selbst wenn sie Multimillionärin ist.

Das entspricht aber nicht dem Klassenbegriff im Marxismus. Dort wäre zum einen die Klasse jener, die Kapital und Grundeigentum besitzen, und zum anderen jene, die nur über ihre Arbeitskraft verfügen. Hier ergibt die Interpretation der Beziehung zwischen ihnen als ausbeuterische Unterdrückung Sinn. Wobei es auf der anderen Seite Schwachsinn erstes Ranges ist, dass man die woken Klassen völlig unabhängig von ihren sozioökonomischen Verhältnissen betrachtet, denn ein schwarzer Reicher ist eher Profiteur des Systems als ein obdachloser Weißer.

Der eigentliche Punkt aber ist, dass dieses woke Weltbild mehr mit dem Nationalsozialismus als mit dem Marxismus gemein hat. Im NS-Faschismus ist „der Jude“ der privilegierte Herrscher der Welt, der sich auf unmoralische Weise Vermögen und Macht aneignet und unter dessen Herrschaft die Menschheit zu leiden hat. Im woken Weltbild ist der weiße Mann der privilegierte Herrscher der Welt, der sich auf unmoralische Weise Vermögen und Macht aneignet und unter dessen Herrschaft die Menschheit zu leiden hat. Die Parallelen zur NS-Ideologie sind um einiges deutlicher als zum Marxismus.

Wenn man von „Kulturmarxismus“ spricht, will man damit in aller Regel gegen Linke austeilen und zugleich den linken Gedanken verwerfen, dass Reichtum mit Macht und Unterdrückung und Ausbeutung einhergeht. Nur dass das Linke in mächtigen Positionen, zum Beispiel als Multiplikatoren in einer Redaktion, genauso wenig stört, wie als „links“ bezeichnet zu werden. Man sollte deshalb das Kind beim richtigen Namen nennen, und pseudolinken Feministen und Woken – Kulturnazis – verklickern, dass sie eins zu eins einer Naziideologie anhängen, nur mit einem anderen Feindbild. Das hat mehr Punch.

Ihre Perspektive bestimmt die sozialen Hierarchien unserer Welt.

2 Gedanken zu „Kulturmarxisten sind Kulturnazis

  1. Shitlord

    Ich denke, dass momentan so 120 Mio. Tote, weiter steigend, jetzt langsam den Punkt „aber ‚echter‘ Marxismus…“ erledigt haben sollten. Hitlers billige Kopie von Stalin erforderte nur 30 Millionen Tote; die sind da nicht drin.

    Divide er impera ist die Maxime, und während mittlerweile alle Nazis scheisse finden, gilt Marx als toller Philosoph, als wäre Aryan lives matter was neues.

    (Muss natürlich „black“ heißen)

    Antwort
    1. Mika

      vorwärts immer! Die streben jetzt die Milliarde an, glaub mir, das kommt. Für Marxisten gibt es nur den Marxismus und wenn was nicht funzt, waren es eben die reaktionären Kräfte. Dann muss sich der Marxist nur noch mehr bemühen.
      Schuld sind wir Humanisten. Warum schlagen wir nicht immer wieder alle Marxisten tot? So viele sind das nicht. Die Hörsäle der Geschwätzunwissenschaften sind eh immer überfüllt, da sammeln die sich doch wunderbar.
      Aber nein, wir machen Politiker und Journalisten aus denen. Jetzt haben wir wieder den Schlamassel. Ich sag das seit 30+ Jahren.

      Antwort

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