Was treiben Männer eigentlich so?

Kommentare, zu schön, um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Beweis:

Ich habe mal ein YT-Clip von einer Feministin eingerahmt in ihre aufwändige Wohnzimmerdeko gesehen, die sich ähnlich über Männer beklagt hat. Das einzige, das Männer tun würden, wäre morgens das Haus zu verlassen und abends wiederzukommen.
Die war so egozentrisch, dass sie sich nicht mal vorstellen konnte, dass der Mann zwischen Abfahrt und Ankunft womöglich irgendwas macht. Zum Beispiel erwerbsarbeiten, damit das große Wohnzimmer und die Deko bezahlt werden können.

Billy Coen:

Wie sich Feministen Arbeit vorstellen.

Eine solche Form von Realitätsferne lässt tief blicken, was diese Frau in ihrem Leben bislang selbst geleistet haben dürfte. Wahrscheinlich kommt die aus gut situiertem Hause und hat sich einen Mann gesucht, der mindestens eben so gut situiert ist, wie ihre Eltern. Anders kann man es sich nicht erklären, wie sie offenbar – zumindest lässt sich ihre Einstellung nicht anders erklären – in ihrem ganzen Leben noch keine Sekunde in Kontakt mit echter Arbeit gekommen sein kann.

Das heutige Verhältnis von Reallöhnen zu Lebenshaltungskosten (natürlich nicht zu vergessen auch der gestiegene Mindestwohlstandsanspruch in der Gesellschaft) lässt es für viele Familien gar nicht mehr zu, sich über das klassische Alleinverdienermodell über Wasser zu halten. Viel mehr dieser Umstand – und nicht etwa feministisches „Empowerment“ – hat dafür gesorgt, dass die Erwerbsquote von Frauen in den letzten Jahrzehnten so angestiegen ist. Die Frauen wollen es nicht unbedingt mehr als früher, sie MÜSSEN es schlicht weit häufiger.

Wie konnte sich aber dieses Narrativ vom faulen Mann, der morgens das Haus verlässt und bis zum Abend seine Frau mit den unerträglichen Belastungen von Haushalt und ggf. Kindern alleine lässt, so gesellschaftlich etablieren – vielleicht nicht in dieser Grobschlächtigkeit wie von dir beschrieben, aber dennoch am Ende des Tages kein Bisschen weniger dämlich?

Liegt es an der Diskurshegemonie finanziell selbst gut abgesicherter – nahezu immer über andere, vorzugsweise einen Mann – feministischer Tratschtanten, denen längst alle Bühnen offenstehen, um ihre nabelbeschauenden Gefühligkeiten in Endlosschleife in die Welt zu ventilieren? Aber warum haben so wenige Männer dann einfach mal das Rückgrat, für sich und ihre eigene Würde einzutreten, einfach mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen: „Haltet das Maul, ihr weltfremden Plärrtanten! So, wie ihr uns darstellt sind wir nicht. Wir sitzen nicht den ganzen Tag nur mit unseren „versoffenen“ Kumpels rum und lassen es uns gut gehen. Wir verdienen Geld für unsere Frauen und Kinder und das mit Arbeit, die so hart ist, dass ihr durchalimentierten Hexen es euch im Leben gar nicht vorstellen könntet.“? Warum begeben sich so viele Männer reflexartig in die Büßerpose und übernehmen noch zu ihrem deutlichen Plus an Erwerbsarbeit auch noch freiwillig die Hälfte (oder gar mehr) der Hausarbeit? Das MUSS doch jeder merken, dass das nicht gerecht sein KANN.

Unter vielen anderen Beispielen ist auch dieser Umstand einer, der es für mich dermaßen grotesk macht, dass es so viele Menschen gibt, die allen Ernstes meinen, unsere Gesellschaft als ein Patriarchat bezeichnen zu können. Eine Väterherrschaft, in der bedingungslos die äußert subjektive Wahrnehmung der Mütter als einziger Bezugspunkt zur Beschreibung der „Wirklichkeit“ hergenommen wird, in der Väter folgen- und widerspruchslos niedergemacht und alles was sie leisten negiert werden kann und in der die angeblichen Herrscher all dies auch noch stoisch über sich ergehen lassen? Ehrlich jetzt??? Nach der Logik müsste man wohl die Südstaaten der USA vor 1865 erst Recht als ein „Sklaviarchat“ bezeichnen… oh, all die armen, unterdrückten Großgrundbesitzer!

Ein Gedanke zu „Was treiben Männer eigentlich so?

  1. Andy

    Es stimmt ja, dass Mütter sich viel um die Familie kümmern. Meine Mutter (Hausfrau) hat geputzt, gekocht, gewaschen, gebügelt und im Rahmen ihrer Kenntnisse die Hausaufgaben ihrer Kinder betreut. Für die Kinder Kleidung gekauft. Außerdem im Garten Unkraut gejätet und Gemüse geerntet. Den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf hat sie zusammen mit meinem Vater erledigt.

    Aber mein Vater (kfm. Angestellter) hat renoviert, Maschinen bedient (einschließlich der Nähmaschine, für die meine Mutter nicht schlau genug war), den Wagen in einem funktionsfähigen Zustand gehalten, Bäume beschnitten und abgeerntet, Gießkannen geschleppt und Beete umgegraben. Bank- und Versicherungsangelegenheiten geregelt. Außerdem hat er sich bei der Hausaufgabenbetreuung in neue Wissensgebiete eingearbeitet. Und dies alles neben der Vollzeit-Erwerbsarbeit.

    Jetzt, wo ich das aufschreibe, bewundere ich ihn mehr als zuvor.

    Antwort

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